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Maschine zum Schneiden von Furnierbändern Gegenstand des Patents 437
890 ist eine Maschine zum Schneiden von Furnierbändern mit selbsttätiger
Auslösung des Messers durch vom Furnierband gesteuerte Anschläge. Kennzeichen der
Maschine ist, daü durch diese Anschläge nicht nur das Messergetriebe ausgelöst,
sondern auch eine das Furnierband im Augenblick des Schnittes festhaltende Brems-
oder Klemmvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird.
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Bei der Maschine nach dem Hauptpatent war je ein besonderes Auslösegestänge
für das Messergetriebe sowie für die Brems- oder Klemmvorrichtung vorgesehen. Nach
der Erfindung «-erden diese beiden Gestänge zu einem einzigen vereinigt, indem die
Auslösung des einen Getriebes von der Bewegung des anderen abhängig gemacht ist.
Bei .dem später zu beschreibenden Ausführungsbeispiel wird durch das Auslösegestänge
zunächst die Brems- oder Klemmvorrichtung in Tätigkeit gesetzt, und diese rückt
das Messergetriebe ein, in dem der von dem Auslösegestänge für die Klemmvorrichtung
freigegebene, die Klemmen steuernde Hebel zugleich den Auslösebolzen für das Einrücken
der Schneidvorrichtung zurückzieht.
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Gegenstand der Erfindung sind ferner Einrichtungen zum Einstellen
verschiedener Schnittlängen, die in ihrer Ausbildung dem einzigen noch vorhandenen
Auslösegestänge angepaßt sind; ebenso ist die Lage des HandauslöseSebels gegenüber
dem Hauptpatent verändert, um auch mit dem Handauslösehebel ohne weiteres sowohl
die Klemmen wie die Schneidvorrichtung auslösen zu können.
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Auf der Zeichnung ist eine Maschine nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Abb. i ist ein GrundriB der einen vorderen Hälfte der Maschine.
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Abb.2 ist zum Teil ein Schnitt nach der Linie 11-II der Abb. i, zum
Teil eine Seitenansicht. Das hintere Ende der Maschine ist fortgelassen.
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Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Abb. i, Abb. q.
ein Schnitt nach der Linie IV-IV der Abb. i.
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Abb. 5 ist eine Aufsicht auf die eine Hälfte des Messerantriebes von
der Maschinenrückseite her.
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Abb. 6 ist ein Schnitt wie Abb.4 durch eine geänderte Ausführungsform.
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Wie beim Hauptpatent läuft das Furnierband zwischen Förderrollenpaaren
i, 2, d., 5 hindurch (Abb. 2). In Abb. i sind diese Rollen, da sie zur Erläuterung
der Erfindung nicht notwendig sind, fortgelassen. Es sind wiederum Auslösehebel
6 vorhanden, die den
Schneidvorgang bzw. .die Einrückung der Klemmvorrichtung
bewirken. Während je-
doch beim Hauptpatent ein einziger Hebe16 angeordnet
ist, der wahlweise mit den Trägern 1:1. die Förderrollen 4, 5 vereinigt werden konnte,
ist nach der Erfindung neben jedem Förderrollenpaar ein Hebel 6 angeordnet, von
denen jedoch jeweils je nach Einstellung eines Handhebels 51 nur der eine wirksam
ist. Dieser wirksame Hebel 6 verschiebt eine einzige Stange 52, welche das Messergetriebe
und die Klemmvorrichtung auslöst.
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Zunächst soll beschrieben werden, wie mittels des Hebels 51 wahlweise
einer der Hebel 6 mit der Auslösestange 52 in Verbindung gebracht werden kann. Angenommen,
es seien vier Hebel 6 vorhanden, so dienen zu ihrer Ein- und Ausschaltung vier Stangen
53, die an der einen M,#schinenseite entlanggeführt sind (s. auch Abb: 2). Die Stangen
53 enden unmittelbar vor dem unteren Ende des Hebels 51, das mit gegeneinander versetzten
Nocken 54 versehen ist. Ein federbelasteter Stift 55 kann in Rasten am Gestellarm
56 eingreifen und sichert die jeweilige Lage des Hebels 51. Die Nocken 54 sind so
angeordnet, daß stets ein Nocken auf eine Stange 53 einwirkt.
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Auf jeder Stange 53 sitzt ein Stellring 57, der auf einen am Gestell
der Maschine gelagerten Winkelhebel 58 einwirken kann: Je eine Feder 59 sucht
jede Stange 53 auf das untere Ende des Hebels 51 zu zu verschieben. In Abb. i ist
der vordere- Winkelhebel 58 in der Ruhelage dargestellt, der hintere Hebel 58 dagegen
von seiner zugehörigen Stange 53 verdreht. ;Jeder Hebel 58 wirkt auf eine
axial verschiebbare Querwelle 6o, f e eine Feder 61 erhält jede Querwelle 6o in
Verbindung mit dem zugehörigen Winkelhebel 58.
Auf jeder Welle 6o sitit ein
Hebel 6, und neben jedem Hebel 6 ist auf der Stange 52 ein Mitnehmer 62 angeordnet.
Gewöhnlich liegt der Hebel 6, wie in Abb. i bei der ersten Welle 6o erkennbar ist,
so, daß er beim Anstoßen der Furnierbandvorderkante leer neben dem Mitnehmer 62
v orbeischwingt. Ist jedoch, wie in Abb. i rechts dargestellt,-- die Welle 6o axial
verschoben, so kommt der Hebel 6 in den Bereich des benachbarten Mitnehmers 62 und
kann nun, wenn er ausschwingt, die Stange 52 -in Richtung des Pfeiles a verschieben.
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Wird die Stange verschoben, so löst sie zunächst unmittelbar die Bremsvorrichtung
aus. Der Hebel 6 ist wie beim Hauptpatent mit einer einseitig wirkenden Klinke ausgerüstet,
damit er zwar die Stange 52 in Richtung des Pfeiles a mitnimmt aber beim Rückgang
leer unter dem Mitnehmer 62 hindurchschwingen kann. Es können mehrere Hebel 6 über
die Maschinenbreite verteilt sein, um auch schmale Furniere schneiden zu können.
Mit der soeben erwähnten Klinke braucht aber nur derjenige Hebel 6 ausgerüstet zu
sein, der dem Mitnehmer 62 benachbart ist.
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Die Wellen 6o sitzen wie beim - Hauptpatent an den Trägern der Transportrollen.
Sie können mit -diesen Trägern in der Längsrichtung der Maschine verstellt werden.
Sind z. B. vier Wellen 6o vorhanden, so kann' man auf ,diese Art vier Längen vor
der Inbetriebsetzung der Maschine einstellen, und dann je nach der gewünschten Furnierlänge
oder Beschaffenheit »des, Furnierbandes (Astfreiheit) durch Verstellen des Hebels
51 wahlweise verschiedene Furnierlängen schneiden: Außerdem können Äste wie beim
Hauptpatent willkürlich momentan angeschnitten werden.
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Es soll nunmehr die Auslösevorrichtung für das Messergetriebe und
die Klemmvorrichtung beschrieben werden: Die Stange 52 trifft, wenn sie sich in
Richtung des Pfeiles a bewegt, auf einen zweiarmigen Hebel 63, der um den festen
Punkt 64 schwingen kann. Dieser wirkt auf den Winkelhebel 65, dessen fester
Drehpunkt mit 66 bezeichnet ist. Dabei ist das Ende 63' des Hebels 63, das am Winkelhebel
65 anliegt, als einseitig wirkende Klinke ausgebildet, derart, daß -der Winkelhebel
65 beim Hingang mitgenommen wird, beim Rückgang dagegen die Klinke 63' dem Hebel
ausweicht.
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Der Winkelhebel 65 greift zwischen zwei Stifte 67 an dem federbelasteten
Bolzen 68. In der in Abb. i dargestellten Lage sperrt dieser Bolzen einen Hebel
69 (s. auch Abb. 3) Der Hebel 69 sitzt auf einer Welle 7o, und diese trägt Klemmhebel
71. Eine auf der Zeichnung nicht dargestellte Feder sucht beständig die Welle
70 so zu drehen, daß, sobald der Stift 68 den Hebel 69 freigegeben hat, die
Klemmfinger 71 das Furnierband 72 erfassen und feststellen. Der Hebel
69 ist am Kopf so verbreitert, daß der Bolzen 68 erst wieder vorschnappen
kann, wenn der Hebel in seine Ausgangslage zurückgekehrt ist.
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Mit dem Hebe1.69 ist durch einen Zapfen 73 ein Stab 7q. mit keilförmig
verdicktem Ende verbunden. Dieser geht durch den geschlitzten Schaft eines Sperrstiftes
75 hindurch. Sobald also der Hebel69, vom Stift 68 freigegeben, ausschwingt, zieht
er- --den Stab 7q. in der Pfeilrichtung (Abb: ij nach links und zieht den Stift
75 zurück. Der Stift 75 gibt einen Winkelhebel 76 frei, der um einen Zapfen
77 am Maschinengestell schwingen kann. Eine Feder 78 drückt auf den Winkelhebel
im Sinne einer Linksdrehung (Abb. q.). Durch eine Stellschraube 79 im freien Ende
eines Hebels 8o wirke der Winkelhebe
176 auf den Hebel 8o ein und
dreht diesen um seine Welle 81 in Abb. 4 nach auswärts, wenn der Bolzen 75 zurückgezogen
wird. Auf der Welle 8i sitzen Hebel 82, die die Bolzen 36 zurückziehen und damit
das Messergetriebe freigeben.
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Verbindet man den Winkelhebel65 mit einem Handhebel an der Außenseite
der Maschine, so können Messer- und Klemmgetriebe gleichzeitig an beliebigen Stellen
von Hand ausgelöst Nverden.
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In Abb. 6 ist eine abgeänderte Form der Auslösung des Messergetriebes
und der Klemmvorrichtung dargestellt. Der Stift 68 faßt bei dieser Form unter einen
Hebel 83,
der um einen festen Punkt 8:I am.Maschinengestell drehbar ist. Das
freie Ende des Hebels 83 ist durch eine Stange 85 mit einem Arm 86 auf der Welle
7o der Klemmhebel 71 verbunden. Wird der Stift 68 in der zuvor beschriebenen Weise
zurückgezogen, so dreht sich die Welle 7o unter dem Druck der auf ihr angebrachten
Feder, genau wie bei der früheren Ausführungsform und klemmt das Furnierband fest.
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Die Messerauslösewelle 8i trägt bei dieser Ausführungsform einen Hebel87,
der dem Hebel 8o der ersten Ausführungsform entspricht. An dem Gelenk zwischen Hebel
83 und Stange 85 sitzt eine Rolle 88, die an einer Fläche 89 des Hebels 87 anliegt.
Auf diese Art wird ein Kurvenschub gebildet. Der Ausschlag des Hebels 87 richtet
sich nach der Länge und Neigung der Fläche 8,9.
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Bei beiden Ausführungsformen ist dafür Sorge getragen, daß das Messer
am Ende des Schneidhubes die Welle 70 mit den Klemmfingern 71 und die Messerauslösewelle
81 in die Ausgangslage zurückführt. In Abb. 3 ist erkennbar, daß auf der Klemmwelle
70 ein Arm 9o angeordnet ist, der durch eine Stange gi mit einem Hebel 92
verbunden ist. Der Hebel 92 schwingt um den festen Zapfen 93
und greift mit
einem Fortsatz 9.4 in einen Schlitz 95 eines Mitnehmers 96 am Messerbalken
97. Eine Stellschraube 98 dient zur genauen Regelung der Rückholbewegung.
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Zum Zurückholen des Messerauslösegetriebes dient ein Winkelhebel
99, der einerseits in einen Schlitz ioo eines Mitnehmers ioi am Messerbalken
97 eingreift, anderseits durch eine Zugstange io2 mit dem Winkelhebel 76 des Messerauslösegetriebes
verbunden ist. Auch hier ist eine Stellschraube 103 zur Regelung der Rückholbewegung
vorgesehen.
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Bei der Ausführungsform nach Abb.6 greift der Hebel 83 unmittelbar
mit einem Fortsatz -in den Mitnehmer 96 am Messerbalken 97 ein. Er holt also
die Klemmhebel ,71 zurück. Dabei folgt der Hebel 87, da er federbelastet
ist, der Rolle 88 und geht auch in die Ausgangslage zurück.
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Sind alle Teile in der Ausgangslage angekommün, so schnappen die Bolzen
68 und 75 wieder vor die Hebel 69 bzw. 83 und 76. Ebenso schnellen die Bolzen
36 wieder vor. Die Bolzen 36 wirken genau wie beim Hauptpatent auf die Messerauslösung,
indem sie in der Ruhestellung hinter Stellringe 50 .auf den Achsen 34. der Rollen
33 fassen. Die Achsen 34 tragen jedoch je eine zweite Rolle 1o3. Dabei sind die
Rollen 33 und 103 bzw. die Lager 104 und io5 am Messerbalken 97 so über die
Maschinenbreite verteilt, daß der Druck der Lager auf den Messerträger sich ebenfalls
gleichmäßig über die Maschinenbreite verteilt. Es wird so verhindert, daß der Messerträger
und das Messer sich beim Schnitt durchbiegen, wenn eine bestimmte Maschinenbreite
überschritten wird, bzw. braucht der Messerträger bei schweren Maschinen nicht so
schwer ausgebildet zu werden. Neben den Nockenscheiben 3o, die auf die Rollen 33
wirken, sind auf der Welle 15 Nocken i o6 angebracht, die auf die Rollen
103 wirken.. Um die Schnittgeschwindigkeit zu vergrößern,-- ist die Zahl
der Nocken an der Nockenscheibe 30 gegenüber dem Haupt-. patent verdoppelt.
Entsprechend ist der Nocken io6 als Doppelnocken ausgebildet.
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Die Abhängigkeit der Auslösung könnte auch eine umgekehrte wie bei
den beschriebenen Ausführungsformen sein, dergestalt, daß zuerst das Messergetriebe
und von diesem das Klemmgetriebe ausgelöst wird, wenn nur das Klemmgetriebe das
Furnierband faßt, bevor das Messer schneidet. Ebenso wäre eine gleichzeitige Auslösung
beider Getriebe möglich. Das Wesentliche ist, daß ein Auslösegestänge ausreicht.