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Selbstverkäufer mit mehreren Warenschächten von verschiedenen Preisstufen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Selbstverkäufer mit mehreren Warenschächten
von verschiedenen Preisstufen, bei dem die Schubladen auf eine gemeinsame Münzauslösevorrichtung
einwirken, deren Sperrglieder durch die eingeworfenen Münzen mit dem Auslösebebel
:gekuppelt werden.
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Bei den bekannten Selbstverkäufern dieser Art konnte bisher die allen
Warenschächten und Schubladen gemeinsame Auslöjs@evdrrichtung nur durch ein und
dieselbe Anzahl von Münzen ausgelöst werden, nämlich durch diejenige Münzenzahl,
welche der höchsten Preisstufe des Selbstverkäufers entsprach. Man war deshalb genötigt,
bei denjenigen Waren, die unterhalb, der höchsten Preisstufe liegen, den Unterschied
zwischen dem Wert der eingeworfenen Münzen und dem tatsächlichen Preis der Ware
dem Käufer zurückzuzahlen. War also der Selbstverkäufer beispielsweise mit Warenschächten
und Schubladen in drei Preisstufen, etwa für 1o A#, 20 .w und 30 Aw ausgerüstet,
so daß die allen Schubladen gemeinsamhe Auslösevorrichtung stets. nur dann auslöste,
wenn drei i o-.#-Stücke eingeworfen wurden, so mußten den Packungen in dem Warenschacht
für 2o JW j e i o .W und den Packungen des Warenschachtes für i o AW je
20 A# vorher beigefügt werden.
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Bei einer durch ein älteres Patent geschützten Bauweise wird dieser
Nachteil bei einer anderen Gattung von Selbstverkäufern, nämlich bei solchen mit
mehreren Schächten für Waren verschiedener Preisre und mit 'einer gemeinsamen Auswurfvorrichtung
dadurch beseitigt, daß man eine Einstellvorrchtung, welche die ,allen Schächten
gemeinsame Auswurfvorrichtung auf den jeweils gewünschten Schacht einstellt, so.
ausbildet, daß sie gleichzeitig die Aufnahmefähigkeit der Münztasche der Münzauslösevorrichtung
dem Werbe der im ausgewählten Schacht @enthaltenen Waren @anp;aßt.
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Abweichend davon wird durch die Erfindung für die eingangserwähnte
Gattung vorn Selbstverkäufern die Aufgabe gelöst, alle Sperrhaken der gemeinsamen
Münzauslölsevorrichtung nicht nur, wie bisher, dann mit dem Auslösehebel zu kuppeln,
wenn ,eine der höchsten Preisstufe entsprechende Münzenzahl eingeworfen wird, sondern
alle Sperrhaken auch in solchen Fällen freizugeben, wenn eine geringere. Anzahl
von Münzern. eingeworferi wird, und zwar lediglich dadurch, daß die Schublade einer
Ware von ,entsprechend geringerem Werbe gezogen, wird. Auch auf diese Weise erzielt
man den bedeutsamen Vorteil, daß der Käjfer stets nur die .dem tatsächlichen Wert
der gewünschten Ware entsprechende Anzahl von Münzen einzuwerfen braucht (in dem
angenommenen Beispiel also entweder io A oder 2o JW oder 3o AW) und daß außerdem
für den Besitzereines nur mit einer einzigen Münzauslösevorrichtung ausgerüsteten
Selbstverkäufers die Notwendigkeit entfällt, allen Packungen unterhalb der höchsten
Preisstufe die überzählig, d. h. zu viel eingeworfenen Münzen im voraus beizufügen.
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Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß eine oder mehrere
Schubladen, deren Warenschächte billigere Waren enthalten,
bereits
beim Einwurf einer unterhalb der sonst für -die Betätigung der gemeinsamen Auslösevorrichtung
erforderlichen Münzenzahl liegenden Anzahl von Münzen dadurch freigegeben werden,
daß derjenige oder diejenigen Sperrhaken :des Auslösers, bei denen die zur Herstellung
:der Kupplung mit dem Auslösehebel nötige Münze (oder Münzen) fehlt, beim Herausziehen
einer Schublade mit Waren von geringerer Preisstufe ,auf andere Weise ,ausgerückt
werden.
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Sehr einfach läßt sich der Erfindungsgedanke auf mechanischem Wege
dadurch verwirklichen, daß diejenigen Schubladen, welche Waren unterhalb der höchsten
Preisstufe verabfolgen, :ein Hebelgestänge steuern, das diejenigen Sperrhaken ausrückt,
welche nicht durch eine Münze mit dem Auslö:sehebel gekuppelt sind. Bei denjenigen
Schubladen, deren Preisstufe nur um :eine :einzige Einheit unter der höchsten Preisstufe
liegt, braucht das Gestänge beim Herausziehen einer solchen Schublade auch nur :einen
einzigen Sperrhaken auszurücken, weil alle übrigen Sperrhaken bereits durch Münzenkupp-Jung
ausgerückt werden. Bei der nächstniedrigeren Einheit sind dagegen zwei Sperrhaken
durch das Hebelgestänge zu entfernen usf., bis schließlich bei der untersten Preisstufe
nur noch ein einziger Sperrhaken durch die der niedrigsten Preisstufe entsprechenden
einen Münze mit dem Auslöseh:ebel gekuppelt wird, während alle übrigen Sperrhaken
durch das Hebelgestänge aus ihrer Sperrlage entfernt werden, sobald man eine Schublade
herauszieht, -welche Waren der niedrigsten Preisstufe verabfolgt. Für das Ausrücken
der Sperrhaken durch das Hebelgestänge ist nur ein kleiner Hub; d. h. ein geringes
Herausziehen der Schublade erforderlich; die in der Schublade befindliche Ware wird
jedoch erst bei einer viel größeren Auswärtsbewegung der Schublade zugänglich.
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Ein Versuch, nach Einwurf einer gewissen Münzenzahl ein Schubfach
mit Waren der nächsthöheren Preisstufe herauszuziehen, scheitert ,ohne weiteres
daran, daß :dann ein Sperrhaken urausgerückt bleibt, der das weitere Herausziehen
der Schublade unmöglich macht, so daß die in .dieser Schublade enthaltene Ware unzugänglich
bleibt. Will man eine Schublade herausziehen, deren Preisstufe um zwei Einheiten
über der eingeworfenen Münzenzahl liegt, so bleiben zwei Sperrhaken in der Hemmlage
zurück, bei einem Unterschied von drei Preiseinheiten drei Sperrhaken usf.
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In bekannter Weise wird ferner Vorsorge getroffen, daß sich stets
nur :eine einzige Schublade des Selbstverkäufers herausziehen läßt. Auf der Zeichnung
ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
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Fig. i zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und zwar nach
der Linie I-I der -Fig. 2.
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Fiig. i a gibt eine der Fig. i entsprechende Seitenansicht wieder,
ebenfalls teilweise im Schnitt, und zwar nach der Linie Jaja der Fig. 2, jedoch
bei etwas herausgezogener Schublade; die dahinterliegende (nicht herausgezogene)
Schublade ist der Deutlichkeit wegen nicht dargestellt.
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Fig. i b stellt die Münzaufnehmer in Stirn-Ansicht dar, aus der nähere
Einzelheiten ersichtlich sind.
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Fig. ic ist ein Schnitt nach der Linie I,-I,' der Fig. i b.
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Fig.2 zeigt eine Draufsicht, und zwar im Schnitt nach der Linie II-II
der Fig. i.
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Fig. 3 gibt eine der Fig. -entsprechende Seitenansicht einer anderen
Ausführungsform wieder, unter Fortfall des unteren Teiles der Fig. i.
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Der Einfachheit halber ist angenommen, daß der Selbstverkäufer für
zwei Preisstufen Verwendung findet, also beispielsweise Waren für i o Af7 und für
20 Ap7 verabfolgt. Demgemäß wird die Schublade mit Waren für 20,9?W lediglich durch
Einwurf von i o-f#-Stücken freigegeben, d. h. die vorhandenen zwei Sperrhaken können
beim Herausziehen einer Schublade.mit 20-Yp-War:en ausschließlich durch Münzenkupplung
ausgerückt werden. Beim Herausziehen einer Schublade mit io-gp/-Waren wird dagegen
nur der eine Sperrhaken dadurch ausgerückt, d.aß die eingeworfene eine Münze ihn
mit dem Auslö:sehebel kuppelt, während der andere Sperrhaken durch das von der i
o-97rJ-Schubl,a:de gesteuerte Hebelgestänge seine Sperrstellung verläßt.
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Wie aus Fig. i hervorgeht, sind über einer festen Bodenplatte i die
ausziehbaren Schubladen gelagert. Die Schublade 2a (Fig. i und 2) enthält Waren
der niedrigeren Preisstufe (io-./?pf-Waren); durch die Schublade 21' (Fig.-ia und
2) -werden Waren der höheren Preisstufe (2o-j? p-Waren) verabfolgt.
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In jeder Schublade befindet sich eine Aussparung 3, in die ein Sperrarm
q. greift, der auf einer durchgehenden Welle 5 befestigt ist. Diese Welle 5 hat
am rechten Ende (Fig., ä) einen Arm 7', der durch ein Schlitzgelenk 7 finit einer
Stange 6 verbunden ist, welche als Auslösestange dient.
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Die Stange 6 trägt einen Anschlag i4:, der sich gegen die schräge
Fläche 13 :eines Aus-; lösehebels 12 leg', der auf einem ortsfesten apfen io drehbar
gelagert ist. Auf dem Zapfen io sind außerdem auch die beiden Münzenaufnehmer i
5a und 151, gelagert, und
zwar derart, daß sie sich unabhängig
voneinander und .auch unabhängig von dem Auslösehebel i 2 drehen, d. h. nach rechts
ausschwenken und wieder zurückschwingen kön-5 nen. jeder der beiden Münzenaufnehmer
i 5a und 1511 besitzt einen Sperrhaken 8ä und 8b, die aus einem Stück mit dem zugehörigen
Münzenaufnehmer bestehen. Die Münzenauffiiehmer nebst Sperrhaken liegen in parallelen
Ebenen hintereinander, so- daß sie sich für gewöhnlich decken (vgl. Fig. i) ; der
hintere Sperrhaken 8b mitsamt dem zugehörigen Münzenaufnehmer J 5b ist im
ausgerückten Zustande deshalb nur dann sichtbar, wenn der vordere Sperrhaken 8a
umausgerückt bleibt (vgl. Fig. ia).
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Die Aüslösestange 6 weist einen Anschlag 9 auf, der ein Emporsteigen
der Stange 6 und damit das zur Entnahme einer Ware erforderliiche weitere Herausziehen
einer beliebigen, Schublade nur dann zuläßt, wenn beide Sperrhaken 8a und 8b nach
rechts #eschwenkt sind. In jedem der Münzenaufnehmer i 5a und i 5b ist eine Aussparung
21 vorgesehen, während der Auslösehebel 12 AnscbJäge i9 und 2o besitzt, von denen
der erstere unter die am unteren Ende offenen Münzenaufnehmer 15a und 15b greift,
wogegen der Anschlag 20 in die Aussparungen 21 der beiden Münzenaufnehmer hineinragt.
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Wird in die Münzenaufnehmer i 5a und 15b je eine MünzeM1 und A12 eingeworfen
(wobei sich die MünzenM1,M2 in der Zeichenebene der Fig. i decken), so legen sich
die Münzen mit ihren rechten Rändern gegen die rechten Innenwände der Münzenäüfnehmer
15a und 15b, während sie unten und an der linken Seite mit den Anschlägen i9 und
2o des gemeinsamen guslösehebels 12 in Berührung kommen. In diesem Falle läßt sich
eine Schublade mit Waren der höheren Preisstufe (also mit 2o-Ap#-Waren} ohne weiteres
voll herausziehen: Denn schon beim Beginn des Herausziehens der Schublade schwenkt
der an der nach oben steigendep Stange 6 sitzende Anschlag 14 den Auslösehebel 12
nach rechts, was wiederum zur Folge hat, da.ß die durch die beiden .Münzen 1V11
und 1Y12 mit dem Hebel 12 gekuppelten Münzenaufnehmer i 5a und r 5b sich-. ebenfalls
nasch rechts um den gemeinsamen Zapfen io drehen, so daß die gleichfalls nach rechts
schwenkenden Spierrhaken 8a und. 8b .die Bahn für das ungehinderte Emporsteigen
der Stange 6 freigeben.
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Nun soll jedoch die Schublade 2a: (Fig. i), welche Waren der niedrigeren
Preisstufe (also .io-Ap/-Waren) enthält, bereits nach Einwurf eines einzigen io-.#-Stückes
voll herausgezogen werden können. Zu diesem Zweck ist die Schublade 2a an ihrem
hinteren Ende -mit einem Nocken 22 ausgerüstet, auf dem die .schräge Fläche 24 eines
Hebels 23 entlang gleitet, sobald man die Schublade za nur wenig nach auswärts bewegt.
Der Hebel 23 sitzt auf einer in Lagern 26 (Fig. 2) drehbaren Welle 25, die durch
einen Lenker 27 über' einen Gelenkzapfen 28 mit einer Stange 29 in Verbindung steht.
Das gegabelte ,obere Ende dieser Stange 29 umfaßt einen Zapfen. 3o, der an dem vorderen
Münzenaufnehmer i 5a, d. h. ,an demjenigen Münzenaufnehmer befestigt isf, dessen
Sperrhaken 811 ausgerückt werden :soll, wenn die zweite Münze, fehlt, die
diesen Sperrhaken sonst mit dem gemeinsamen Auslösehebel 12 kuppelt.
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Somit läßt sich die Schublade 2a schon dann zur Entnahme - einer i
o-A#-Ware voll herausziehen, wenn man eine einzige Münze in den -Münzenaufnehmer
15b eingeworfen hat, welche den Sperrhaken 8b mit dem Auslösehebel12 kuppelt, so
daß dieser Sperrhaken beim Hochsteigen der Stange 6 nach rechts schwenken kann,
während der andere Sperrhaken 8- dadurch aus seiner Sperrlage entfernt wird;
daß :die von unten her gegen dein Zapfen 3o drückende Stange 29 den vorderen Münzenaufnehmer
i 5a und damit auch ,den #an diesem Münzenaufnehmer sitzenden Sperrhaken 8a ebenfalls
um den Zäpfen io nach rechts schwenkt.
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Macht man dagegen den Versuch, nach Einwurf nur einer Münze .M1 in
den Münzenaufnehmer 15b die Schublade 2b der höheren Preisstufe (mit 2-ö-9/i#-Waren)
Waren) herauszuziehen (vgl. Fig. ia), so wird zwar der Sperrhaken 8b'nach rechts
gedreht, da er bzw. sein Münzenaufnehmer i 5b durch die Münze loh mit dem Auslösehebel
12 gekuppelt ist. Der andere Sperrhaken 8a bleibt jedoch in seiner Sperrlage stehen,
da weder eine Münze vorhanden ist, die ihn mit dem nach rechts schwenkenden AuslÖsehebel
12 kuppeln könnte, noch das vorher beschriebene H#6belg#estänge auf den Sperrhaken
8a einzuwirken vermag, weil an der Schublade 2b der Nocken 22 fehlt, der bei der
Schublade 2a (Fig. 2) das Hebelgestänge bedient. Deshalb kann die Schublade 2b (für
2o-,#-Waren) nach Einwurf von nur i o .# lediglich um -ein geringes Maß herausgezogen
werden, d. h. nur so weit, bis der Anschlag 9 auf den stehengebliebenen Sperrhaken
8a trifft und dadurch ein weiteres Emporsteigen -der Stange 6 verhindert. Wird überhaupt
keine Münze eingeworfen, so lassen sich natürlich beide Schubladen 2a und 2b lediglich
um das erwähnte geringe Maß nach auswärts bewegen, das jedoch die Entnahme der Ware
nicht gestattet.
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Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von
der bereits beschriebe- . nen Ausführung im wesentlichen nur dadurch, to
daß
an Stelle mehrerer Münzenaufnehmer ein einziger Münzenaufnehmer 15 Verwendung findet,
der entweder nur eine Münze Mloder; wenn Waren der höheren Preisstufe (2o-AW-Waren)
entnommen werden sollen., beide Münzen Ml und l112 aufnimmt, die dann in dem gemeinsamen
Münzenaufnehmer übereinanderliegen. Der vordere Sperrhaken 8 besteht mit dem Münzenaufnehmer
15 aus einem Stück, während der hintere Sperrhaken 16 mit einem Anschlag 17 in eine
Aussparung 18 des Münzenaufnehmers i 5 eingreift, die im Bereich der zweiten MünzeM2
liegt. Wie bei der Ausführung nach Fig. i sind auch bei der Fig. 3 der Auslösehebel
12, der Münzenaüfnehmer 15 mitsamt dem Sperrhaken 8 sowie der Sperrhaken 16 auf
-einem gemeinsamen .ortsfesten Zapfen io so gelagert, daß sie sich voneinander unabhängig
drehe. können.
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Wird eine Schublade der höheren Preisstufe (mit 2ö-AW-Waren) herausgezogen,
nachdem sich die Münzen Ml und M2 in dem Münzenaufnehmer 15 befinden, so kuppelt
die Münze'MI, die rechts,g egen den Münzenaufnehmer 15 drückt, diesen und damit
auch den Sperrhaken 8 mit dem Auslösehebel 12. Die Kupplung des Hebels 12 mit denn
zweiten Sperrhaken 16 kommt dadurch zustande, daß die zweite (obere) Münze M2 rechts
an dem Anschlag 17 des Sperrhakens 16 liegt, während der 'Hebel 12 von links
her gegen die Münze M2 drückt.
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Zieht man dagegen nach Einwurf nur einer Münze Mi eine Schublade mit
Waren der niedrigeren Preisstufe (i o-AW-Ware@n) heraus, so wird lediglich der vordere
Sperrhaken 8 durch Münzenkupplung ausgerückt. Der hintere Sperrhaken z 6 schwenkt
wie bei der bereits beschriebenen Ausführungsform dadurch nach rechts; daß die Stange
29 von unten her gegen den an dem Sperrhakon16 sitzenden Zapfen 3o drückt, so daß
sich auch dieser Sperrhaken um den gemeinsamen Zapfen i o drehen, d. h. nach rechts
ausschwenken kann.