DE68927C - Vorrichtung zur Bestimmung der Flugzeit von Tauben - Google Patents

Vorrichtung zur Bestimmung der Flugzeit von Tauben

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DE68927C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C1/00Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
    • G07C1/22Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people in connection with sports or games
    • G07C1/26Pigeon-timing or like equipment

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. August 1892 ab.
Das Verfahren, das Einfliegen der Tauben bei Flugproben dadurch festzustellen, dafs die Zeit des Einfliegens auf einer durch ein Uhrwerk bewegten Theilung vermerkt wird, ist nicht neu und nicht mehr unter Patentschutz gestellt. Im vorliegenden Falle handelt es sich um eine besondere Ausführungsform eines nach solchem Verfahren arbeitenden Apparates.
Es bezeichnet in der Zeichnung:
A eine Uhr,
B eine Metallscheibe mit Papierzifferblatt an der Uhr,
C einen Hebel mit Farbtrichter α,
D eine Zahnstange zum Vorschieben des Trichterhebels nach Ablauf einer Stunde,
E eine Metallplatte, welche so lang ist, als das Gehäuse des Apparates breit, und auf dem Gehäuse ruht,
F eine zweite Metallscheibe (an Platte E) mit nach unten gehenden Zähnen,
G eine den Apparat deckende Glasscheibe,
H einen Ausschnitt in der Glasscheibe G und Metallplatte E,
J einen Hebel, um die Metallscheibe F zu drehen,
K einen Hebel, der sich an den Anker der Uhr anlehnt und dieselbe dadurch im Stillstand hält,
L eine Schnur, um den Hebel K vom Anker zu entfernen und die Uhr zum Gehen zu bringen.
Der Apparat ist in einem Kästchen von 36 cm Länge, 26 cm Breite und 10,5 cm. Tiefe. Er kann beliebig gehandhabt werden. Die Uhr wird durch Hebel K, der an den Anker der Uhr sich anlehnt, im Stillstand gehalten. Durch Ziehen an der Schnur L wird der Hebel entfernt,' und die Uhr kommt in Gang. Die 25 cm grofse Metallscheibe B trägt das wie ein gewöhnliches Zifferblatt, nur inxnoch kleinere, als Minutentheile eingetheilte Papierzifferblatt und dreht sich statt des grofsen Zeigers an der Uhr in der Stunde einmal. Da sich also das Zifferblatt dreht, wird dasselbe nach dem Ablauf der Zeit gerade umgekehrt, d. h. von rechts nach links mit Ziffern versehen: nach Ablauf einer Minute also 1, nach Ablauf von zwei Minuten 2 notirt etc.
Die concentrischen Kreise bedeuten von innen nach aufsen die Aufeinanderfolge der abgelaufenen Stunden. Nach Ablauf einer Stunde würde die Uhr schlagen; beim Rad b des Schlagwerkes ist aber die Vorrichtung getroffen, dafs das Aushaken des Schlagwerkes nur von einem Zahn bis zum . anderen dauert. Das Zahnrad b greift nun in das Zapfenrad c und bewirkt, sobald es sich um eine Zahnbreite dreht, ebenfalls eine entsprechende Drehung von c, desgleichen des an derselben Achse befindlichen Zapfenrades /, welches wiederum die Zahnstange D und mit ihr Trichterhebel C entsprechend vorschiebt (etwa 3 mm nach links), so dafs also in der nun folgenden Stunde eine etwa zu constatirende Taube im folgenden Zwischenraum der concentrischen Kreise vermerkt wird.
Ein rechts in der Mitte auf das Zifferblatt markirter Punkt würde also folgende Zeit angeben: 7 Stunden 45 Minuten und 3oSecunden. Wäre also der Apparat — derselbe wird nach einer vom Verein angenommenen Normaluhr zu einer bestimmten Zeit in Gang gebracht —
um 8 Uhr Morgens in Bewegung gesetzt, so wäre die Taube nach dem Punkt um 3 Uhr 45 Minuten und 30 Secunden eingetroffen.
Beim Einfliegen einer oder mehrerer Tauben wird deren Geheim- bezw. Gegennummer durch den Glas- und Metallausschnitt H auf Scheibe F geschrieben, letztere dann durch Hebel J um einen Zahn gedreht. Zweierlei wird dadurch bewirkt. Die in H auf Scheibe F geschriebene Nummer verschwindet unter Metallplatte E und Glasplatte G, und durch einen Zahn der Scheibe^ wird der Trichterhebel C so weit nach unten gedrückt— aber erst nach Verschwinden der Nummer —, dafs der Trichter a, welcher mit Farbe getränkte Watte enthält, auf dem Zifferblatt einen Punkt vermerkt.
Schraube i durch Metallplatte E und der kleine Hebel / an der Scheibe F verhindern, dafs eine früher eingetragene Nummer wieder unter die Oeffnung H gelangt. Die Haken m und η auf Platte E und Zahnrad 0 verhindern ein Zurückdrehen der Scheibe F.
Es entspricht sonach die erste auf Scheibe F eingetragene Nummer dem ersten Punkt auf dem Zifferblatt etc. Da der ganze Mechanismus unter der Glasscheibe G steht und nur der Zapfen der Metallscheibe F, an welchen Hebel J angesetzt wird, aus dieser hervorragt, und da ferner der Apparat beim Gebrauch plombirt wird, so ist jeglicher Betrug ausgeschlossen.
Beim Neurichten wird nach Ablauf des Apparates die Zahnstange einfach zurückgeschoben oder durch eine besondere Vorrichtung zurückgedreht, Schraube i ausgeschraubt und Hebelchen 1 wieder hinter dieselbe gestellt. :

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Vorrichtung, mittelst welcher die Zeit des Einfliegens von Tauben auf einer durch ein Uhrwerk bewegten Theilung vermerkt wird/ dadurch gekennzeichnet, dafs die Stundentheilung durch concentrische Kreise, die Minutentheilung durch Halbmesser auf einer Kreisscheibe dargestellt sind, welche von dem — durch Auslösung einer Sperrvorrichtung zu Beginn der Flugzeit auszulösenden — Uhrwerk stündlich einmal umgedreht wird, und dafs eine zweite Scheibe (F), auf welche durch eine Oeffnung (H) hindurch die Nummern der eingeflogenen Tauben aufgeschrieben werden, mittelst des Hebels (J) schrittweise gedreht, die aufgeschriebenen Nummern nach einarider unter der Platte (E) verschwinden läfst und dabei jedesmal den Farbtrichter (C) zu dem Zweck nach abwärts bewegt, die Zeit des Einfliegens der Tauben auf der Kreisscheibe zu vermerken, wobei die Einrichtung des Uhrwerkes so getroffen ist, dafs der Schreibtrichter stündlich auf der Kreisscheibe um einen Theilkreis nach aufsen gerückt. wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189268927D 1892-08-09 1892-08-09 Vorrichtung zur Bestimmung der Flugzeit von Tauben Expired DE68927C (de)

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