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Maschine zum Zerschneiden von Papierstapeln in gleich breite oder
verschieden breite Streifen Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Zerschneiden
von Papierstapeln in gleich breite oder verschieden breite Streifen. Der Sattel
als Mittel zum Vorschub des Papierstapels wird vor Ausführung eines jeden Schnittes
um einen der jeweiligen Breite des Streifens entsprechenden Schritt vorgeschoben
und dann mittels elektrischer Kontakte selbsttätig stillgesetzt. Soweit Maschinen
dieser Bauart schon bekannt sind, haben sie den Nachteil, daß das Stillsetzen des
Vorschubsattels nicht mit unbedingter Genauigkeit erfolgt. Dieser Nachteil ist in
erster Linie darauf zurückzuführen, daß in dem Augenblicke, in welchem ein Ausrücken
des Antriebes des Vorschubsattels durch Schließen elektrischer Kontakte erfolgt,
die Trägheit der bewegten Teile sich noch in gewissem Maße auswirkt und somit der
Zeitpunkt der wirklichen Stillsetzung des Vorschubsattels mit dem der Ausrückung
seines Antriebes nicht vollkommen übereinstimmen wird. Eine Feineinstellung von
Hand war unter diesen Umständen bis jetzt unvermeidlich. Der Zweck der Erfindung
ist, diesen Nachteil zu beseitigen, d. h. eine Maschine der oben angegebenen Bauart
zu schaffen, bei der der Vorschubsattel unbedingt in Übereinstimmung mit dem Zeitpunkt
der Unterbrechung des Antriebes für den Vorschub zum Stillstand gelangt und somit
eine Nacheinstellung von Hand entsprechend der jeweils gewünschten Breite der vom
Papierstapel abzuschneidenden Streifen nicht mehr erforderlich ist. Das wird erfindungsgemäß
auf höchst einfache und zweckentsprechende Weise dadurch erreicht, daß der Vorschubsattel
durch ein Getriebe mit zwei verschiedenen Übersetzungen und einem Leerlaufgang angetrieben
wird, und zwar so, daß die Getriebegänge durch zwei durch verstellbare Anschläge
beeinflußte elektrische Kontakte und mittels Elektromagneten erst vom schnellen
auf den langsamen Gang und sodann bei oder kurz vor Erreichung der Schneidstelle
von dem langsamen Gang auf Leerlauf geschaltet werden.
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Die erfolgte Beendigung des Vorschubes bzw. das Umschalten auf den
Leerlauf und somit die Bereitschaft der Maschine zur Ausführung des Schnittes wird
durch ein besonderes Signal angezeigt, und zwar erfindungsgemäß durch ein Signal
bzw. eine Signallampe, die im Nebenschluß zu dem Stromkreis jenes Elektromagneten
angeordnet ist, durch welchen das Umschalten von dem langsamen Gang auf den Leerlauf
bewirkt wird.
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Werden die Getriebegänge in der bereits oben angegebenen Weise erfindungsgemäß
durch kontaktgesteuerte Elektromagnete erst vom schnellen auf den langsamen Gang
und sodann bei oder kurz vor Erreichen der Schneidstelle auf Leerlauf umgeschaltet,
so ist der Betrieb als vollautomatischer Betrieb anzusprechen. Indes kann der Betrieb
bzw. der Vorschub des Papier-
| stapels erfindungsgemäß auch halbautomatisch |
| geschehen, indem die Elektromagnete zum Um- |
| steuern des Getriebes weggelassen, an Stelle |
| dieser EIektromagriete zwei Signallampen vor- |
| gesehen «-erden und zum Umschalten des Ge= |
| triebus ein von Hand zii bedienendes Stellmittel |
| vorgesehen wird. |
| Beim U mschalter_ des Getriebes auf Leerlauf |
| wird unter allen Umständen erfindungsgemäß |
| eine selbsttätige elektri-@rnagnetis,-he Sperre der |
| Vorschubspindel eingerückt. |
| Die verstellbaren _lnschhi@e sind erfindungs- |
| gemäß auf der Vorderseite der Maschine quer |
| zur Laufrichtung des Sattels angeordnet und |
| infolge dieser Anordnung ni( ht für bequem ein- |
| stellbar, sondern au,h zti jeder Zeit während |
| des Betriebes leicht: und bequem kontrollierbar. |
| Auf Einzc#Ilieiten der Erfindung wird in der |
| nunmehr folgenden Beschreibung eines be- |
| ,onderen Ausführungsbeispiels noch des n<ilicreu |
| eingegangen. |
| Die Zeichnungen stellen dar: |
| Fig. i eine Stirnansicht der Maschine, |
| Fis. 2 eine Seitenansicht, |
| Fig. 3 einen Teil den Maschine von oben ge- |
| sehen, |
| Fig. 4 die Gesann c inric htung für den Papier- |
| vorschub schematisch dargestellt und von oben |
| gesehen, |
| Fig. 5 und 6 einen Teil der Papiervorschub- |
| einrichtung in: Schnitt längs zur Maschine, |
| Fit->. ; einen Teil der Maschine ebenfalls uni |
| Längsschnitt und iiisbesondei-e die an der |
| Maschine vorn angebrachten Steuerhebel, |
| Fig.8 eire Vorrichtung zum selbsttätigen |
| Ein- und Ausrücken des Antriebes für den |
| Papierv ( @rschul @, |
| Fig. c) dieselbe Vorrichtung von oben gesehen, |
| Fig. io eine Seitenansicht dieser Vorrichtung, |
| Fig. ii einen Querschnitt der zu dieser Vor- |
| richtung gehörigen Sclüebekupplung, |
| Fig. 12 eine Stirnansicht der Schiebekupplung, |
| Fig.13 einen Querschnitt durch einen der |
| Kupplungsteile und das mit demselben zu- |
| sammenhängende Zahnrad, |
| Fig. 14 den Gegenstand der Fig. 13 von links |
| gesehen, |
| Fig. 15 die Anordnung der elektrischen Kon- |
| takte und |
| von vorn gegen die Ma- |
| schine gesehen, |
| Fig. 16 zwei Anschläge in einer Einstellung |
| für eine Ausführung zweier Schnitte dicht auf- |
| einander, |
| Fig. 17 eine Seitenansicht zti Fig. 16, |
| Fug. 18 denn Triger der elektrischen Kontakte |
| zusammen mit der seiner Bewegung dienenden |
| Kette von der Rückseite gesehen, |
| Fig. ig denselben Kontaktträger von oben |
| gesehen, |
| Fig. 2o einen besonderen Teil dieses Kontakt- |
| 11-ägers v@-@rn oben gesehen und teils geschnitten, |
| Fig. 21 eine Vorderansicht der Verriegelung |
| für die Messerzugstange, |
| Fig. 22 eine Seitenansicht zu Fig. 21, |
| Fig. 23 die Abstellvorrichtung des Antriebes |
| des Papiervorschubes von vorn gesehen und |
| a ei 1s im Schnitt und |
| ' Fig. 24 ein Schema der elektrischen Strom- |
| kreise. |
| Auf dem Bett i der Maschine befindet sich ein |
| Papierstapel 2, der mit denn Sattel 3 zu einem |
| Messer 4 vorschiebbar ist. Um (las Papier im |
| Stapel während der Ausführung des Schnittes |
| niederzuhalten, wird eine mit Fingern 6 besetzte |
| Druckschiene 5 auf das Papier heruntergelassen. |
| Als Mittel zum Herunterlassen der Druck- |
| schiene 5 dient'ein Fußtrift 7. Der Vorschub- |
| sattel 3 ist mit Fingern 8 besetzt, die so ange- |
| ordnet sind, <iaß sie bei einen letzten Schnitt |
| gegebenenfalls zwischen die Finger der Druck- |
| schiene treten können. |
| Eine auf der Welle io sitzende Triebscheibe |
| (Fig.2) wird durch einen geeigneten Antrieb |
| dauernd in Umdrehung gehalten. Auf der |
| Welle io sitzt ein Zahnrad ii (Fug. 5), welches |
| mit dem auf der Welle i3 sitzenden Zahnrad 12 |
| kämmt (Fug. 4 u. 5). Auf dem einen Ende der |
| Welle 13 sitzt eine Reibscheibe 14, auf welcher |
| eine Reibrolle 15 mit Hilfe eines auf der Welle 17 |
| fest angeordneten Teiles 16 verschiebbar ist. Die |
| Reibrolle 15 ist auf die Welle 18 so aufgekeilt, |
| daß sie sich mit der Welle 18 drehen muß, jedoch |
| axial vers(,hoben werden kann. Die Drehachse |
| der Welle 18 würde von der Drehachse der |
| Welle 13 geschnitten, sofern man letztere ver- |
| hungern würde. Durch Verschieben der Reib- |
| rolle auf der Reibscheibe kann die Welle 18 zu |
| einer Drehung sowohl in der einen als auch in der |
| anderen Richtung gebracht «erden, je nachdem, |
| wie man die Rolle zum Mittelpunkt der Scheibe |
| einstellt. Stellt rnan die Rolle in die Mitte der |
| Scheibe, so wird die Welle i8 im Stillstand ver- |
| harren müssen. Die Stange 17 ist in ihrer Längs- |
| richtung mittels eines Hebels i9 verstellbar |
| (Fug. 4). Der Hebel i9 ist mit seinem einen |
| Ende 2o der Stange 17 und mit seinem anderen |
| Ende 21 der Unterseite des Bettes i angelenkt. |
| Bei 22 ist dem Hebel i9 ein Glied 23 angelenkt, |
| welches mit einem Handhebel 24, 25 (Winkel- |
| hebel) vor- und zurückstellbar ist. |
| Der Handhebel 24, 25 ist auf der Unterseite |
| eines Quadranten 26 feststellbar (Fug. 2 u. 7). |
| An den Enden des Quadranten vorgesehene An- |
| schläge 27 begrenzen die Größe der Winkel- |
| verstellungen nach den Seiten. Dem Handgriff |
| 25 ist ein Hebel 28 angelenkt, dessen eines Ende |
| einen Verriegelungsstift 29 trägt. Werden beide |
| Hebel zusammengedrückt, tritt der Stift 29 nach |
| unten aus dem Quadranten 26 heraus, so daß ein |
| Verstellen des Hebels 24, 25 möglich ist. Mit der |
| Welle 18 ist die Spindel 32 durch ein Reduktions- |
| getriebe 30, 31 verbunden (Fug. 5). Die Spindel |
32 treibt den Vorschubsattel 3 mittels eines in einem Schlitz 33
des Bettes i geführten Mitnehmers 34 (Fig. 6). Anschläge 35 auf der Stange 17 begrenzen
deren Verschiebung.
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Die alte Art des genauen Einrichtens bzw. Einstellens des Schnittes
erfordert ein Drehen des auf Welle 18 sitzenden Handrades 36 gegenüber einer Skala
auf dem Umfange eines auf der Welle 32 sitzenden Rades 37.
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Das Messer wird in an sich bekannter Weise mittels eines Gestänges
38, 39, 40, 41 betätigt (Fig. i).
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Eine Meßschiene 44 ist quer über der Vorderseite der Mas,hine angebracht
und zur Feineinstellung mittels einer Stellschraube 45 hin und her verschiebbar
(Fig. 15 bis 18). Diese Meßschiene hat vorn oben eine im Querschnitt schwalbenschwanzförmige
Nut 46, in welcher entsprechend schwalbenschwanzförmig gestaltete Teile 47 verstellbar
festgelegt sind. Die Teile 47 sind mit Blöcken 48 verschraubt, Schrauben 49, und
können somit längs der Nut in jeder gewünschten Stellung festgelegt werden. In der
Meßschiene ist noch eine zweite Nut 5o für den Eingriff einer an den Blöcken sitzenden
Zunge 51 vorgesehen, um die Blöcke in genau senkrechter Stellung zu halten (Fig.
17). An den oberen Enden dieser Blöcke sind Anschlagrollen 52 angebracht. Diese
Rollen bestehen aus Scheibenkörpern 54A, die selbst aus einem Isolierstoff hergestellt
sind und auf ihrem Umfange einen Stahlring 53 tragen (Fig. 16).
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Zusätzliche Anschlagrollen 54 ähnlicher Gestaltung können an Blöcken
55 angebracht werden, die mit ihren Schlitzen 57 auf der Fläche der Blöcke 48 waagerecht
verschiebbar und mit Klemmschrauben 56 feststellbar sind (Fig. 16). Diese Anschlagrollen
54 geben die Möglichkeit zur Ausführung eines Schnittes ganz nahe jenem Schnitt,
der durch die Anschlagrollen 52 gesteuert wird.
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Der Vorschubsattel 3 trägt einen Ständer 59, der an seinem oberen
Ende mit einer Kette 6o verbunden ist (Fig. 2). Die Kette 6o ist hinten um ein ortsfestes
Kettenrad 61 herumgeführt. Vorn läuft die Kette über Kettenräder 63, 64, die auf
einer oberhalb der Meßschiene 44 quer über die Vorderseite der Maschine sich erstreckenden
U-Schiene 74 angeordnet sind (Fig. 3). Zusätzliche Kettenräder 65, 66 geben dem
Lauf der Kette eine T-Form. Zum Spannen der Kette 6o sind die Kettenräder 65, 66
mit Schrauben 67, 68 nachstellbar. Auf dem vorderen Trum der Kette 6o ist ein an
einem Schlitten 7o vorstehender Block 69 befestigt. Der Schlitten 70 wird
durch die Kette auf der Vorderseite der Maschine hin und her gezogen.
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Der Schlitten 7o ist mit nach hinten stehenden Armen 71 auf einer
Stange 72 gelagert (Fig. ig). Zum Verhüten einer Verdrehung des Schlittens auf der
Stange 72 läßt man ein umgekehrt U-förmiges Sattelstück73 auf dem vorderen hochstehenden
Flansch der U-Schiene 74 gleiten (Fig. 15). Auf der Vorderseite dieses Sattelstückes
73 ist eine Vorrichtung 75, 76 zum Ablesen der Meßschiene 44 angeschlossen. Ein
genaues Ablesen der Einstellung der Blöcke 48 ermöglichen die an letzteren gegenüber
der Meßschiene vorgesehenen Teilstriche 77.
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Eine Schiene 78 enthält einen Kanal 79 und ist an dem Schlitten
70 auf der Vorderseite desselben festgeschraubt (Fig. i5 bis2o). Die Schiene
hat an ihrem unteren Ende ein Lager für einen durchgehenden hohlen Bolzen 8o. Dieser
Bolzen trägt auf seinen beiden Enden je einen Winkelhebel 81, 82- und ist an Ort
und Stelle mit einer Mutter 83 festgelegt. Eine Querbohrung des Bolzens 8o stellt
eine Verbindung mit dem: Kanal 79 der Schiene 78 her, so daß die Leitungsdrähte
in den Bolzen und dann weiter auch in die Schiene 78 eingezogen werden können.
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Der `Winkelhebel 8i trägt an seinem unteren Ende eine kleine Rolle
84 und eine größere Rolle 85 (Fig. 15 bis 2o). Diese Rollen sind als Kontaktrollen
in senkrechter Stellung so angeordnet, daß sie, wenn der Schlitten 70 längs der
Schiene 72 verschoben wird, mit den Anschlagrollen 5-2 in Berührung kommen und den
Winkelhebel um seinen Lagerbolzen 8o verschwenken. Das obere Ende desWinkelhebels
81 trägt einen isolierten Teil 86, der einen Federkontakt 87 gegen einen
ortsfesten Kontakt 88 drückt. Dies geschieht, wenn der Winkelhebel um seine Achse
geschwenkt wird, also wenn die Rolle 85 auf Rolle 52 aufläuft. Zur genauen Regelung
der Ruhestellung des Winkelhebels 81 ist eine Stellschraube go an dem Schlitten
70 vorgesehen. Eine Feder gi ist immer bestrebt, den oberen Arm des Winkelhebels
gegen die Stellschraube go zu halten.
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Der Winkelhebel 82 ist ebenfalls mit Roller. 92, 93 versehen,
die als solche zum-Überlaufen der Anschlagrollen 54 bestimmt sind. Auch ist für
das obere Ende des Winkelhebels 82 eine Stellschraube 94 und eine Rückholfeder 95
vorgesehen (Fig. ig).
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Die Rollen 84, 85 und 92, 93 (Fig. 2o) sind auf ihren Lagern isoliert
angeordnet. Die Kontaktglieder 87 und 88 sind ebenfalls isoliert angeordnet, und
zwar isoliert untereinander als auch gegenüber ihren Halteteilen (Fig. !ß).
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Entsprechend der Bewegung des Vorschubsattels 3 wird der Schlitten
7o auf der Stange 72 hin und her verschoben, wobei die Rollen 84, 85, 92 und 93
mit den in ihre Bahnen gesetzten Anschlagrollen 52 und 54 Kontakt machen müssen.
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Die sich stetig drehende Welle io trägt ein Kettenrad 96 (Fig. 5)
und treibt mit diesem Kettenrad und durch Vermittlung einer Kette 97 ein auf einer
Welle 98 (Fig. io) sitzendes Kettenrad, wozu noch bemerkt sei, daß die Welle q8
an
einem Getriebekasten 99 gelagert ist (Fig. 2). Die Welle 98 treibt
eine Welle ioo durch Vermittlung zweier Kegelräder ioi (Fig. io). In dem Kasten
99 ist auf der Welle ioo, ungefähr in Mitte derselben, ein Kettenrad io2 vorgesehen.
Von diesem Kettenrad führt eine Kette zu einem auf einer Welle 1o4 sitzenden Kettenrad
103
(Fig. 8). Auf der Welle 104 sitzen zwei gegenläufige Schnecken io5, io6
(Fig. io) ; sie kämmen mit auf Achsstummeln iog, iio festsitzenden Schneckenrädern
107, 108. Zwei Schalträder 111, 112 (Fig. 9 und io) auf Achsstummeln iog,
iio «-erden durch den soeben geschilderten Antrieb von der Welle io aus dauernd
in Umdrehung gehalten.
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Oberhalb der Welle ioo befindet sich eine Welle 113, die auf dem einen
Ende ein Zahnrad 114 und auf dem anderen Ende ein Zahnrad 115 trägt (Fig. io). Beide
Zahnräder sind auf der Welle frei drehbar. Durch ein Getriebe 116 ist das Rad 115
von der Welle ioo aus so untersetzt, daß es in einer Zeit, in welcher das Rad 114
fünfundzwanzig Umdrehungen zurücklegt, nur eine Umdrehung ausführt. Das Rad 114
wird von der Welle ioo aus durch ein Zahnrad 117 getrieben. Diese Räder werden von
der gleichmäßig umlaufenden Welle io dauernd in Umdrehung gehalten. Die Räder 114,
115 sind mit untereinander ähnlichen Kupplungszylindern 115 verschraubt (Fig. 9).
In den Zylindern 118 sind die Kupplungsteile iig verschiebbar. Durch Federn 120
«erden die Teile iig aus den Zylindern 118 herausgehalten. Die Spannung der Federn
120 ist regelbar, und zwar mit Schrauben 121, die durch die Zahnräder und Zylinder
hindurchgehen und auf gegen die Federn liegende Stößel 122 drücken (Fig. 13). Die
Schrauben 121 dienen zugleich auch als Mittel zum Zwecke, die Kupplungsteile iig
an der Drehung ihrer Zylinder 118 mit teilnehmen ztt lassen. Von außen sind die
Schrauben 121 durch in den Wandungen des Kastens 99 vorgesehene Löcher zugänglich.
Es ist also möglich, die Schrauben von außen her nach Belieben zu verstellen.
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Den Federn 120 wirken die auf der Außenseite der Kupplungszylinder
und Kupplungsteile an Stiften 124,125 verankerten Federn 123 entgegen (Fig. 9).
Die Kupplungsteile iigsind je mit einem Belag 126 versehen, der auf dem entsprechenden
Belag 127 der Kupplung 128 reibt, sobald letztere in dem einen oder dem anderen
Sinne aus ihrer 3littelstellung herausgerückt wird. Die Kupplung 123 ist auf der
Welle 113 längs verschiebbar und mit einem Keil 129 geführt (Fig. ii).
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Wird die Kupplung 128 mit einer ihrer Flächen gegen einen der sich
dauernd drehenden Kupplungsteile iig geschoben, erfolgt eine Drehung der Welle 113,
und diese Drehung der Welk- irwird durch einen zweckentsprechenden Stoßdämpfer
130 (Fig. 2 und 9) auf eine Kette 131 und durch diese Kette sowie durch Vermittlung
einer Kupplung 132 auf die Vorschubspindel 32 übertragen. Beim Ingangsetzen der
Welle 113 wird im Stoßdämpfer 130 Energie aufgespeichert, so daß die Belastung ganz
allmählich aufgenommen - wird. Gleichermaßen wird bei plötzlichem Anhalten der Gewindespindel
32 der Stoßdämpfer 130 das Trägheitsvermögen bzw. den Schwung der Welle 113 aufnehmen
und auf diese Weise unnötige Stöße in der Übertragung verhüten. Mit dem Kranz 14o
der Schiebekupplung 128 steht der Knopf 141 eines am Kasten 99 bei 143 drehbar
gelagerten Hebels 142 im Eingriff (Fig. 9). Das andere Ende des Hebels 142 hat einen
länglichen Schlitz 144 für den Eingriff eines an einer Schiene 146 vorstehenden
Stiftes 145. Bei Längsverschiebung der Schiene 146 wird der Hebel 142 in der einen
oder in der anderen Richtung umgelegt und dadurch die Kupplung 128 entweder nach
der einen oder der anderen Seite eingerückt oder in ihre neutrale Stellung gebracht.
Oben auf dem Kasten 9g sitzt ein Ständer 148, an welchem eine Schiene 149 schwenkbar
angebracht ist. Die Schiene 149 trägt auf ihrer einen Seite eine Rolle i5o. Das
andere Ende der Schiene 149 wird nachgiebig nach unten gegen den Kasten 99 gehalten,
und zwar durch eine Feder 151, sitzend auf einem oben auf dem Kasten 99 befestigten
und durch ein in dem einen Ende der Schiene 149 vorgesehenes, etwas länglich gestaltetes
Loch hindurchgehenden Ständer 152. Die Schiene 146 enthält auf ihrer Oberseite drei
Kerben 153, 154, 155 (Fig. io), in welche die Rolle i5o unter dem Druck der Feder
15 einschnappen kann, sobald die Schiene 146 so weit verschoben worden ist, daß
die Rolle i5o in eine jener Nuten tatsächlich einzuschnappen vermag. Der Druck der
Feder genügt zum Abfangen des Trägheitsvermögens der Schiene 146. Die erwähnten
Kerben und die federnde Rolle halten auch die Kupplung 128 in der einen oder anderen
Stellung gehörig fest, d. 1i. sie halten die Kupplung mit der Fläche des jeweils
in Frage kommenden Kupplungsteiles nachgiebig in Eingriff. Die mittlere Kerbe 154
hält die Kupplung in neutraler Stellung. Die Kerbe 153 hält die Kupplung im sogenannten
großen Gang (im großen Gang ist das Zahnrad 114 das treibende) und die Kerbe 1,55
hält die Kupplung im sogenannten kleinen Gang, in welchem der Antrieb des Sattels
3 durch das Zahnrad 115 vermittelt wird.
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Die Verschiebung wird der Schiene 146 durch verschiedene Elektromagnete
erteilt. Die betreffenden Elektromagnete wirken auf Klinken, die zum Eingriff in
die Schalträder 111, 112 bestimmt sind. Die Schiene 146 trägt zwei Rollen 156, 157.
Auf den Wellen iog, iio sind die Kipphebel i58. und 159 zwischen den
Schneckenrädern
107, io8 und den Schalträdern 111, 112 frei drehbar gelagert. Jeder dieser
Kipphebel ist am oberen Ende mit einem länglichen Schlitz 16o versehen und durch
diesen Schlitz mit den Rollen 156 und 157 in Eingriff gebracht, so daß, wenn einer
der Kipphebel in die eine oder andere Stellung umgelegt wird, wobei sich der andere
Kipphebel frei mitbewegt, der Schiene 146 eine Längsverschiebung zuteil werden muß.
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Dem Kipphebel 158 ist eine Klinke 161 angelenkt, deren Klinkenzahn
162 zum Eingriff in das Schaltrad iii bestimmt ist. Durch eine Feder 163 wird dieser
Klinkenzahn gegenüber dem Schaltrad iii für gewöhnlich außer Eingriff gehalten.
Bei Erregung eines an einem Quersteg 165 des Kipphebels 158 angebrachten Elektromagneten
164 wird das Eisenstück 166 am oberen Ende der Klinke 161 vom Magnet angezogen und
der Klinkenzahn 162 mit dem sich immer drehenden Schaltrad iii in Eingriff gebracht.
Die Folge ist, daß der Kipphebel 158 umgelegt, dadurch die Schiene 146 verschoben
und mittels des Hebels 142 auch die Kupplung 128 verstellt wird. Ein Daumen 166a
am Kasten 99 ist so angeordnet, daß die am Klinkenzahn 162 befindliche Rolle 167
mit diesem Daumen in Berührung kommen muß, nachdem der Kipphebel 158 die gewünschte
Bewegung ausgeführt hat. Dadurch, daß die Rolle 167 mit dem Daumen 166a in Eingriff
gebracht wird, wird bewirkt, daß der Klinkenzahn 162 mit dem Schaltrad iii wieder
außer Eingriff kommt, alsdann das Schaltrad sich allein weiterdrehen kann und der
Kipphebel 158 in der ihm gegebenen neuen Stellung verharrt. Mit Hilfe dieses Magneten
und der dazugehörigen Teile wird die Kupplung 128 aus ihrer Mittelstellung in den
sogenannten großen Gang eingerückt.
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Dem Kipphebel 158 ist noch eine zweite Klinke 168 angelenkt. Der Klinkenzahn
169 dieser zweiten Klinke 168 wird durch eine Feder 17o für gewöhnlich außer Eingriff
mit dem Rad iii'gehalten.- Der Eingriff in das Rad iii wird hergestellt, indem mit
einem am Steg 165 sitzenden Magnet 171 auf ein am anderen Ende der Klinke 168 sitzendes
Stück Eisen gewirkt wird. Nach Herstellung des Eingriffes des Klinkenzahnes 169
wird das Wiederausrücken aus der Verzahnung des Schaltrades durch einen am Kasten
99 vorgesehenen Daumen 173 bewirkt, und zwar sobald die zumKlinkenzahn 169 gehörige
Rolle 174 mit- diesem Daumen in Berührung gelangt. Durch den Magnet 171 und die
dazugehörigen Teile wird die Kupplung 128 aus dem sogenannten kleinen Gang, in welchem
der Antrieb durch das Zahnrad 115 vermittelt wird, in ihre Mittelstellung (Leerlaufstellung)
zurückgebracht.
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Der Kipphebel 159 trägt nur eine einzige Klinke 175.
Der zu dieser Klinke gehörige Klinkenzahn 176 wird mit dem Schaltrad 112 durch eine
Feder 177 außer Eingriff gehalten und mit dem Schaltrad 112 in Eingriff gebracht
durch einen oben am Kipphebel 159 angebrachten Elektromagnet 178, der als solcher
auf ein am anderen Ende der Klinke 175 angebrachtes Stück Eisen 179 wirkt. Mit dem
Schaltrad 112 wird die Klinke 175 wieder außer Eingriff gebracht durch einen am
Kasten 99 sitzenden Daumen 18o, und zwar sobald die zum Klinkenzahn 176 gehörige
Rolle 181 mit diesem Daumen in Berührung kommt. Durch diesen Magnet 178 und die
dazugehörigen Teile wird die Kupplung 128 aus dem großen Gang, in welchem das Zahnrad
114 den Antrieb vermittelt, in den kleinen Gang gerückt. Im kleinen Gang wird der
Antrieb, wie schon wiederholt zum Ausdruck gebracht, durch das Zahnrad 115 vermittelt.
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Zum unmittelbaren Unterbrechen der Vorwärtsdrehung der Spindel 32
ist ein Sperrad 182 auf der Welle 18 befestigt, und zwar gleich hinter dem Handrad
36 (Fig. 5). Auf der Unterseite des Maschinenbettes i ist ein Halter 183 befestigt
(Fig. 23) und an diesem Halter ist ein Elektromagnet 184 angebracht. Die Klinke
185 hat einen Klinkenzahn 186, der, wenn der Magnet unter Strom gesetzt wird und
das Eisenstück 187 anzieht, in das Sperrad 182 eingreift. Für gewöhnlich wird der
Klinkenzahn gegenüber dem Rad 182 durch eine Feder 188 außer Eingriff gehalten.
Die Feder 188 ist auf einem am Teil igo verstellbaren Widerlager 189 der Klinke
verankert. Der Hebel igi ist auf der Welle 18 drehbar gelagert und liegt für gewöhnlich
gegen einen Fortsatz 1g2 des Halteteiles igo. Auf der Rückseite des Hebels igi ist
ein Daumen 193 angebracht, der mit einer Rolle 194 am Klinkenzahn 186, zur Klinke
185 gehörig, in Berührung kommt, sobald der Hebel hochgestellt wird, und alsdann
den Klinkenzahn mit dem Sperrad 182 außer Eingriff bringt. Es wird auf diese Weise
dem Vorschubsattel3 eine weitere Vorwärtsbewegung ermöglicht.
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Soll ein Schnitt ausgeführt werden, wird die Zugstange 41 nach links
gezogen (Fig i). Dadurch wird eine Kupplung eingerückt und das auf Welle 196 sitzende
Zahnrad 195 (Fig. 7) einmal herumgedreht, um das Messer abwärts und wieder aufwärts
zu bewegen. Sobald dies geschehen, wird die Kupplung sofort selbsttätig wieder ausgerückt.
An sich ist dies bei derartigen Maschinen altbekannt. Der Hängestütze 197 ist ein
Hebel 198 angelenkt (Fig. 7). Das obere Ende 19g dieses Hebels greift unter den
Hebel igi und kann denselben hochstellen. Das untere Ende des Hebels hat einen Fortsatz
Zoo, der mit einem auf der `Vene 196 sitzenden Daumen toi in Berührung kommt, bevor
der Hub des Messers in Richtung nach oben zu Ende gebracht ist und die Klinke 185
mit dem
Sperrad 182 außer Eingriff bringt, um nun dem Vorschubsattel
3 eine weitere Vorwärtsbewegung zu ermöglichen.
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Wenn die Vorwärtsbewegung des Sattels 3 angehalten wird, wird der
auf der Vorderseite der Maschine befindliche Magnet 2o2 (Fig. 21 und 22) unter Strom
gesetzt. Der Hebel 203
wird durch das Gewicht 204 für gewöhnlich so gehalten,
daß das Hebelende 2o5 den Vorbeigang des auf der Zugstange 41 sitzenden Schraubenanschlages
2o6 verhindert. Sobald aber das an dem Hebel 203 sitzende Stück Eisen
207 vom Magnet 202 nach unten gezogen wird, kann die Zugstange 41 zur Ausführung
eines Schnittes nach links verschoben werden. Solange der Magnet nicht unter Strom
gesetzt ist, verhindert der Hebel 2o3 die Ausführung eines Schnittes. Die mit einer
Schraube 209 einstellbare Feder 2o8 bedeutet ein Widerlager für den Fortsatz 2io
des Hebels 203 und hält den Hebel Inder richtigen Einstellung. Soll diese elektromagnetische
Sperre nicht benutzt werden, kann der Hebel 2o3 gegenüber dem Anschlag 2o6 dauernd
ausgerückt gehalten werden, indem ein bei 212 drehbar angeordneter Teil 211 unter
den mit dem Gewicht 2o4 belasteten Arm des Hebels gestellt wird.
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GeradevorBeendigungderAufwärtsbewegung des Messers und der Druckschiene
beginnt der Vorschubsattel 3 sich nach vorn zu verschieben. Der Schalter zum Schließen
des hierfür in Frage kommenden Stromkreises ist in Fig.7 dargestellt. Auf der Welle
r96 ist an einer gewissen Stelle ein aus Isolierstoff gefertigter Daumen 213 vorgesehen,
der das federnde Kontaktglied 214 mit einem ortsfesten Kontaktglied 215 in Berührung
bringt. Der Stromfluß im geschlossenen Stromkreis kann durch Druck auf den Handgriff
25 zeitweise unterbrochen «erden. An dem inneren Ende des zum Griff gehörigen Hebels
28 ist ein Teil 218 befestigt, und zwar isoliert. Beim Zusammendrücken des Griffes
wird der Teil 2i8 nach unten bewegt, und dadurch wird das Kontaktmesser aus dem
am Winkelhebel 24 isoliert befestigten Messerschalter 2ic? herausgezogen.
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Ein anderer, unter der :Maschine vorgesehener Schalter 22o kann ebenfalls
benutzt werden, um den Stromkreis zu irgendeiner Zeit zu unterbrechen, insbesondere,
wenn die Maschine ganz außer Betrieb zu setzen ist.
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Wenn das Ende des zum Schneiden gegebenen Papiers erreicht ist, kann
die Verschiebung des Sattels 3 durch die elektrischen Mittel nicht wiederhergestellt
%%-erden, da am Wegende des Sattels 3 der Federkontakt 225 von dem ortsfesten Kontakt
226 abgehoben wird (Fig. 2). Wenn aber der Vorschub angehalten wird, bevor
das Wegende des Sattels ,; erreicht ist, kann der Stromkreis durch Druck auf einen
auf der Vorderseite der Maschine befindlichen Knopf 221 wieder geschlossen bzw.
die Vorwärtsbewegung wiederhergestellt werden.
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Soll der Sattel 3 zurückbewegt werden, wird der Handgriff 25 zusammengedrückt,
auf diese Weise der Stromkreis unterbrochen und dann der Winkelhebel 24 so umgelegt,
daß die Laufrichtung des Sattels 3 umgekehrt wird.
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In den Stromkreisen sind zwei Lampen vorgesehen, eine rote 222 und
eine weiße 223. Das rote Licht leuchtet auf, wenn die Kupplung 128
in den
kleinen Gang gerückt wird. Das weiße Licht leuchtet auf, wenn die Kupplung 128 auf
neutral gestellt, d. h. in die Leerlaufstellung gebracht wird.
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Die Stromkreise sind in Fig. 24 dargestellt. Den erforderlichen Strom
liefert eine Batterie 224. Mit Bezug auf Fig. 24 sei bemerkt, daß der Strom von
der Batterie aus nach rechts durch den Handgriffschalter 2i9, durch den Hauptschalter
22o, durch den Schalter 225, 226 und von hier weiter zu den drei im Getriebekasten
99 befindlichen Elektromagneten 164, 171 und 178 fließen kann.
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Von der linken Seite der Batterie geht der Strom nach oben zunächst
durch einen der Schalter 221 bzw. 214, 215, je nachdem, welcher dieser Schalter
geschlossen ist, und dann weiter zu dem im Kasten 99 befindlichen Elektromagnet
164, durch welchen der große Gang zum Antrieb des Vorschubsattels 3 eingerückt wird.
Die Schalter 221 und 214, 215 werden alsdann ausgeschaltet bzw. unterbrochen, und
nun geht der Strom zum Schaltglied 88, und wenn der Federkontakt 87 gegen Kontakt
88 gebracht wird, nämlich dadurch, daß die Rolle 85 mit der Rolle 52 in Berührung
kommt und eine Verschwenkung des Winkelhebels 81 bewirkt, wird der Stromkreis zum
Elektromagnet 178 geschlossen und das rote Licht 222 zum Aufleuchten gebracht.
Der Elektromagnet 178 bewirkt nun eine Umsteuerung der Schiebekupplung 128, mit
anderen Worten ein Einrücken der Kupplung in den kleinen Gang, um Vorschubsattel
3 mit. geringer Geschwindigkeit vorwärtszutreiben.
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Wenn der Schlitten 70 sich nun noch etwas weiter verschoben
hat, unterbricht er den Stromkreis zwischen den Kontakten 87 und 88, um ihn dann
durch die Anschlagrolle 52 oder 54 alsbald wieder zu schließen. Die beiden Rollen
52, 54 sind im Schaltungsschema Fig.24 mit zwei zueinander parallelen Linien angedeutet.
Geschieht dies, wird der Zugstangenmagnet 202 unter Strom gesetzt, um die Ausführung
eines Schnittes möglich zu machen. Das weiße Licht 223 leuchtet auf und bedeutet,
daß der Kontakt hergestellt ist. Der Elektromagnet 184 wird erregt, um die Vorschubspindel
32 positiv zu verriegeln. Der Elektromagnet 171 wird erregt, um die Kupplung 128
auf neutral zu stellen und so den Vorwärtsantrieb des Vorschubsattels 3 zu unterbrechen.
Der
Schnitt wird nun vorgenommen, und während das Messer wieder hochsteigt, wird der
Schalter 21q., 215 erneut geschlossen, um eine Wiederholung der oben beschriebenen
Vorgänge zu ermöglichen. Wenn das Messer hochsteht und der Vorschubsattel nicht
durch den Schalter 21q., 215 in Gang gesetzt worden ist, kann er durch Druck auf
den Druckknopfschalter 221 in Gang gesetzt werden.
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Nachdem alle Schnitte vorgenommen worden sind, wird der Sattel 3 zurückgebracht,
indem der Winkelhebel 24 entsprechend umgelegt wird (Fig. 4). Hier sei noch bemerkt,
daß zuvor, durch Zusammendrücken des Handgriffes 25, der Schalter 21g geöffnet,
der Stromkreis also unterbrochen und so eine Beschädigung der Einrichtung verhütet
wird.
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Ein Teil der Erfindung läßt sich ohne die übrige Einrichtung verwenden,
sofern man eine nur halbautomatisch arbeitende Maschine haben will. Die zu dem Getriebekasten
99 führenden Leitungsdrähte und die Kupplung 132 könnten alsdann fortfallen.
Die Vorwärtsbewegung wird dem Vorschubsattel3 mit den üblichen Mitteln erteilt,
indem hierzu der Winkelhebel 24 von Hand in der erforderlichen Richtung umgelegt
wird. Wenn das durch den Vorschubsattel3 vorwärtsgebrachte Papier mit der für den
Schnitt in Frage kommenden Stelle nahezu, jedoch noch nicht ganz unter das Schneidmesser
gebracht worden ist, erfolgt eine Schließung des Schalters 87, 88, so daß das rote
Licht 222 aufleuchten wird. Der Winkelhebel 24 ist nun von Hand auf neutral zu stellen
und dann die Spindel 32 mit Hilfe des Handrades 36 so weit zu drehen, bis die Rolle
52 bzw. 54 den Stromkreis zwischen den Rollen 84, 85 oder 92, 93 schließt,
und demzufolge das Licht 223 aufleuchtet. Zu gleicher Zeit wird der Zugstangenmagnet
2o2 zur Ermöglichung der Ausführung eines Schnittes unter Strom gesetzt und des
weiteren auch der Magnet 184, damit er eine weitere Drehung der Spindel
32 und somit eine weitere Vorwärtsbewegung des Sattels 3 unmittelbar verhindert.
Der Schnitt wird nun ausgeführt und danach wird der Hebel lgi von Hand angehoben,
um die Klinke 185 auszurücken. Die Spindel 82 kann jetzt mit Hilfe ihres gewöhnlichen
Antriebes wieder im Sinne der Vorwärtsbewegung des Sattels 3 gedreht werden.