DE68523C - Selbsteinkassirender Kraftmesser - Google Patents
Selbsteinkassirender KraftmesserInfo
- Publication number
- DE68523C DE68523C DENDAT68523D DE68523DA DE68523C DE 68523 C DE68523 C DE 68523C DE NDAT68523 D DENDAT68523 D DE NDAT68523D DE 68523D A DE68523D A DE 68523DA DE 68523 C DE68523 C DE 68523C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coin
- dynamometer
- movement
- pointer mechanism
- collecting
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F17/00—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
- G07F17/04—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for anthropometrical measurements, such as weight, height, strength
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Bei jedem selbsteinkassirenden Kraftmesser kann man unterscheiden zwischen dem die Kraft
aufnehmenden Mechanismus, dem »Kraftwerk«, und dem die Gröfse der auf das Kraftwerk
ausgeübten Kraft anzeigenden Mechanimus, dem »Zeigerwerk«. Der vorliegende Kraftmesser
gehört derjenigen Klasse dieser Apparate an, bei welcher ohne vorhergegangenen Einwurf
einer Münze wohl das Kraftwerk bethätigt werden kann, ohne dafs indessen eine Anzeige
der ausgeübten Kraft durch das Zeigerwerk erfolgt. Erst die eingeworfene Münze vermittelt
eine Bewegung des Zeigerwerkes.
Dies erfolgt nun bei vorliegendem Kraftmesser durch einen zwischen Kraftwerk und
Zeigerwerk eingeschalteten Wechsel, welcher vor Einwerfen einer Münze bei Bethätigung
des Kraftwerkes um den Angriffspunkt des das Zeigerwerk bethätigenden Gestänges im Leergang
schwingt. Die eingeworfene Münze legt dann einen anderen Punkt des Wechsels als Drehpunkt fest, so dafs jetzt der vorher
ruhende Angriffspunkt ausschwingt und das Zeigerwerk an der Bewegung des Kraftwerkes
theilnimmt.
Eine Ausführungsform dieses Kraftmessers ist in den Fig. 1 bis 14 der beiliegenden Zeichnungen
dargestellt. In Fig. 16 und 17 ist eine etwas abweichende Anordnung des Wechsels
angegeben. Fig. 15 zeigt eine Ausführung des Kraftwerkes, bei welcher mehrere Widerstandsfedern angeordnet sind, die der Reihe nach in
den Arbeitsgang eintreten.
Bei der in Fig. 1 bis .14 dargestellten Ausführungsform
wird der Mechanismus des Kraftmessers von der Statue eines Elefanten umschlossen.
Durch Andrücken des beweglichen Rüssels der Figur gegen den dahinter befindlichen
Baumstumpf wird die zu messende Kraft ausgeübt. Der Elefant trägt ein Thürmchen,
welches das Zeigerwerk enthält.
Die Ansichten Fig. 1 bis 4 veranschaulichen den Gesammtmechanismus, und zwar zeigen
Fig. ι und 2 die Ruhestellung, Fig. 3 und 4 eine Stellung des Arbeitsganges. Die aus Fig. 1
und 3 ersichtlichen Theile befinden sich vor, die aus Fig. 2 und 4 ersichtlichen Theile dagegen
hinter der in der Ebene der mittleren Längsachse des Thierkörpers liegenden Grundplatte
a.
Die Fig. 5 und 6 sind Oberansichten der vor der Grundplatte α liegenden winkelförmigen
Platte b c, welche die zur Beförderung der Münze dienenden Theile aufnimmt. Fig. 8
zeigt eine vordere Ansicht, Fig. 9· einen Querschnitt und Fig. ι ο eine seitliche Ansicht dieser
Platte. Die übrigen Figuren werden gelegentliche Erwähnung finden.
Das Kraftwerk besteht aus dem um 1 drehbaren Hebel 2, dessen einen Arm der Elefantenrüssel
bildet und an dessen zweiten Arm die Feder 3 angreift, welche den Widerstand für die zu messende Kraft darstellt. Der um
4 schwingende Hebel 5 überträgt die Bewegung des Hebels 2 durch den Bolzen 6 und
das Gleitstück 7 auf den Wechsel 8.
An den Wechsel 8 greift bei 9 die Stange 10 an, welche das Zeigerwerk bethätigt.
Die Stange 10 wirkt zunächst auf den Zahnbogen 11, welcher mit dem Trieb 12 auf
der Achse 13 in Eingriff steht. Auf letzterer sitzen zwei Zeigerscheiben 14 und ein Sperr-
rad 15. Die Scheiben 14 sind mit einer geeigneten
Theilung versehen (s. Fig. 14), auf welche ein feststehender Zeiger 16 in der Handeiner
im Thürmchen sitzenden menschlichen Figur zeigt.
Der Wechsel 8 ist auf dem Bolzen 6 des Gleitstückes 7 mit einem Schlitzloch beweglich.
An sein (im Sinne der Zeichnung) rechtes Ende greift eine Schubstange 17 an, durch
welche er mit dem Münzschlitten 18 in gelenkiger Verbindung steht. Der Münzschlitten
wird in einem senkrechten Schlitz der Platte b c geführt (s. auch Fig. 8 und 9). Er besitzt
einen senkrechten Einschnitt 19^ welcher unten durch eine Schrägfläche begrenzt wird (siehe
Fig. 11 bis 13).
Der Weg der Münze durch den Apparat ist der folgende: Auf dem waagrechten Theil der
Platte b c befindet sich ein Mundstück 20 zur Einführung der Münze, welches aber für gewöhnlich
durch die um 21 schwingende Platte 22 abgeschlossen wird. Diese Platte,
welche besonders aus Fig. 5 und 6 ersichtlich und in Fig. 7 für sich dargestellt ist, besitzt
den Ausschnitt 23, der bei entsprechender Stellung der Platte das Mundstück 20 freigiebt.
Die Bewegung der Platte erfolgt durch Druck auf den Stift 24 und Hebel 24% welcher um
den Bolzen 25 schwingt. Auf 25 sitzt ein weiterer Hebel 26, der in. der aus Fig. 5
und 6 ersichtlichen Weise an den Arm 27 der Platte 22 angreift. Eine Feder 28 bringt die
Platte in die Ruhestellung Fig. 5 zurück.
Mit dem eben erläuterten Mechanismus ist auch ein Auslösemechanismus für das Zeigerwerk
verbunden. Nachdem nämlich eine. Bewegung des Zeigerwerkes erfolgt ist, wird dasselbe
durch die in das Sperrrad 15 eingreifende Sperrklinke 29 festgestellt. Der Arm 30 der
Klinke wird nun beim Niederdrücken des Stiftes 24 durch den Arm 27 entgegen der Wirkung
der Feder 31 zur Seite gedrängt, so dafs die an das Segment 11 angreifende Feder 32
in Wirkung tritt und das Zeigerwerk in die Nullstellung zurückbringt. Mit dem Hebel 26
ist ein Stift 33 verbunden, welcher bei niedergedrücktem Stift 24 über den Ansatz 34 des
Hebels 5 tritt. Hierdurch wird verhindert, dafs bei niedergedrücktem Stift 24 und ausgelöstem
Zeigerwerk das Kraftwerk bethätigt werden kann. Mangels einer solchen Einrichtung
könnte nach Einwurf einer Münze der Stift 24 durch eine Belastung niedergedrückt
erhalten und der Kraftmesser fortdauernd bethätigt werden.
Ist die Münze durch das in der geschilderten Weise geöffnete Mundstück 20 hindurchgegangen,
so gelangt sie in die Münzrinne 35, welche mit Ausschnitten 36 und einem Keilstück
37 zur Ablenkung zu kleiner Münzen versehen sein kann. Sie durchläuft die Münzrinne
und legt sich in den Einschnitt 19 des Münzschlittens 18, wobei sie sich gegen den
Stift 38 an der Platte bc stützt.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Kraftmessers ist nun die folgende:
So lange keine Münze eingeworfen, kann das Kraftwerk im Leergang bewegt werden.
Mit dem hinteren Arm des Hebels 2 geht Hebel 5 nach oben, wobei er durch Stift 6
und Gleitstück 7 den Wechsel 8 mitnimmt. Der Münzschlitten 18 findet keinen Widerstand:
der Angriffspunkt 9 der Stange 10 wird Drehpunkt des Wechsels und bleibt in
Ruhe, dagegen schwingt 18 aus, wobei natürlich dem Zeigerwerk Bewegung nicht mitgetheilt
wird.
Ist dagegen eine Münze χ eingeworfen und hat sich dieselbe in der aus Fig. 1 und 3 ersichtlichen
Weise in den Ausschnitt 19 des Münzschlittens 18 eingelegt, so hält sie, sich
gegen den Stift 38 bezw. die Leiste 39 der Platte b c stützend, den Schlitten' 18 fest.
Wechsel 8 schwingt demgemäfs bei Bewegung des Kraftwerkes um die Schubstange 17;
Punkt 9 erfährt einen Ausschlag und das Zeigerwerk eine der Gröfse der Hebelbewegung entsprechende
Drehung.
Beim Nachlassen des Druckes auf Hebel 2 wird (da Sperrrad 15 durch die Klinke 29
festgehalten wird) 9 wieder Drehpunkt des Wechsels, der Schlitten 18 senkt sich und die
Münze geht an Stift 38 vorbei aus 19 heraus. Um nun zwecks erneuter Benutzung des Apparates
eine neue Münze durch 20 einführen zu können, mufs durch Niederdrücken des Stiftes
24 die Oeffnung von 20 in der oben erläuterten Weise freigemacht werden, wobei zugleich
Klinke 29 ausgehoben und das Zeigerwerk in die Nullstellung zurückgebracht wird.
Durch die Verbindung des Verschlusses mit der Auslösung wird demnach ein nutzloses
Einwerfen von Geldstücken durch Unkundige vermieden.
Aus Fig. 16 und 17 der Zeichnungen geht
hervor, dafs sich der Münzschlitten nicht gerade am. Ende des Wechsels befinden mufs,
sondern auch an einem mittleren Punkt desselben angebracht sein kann. Bedingung ist
hiernach nur, dafs nicht Angriffspunkt des Zeigerwerkgestänges und der Punkt der Einwirkung
der Münze zusammenfallen dürfen. In Fig. 16 ist der Leergang, in Fig. 17 der
Arbeitsgang veranschaulicht. In ersterem bringt der (hier an den Wechsel 8 unmittelbar angreifende)
Hebel 2 den Wechsel zum Ausschlag um Punkt 9, wobei der. Münzschlitten 18
frei ausschwingt; im Arbeitsgang wird aus dem Wechsel ein zweiarmiger Hebel, welcher um
den nunmehr festgehaltenen Münzschlitten schwingt, wobei Punkt 9 und das Gestänge
bewegt werden.
Noch ist der in Fig. 15 gezeichneten Ausführung
des Kraftwerkes zu gedenken. Der Erfinder hat beobachtet, dafs von Kindern und Personen von geringeren Körperkräften die bekannten
Kraftmesser so gut wie gar nicht benutzt werden, weil sie das Zeigerwerk nur in einem geringem Grade zum Ausschlag bringen
können und deshalb an der Bethätigung des Apparates keinen Gefallen finden, während kräftige
Personen sehr bald zum Ende der Bewegung gelangen und wohl gar durch ihre ungestüme
, weil geflissentlich gezeigte Kraftleistung das Werk verderben. Der Erfinder
gedenkt deshalb seinen Kraftmesser derart einzurichten, dafs derselbe allen Kräftegraden gerecht
wird, indem ein gröfserer Theil der Bewegung verhältnifsmäfsig leicht hervorzubringen
ist, während dann der Widerstand rasch wachsen und zuletzt ein solches Mafs annehmen soll,
dafs voraussichtlich auch die stärksten Personen höchstens bis zum Ende der möglichen Bewegung
gelangen. Es wird dies erreicht durch die Anordnung mehrerer Widerstandsfedern, welche nach einander, ihre Wirkung summirend,
in den Arbeitsgang treten. Nach Fig. 15 wirkt zunächst die schwache Feder 40 mit
einem kleinen Kraftmoment allein. Dann tritt ein Zusammenpressen der Feder 41 ein, sobald
der Bolzen 42 des Hebels 2 weit genug gehoben worden ist. Die stärkere Feder 43 wird jetzt noch von einem festen Stift 44 frei
schwebend getragen, bis sie vom Haken 45 erfafst und angehoben wird. Schliefslich erfolgt
ein Gleiches mit der vierten Feder 46,
welche sich in der Ruhe auf den Stift 47 stützt, dann aber vom Steg 48 erreicht wird.
Gewifs wächst ja auch bei einer Feder der Widerstand stärker als der Weg der Zusammenpressung,
aber bei der beschriebenen Anwendung mehrerer Federn läfst sich die Kraft im
Sinne der obigen Erläuterung viel besser verth eilen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Selbsteinkassirender Kraftmesser, bei welchem die Bewegung des Kraftwerkes bei Einwurf einer Münze auf das Zeigerwerk dadurch übertragen wird, dafs zwischen Kraftwerk und Zeigerwerk ein Wechsel (8) eingeschaltet ist, welcher vor Einwerfen der Münze um den Angriffspunkt des das Zeigerwerk bewegenden Gestänges (10) im Leergang schwingt, durch die eingeworfene Münze aber an einem anderen Punkt derart festgelegt wird, dafs dieser Drehpunkt wird und das Gestänge, mit ihm das Zeigerwerk, eine Bewegung erfährt.
Bei dem unter 1. bezeichneten selbsteinkassirenden Kraftmesser die Anordnung einer Reihe von Federn (40, 41, 43, 46), welche zur Vergröfserung des Widerstandes nach einander in Wirkung treten, so dafs zuerst eine, dann zwei bezw. mehrere dieser Federn wirken, um Personen von wesentlich verschiedenen Körperkräften eine zweckentsprechende Benutzung des Kraftmessers zu gestatten.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68523C true DE68523C (de) |
Family
ID=342060
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68523D Expired - Lifetime DE68523C (de) | Selbsteinkassirender Kraftmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68523C (de) |
-
0
- DE DENDAT68523D patent/DE68523C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1578991A1 (de) | Sicherheits-Skibindung | |
| DE2248161B2 (de) | Heftwerkzeug | |
| DE68523C (de) | Selbsteinkassirender Kraftmesser | |
| DE258824C (de) | ||
| DE3139404C2 (de) | ||
| DE2014520C3 (de) | Elektromagnetisch betätigtes Klammerheftgerät | |
| DE959872C (de) | Betaetigungsvorrichtung fuer Ventile | |
| DE70179C (de) | Selbsteinkassirender Kraftmesser | |
| DE57238C (de) | Knallsignal-Apparat | |
| DE138692C (de) | ||
| DE155495C (de) | ||
| DE344838C (de) | Vorrichtung zur Mitnahme und Freigabe des Stampfers oder Baeren von Stampfmaschinen, Rammvorrichtungen, Fallhaemmern u. dgl. | |
| DE109809C (de) | ||
| DE97597C (de) | ||
| DE503249C (de) | Vorrichtung zum Auszahlen von Hartgeld | |
| DE408209C (de) | Strohbundformer | |
| DE238579C (de) | ||
| DE70023C (de) | Vorrichtung zur Verhinderung des Stellens von Eisenbahnsignalen | |
| DE190734C (de) | ||
| DE354905C (de) | Selbstverkaeufer fuer Abschnitte eines Streifens | |
| DE91673C (de) | ||
| DE178816C (de) | ||
| DE606257C (de) | Selbstkassierende Freistempelvorrichtung | |
| DE892082C (de) | Selbstkassierer mit Münzprüf vorrichtung | |
| DE86388C (de) |