DE687360C - Rotierende Schere fuer grosse Walzgutlaengen - Google Patents

Rotierende Schere fuer grosse Walzgutlaengen

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DE687360C
DE687360C DE1934K0133124 DEK0133124D DE687360C DE 687360 C DE687360 C DE 687360C DE 1934K0133124 DE1934K0133124 DE 1934K0133124 DE K0133124 D DEK0133124 D DE K0133124D DE 687360 C DE687360 C DE 687360C
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DE
Germany
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rotor
spindle
coupling
cut
control
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Expired
Application number
DE1934K0133124
Other languages
English (en)
Inventor
August Jung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fried Krupp Grusonwerk AG
Original Assignee
Fried Krupp Grusonwerk AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D33/00Accessories for shearing machines or shearing devices
    • B23D33/10Stops for positioning work

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine rotierende Schere für große Walzgutlängen, bei der eine auf verschiedene Walzgutlängen unter Verwendung von Anschlägen einstellbare, nach jedem Schnitt in die Ausgangstellung zurückbewegte Steuervorrichtung die Schneidmesser der Messertrommel zeitweilig zum Schnitt bringt.
Die Erfindung besteht darin, daß der den Rückweg eines als Steuervorrichtung dienenden, auf einer Spindel angeordneten und mit dieser nur während des Steuerhubes gekuppelten Läuferg begrenzende Anschlag verschiebbar angeordnet ist, und daß dessen Verschiebung, die dem vom Walzgut während des Rückweges des Läufers in seine Ausgangsstellung zurückgelegten Weg entspricht, durch einen vom Walzgut beeinflußten Magneten nach dem ersten Schnitt erfolgt.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die der ersten Schnittlänge folgenden Längen des Walzgutes mit der ersten Länge übereinstimmen. Weitere Erfindungsmerkmale sind in der Beschreibung enthalten.
Bei einer selbsttätigen Steuerung für die Schneidvorrichtung von in Bewegung befindlichem Walzgut wird durch das laufende Walzgut unter Vermittlung eines an sich bekannten Anschlagkontaktes, der zwischen Walzgerüst und Schneidvorrichtung angeordnet ist, eine mit Anschlägen versehene Steuerwalze mit dem Walzwerkantrieb gekuppelt, deren Anschläge in Hintereinanderfolge und in gleichen Zeitabständen bzw. Winkelanschlägen auf eine die Schere zum Schnitt bringende Kontakteinrichtung einwirken. Die Steuertrommel wird nach Freigabe vom Antrieb durch eine Gewichtseinwirkung, Feder o. dgl., erst in die Bereitstellung zurückbewegt, nachdem das Zerschneiden des Walzgutes in bestimmte Langen beendet ist. Beim Erfindungsgegenstand wird als Steuermittel ein Läufer verwendet, dessen Steuerhub auf die jeweils zu schneidende Walzgutlänge in einfacher und übersichtlicher Weise einstellbar ist. Der Läufer bewegt sich längs einer von der Messertrommel aus angetriebenen, ständig umlaufenden Spindel, mit der er lediglich während des Steuerhubes gekuppelt ist. Am Hubende bewirkt dann der Läufer das Einschalten der Schere und wird dann nach jedem Schnitt beschleunigt im Leerlauf ohne Gewindeeingriff auf die Spindel zurückgezogen. Die Anordnung von Läufer und Spindel bietet gleichzeitig die Möglichkeit, jederzeit den vom Walzgut zurückgelegten
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
August Jung in Magdeburg-Sudenburg.
Weg zu erkennen. Bei einer selbsttätigen Steuerung für die Schneidvorrichtung von in Bewegung befindlichem Walzgut wird die abzuschneidende Walzgutlänge durch eine Teilscheibe bestimmt, deren Zeiger durch einen vom Walzwerk abhängigen Antrieb in Drehung versetzt wird, um eine bestimmte, der Zahl der durchlaufenden Teilstriche entsprechende Walzlänge anzuzeigen. Der Zeiger bewegt sich so weit, bis er an einem am Umfang der Teilscheibe auf die zu schneidende Länge eingestellten Klemmkontakt vorbeikommt und ihn schließt, wodurch die Schere (Maulschere) in Tätigkeit gesetzt wird. Nach dem Schnitt wird der Zeiger in seine Anfangslage zurückgebracht. Bei dieser Steuerung ist aber die zuerst geschnittene Stablänge immer größer als die folgenden abgeschnittenen Stablängen, es sei denn, daß ao nach jedem Schnitt der Vorschub des Walzgutes so lange unterbrochen wird, bis der Zeiger in seine Anfangslage zurückgekehrt ist. Beim Erfindungsgegenstand handelt es sich um eine rotierende Schere, bei der der als Steuervorrichtung dienende, auf einer von der Messertrommel angetriebenen Spindel sitzende Läufer nach jedem Schnitt beschleunigt zurückgezogen wird. Ein den Rückweg des Läufers begrenzender Anschlag ist verschiebbar angeordnet, wobei dessen Verschiebung, die dem vom Walzgut während des Rückganges des Läufers in seine Ausgangsstellung zurückgelegten Weg entspricht, durch einen vom Walzgut beeinflußten Magneten nach dem ersten Schnitt erfolgt. Eine solche Steuereinrichtung ist bei der erwähnten Einrichtung nicht vorhanden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigen:
Abb. ι eine Gesamtanordnung der einzelnen Teile,
Abb. 2 und 3 eine Einzelheit in Stirnansicht und Querschnitt;
Abb. 4 veranschaulicht die Ausbildung der die Messer betätigenden Kurvenscheibe.
Der Motor M setzt über das Kegelradgetriebe ι die Messertrommel 2 in Umdrehung. Auf der Messertrommelwelle 3 befindet sich das Ritzel 4, das mit dem Zahnrad S kämmt und somit seine Bewegung auf eine Welle 7 überträgt. Das auf der Welle 7 sitzende Ritzel 6 kämmt mit den Zähnen eines Zahnrades 8, das auf der Welle 9 angeordnet und mit ihr fest verbunden ist. Die Steuerscheibe 10 ist auf der Welle 9 lose drehbar, kann aber mit dieser gekuppelt werden. Zu diesem Zweck trägt die eine Stirnfläche der Naben Kupplungszähne 11', in deren Zwischenräume die Zähne 12' der axial verschiebbaren, undrehbar auf der Welle 9 gelagerten Kupplungshälfte 12 eingreifen können. Die axial verschiebbare Kupplungshälfte 12 steht unter der Wirkung der Schraubenfeder 13 und ist mit zwei Ringnuten 14 und 15 versehen. Die eine Seitenfläche der Nut 14 ist mit einer Anzahl Erhebungen 17 versehen, deren Zahl derjenigen der Nocken 18 auf der Kurvenscheibe 10 (Abb. 4) entspricht. Der Anker 19 des Elektromagneten 16 trägt an einem Querhaupt 20 zwei Bolzen 21, 22, von denen der Bolzen 22 in der Führung 23- des Querhauptes 20 auf und ab verschiebbar ist. Der Bolzen 21 ist mit dem Querhaupt 20 fest verbunden. Beide Bolzen tragen an ihrem unteren Ende je eine Rolle 24, 25, die in die Ringnuten 14 bzw. 15 eingreifen und deren Lauffläche zweckmäßig ballig ausgebildet ist. Mit der Welle 7 ist durch eine Kupplung 26 die Spindel 27 gleichachsig verbunden und auf ihrem zwischen den Lagern 28 und 29 gelegenen Teil mit Gewinde versehen. Die Spindel 27 trägt einen Läufer, der aus dem Teil 30 und einem Teil
31 (Abb. 2, 3) besteht. Der Teil 30 umgibt die Spindel 27 mit Spiel, so daß kein Eingriff des Gewindes der Spindel stattfindet. Der armartig ausgebildete Teil 31 des Läufers 30 (Abb. 3) ist um den am Läuferteil 30 angeordneten Bolzen 31' schwenkbar und trägt ein Gewindestück 31", das in das Gewinde der Spindel 27 eingreifen kann. Das freie Ende des Armes 31 steht einer Elektromagnetspule 32 gegenüber, die im Läuferteil 30 angeordnet ist. Der Läufer 30 wird seitlieh in der Schiene 30' geführt. Der Spule
32 wird über die bewegliche Leitung 33 und die Leitungen 34, 35 (Abb. 1) Strom zugeführt. Der schwenkbare Arm 31 des Läufers 30 steht unter dem Einfluß eines Gewichtes 38, das an dem mit dem Läuferarm 31 verbundenen Arm 37 angreift. Das Gewicht 38 hat das Bestreben, den Läuferarm 31 so auszuschwenken/daß sein Gewindestück 31" sich außerhalb des Gewindes der Spindel befindet, wie dies in Abb. 3 dargestellt ist. Der Läufer 30 trägt zwei Druckknöpfe 88, 88' (Abb. 2), die in die Zuleitung zur Spule 32 eingebaut sind. Diese beiden Druckknöpfe 88, 88'können wechselweise durch aufderverschiebbaren Stange 36 angeordnete Nocken 36', 36" betätigt werden. Die Betätigung der Druckknöpfe 88, 88' erfolgt in den Endstellungen des Läufers 30 durch die Anschläge bzw. 90 (Abb. 1). Der Druckknopf 88' dient zur Unterbrechung des Stromkreises für die Magnetspule 32 am Ende der Vorwärtsbewegung des Läufers, in welchem Falle der Arm 31 unter der Einwirkung des Gewichtes 38 ausgeschwenkt wird und den Läufer von der Spule entkuppelt. Bei Betätigung des Druckknopfes 88 am Ende des
Rückweges des Läufers wird der Stromkreis für die Magnetspule 32 geschlossen und dadurch der Arm 31 des Läufers 30 an die Magnetspule 32 gezogen, so daß dann, der Läufer 30 mit der Spindel 27 gekuppelt wird. Um den Läufer nach Beendigung der Vorwärtsbewegung und Lösen des Armes 31 von der Spindel 27 wieder in die Anfangsstellung zurückzubewegen, ist an dem Läufer ein Seil 44 (Kette o. dgl.) befestigt (Abb. 1), das über die Rolle 45 geführt ist und an dem freien Ende ein Gewicht 46 trägt. Unter der Wirkung des Gewichtes 46 wird dann der Läufer 30 entgegen der Pfeilrichtung χ in seine Anfangsstellung zurückgezogen, wo er dann gegen den Anschlag 47 stößt. Der Anschlag 47 ist parallel zur Spindel 27 verschiebbar und mit einer Zahnstange 87 versehen, in die ein Zahnradsegment 48 eingreift, das um den Bolzen 49 drehbar ist. An den Arm 50 ist eine Zugstange S1 angelenkt, in die zur Einstellung zweckmäßig einSpannschloß bekannter Bauart eingeschaltet wird. Das andere Ende der Zugstangen 51 ist mit einem Winkelhebel 52 verbunden, auf den der Anker 53 eines mit einem Verzögerungsrelais verbundenen Elektromagneten 54 wirkt, der durch die Leitung 75 an das Netz und durch die Leitung 76 an den Kontakt eines Kontakthebeis 55 angeschlossen ist.
Wenn ein Stab aus dem Walzgerüst herausläuft, stößt er mit seiner vorderen Stirnfläche gegen den Kontakthebel 55, der damit den Stromkreis für die Magnetspule 32 (Abb. 2, 3) des Läufers 30 so lange schließt, bis der ganze Stab durch die Schere gelaufen ist. Durch Schließen des Stromkreises wird der zu der Spule 32 gehörende Magnet erregt, der dann den Arm 31 des Läufers gegen die Magnetspule 32 zieht. Es kommt dann das Gewindestück 31" des Armes 31 mit dem Gewinde der Spindel 27 in Eingriff. Da die Messertrommel 2 und mittels der Zahnräder 4, 5 auch die Spindel 27 ständig umlaufen, wird der Läufer 30 dann in der Pfeilrichtung χ bewegt, bis er am Ende seiner Vorwärtsbewegung gegen den Kontakthebel 42 und 90 stößt. Beim Anstoßen an den Hebel 42 wird letzterer geschwenkt und der Kontakt 43 geschlossen. Der Elektromagnet 16 erhält nun Strom. Durch das Anstoßen der am Läufer 30 angeordneten Stange 36 gegen den Anschlag 90 wird die Stange 36 entgegengesetzt der Preilrichtung χ verschoben und durch den Anschlag 36" der Kontakt 88' des Läufers betätigt, wodurch die Stromleitung zur Magnetspule 32 unterbrochen wird. Die Folge davon ist, daß der Arm 31 unter der Einwirkung des Gewichtes 38 nach unten schwenkt, so daß dessen Zahnstück 31" nicht mehr in das Gewinde der Spindel 27 eingreift.
Der' Läufer 30 wird dann unter der Einwirkung des Gewichtes 46 schnell in seine Anfangsstellung zurückgezogen.
Durch die Erregung des Elektromagneten 16 wird der Anker 19 angezogen und die Sperrstifte 21 und 22 mit ihren Rollen 24 und 25 aus den Ringnuten 14 und 15 herausgezogen. Unter der Wirkung der Feder 13 wird nun die von der Welle 7 über das Zahnradpaar 6, 8 und Welle 9 in ständige Umdrehung versetzte Kupplungshälfte 12 (Abb. 1) nach links verschoben und mit dem an der Nockenscheibe 10 festen Kupplungsteil 11 in Eingriff gebracht. Die Steuerscheibe 10 dreht sich nun mit und bewirkt, daß die Scherenmesser 65 und 66 in bekannter Weise zum Schnitt gebracht werden. Diese Einrichtung ist in Abb. 4 dargestellt. Die Nockenscheibe 10 ist mit einer konzentrischen Führungsbahn 59 versehen, die Ausbuchtungen 60 aufweist. In der Führungsbahn 59 läuft eine Rolle 61, die von einem zweiarmigen Hebel 62, der um den Bolzen 63 drehbar ist, getragen wird. Bei Drehung der Scheibe 10 gleitet die Rolle in der Führungsbahn 59, bis sie auf einen den Grund der Ausbuchtungen 60 bildenden Nocken 18 aufstößt. Die Rolle 61 wird dadurch nach oben gedrückt und der Hebel 62, dessen anderes Ende mit der Rolle 64 versehen ist, um einen geringen Winkel geschwenkt. Diese Bewegung wird gleichzeitig durch ein Gestänge mit Hebel o. dgl. (das nicht dargestellt ist) auf einen zweiten, auf der andern Seite der Messertrommel angeordneten Hebel 67, der um den Punkt 68 drehbar ist, übertragen, der an seinem freien Ende die Rolle 69 trägt.
Durch das Schwenken der Hebel 62 und 67 werden die Rollen 64 und 69 in den Bereich der Umlaufbahn der an den Messerträgern 57, 58 vorgesehenen keilförmigen Anschlagflächen 70, 71 gebracht. Beim Auftreffen der Rollen 64 und 69 auf diese Flächen 70, 71 drehen sich die Messerhalter 57 und 58 um ihre Drehpunkte 72, 73, wobei die an ihnen befestigten Messer 65, 66 den Schnitt ausführen. Nach dem Schnitt steht die Steuerscheibe 10 wieder still, da die Kupplung 11, 12" sofort nach dem Schnitt wieder geöffnet wird.
Der Stromkreis für den Elektromagneten 16 wird beim Rückgang des Läufers, der sofort beginnt, sobald der Druckknopf 88' des Läufers durch den Anschlag 90 beeinflußt und dadurch der Stromkreis zur Spule 32 unterbrochen worden ist, unterbrochen, so daß der Anker 19 des Magneten 16 sogleich wieder abfällt. Der Sperrstift 21 mit der Rolle 24 fällt dann wieder in die Nut 14 ein; er kann es aber nur dann, wenn ihm eine der Lücken, die von der senkrecht abfallenden Rücken-
fläche der keilförmigen Erhebungen-17 und der flach ansteigenden Fläche der folgenden Erhebung gebildet werden, gegenübersteht. In diesem Augenblick liegt die Rolle 25 des Sperrstiftes 22 noch auf dem Bund 74 des Kupplungsteiles 12 auf. Bei der Weiterdrehung der Kupplung 11, 12 läuft die Rolle 24 des Sperrstiftes 21 an einer Schrägfläche der Erhebungen 17 entlang und schiebt dabei den ίο Kupplungsteil 12 entgegen der Wirkung der Feder 13 so weit zurück, bis die Kupplungszähne außer Eingriff gekommen sind. In dieser Stellung fällt die Rolle 25 des Sperrstiftes 22 in die Ringnut 15 und verhindert so ein Zurückgehen des Kupplungsteiles 12. Der Sperrstift 22 mit Rolle 25 dient also dazu, die Kupplung in der entkuppelten Stellung zu halten, während der Sperrstift 21 mit der Rolle 24 das Lösen der Kupplung 11, 12 bewirkt.
Nach Betätigung des Druckknopfes 88' am Ende des Steuerhubes des Läufers 30 durch den Anschlag 90 wird, wie bereits erwähnt, der Läufer 30 unter der Einwirkung des Gewichtes 46 beschleunigt in seine Anfangsstellung zurückbewegt. Am Ende des Rückweges stößt die Stange 36 (Abb. 2) des Läufers 30 gegen den Anschlag 47 und wird dadurch in Pfeilrichtung χ verschoben. Dabei wird durch den an der Stange 36 sitzenden Nocken 36' der Druckknopf 88 betätigt, wodurch der Stromkreis der Magnetspule 32 des Läufers 30 geschlossen und dadurch der Läufer mit der Spindel 27 durch das Gewindestück 31" gekuppelt wird. Der Läufer 30 bewegt sich dann, wie oben beschrieben, durch die Drehung der Spindel 27 erneut in der Pfeilrichtung x. Das Kuppeln des Läufers 30 mit der Spindel 27 erfolgt jedoch nicht in dem Ausgangspunkt α (Abb. 1) des ersten Steuerhubes des Läufers, sondern bereits im Punkte b, weil bei Beginn des Steuerhubes des Läufers 30 der Magnet 54 (Abb. 1), der zugleich mit der Spule 32 des Läufers beim Schließen des durch den Walzstab gesteuerten Schalters 55 über die Leitungen 75, 76 Strom erhalten hat, den Anker 53 anzieht. Dadurch wird dann vermittels des Winkelhebels 52, der Stangen 51, 50 und des Zahnradsegmentes 48 der an der Zahnstange 87 befindliche Anschlag 47 aus der Stellung a in die Stellung b (Abb. i) bewegt. Die Strecke zwischen den Punkten α und b entspricht der Länge des während des Rücklaufes des Läufers 30 durch die Schere gelaufenen Walzstabes, so daß, obwohl der Läufer 30 zwei verschiedene Wege, einmal beim ersten Schnitt die Strecke L, dann bei allen folgenden Schnitten die Strecke L' zurücklegt, immer gleiche Schnittlängen entstehen. Die Strecke« bis b ist durch Verschieben des' Anschlages 47 veränderlich. Zu diesem Zwecke ist, wie beschrieben, die Länge der Zugstange 5 r veränderlich.
Der Elektromagnet 54 muß mit einem Verzögerungsrelais versehen sein, damit sein Anker 53 erst nach einer gewissen Zeit nach Beeinflussung des Schalters 55 durch das Walzgut angezogen wird. Würde nämlich der Anker 53 im gleichen Augenblick angezogen werden, in dem der Läufer 30 mit der Spindel 27 gekuppelt wird, so würde der verschiebbare Anschlag 47 gegen den Läufer 30 stoßen. Der Läufer 30 muß sich mindestens bis zum Punkte b bewegt haben, ehe der Anschlag 47 verschoben werden darf.
Um die Schere in jedem Augenblick zum Schnitt bringen zu können, wird in dem Stromkreis des Schalters 43 ein Druckknopfschalter 92 (Abb. 1) vorgesehen. Durch Niederdrücken dieses Schalters 92 von Hand wird der Stromkreis zum Elektromagneten geschlossen und dieser erregt, wodurch dann in der beschriebenen Weise die Nockenscheibe 10 mit der Welle 9 gekuppelt wird.
Die Schalteinrichtung 42, 43, die beim Ausführungsbeispiel auch den Anschlag 90 trägt, ist auf der Spindel 93 verschiebbar gelagert und wird vor Beginn des Schneidens auf die
jeweilig zu schneidende Walzgutlänge ein- 90
gestellt.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Rotierende Schere für große Walzgutlängen, bei der eine auf verschiedene Walzgutlängen unter Verwendung von Anschlägen einstellbare, nach jedem Schnitt in die Ausgangsstellung zurückbewegte Steuervorrichtung die Schneidmesser der Messertrommel zeitweilig zum Schnitt bringt, dadurch gekennzeichnet, daß der den Rückweg eines als Steuervorrichtung dienenden, auf einer Spindel (27) angeordneten und mit dieser nur während des Steuerhubes gekuppelten Läufers (30) begrenzende Anschlag (47) verschiebbar angeordnet ist, und daß dessen Verschiebung, die dem vom Walzgut während des Rückweges des Läufers in seine Ausgangsstellung zurückgelegten Weg entspricht, durch einen vom Walzgut beeinflußten Magneten (54) nach dem ersten Schnitt erfolgt.
  2. 2. Schere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (30) einen Elektromagneten (32) trägt, der auf einen am Läufer (30) angeordneten, einen Teil eines Muttergewindes (31") tragenden Schwenkarm (31) einwirkt, der unter der 'Einwirkung eines Gewichtes (38) o. dgl. steht, welches das Bestreben hat, den
    Schwenkarm (31) von der Spule (32) zu entfernen und damit das Muttergewinde (31") außer Eingriff mit der Spindel (27) zu halten.
  3. 3. Schere nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (30) zwei in den Stromkreis seiner Magnetspule (32) eingeschaltete Druckknöpfe (88, 88') hat, von denen der eine (88') zur Unterbrechung und der andere (88) zum Schließen des Stromkreises der Magnetspule (32) dient, die an den Hubenden des Läufers (30) durch Anschläge (47, 36' bzw. 90, 36") selbsttätig beeinflußt werden.
  4. 4. Schere nach den Ansprüchen 1 bis 3 unter Verwendung einer am Hubende der Steuervorrichtung angeordneten Kontakteinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakteinrichtung in den Stromkreis eines Magneten (16) eingeschaltet ist, der eine auf der Treibwelle (9) der Steuervorrichtung (Steuerscheibe 10) angeordnete Kupplung (11, 12) für die Steuerscheibe (10) beeinflußt.
  5. 5. Schere nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (19) der Magnetspule (16) zwei Sperrstifte (21, 22) trägt, von denen der eine (21) fest und der andere (22) axial nachgiebig mit dem Anker (19) verbunden ist, die in Rillen (14, 15) eines undrehbar, aber axial verschiebbar auf der die Steuerscheibe (10) treibenden Welle (9) gelagerten, unter Federdruck (13) stehenden Kupplungsgliedes (12) derart eingreifen, daß der feste Sperrstift (21) bei eingerücktem Kupplungsglied (12) in die ihm gegenüberliegende Rille (14), welche an der den Kupplungszähnen (11', 12') abgewandten Seite mit Erhebungen (17) versehen ist, einfällt und das Kupplungsglied (12) infolge der Erhebungen (17) entgegen der Federkraft (13) so weit verschiebt, daß die Kupplungszähne (11', 12') außer Eingriff gelangen und der zweite, nachgiebige Sperrstift (22) in die ihm nunmehr gegenüberliegende Rille (15) einfallen kann, so daß er das Kupplungsglied (12) in ausgerückter Lage hält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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