DE232178C - - Google Patents

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DE232178C
DE232178C DENDAT232178D DE232178DA DE232178C DE 232178 C DE232178 C DE 232178C DE NDAT232178 D DENDAT232178 D DE NDAT232178D DE 232178D A DE232178D A DE 232178DA DE 232178 C DE232178 C DE 232178C
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scissors
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scissor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D25/00Machines or arrangements for shearing stock while the latter is travelling otherwise than in the direction of the cut

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVI 232178 — KLASSE 49 b. GRUPPE
WILHELM HILGERS in DUSSELDORF.
Rotierende Walzenstraßenschere. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, mit welcher Walzeisen sowohl in laufendem als auch in ruhendem Zustand und in jeder beliebigen Bewegungsrichtung willkürlich durchschnitten werden kann. Es sind bereits rotierende Scheren bekannt, welche laufendes Walzeisen schneiden können, deren Anwendung aber wesentlich engere Grenzen gezogen sind,, weil sie nur dann schneiden können, wenn sich gleichzeitig der Scherenkörper in Umdrehung befindet, es ist nicht möglich, mit der Schere zu schneiden, während der Rotationskörper stillsteht. Außerdem, körinen mit dieser Schere nur Stäbe gleicher Länge geschnitten werden Es sind ferner auch rotierende Scheren bekannt, bei welchen der Schnitt beliebig ausgesetzt werden kann, während der Scherenkörper rotiert. Es können hierdurch also Stäbe verschiedener Länge geschnitten werden. Dagegen ist es nicht möglich, einen Schnitt auszuführen, während der Scherenkörper (Rotationskörper) stillsteht. Die Ursache dieses Mangels liegt in dem Umstände, daß die Bewegung der Scherenhebel nicht durch einen Sonderantrieb erfolgt, sondern unmittelbar von dem sich drehenden Scherenträger abgeleitet wird. Diese Scheren werden dadurch geschlossen daß Anschläge in die Rotationsbahn der Messerhebel gebracht werden. Das öffnen geschieht durch Federkraft.
Im Gegensatz zu diesen bekannten Walzenscheren ist die vorliegende Schere gemäß der Erfindung mit zwei voneinander vollständig unabhängigen Antrieben versehen, von denen der eine die Umdrehung des Scherenträgers, der andere die Bewegung der Scherenanne bewirkt. ■ Rotation und Schneidetätigkeit sind daher unabhängig voneinander, so daß sowohl während der Drehung als auch in der Ruhelage des Scherenträgers geschnitten werden kann. Der Antrieb der Scherenarme ist ferner so ausgebildet, daß er nicht nur von der Ruhe oder Bewegung, sondern auch von der Geschwindigkeit und der Drehrichtung des Scherenträgers unabhängig ist. Durch diese Hauptmerkmale des Erfindungsgegenstandes wird sein Anwendungsgebiet gegenüber den bekannten Walzenstraßenscheren erheblich erweitert, insbesondere zeichnet er sich durch folgende Arbeitsmöglichkeiten aus.
1. Schneiden eines ruhenden Stabes während der Ruheläge des Scherenträgers. Hierdurch ersetzt die Schere jede gewöhnliche feste Schere, insbesondere, da sie in die Walzenstraße eingebaut wird, die dort zwischen Vor- und Fertigstraße der Drahtstraßen zum Teilen der Knüppel und zum Abschneiden der Köpfe eingebaute Gerüstschere. Damit ist-der Vorteil verbunden, daß die zu den letzteren erforderlichen Transporte entfallen, daß die dazu erforderliche Zeit gespart wird und die Knüppel nicht vorzeitig erkalten. Hierdurch wird der Kraftbedarf der Walzenstraße verringert und die Leistung der Anlage erhöht.
2. Schneiden eines laufenden Stabes aus der Ruhelage des Scherenträgers mit einsetzender Drehbewegung durch den Walzenzug allein
ß. Auflage, ausgegeben am 18. Januar IQ13·)
oder im Verein mit dem Drehungsantrieb. Diese Eigenschaft ist besonders dort wertvoll, wo einzelne Schnitte ausgeführt oder ungleiche Längen geschnitten werden sollen, da sie einen viel genaueren Schnitt ermöglicht als während des Umlaufs. Hierbei ist die Benutzung des Antriebes für· die Drehung nicht erforderlich, da der Knüppel die Drehung selbst bewirkt.
3. Schneiden sowohl während der Vorwärtsals auch während der Rückwärtsbewegung, gleichgültig, ob aus der Ruhelage oder während der Bewegung. Die Sohere schneidet also das in die, Walzen tretende Eisen ebenso gut wie das aus den Walzen kommende.
4. Schneiden in jeder beliebigen Scherenlage, d.h. auf jedem iPunkte des Kreises, den die Scheren beschreiben. Die Wichtigkeit dieser Eigenschaft tritt besonders bei Trio- und Doppel-Duo-Walzengerüsten in Erscheinung. Der ao Knüppel tritt hier aus verschiedenen Höhenlagen in die Scherenrille ein, er berührt die Rille also an verschiedenen Punkten und muß an diesen Berührungspunkten geschnitten wer-'.... / den. Besonders bei dünnem Eisen, welches sich ;.';! ,f. 25 dem Rillenumfang gut anschmiegt, kann auf -'.·/>,,.-··■ diese Weise sehr genau geschnitten werden.
■ . 'f-t, r Des weiteren dient die Schere zum Teilen des
V/.. ·. /.','. fertigen Eisens in beliebige Stücke von gleichen :,' ■ .-."<·,·.,.,oder ungleichen Längen. Für den Fall, daß aus .,/,..■ ...3° einem Gerüst dauernd mehrere Stäbe zugleich ..·.-.' . austreten, können mehrere Walzenstraßenscheren auf eine gemeinsame, hohle Achse gesetzt f werden, deren Antrieb gemeinsam, deren Aus-
"'"' ^" '.' rückung aber für jede Schere besonders~"rJewirkt ''''/" ' 35 werden kann. ■
,-.· :p... · -g-n wejterer Vorteil gegenüber den bekannten rotierenden Scheren liegt darin, daß die neue Schere auf die gleiche Art geschlossen wird wie die bekannten festen Scheren. Sie schneidet daher stärkere Querschnitte und arbeitet ruhiger — d. h. ohne Schlagwirkungen — als die oben genannten Anschlagscheren.
In Fig. ι ist die Schere in einem Horizontalschnitt dargestellt, während Fig. 2 die seitliche Ansicht des Scherenträgers ohne die Antriebsvorrichtung veranschaulicht, e ist eine Hohlachse mit den Lagerstellen f, f. Sie trägt den mit ihr fest verbundenen Rotationskörper a, dessen Umfang ähnlich einer Seilscheibe mit einer Rille versehen ist. An einem Arme dieses Rotationskörpers ist mittels des Bolzens dx der zweiarmige Hebel d drehbar gelagert. Dieser trägt an seinem äußeren Ende eine Schneide c und reicht mit seinem anderen Ende durch einen Schlitz in der Wandung der Hohlachse e in deren Hohlraum hinein, wo er von den auf einer gemeinsammn Kolbenstange s sitzenden Kolben 0 und η beiderseitig so gehalten wird, daß er von ihnen hin und her geführt werden kann. Der Kolben 0 ist so angeordnet, daß er auch während seiner Bewegung durch den unverschiebbar gelagerten Hebel p gedreht werden kann. Er ist außerdem mit einem Ausschnitt ζ (Fig. 2) versehen. In der gezeichneten Lage deckt sich dieser Ausschnitt ζ mit dem Ende des Hebelarmes p. Der Kolben 0 kann deshalb seine Bewegung nicht auf diesen Hebelarm übertragen: Durch Drehung des Kolbens 0 mittels des Hebels p wird die Lage des Ausschnittes jedoch so verändert, daß d mitgenomrrien wird. Auf diese Weise kann die Bewegung des Scherenhebels d bei ununterbrochener Kolbenbewegung willkürlich aus- und eingeschaltet werden.
Die Schneide c greift durch eine Aussparung so weit in den Scheibenkranz hinein, daß ein in der Rille befindlicher Stab b durchschnitten wird.
Die Drehung des Scherenkörpers α wird durch einen besonderen Antrieb bewirkt, der in der Zeichnung aus dem Zahnräderpaar 'g. h, der Welle i und dem Riemscheibenpaar k gebildet ist. Durch die Kupplung q kann mittels.des Hebels r und des Kegelräderpaares I, I eine Verbindung des Kurbeltriebes m mit Welle i willkürlich hergestellt werden. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, unter Ausschaltung eines der beiden Riemenantriebe k, kx laufendes Walzeisen selbsttätig in gleichlange Stücke zu schneiden, wobei die Länge dieser Stücke durch die Übersetzungsverhältnisse .der Zahnräderpaare I, i'und.f, h, durch die Anzahl der Scheren c, d sowie durch die Drehbewegung des Hebels p, die ebenfalls durch die Maschine ausgeführt werden kann, bestimmt wird. Die ganze Vorrichtung wird so in die Walzenstraße eingebaut, daß das Walzeisen b durch die Scherenrille geführt wird, wie es die Zeichnung darstellt.
Das Ein- und Ausrücken des Scherenschnittes kann auch nach jeder der bekannten Arten erfolgen, nach welchen die gewöhnlichen festen Scheren mit Kurbel- oder Exzenteräntiieb die Schnittbewegung aus- und einrücken. Der Kurbelantrieb kann durch einen Dampfzylinder ersetzt werden, dessen Kolbenstange diet KoI-ben n, 0 unmittelbar antreibt. Hierbei wird der Dampfzylinder von Hand oder durch die Maschine gesteuert.
Das Wechseln der Drehrichtung des Scherenträgers erfolgt durch Vorrichtungen bekannter Art.

Claims (2)

  1. Paten t-An Sprüche:
    i. Rotierende Walzenstraßenschere zum Durchschneiden von laufendem und ruhendem Walzeisen mittels einer oder mehrerer in einen scheibenförmigen Drehkörper eingebauter, radial angeordneter Hebelscheren, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb iao
    für den Scherenschnitt sowohl während der Umdrehung als auch im Ruhezustande des Scherenträgers wirken kann.
  2. 2. Ausführungsform einer Walzenstraßenschere nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Hebelscheren durch zwei in der hohlen Achse (e) kolbenartig verschiebbare und das Ende der Scherenhebel zwischen sich haltende Scheiben (o, n) erfolgt, von denen die eine (o) mit einem Ausschnitte versehen ist, durch den der Scherenhebel bei entsprechender Einstellung der Scheibe, ohne bewegt zu werden, hindurchtreten kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2584638A1 (fr) * 1985-07-11 1987-01-16 Thaelmann Schwermaschbau Veb Commande sequentielle de coupe sur cisailles pour produits lamines en barres en mouvement
FR2584637A1 (fr) * 1985-07-11 1987-01-16 Thaelmann Schwermaschbau Veb Cisaille pour produit lamine en forme de barre en mouvement

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2584638A1 (fr) * 1985-07-11 1987-01-16 Thaelmann Schwermaschbau Veb Commande sequentielle de coupe sur cisailles pour produits lamines en barres en mouvement
FR2584637A1 (fr) * 1985-07-11 1987-01-16 Thaelmann Schwermaschbau Veb Cisaille pour produit lamine en forme de barre en mouvement

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