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Selbstkassierer mit Münzprüfvorrichtung Die Erfindung betrifft einen
Selbstkassierer mit Münzprüfvorrichtung, bei der di-e; Münzfü'hrungsmittel derart
ausgebildet sind, daß eingeworfene Münzen wenigstens im Bereiche, in dem sie auf
ihre Eigenschaften geprüft werden, mit ihrer flachen Seite aufliegen und sich nur
gleitend vorwärtsbewegen können, und bei der die Münzgleitbahn eine kreisrunde Öffnung
aufweist, deren Durchmesser kleiner ist als der größte Durchmesser von maßrichtigen
Münzen, so daß Münzen mit zu kleinem Durchmesser durch die Öffnung und einen an
diese anschließenden Rückgabekanal ausgeschieden. werden nach Patent 836 5o8.
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Im Patent 836 5o8 sind ferner Mittel angegeben, die dazu dienen, maßrichtige
Münzen über der Öffnung in der Münzgleitbahn aufzuhalten. Beispielsweise kann zu
diesem Zweck in der Nähe der genannten Öffnung ein Anschlag vorgesehen sein, an
welchem maßrichtige Münzen über der Öffnung aufgehalten werden, während zu dünne
Münzen unter der Anschlagkante durchgleiten und in den Rückgabekanal gelangen.
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Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Patent 8365o8 ein Selbstkassierer
für Münzkassierstationen in Fernsprechanlagen beschrieben, bei dem die Freigabe
des für eine eingeworfene Münze gewünschten Gegenwertes in zwei Stufen erfolgt,
indem eine erste Vorrichtung vorgesehen ist, die beim Einwurf der Münze zunächst
eine die Freigabe des Gegenwertes vorbereitende Handlung
selbsttätig
ausführt, durch die der Aufbau der Teilnehmerverbindung ermöglicht wird, während
die Freigabe des eigentlichen Gegenwertes, nämlich der aufgebauten Verbindung zur
Benutzung, durch manuelle Betätigung einer zweiten Vorrichtung bewirkt wird. Die
erste Vorrichtung besteht bei dieser Ausführung aus einem von oben in die Öffnung
der Münzgleitbahn ragenden Tastorgan, das durch an der Anschlagkante stillgesetzte
Münzen verschwenkt wird und einen den Nummernschalter der Münzkassiers.tation kurzschließenden
Kontakt öffnet, die zweite Vorrichtung aus einem Tastenwerk, bei dessen Betätigung
gleichzeitig mit dem Kassiervorgang die Öffnung eines das Mikrophon überbrückenden
Kontaktes erfolgt.
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Die vorliegende Erfindung befaßt sich ausschließlich mit Mitteln zur
Auslösung einer die Freigabe des Gegenwertes vorbereitenden Handlung, welch letztere
selbstverständlich je nach dem Verwendungszweck des Selbstkassierers in ihrer Art
verschieden sein kann. Um neben dem oben angeführten ein anderes Beispiel zu erwähnen,
kann die genannte vorbereitende Handlung bei einem Warenautomaten in der Entsperrung
von oft als Schubladen ausgebildeten Warenbehältern bestehen. Der Gegenwert würde
in diesem Fall durch das Herausziehen einer der Schubladen bei gleichzeitiger Kassierung
der eingeworfenen Münze freigegeben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bisher verwendete, auf
das Eigengewicht der eingeworfenen Münze ansprechende Vorrichtung zur Auslösung
einer die Freigabe des Gegenwertes vorbereitenden Handlung zu ersetzen durch eine
solche, die durch manuelle Betätigung eine zwangsläufige Auslösung derselben herbeiführen
soll. Es ist leicht einzusehen, daß sich auf diese Weise ein zuverlässigeres Arbeiten
des Selbstkassierers erreichen läßt. Allerdings würde andererseits dadurch die Bedienung
des. Selbstkassierers komplizierter. Dies läßt sich aber in vielen Fällen durch
einfache Maßnahmen vermeiden. So kann beispielsweise bei einem Selbstkassierer für
Münzfernsprecher eine solche Vorrichtung mit dem Nummernschalter verbunden werden,
so daß keine zusätzlichen Einrichtungen zu ihrer Betätigung durch den Benutzer des
Münzfernsprechers vorgesehen werden müssen.
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Die Erfindung betrifft nun einen Selbstkassierer mit Münzprüfvorrichtung
der eingangs genannten Art und besteht in der Anordnung einer vom Benutzer des Selbstkassierers
zwecks Auslösung einer die Freigabe des für die eingeworfene Münze gewünschten Gegenwertes
vorbereitenden Handlung zu betätigenden Vorrichtung, eines, über der öffnung angeordneten
und gegen die Öffnung hin bewegbaren Tastorgans und eines die Auslösung der genannten
Handlung gegebenenfalls bewirkenden beweglichen Auslöseorgans, welche derart miteinander
in Wirkverhindung stehen, daß beim Betätigen der genannten Vorrichtung, je nachdem
ob eine Münze auf der Öffnung liegt oder nicht, das Tastorgan entweder in seiner
Bewegung durch die Münze .aufgehalten oder in die freie Öffnung hineinbewegt wird,
wobei die Lage, welche das Tastorgan beim Vorhandenein einer Münze einnimmt, das
Kriterium für eine die Auslösung bewirkende, unter dem Einfluß der betätigten Vorrichtung
ausgeführte Bewegung des Auslöseorgans bildet.
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In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindixngsgegenstandes
perspektivisch dargestellt.
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Fig. i zeigt den für das Verständnis der Erfindung notwendigen Teil
eines Selbstkassierers mit Münzprüfvorrichtung für eine Münzkassierstation in Fernsprechanlagen
mit einem Münzkanal und Fig. 2 eine Ausführungsform des Tastorgans für zwei Münzkanäle.
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In Fig. i bedeuten @i einen Teil der Münzgleitbahn als schiefe Ebene,
2 eine kreisrunde Öffnung in der Münzgleitbahn, deren Durchmesser kleiner ist als
der größte Durchmesser von maßrichtigen Münzen, 3 die Anschlagkante einer in der
Nähe der Öffnung 2 angebrachten Klappe 4, an der maßrichtige Münzen über der Öffnung
aufgehalten werden, 5 eine vom Benutzer des Selbstkassierers gegen den Druck der
Feder 6 zu betätigende Taste, 7 ein mit der Taste 6 fest verbundenes Lagerstück,
an dem das Auslöseorgan in Form eines Klinkenhebels 8 schwenkbar befestigt ist,
9 ein am Klinkenhebel 8 angebrachtes Isolierstück zur Betätigung eines den nicht
dargestellten Impulskontakt des Nummernschalters der Münzkassierstation kurzschließenden
Kontaktes cio, i i ein am Klinkenhebel 8 vorgesehener keilförmiger Nocken, 12 einen
weiteren, um die Achse 13 drehbaren Hebel, der einen mit dem Nocken i i des Klinkenhebels
8 zusammenwirkenden Bolzen 14 und an seinem beweglichen Ende eine drehbare Rolle
15 trägt, 16 eine Feder, die den Klinkenhebel 8 gegen den Bolzen ;i4
des Hebels 12 drückt, 17 ein über der Öffnung 'a auf der Achse i8 schwenkbar gelagerter
Tasthebel, der mit seiner Spitze iig gegen die Öffnung :2 hin bewegbar ist, 2o eine
Feder, die den Tasthebel 17 gegen die Rolle 15 des Hebels 12 zieht, so daß der letztere
am festen Anschlagbolzen 2 i anliegt, 22 eine um die Achse 23 drehbare Sperrklinke,
die unter der Wirkung der Feder 24 auf den Klinkenhebel 8 einwirkt, 25 eine mit
der nicht gezeichneten Hörergabel verbundene Stange mit dem Konus 26, der beim Niederdrücken
der Gabel die Sperrklinke 22 verschwenkt, 27 ein Hebel, der mit der Klappe 4. verbunden
ist und mittels der Feder 28 an das untere Ende der ihn betätigenden Stange 25 gedrückt
wird.
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Die Wirkungsweise dieses Selbstkassierers, soweit dies .die Mittel
zur Auslösung der die Freigabe des Gegenwertes vorbereitenden Handlung betrifft,
die im vorliegenden Beispiel in der den Verbindungsaufbau ermöglichenden Öffnung
des Kurzschlußkonta'ktes io zum Ausdruck kommt, ist folgende: Nach Einwurf einer
Münze bei abgehobenem Mikrotelephon betätigt der Benutzer der Münzkassierstation
die Taste 5, entweder durch direkten Druck auf dieselbe oder mittels einer später
beschriebenen Einrichtung. Dadurch bewegt sich der Klinkenhebel 8 zunächst nur nach
unten, und der Hebel 12 wird unter der'Einwirkung des Nockens i i
auf
den Bolzen 14 nach unten verschwenkt. Dabei drückt die Rolle 15 auf den Tasthebel
17 und bewegt diesen mit seiner Spitze i9 gegen die Öffnung 2 hin. Wurde eine maßrichtige
Münze eingeworfen, so liegt diese nun an der Anschlagkante 3 über der Öffnung 2
im Münzkanal i. Durch diese Münze wird der Tasthebel 17 in seiner Bewegung aufgehalten,
indem dessen Spitze i9 auf die Münze stößt. Auch der Hebel 12 kommt zum Stillstand,
so daß bei noch andauerndem Drücken auf die Taste 5 der Klinkenhebel 8 infolge Abgleitens
des Nockens i i vom nunmehr ruhenden Bolzen 14 v erschwenkt wird. Bei dieser Schwenkbewegung
des Klinkenhebels 8 drückt das Isolierstück 9 auf die eine Kontaktfeder es Kurzschlußkontaktes
io und öffnet dadurch denselben, womit der Aufbau der Teilnehmerverbindung ermöglicht
ist.
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Gleichzeitig wird der Klinkenhebel 8 in seiner verschwenkten Lage
gesperrt durch die einschnappende Sperrklinke 22. Der untere Teil des Klinkenhebels
8, an dem die Sperrklinke 22 angreift, ist derart ausgebildet, daß der Klinkenhebel
8 weder durch die Feder 6 noch durch die Feder 16 aus der gesperrten Lage gebracht
werden kann.
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Wenn beim Drücken der Taste 5 auf der Öffnung 2 keine Münze vorhanden
ist, dann bewegt sich der Tasthebel 17 mit seiner Spitze z9 in die Öffnung 2 hinein,
ohne auf Widerstand zu stoßen, und eine Verschwenkung des Klinkenhebels 8 bleibt
aus. Somit wird auch der Kurzschlußkontakt io nicht geöffnet.
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Die Rückstellung der ganzen Einrichtung in die Ausgangslage erfolgt
beim Niederdrücken der Gabel (normalerweise durch Auflegen des Mikrotelephons),
indem die nach unten bewegte Stange 25 mit ihrem Konus 26 die Sperrklinke 22 aus
der sperrenden Lage drückt.
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Die Kassierung der eingeworfenen Münze kann durch die Fernsprechzentrale
eingeleitet werden oder beim Betätigen einer weiteren, gleichzeitig den Gegenwert
freigebenden Vorrichtung erfolgen. Im letzteren Fall kann die Lösung der vorerwähnten
Sperrung auch beim Betätigen dieser in der Zeichnung nicht dargestellten Vorrichtung
bewirkt werden, beispielsweise mittels eines von ihr beeinflußten und auf die Sperrklinke
22 einwirkenden Hebels 29.
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Eine Vereinfachung in der Bedienung der beschriebenen Einrichtung
kann -erreicht werden, indem die Taste 5 mit dem Nummernschalter derart verbunden
wird, daß eine Betätigung der Taste 5 beim erstmaligen Aufziehen des Nummernschalters
erfolgt: Eine diesbezügliche Anordnung ist in Fig. i schematisch angedeutet. Auf
der Achse 30 des Nummernschalters ist eine Kurvenglocke 31 angeordnet, deren Kurventeil
beim Drehen der Achse Weine Verschwenkung eines auf die Taste 5 einwirkenden Hebelsystems
32 verursacht. Die Kurvenglocke 31 ist dabei so ausgebildet, daß die Einwirkung
auf die Taste 5 beim Aufziehen des Nummernschalters erfolgt. Nach dem erstmaligen
Aufziehen desselben werden bei normaler Betriebsweise der Klinkenhebel 8 und die
mit ihm verbundenen bemreglichen Teile gesperrt, so daß die weiteren Bewegungen
des Nummernschalters auf die Taste 5 keinen Einfluß mehr haben.
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Bei einem Selbstkassierer, der zur gleichzeitigen Aufnahme von zwei
für die Freigabe des Gegenwertes erforderlichen Münzen eingerichtet ist und zu diesem
Zweck zwei getrennte Münzkanäle mit je einer Öffnung aufweist, können, abgesehen
vom Tastorgan, die gleichen Mittel zur Auslösung einer die Freigabe des Gegenwertes
vorbereitenden Handlung verwendet werden wie bei der Ausführungsform nach Fig. )i.
Das Tastorgan ist dagegen derart auszubilden, daß dieses nur dann in seiner Bewegung
aufgehalten wird, wenn auf beiden Öffnungen der Münzkanäle zugleich eine Münze liegt.
Ein Tastorgan, das dieser Forderung entspricht, ist in Fig. 2 dargestellt. Dasselbe
besteht wiederum aus einem schwenkbaren Hebel 40, der an seinem beweglichen Ende
nun einen Träger 41 aufweist, auf dem zwei parallel geführte Taststifte 42 in ihrer
Längsrichtung verschiebbar angeordnet sind. Ein zweiarmiger Hebel 43 ist zwischen
den Taststiften 42 am Träger 41 drehbar gelagert und mit beiden Taststiften gelenkig
verbunden.
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Beim ordnungsgemäßen Vorliegen zweier Münzen, die in bekannter Weise
an den Anschlagkanten 44 der Klappen 45 über den Öffnungen 46 der Münzkanäle 47
aufgehalten werden, stoßen bei der Schwenkbewegung des « Tasthebels 40 gleichzeitig
beide Taststifte 42 auf die Münzen, so daß der Tasthebel stillgesetzt und die Auslösung
herbeigeführt wird. Liegt dagegen nur auf einer Öffnung eine Münze, so kann sich
der Tasthebel 40 trotzdem weiterbewegen, da sich seine Bewegung bezüglich des einen,
stillgesetzten Taststiftes über den Hebel 43 auf den anderen Taststift überträgt,
der sich ungehindert in die andere freie Öffnung hineinbewegen kann.