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Ablegevorrichtung einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine Die Erfindung
betrifft eine Verbesserung an Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen mit im Kreislauf
an Drähten hängend geführten Matrizenstäben und Ringspatien, bei denen die abgegossenen
Matrizen von dem senkrecht verschiebbaren Gieß- bzw. Förder- oder Ablegeschlitten
nach oben zur Ablegestelle gebracht und dann vermittels eines maschinell vorbewegten
Schiebers auf die Ablegedrähte übergeführt werden, von wo aus sie vermöge ihres
Eigengewichts längs der abwärts verlaufenden Führungsdrähte hinter die noch in Ruhestellung
befindlichen Matrizenstäbe innerhalb der Magazine gleiten.
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Um zu verhindern, daß hierbei die sich rasch bewegenden Matrizenstäbe
mit ihrer gesamten kinetischen Energie gegen die ruhenden Matrizen treffen, was
auf die Dauer Beschädigungen der Matrizenstäbe und Auslösevorrichtungen hervorrufen
würde, hat man bereits versucht, kurz vor den Magazinen, etwa an der Umbiegungsstelle
der in diese einmündenden Führungsdrähte, die herabgleitenden Matrizenstäbe an ihren
Aufhängeösen vorübergehend festzuhalten. Dies geschieht mittels bei dem Aufwärtsbewegen
des Ablegeschlittens sich an der erwähnten Umbiegungsstelle gegen die Gleitdrähte
anlegender Fangleisten, die aber schon bei Ankunft des Förderschlittens in seiner
unteren Endlage vor der Gießstelle wieder von den Gleitdrähten abgehoben werden
und so die nur in der Zwischenzeit festgehaltenen Matrizenstäbe bzw. -äsen freigeben.
Mit dieser Einrichtung sind jedoch den einwandfreien Arbeitsgang der Maschine sehr
beeinträchtigende Mängel verbunden. Denn in der während der zwecks ununterbrochenen
Setzens raschen Abwärts-
Bewegung des Förderschlittens zur Verfügung
stehenden nur sehr kurzen Zeitspanne sind die bei ihrem Aufhalten an den Fangleisten
in Schwingungen geratenen Matrizenstäbe noch keineswegs ausreichend zur Ruhe gekommen.
Diese versperren sich vielmehr bei der bekannten Anordnung durch Festklemmen oder
Ineinanderhaken ihrer den verschiedenen Schriftbildern entsprechenden Führungsnuten
leicht gegenseitig den Weg nach den Magazinen. Dies um so mehr, als ja die langen,
an ihren unteren freien Enden häufig schwereren, meist schon pendelnd und mit bedeutender
Geschwindigkeit ankommenden Matrizenstäbe durch das plötzliche Festhalten ihrer
Aufhängeösen, also ihrer obersten Punkte, zumal gerade an einer Umbiegungsstelle
ihrer Gleitdrähte nach den Magazinen, in besonders heftige Schwingungen geraten,
zu deren Abklingen eine wesentlich längere, als dem Abwärtsgang des Förderschlittens
entsprechende Zeit erforderlich ist.
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Die geschilderten Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt,
daß die von der Ablegestelle herkommenden Matrizenstäbe kurz vor ihrem Einlaufen
in die Magazine nicht wie bisher nur an den Aufhängeösen, sondern gleichzeitig auch
an ihren unteren freien Enden in senkrechter Lage hängend festgehalten werden, damit
sie, ohne überhaupt erst in die ihr Hängenbleiben bzw. Ineinanderhaken begünstigenden
starken Schwingungen zu geraten, völlig zur Ruhe gelangen, bevor sie für den Rest
ihres Weges in die Magazine freigegeben werden. Zu diesem Zwecke erfolgt auch dieses
Freigeben ganz allmählich und erst, nachdem der Ablegeschlitten wieder vor der Gießstelle
angekommen ist, mittels einer von dessen Abwärtsbewegung unabhängigen, selbsttätigen
Steuerung. Zum Festhalten der nach den Magazinen herabgleitenden Matrizenstäbe dienen
erfindungsgemäß zwei räumlich getrennte, vorteilhafterweise senkrecht untereinander
angeordnete, in ihrer Form dem an der Aufhaltestelle von den Gleitdrähten gebildeten
sog. Korb angepaßte Fangleisten, deren obere sich in den Weg der Aufhängeösen der
Matrizenstäbe gegen die Führungsdrähte anlegt, während zur selben Zeit die untere
Fangleiste in den Weg der unteren freien Enden der den Magazinen zustrebenden Matrizenstäbe
angehoben wird. Nachdem die so gleichzeitig an zwei voneinander entfernten Punkten
aufgehaltenen abzulegenden Matrizenstäbe völlig zur Ruhe gelangt sind, bewegen sich
die beiden Fangleisten wieder in ihre die Matrizen freigebenden Stellungen, wobei
zweckmäßigerweise zunächst die unteren Stabenden und danach erst die Aufhängeösen
freigegeben werden, um ein Vorfallen bzw. -kippen der oberen Matrizenstabenden und
damit ein erneutes Schwingen der Matrizenstäbe zu verhindern.
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Erfindungsgemäß werden die beiden Fangleisten über ein sie gemeinsam
bedienendes Gestänge von dem die abgegossene Matrizenzeile nach oben zur Ablegestelle
bringenden Förderschlitten in ihre den Weg der Matrizenstäbe blockierenden Sperrstellungen
gebracht, Während das langsame, allmähliche. Zurückführen .der beiden Fangleisten
in ihre die inzwischen zur Ruhe gekommenen Matrizenstäbe freigebenden Anfangslagen
durch eine ebenfalls von dem zur Ablegestelle bewegten Förderschlitten vorgespannte
besondere Luft-oder Flüssigkeitsbremse bewirkt wird, nachdem der nach dem Überschieben
der Matrizenstäbe auf die Ablegedrähte leer zur Gießstelle zurückkehrende Förderschlitten
bei Beginn seiner Abwärtsbewegung das die Fangleisten bedienende Gestänge freigegeben
hat bzw. mit ihm außer Eingriff gelangt ist.
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Damit, falls ein dem Magazin zustrebender Matrizenstab zufällig gerade
in der Ebene der Fangleisten auf dem Gleitdraht hängengeblieben ist, keine Beschädigung
des Matrizenstabes durch die sich in ihre Sperrstellung nach oben bewegende untere
Fangleiste verursacht wird, ist in dem diese bedienenden Gestänge ein nachgiebiges
Glied, beispielsweise eine Schraubenfeder, vorgesehen, so daß selbst bei, etwa durch
einen in ihre Bahn ragenden Widerstand, festgehaltener Fangleiste, deren Antriebsgestänge
sich in seine ihrer Sperrlage entsprechende Stellung bewegen kann.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungbeispiel der Erfindung schematisch
veranschaulicht, und zwar zeigen: Fig. i eine Ansicht des von den Gleitdrähten gebildeten
Korbes mit den jeweils paarweise vorgesehenen, von der selbsttätigen Luft- oder
Flüssigkeitsbremse gesteuerten Fangleisten in Ruhe-, d. h. Freigabestellung, und
in unterster Lage vor der Gießstelle befindlichem Förderschlitten, Fig. a eine Seitenansicht
zu Fig. i, jedoch der Übersichtlichkeit halber ohne Darstellung der diese steuernden
selbsttätigen Bremse, Fig. 3 dieselbe Seitenansicht wie Fig. 2 bei von dem vor der
Ablegestelle befindlichen Förderschlitten in Arbeits-, d. h. Sperrstellung, gebrachten
Fangleisten, Fig. q. eine Darstellung der die Bremse mit dem Gestänge des Förderschlittens
und dem die Fangleisten bewegenden Gestänge verbindenden Übertragungsgliedern in
ihren deren beiden End- (Ruhe- und Arbeits-) Stellungen entsprechenden Lagen, Fig.
5 eine Ansicht des die Fangleisten bedienenden Gestänges mit dem darin vorgesehenen
nachgiebigen
Glied in Arbeits- bzw. Sperrstellung und vergrößertem Maßstab, Fig.6 dieselbe Darstellung
wie Fig. 5, jedoch mit einer anderen Ausführungsform des nachgiebigen Gestängegliedes,
Fig.7 die Ansicht einer das leichte Abnehmen der unteren, die freien Enden der Matrizenstäbe
erfassenden Fangleiste von ihrem Antriebsgestänge gestattenden Befestigung und Fig.
8 eine Seitenansicht zu Fig. 7.
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Im Maschinenrahmen i bewegt sich in bekannter Weise der über eine
Kette 2 mit dem Getriebe in Verbindung stehende Förderschlitten 3 in senkrechter
Richtung zwischen der unten gelegenen Gieß- und der oberhalb dieser befindlichen
Ablegestelle. Am Schlitten 3 ist ein in entsprechender Weise an seinen Bewegungen
teilnehmendes Gestänge 4,5 angelenkt, dessen anderes Ende um eine am Maschinenrahmen
i feste Achse 6 drehbar gelagert ist. Kurz vor der L7mbiegungsstelle der Gleitdrähte
7 nach den Magazinen 8 sind die der Form des Gleitdrahtkorbes an dieser Stelle angepaßten
oberen Fangleisten 9 für die Ösen io der nach den Magazinen 8 herabgleitenden Matrizenstäbe
i i angeordnet. Jede Fangleiste 9 ist mit ihrem rückwärtigen, dem Förderschlitten
3 zugewandten Ende um einen am Maschinenrahmen i festen Zapfen 12 schwenkbar gelagert,
während ihr vorderes freies Ende über eine geeignete Verlängerung bzw. Anlage 13
mit ihrem Antriebsgestänge in Verbindung steht. Senkrecht unterhalb der Fangleisten
9, jeweils etwa in einer Ebene mit diesen, sind die unteren, ebenfalls der Form
des Gleitdrahtkorbes angepaßten Fangleisten 14 für die unteren, die Schriftbilder
tragenden Enden 15 der Matrizenstäbe i i in vertikaler Richtung verschiebbar angeordnet.
Das dem Förderschlitten 3 zugewandte rückwärtige, in diesem Falle freie Ende jeder
unteren Fangleiste 14 ist dabei in einem Längsschlitz 16 einer am Maschinenrahmen
i festen Schiene 17 geführt, während die dem Setzer zuge-#yandten vorderen Enden
der Fangleisten 14 ebenfalls in Verbindung mit dem sämtliche Fangleisten 9, 14 bewegenden
Antriebsgestänge stehen. Dieses Antriebsgestänge nimmt seinen Ausgang von einer
am Maschinenrahmen i drehbar gelagerten Welle 18, auf der ein Arm i9 befestigt ist,
an dessen freiem Ende sich eine Rolle 2o befindet, die bei der der Ruhe-bzw. Freigabestellung
der Fangleisten 9, 14 entsprechenden Stellung des diese bedienenden Gestänges auf
der um die im Maschinenrahmen i feste Achse 6 schwenkbaren, zu dem in seiner untersten
Lage vor der Gießstelle befindlichen Förderschlitten 3 führenden Verbindungsstange
5 anliegt. Infolgedessen werden beim Aufwärtsgang des Förderschlittens 3 nach der
Ablegestelle über das Gestänge 4, 5 auch der Arm i9 und die mit ihm fest verbundene
Welle 18 sowie alle an dieser noch befestigten weiteren Verbindungsglieder in die
in Fig.4 mittels unterbrochener Linien gezeichnete Stellung bewegt. In dieser Lage
werden die Gestängeteile gehalten, solange der Förderschlitten 3 sich in seiner
obersten Stellung vor den Ablegedrähten 7 befindet, d. h. bis er nach dem an sich
bekannten Überschieben der in ihm befindlichen Matrizenstäbe i i auf die Ablegedrähte
7 freigegeben wird und sich rasch nach abwärts vor die Gießstelle bewegt. Während
so bei dem Aufwärtsgang des Förderschlittens 3 infolge des Anliegens der Rolle 2o
des Hebelarmes i9 gegen die Stange 5 zwangsläufig auch die Welle 18 mit dem an ihr
befestigten Antriebsgestänge für die Fangleisten 9, 14 in die deren Sperrlage entsprechende
Stellung mitbewegt wird, gelangt bei dem Abwärtsgang des Förderschlittens 3 die
Stange 5 außer Eingriff mit der Rolle 2o, so daß nunmehr eine weitere Beeinflussung
der Bewegung des die Fangleisten 9, 14 bedienenden Gestänges seitens des Förderschlittens
3 nicht mehr stattfinden kann; vielmehr geschieht das nachfolgende Zurückbewegen
der Fangleisten 9, 14 in ihre Ruhe- bzw. Freigabestellung gemäß der Erfindung durch
eine besondere, vom Förderschlitten 3 unabhängige, selbsttätige, mittels einer Luft-
oder Flüssigkeitsbremse bewirkten Steuerung.
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Auf der Welle 18 sind Arme 2i einstellbar befestigt, die in der der
Ruhe- bzw. Freigabestellung der Fangleisten 9, 14 entsprechenden Lage des Gestänges
gegen die Anlageflächen 13 der um ihre Zapfen 12 in Freigabestellung von den Gleitdrähten
7 abgeschwenkten Fangleisten 9 anliegen. Zum Bewegen der unteren Fangleisten 14
sind auf den äußeren freien Enden der Welle 18 Arme 22 befestigt, deren freie Enden
mittels Zapfen 23 an Stangen 24 angelenkt sind, deren andere freie Enden jeweils
wiederum in gelenkiger Verbindulrg mit um am Maschinenrahmen i bzw. an mit diesem
fest verbundenen Stangen 25 befestigte Zapfen 26 schwenkbar gelagerten Doppelhebel
27 stehen. Das andere freie Ende jedes Doppelhebels 27 ist jeweils über ein nachgiebiges
Glied, etwa eine Schraubenfeder 28, mit einem an der am Maschinenrahmen i festen
Stange 25 in senkrechter Richtung längs verschiebbar geführten, beispielsweise als
V-förmige Schiene ausgebildeten Lager 29 verbunden, an dem das dem Setzer zugewandte
vordere Ende der mit ihrem rückwärtigen freien Ende in dem Schlitz 16 der Schiene
17 geführten Fangleiste 14 leicht abnehmbar befestigt ist. Zweckmäßigerweise greift
jede
Fangleiste 14 mittels zweier Paßstifte 30 in entsprechende
Bohrungen des sie tragenden Lagers ig bzw. eines besonderen an diesem angebrachten
Ansatzstückes 31. Diese Verbindung wird durch einen am Ansatzstück 31 schwenkbar
gelagerten, über die Fangleiste 14 greifenden Riegel 32, gesichert, dessen
freies Ende mittels eines Schlittens 33 mit einem am Ansatzstück 31 festen Haltestift
34 in Eingriff gelangt, wie dies in den Fig. 7 und 8 veranschaulicht ist.
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Die im Maschinenrahmen i drehbar gelagerte Welle 18 steht nun außerdem
mittels eines an ihr befestigten Armes 35 mit dem Arm 36 einer ebenfalls am Maschinenrahmen
i festen Bremse 37, beispielsweise über ein Gestänge 38, 39, in Verbindung. Die
Verzögerungswirkung der Bremse 37 kann auf jede beliebige, bekannte Art, etwa durch
Anwendung einer Luft- oder Flüssigkeitsbremse hervorgerufen werden. Es sind ferner
Federn 4o vorgesehen, beispielsweise einerseits am Maschinenrahmen i, andererseits
an auf der Welle 18 festen Armen 41 befestigte Schraubenfedern, die bestrebt sind,
die Welle 18 und die mit dieser verbundenen Gestänge in die der Ruhe- bzw. Freigabestellung
der Fangleisten 9, 14 entsprechende Lage zu bringen.
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Die Einrichtung arbeitet wie folgt: Nach Beendigung des Gießvorgangs
werden von dem Förderschlitten 3 die in ihm hängenden abgegossenen Matrizenstäbe
i i wie üblich nach oben zu den Ablegedrähten 7 gebracht. Dabei wird auch das an
dem Förderschlitten 3 angelenkte Gestänge 4, 5 und der mittels der Rolle 2o gegen
dieses anliegende Hebelarm ig aufwärts geschwenkt, wodurch die mit diesem fest verbundene
Welle 18 gegen die Wirkung der Federn 40 in ihre die Sperrläge der Fangleisten 9
und 14 (vgl. Fig. 3) herbeiführende Stellung gedreht wird. Gleichzeitig werden somit
auch der auf der Welle 18 feste Arm 35 und von diesem über die Verbindungsstangen
38, 39 der mit der Bremse 37 verbundene Arm 36 in ihre die Bremse 37 vorspannende,
in Fig. 4 mittels unterbrochener Linien dargestellte Arbeitslage gebracht. Bei dem
Drehen der Welle 18 in der dem Aufwärtsgang des Förderschlittens 3 entsprechenden
Richtung gelangen .die auf ihr festen Arme 21 außer Eingriff mit den Anlagen 13
der vorderen Enden der Fangleisten 9, so daß diese vermöge ihres Eigengewichts,
gegebenenfalls auch unterstützt durch besondere, nicht dargestellte Federn, sich
um die Drehzapfen 12 in ihre Sperrlage (Fig. 3) gegen die Gleitdrähte 7 anlegen,
um die Ösen io der daran herabgleitenden, den Magazinen 8 zustrebenden Matrizen
i i auf ihrem Wege festzuhalten. Durch das während des Aufwärtsgangs des Förderschlittens
3 hervorgerufene Drehen der Welle 18 werden aber auch die an deren Enden befestigten
Arme 22 mitbewegt, so daß diese über die Gestängeteile 23, 24,
27,:28 die Lager 29 mit den daran befestigten unteren Fangleisten 14 längs
der Führungsstangen 25 nach oben in ihre Sperrlagen anheben, wie dies aus den Fig.3
und 5 ersichtlich ist. Auf diese Weise werden gleichzeitig an den oberen Fangleisten
9 die Aufhängeösen io und an den unteren Fangleisten 14 die freien, die Schriftbilder
tragenden unteren Enden 15 der Matrizenstäbe i i auf ihrem Wege nach den Magazinen
8 festgehalten. Solange nun der Förderschlitten 3 und das mit ihm verbundene Gestänge
4,-5 sich in der oberen, in Fig. 3 gezeichneten Ablegestellung befinden, verharren
auch alle übrigen Teile in ihrer vorbeschriebenen fangbereiten Sperrlage. Nachdem
die abzulegenden Matrizenstäbe i i mittels eines besonderen, bekannten und darum
in der Zeichnung nicht dargestellten Schiebers auf .die Ablegedrähte 7 übergeführt
sind, bewegt sich der Förderschlitten 3 mit den Stangen 4, 5 nach abwärts in seine
Gießstellung (vgl. Fig. i u. 2), wobei sich die Stange 5 von der Rolle 2o des Hebelarmes
i g entfernt. Die Abwärtsbewegung des Förderschlittens 3 ist somit ohne Einfluß
auf das übrige die Fangleisten 9, 14 bedienende Gestänge. Nach dem Freigeben der
Rolle 2o durch die Stange 5 des Förderschlittens 3 sind die unteren Fangleisten
14 unter der Wirkung ihres Eigengewichts bzw. unterstützt durch die Wirkung der
beim Aufwärtsgang des Förderschlittens 3 vorgespannten Federn 40, bestrebt, in ihre
Ruhe- bzw. Freigabestellung zu gelangen und dabei auch die oberen Fangleisten 9
wieder in ihre die Matrizenösen io freigebende Ruhelage von den Gleitdrähten 7 abzuschwenken.
Diese rückläufige Bewegung der Fangleisten 9, 14 soll jedoch erfindungsgemäß nur
ganz allmählich erfolgen, und diesem Zwecke dient die ebenfalls beim Aufwärtsgang
des Förderschlittens 3 vorgespannte, über das Gestänge 36, 38, 39, 35 mit der Welle
i8 verbundene Bremse 37, die nunmehr, nachdem der Förderschlitten 3 das Antriebsgestänge
für die Fangleisten 9, 14 freigegeben hat, deren Rückwärtsbewegung in die Ruhe-
bzw. Freigabestellung steuert. Durch geeignete Einstellung der Bremse 37 kann die
für das Zurückführen der Fangleisten 9, 14 in ihre Freigabestellungen (Fig.2) vorgesehene
Zeitspanne entsprechend den Erfordernissen der Praxis beliebig und völlig von dem
Abwärtsgang des Förderschlittens 3 unabhängig gewählt werden, so daß in jedem Falle
auch die erforderliche, zu einem völligen Beruhigen der auf ihrem Wege nach den
Magazinen 8 an den Fangleisten 9, 14 aufgehaltenen Matrizenstäbe i i ausreichende
Zeit zur Verfügung steht.
Die Bremse 37 gibt langsam der Wirkung
der Federn 40 sowie des Eigengewichtes der Fangleisten 14 und des diese bedienenden
Gestänges nach, wodurch ein gleichförmiges, allmähliches Zurückbewegen aller Teile
in ihre Ruhe- bzw. Freigabestellung erreicht wird. Während die Fangleisten 14 sich
innerhalb ihrer Führungsschlitze 16 der Schienen 17 nach abwärts bewegen, werden
infolge der Rückwärtsdrehung der Welle i8 die an dieser festen Arme 21 wieder gegen
die Anlageflächen 13 der oberen Fangleisten 9 bewegt und schwenken diese auf dem
letzten Stück ihrer Bahn um die Zapfen 12 wieder nach oben in ihre die Matrizenösen
io freigebende Lage. Durch geeignete Einstellung der auf der Welle 18 angeordneten
Arme 21 wird erreicht, daß diese die Anlageflächen 13 der Fangleisten 9 erst dann
berühren, wenn die unteren Fangleisten 14 bereits in eine die unteren Enden 15 der
schon zur Ruhe gekommenen Matrizenstäbe i i freigebende Lage gelangt sind, so daß
erst hiernach auch die Matrizenösen io von den oberen Fangleisten 9 freigegeben
werden. Infolge dieser gewährleisteten Reihenfolge für das Freigeben zunächst der
unteren Enden 15 und danach der Ösen io der ruhig hängenden Matrizenstäbe i i werden
diese bzw. ihre oberen Enden an dem andernfalls möglichen Vorfallen und -kippen
auf dem Rest ihres Weges nach den Magazinen 8 gehindert.
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Nach dem Freigeben der Rolle 2o durch die Stange 5 beginnt auch das
Zurückbewegen des die Fangleisten 9, 14 bedienenden Gestänges, was jedoch infolge
des freien Raumes zwischen den Armen 21 der Welle 18 und den Anlageflächen 13 der
oberen Fangleisten 9 auf diese zunächst noch ohne Einfluß ist. Da nun, wie erwähnt,
erst nach dem Freigeben der unteren Matrizenstabenden 15 durch die etwa dabei schon
in ihre Endlage gelangte unteren Fangleisten 14 die Arme 21 der Welle 18 die Anlageflächen
13 der oberen Fangleisten 9 zweclcs deren darauffolgenden, das Freigeben der Matrizenösen
io bewirkenden Abschwenkens von den Gleitdrähten 7 berühren, nehmen zweckmäßigerweise
die unteren Fangleisten 14 und das sie bedienende Gestänge nicht mehr an der restlichen,
die oberen Fangleisten 9 in Freigabestellung bringenden Bewegung der Welle 18 teil.
Das kann durch eine einen gewissen Freilauf der die unteren Fangleisten 14 bedienenden
Gestänge gewährleistende Schlitz- und Stiftführung erreicht werden, indem zu diesem
Zwecke beispielsweise die Zapfen 23 der Arme 2@2 in Längsschlitzen 42 der Stangen
24 geführt sind, so daß nach der Ankunft der Fangleisten 14 in ihrer unteren Endlage
(Freigabestellung) sich die Welle i8 mit den Armen 22 allein frei weiterbewegen
kann, bis in deren der Ruhe- bzw. Freigabestellung der oberen Fangleisten 9 entsprechenden
Endlage auch die Zapfen 23 der Arme 22 gegen die oberen Enden der Längsschlitze
42 der Stangen 24 zur Anlage kommen.
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Hiernach haben also sämtliche Fangleisten 9, 14 wieder ihre Ruhe-,
d. h. Freigabestellung (Fig. i und 2) erreicht; auch die Rolle 2o des Armes i9 liegt
nunmehr wieder gegen die Stange 5 des inzwischen vor die Gießstelle in seine untere
Endlage gelangten Förderschlittens 3 an, und das die Welle 18 mit der Bremse 37
verbindende Gestänge 36, 38, 39', 35 nimmt wieder seine in Fig. 4 mittels ausgezogener
Linien dargestellte Anfangsstellung ein.
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Wenn ein etwa infolge irgendwelcher Reibungswiderstände zwischen einer
Öse io und dem sie führenden Gleitdraht 7 nicht in das Magazin 8 gelangter Matrizenstab
i i zufälligerweise einmal in der Ebene der Fangleisten 9, 14 hängengeblieben sein
sollte, so könnte der Fall eintreten, daß die sich in ihre Sperrlage nach oben bewegende
Fangleiste 14 gegen das untere Ende 15 dieses in ifirer Bahn hängenden Matrizenstabes
i i stößt und ihn oder seine Aufhängeöse io beschädigt bzw. verbiegt. Um diese Gefahr
abzuwenden, sind vorteilhafterweise die oberen, den Matrizenstäben i i zugewandten
Kanten der Fangleisten 14 abgerundet, so daß sie leicht ein Abgleiten des noch vom
vorangegangenen Arbeitsvorgang hängengebliebenen Matrizenstabes i i ermöglichen.
Darüber hinaus sind zu diesem Zwecke noch innerhalb der die unteren Fangleisten
14 bewegenden bzw. sie mit der Welle 18 verbindenden Gestänge nachgiebige Glieder,
z. B. die vorerwähnten die die Fangleisten 14 tragenden Lager 29 mit den Hebeln
27 verbindenden Schraubenfedern 28 vorgesehen.
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Auf diese Weise kann z. B eine Fangleiste 14 von einem versehentlich
in ihrer Bahn befindlichen Widerstand, etwa einem hängengebliebenen Matrizenstab
ii, auf dem Wege nach ihrer Arbeitsstellung festgehalten werden, während ihr Antriebsgestänge
sich dessen ungeachtet in seine der Sperrlage entsprechende Endstellung weiterbewegt,
ohne daß hierdurch Beschädigungen des Matrizenstabes ii zu befürchten sind. Dieser
Fall tritt jedoch nur selten ein, und infolge der beschriebenen Anordnung wird,
da ja gewöhnlich keine Störung des Arbeitsganges die Folge ist, der Setzer nicht
einmal darauf aufmerksam. Wenn allerdings zufälliges Ineinanderhaken mehrerer Matrizenstäbe
i i gerade an dieser Stelle das Bewegen einer Fangleiste 14 nach ihrer Sperrstellung
verhindern und nicht beim nächsten Arbeitsgang das Hindernis von
selbst
verschwinden würde, so könnte dies stärkere, dem Setzer unter Umständen erst später
auffallende Störungen zur Folge haben. Wie .erwähnt, @ ist jedoch ein derartiges
Zusammentreffen von Zufälligkeiten nur in ganz außerordentlich seltenen Fällen denkbar,
und in Fig. 6 ist eine andere Ausführungsform einer für diesen Fall anwendbaren
Sicherung dargestellt.
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Hierbei sind jeweils an Stelle der Schraubenfedern 28 an den entsprechenden
Enden der Doppelhebel 27 Stangen 43 angelenkt, deren untere, den Fangleisten 14
zugewandte Enden durch bis zum Ende der .Stangen 43 frei auslaufende Schlitze 44
federnd gestaltet sind und mit entsprechenden Erweiterungen 45 dieser Schlitze 44
um Zapfen 46 greifen, die an mit dem Lager 29 in fester Verbindung stehenden Armen
47 befestigt sind. Die Arbeitsweise dieser Sicherung ist aus Fig. 6 deutlich erkennbar.
Wird eine Fangleiste 14 und damit das diese tragende Lager 29 von irgendeinem Widerstand
auf dem Wege nach der oberen Sperrstellung festgehalten, so tritt zufolge der federnden,
nachgiebigen Ausbildung des unteren Endes der zugehörigen Stange 43 der entsprechende
Zapfen 46 des an dem Lager 29 festen Armes 47 aus der Erweiterung 45 des Schlitzes
44 und weiter nach unten völlig aus diesem heraus. Dabei schwingt aber die nun außer
Eingriff mit dem Zapfen 46 gelangte Stange 43 mit ihrem unteren Ende frei nach vorn,
und während das mit der Welle 18 in Verbindung stehende Gestänge weiter in die der
Sperrlage der Fangleisten 14 entsprechende Stellung angehoben wird, fällt unter
der Wirkung ihres Eigengewichts die jetzt von der Stange 43 gelöste Fangleiste 14
mit ihrem Lager 29 völlig in ihre untere Freigabestellung zurück. Sowohl das Vorschwingen
der frei gewordenen Stange 43 als auch das durch die mit dem Lager 29 in ihre Anfangslage
herabfallende Fangleiste 14 verursachte Geräusch machen dann den Setzer auf die
Störung aufmerksam.
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Da jedoch, wie erwähnt, solche durch ein zufällig .gerade in der Ebene
der Fangleisten 9, 14 erfolgendes Hängenbleiben eines Matrizenstabes ii hervorgerufene
Fehler nur überaus selten auftreten und auch dann sich gewöhnlich ohne weitere Störungen
von selbst ausgleichen würden, ist es angebracht, für diesen Fall die zuerst beschriebene
Sicherung mittels in die Antriebsgestänge für die Fangleisten 14 eingebauter, sich
nicht ausklinkender Schraubenfedern 28 vorzusehen. Bei Anwendung der in Fig.6 dargestellten
Sicherung müßte dagegen der Setzer stets auch dann seinen Platz am Tastbrett verlassen,
um die Verbindung zwischen der Stange 43 und dem Zapfen 46 des Armes 47 wiederherzustellen,
wenn der für das erfolgte Ausklinken der Stange 43 verantwortliche Fehler sich beim
nächsten Arbeitsgang, z. B. infolge Mitnehmens des etwa hängengebliebenen Matrizenstabes
i i in das Magazin 8 seitens der nachfolgenden Matrizenstäbe, von selbst wieder
ausgeglichen haben würde.