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Anordnung für selbsttätige Zettelaussteller Die Erfindung bezieht
.sich auf sog. selbsttätige Zettelaussteller in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
mit Wählerbetrieb. Man versteht darunter Einrichtungen zur Aufzeichnung von Daten
über Verbindungen, die von einer Reihe von Teilnehmern ausgehen können. Solche Daten.
sind z. B. die Nummer oder ein anderes Kennzeichen des rufenden - und des ,angerufenen
Teilnehmers, die Gebühr für jede Verbindung, die Dauer der Verbindung, die Zeit
und das Datum.
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Die Erfindung bezieht sich ,auf eine Gestellkonstruktion, mit deren
Hilfeeine Reihe von derartigen selbsttätigen Zettelausstellern so befestigt werden
kann, daß die Überwachung, die Verteilung der ,ausgestellten Zettel und die Prüfung
erleichtert -sind und die Einrichtungen gegen Beschädigungien geschützt sind.
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Der Ausdruck selbsttätiger Zettelaussteller soll jede :elektrische,
mechanische oder elektromechanische Einrichtung zur selbsttätigen Ausfertigung von
Zetteln umfassen, ,auf denen Aufzeichnungen für die Belastung einer Verbindung registriert
werden.
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Die Erfindung besteht darin, daß mehrere Zettelaussteller in einem
Gestell, mit dessen Verdrahtung sie durch Messerkontakte verbunden sind, übereinander
;angeordnet sind und die Zettel in zwei senkrecht nebeneinander angeordnete Schächte
oder Kanäle derart ,auswerfen, daß in deren einen diejenigen Zettel gelangen, auf
denen die Daten der vollständig-en tatsächlichen Sprechverbindungen aufgezeichnet
sind, während in deren anderen die Zettel gelangen, auf denen die Daten der nur
zu Prüfzwecken hergestellten Verbindungen ,aufgezeichnet sind.
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Zweckmäßig-besitzt jeder Zettelschacht an seinem Boden Mittel zurAufnahme
der Zettel. Ein weiteres Merkmal der Erfindung bezieht sich auf ein Fördermittel
zur Beförderung der von den selbsttätigen Zettelausstellern ausgeworfenen Zettel
zu Sortierplätzen.
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Im folgenden sei ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ,an Hand der
Zeichnungen beschrieben.
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Fig. i zeigt einen Seitenriß eines Gestells für selbsttätige Zettelaussteller.
Fig.2 zeigt einen Aufriß -des Gestells. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt des Gestells
in waagerechter Richtung. Fig. q. stellt einen Teil einer abgeänderten Gestenkonstruktion
im Aufriß dar, um eine Förderanordnung zur Beförderung der Zettel zu einem Sortierplatz
zu zeigen.
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In den Fig. i bis 3 trägt ein waagerechtes U-Eisen i senkrechte Paare
von meinem gewissen Abstand verlaufenden Trägern 2, 3, die
an ihren
oberen Enden durch waagerechte Träger 4 verbunden sind. Die Träger 2, 3 bilden einen
Rahmen von rechteckigem Querschnitt; der durch waagerechte Befestigungs-.. glieder
5 in :eine senkrecht.- Reihe voll. Fächern geteilt ist; in diese können d:e= selbsttätigen
Zettelaussteller 7 von der linken Seite her eingeführt werden (Fig. i). Auf der
Vorderseite jedes Faches ist !ein Klinkenstreifen i i (Fig. 2) angebracht, bei dem
jede Klinke aus einem einzigen federnden Kontaktglied von nahezu. zylindrischem
Querschnitt besteht. Wenn ein Zettelaussteller eingesetzt wird, arbeiten diese Klinken
mit nicht dargestellten Kontakten an dem Zettelaussteller zusammen; jeder dieser
Kontakte ist miesserartig ausgebildet und hat die Aufgabe, den Zettelaussteller
mit der in Fig. 3 mit 30 bezeichneten Gestellv@erdrahtung zu verbinden.
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Die senkrechten Träger 3 tragen Waagerechte Halteglieder 6; deren
umgebogene Enden mit federnden Armeng an den Zettelausstellern zusammenarbeiten,
um diese im Gestell festzuhalten. Eine Feder 9 jedes Zettelausstellers kann einen
Druchk-nopf i o berühren. Der Zettelaussteller wird durch Druck auf die Bandrolle
8 mittels des Handballens eingesetzt, ,aber die Federn g sind so stark, daß sie
sich, wenn ein Zettelaussteller durch Druck auf diese Federn eingestoßen wird; nicht
derart verbiegen, daß der Knopf i6 betätigt wird, solange nicht der Zettelaussteller
vollständig :eingeführt und das -Getriebe in Eingriff ist. Ist die Maschine ordnungsgemäß
eingesetzt; so. werden die Federn 9 einwärts gedrückt -und die Halteglieder 6 mit
ihnen in Eingriff gebracht.
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Beim Eindrücken der Federn 9 wird auch der Knopf iö einwärts gedrückt
und gesperrt; er schließt Kontakte C in der Stromzuführung zu dem Zettelaussteller..
Der Zettelaussteller kann infolgedessen nicht dadurch beschädigt werden, daß er
vor seiner ordnungsgemäßen Einführung in das Gestell in Betrieb gesetzt wird. -Die
Zettelaussteller ,arbeiten mit Maschinenantrieb, und jeder Zettelaussteller besitzt
ein :elastisches Treibrad 15 (Fig. 3). Das U-Eisen i trägt eine waagerechte Welle,
-de von einem Motor entweder unmittelbar oder über andere Wellen-angetrieben-wird;
diese waagerechte Welle steht mit einer senkrechten Welle am Gestell in Eingriff:
Neben den elastischen Zahnrädern 15 an den Zettelaus- . steuern sind auf der Welle
13 Zahnräder 14 befestigt. Soll ein Zettelaussteller angetreben werden, so wird
in ihm :ein Kupplungsmagnet betätigt, der das :elastische Zahnrad .' 15 mit dem
:entsprechenden, dauernd angetriebenen Rad 14 ,n Eingriff bringt.
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An dem Gestelf sind ferner Zettelschächte 16, 17 für diejenigen Zettel,
auf denen die' Verbindungen aufgezeichnet werden bzw. für die zu Prüfzwecken dienenden
Zettel vorgesehen. Neben jedem Zettelaussteller besitzen die Schächte Öffnungen
18, i9; zu jeder -dieser Öffnungen kann :eine verstellbare .,Zettelführung 2o an
dem Zettelaussteller b:ewiegtwerden.
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Die Schächte geben ihren Inhalt an getrennte Kästen 16', 17' ab. Die
Vorderseite der Schächte besteht aus reinem Gitter 2i, durch welches die Bewegung
der Zettel, insbesondere ihre Abgabe, beobachtet und ein festgeklemmter Zettel freigemacht
werden kann. ' Zwar sind alle fertiggestellten Zettel praktisch gleich lang, trotzdem
kann es aber vorkommen; daß ein Zettel für eine sehr länge Verbindung eine besonders
große Lä;ng@e aufweist. Um einen derartigen Zettel in dem Schacht 16 herabzubefördern,
.ist in diesem eine sich dauernd bewegende :endlose Kette 22 vorgesehen. Die Kette
22 läuft über Führungsrollen 27 am oberen und unteren Ende des Schachtes und bewegt
sich nach abwärts durch den Schacht und nach aufwärts zwischen dem Gitter 21 hindurch.
Die Kette 22 wird durch :ein S.chneckengetrieb:e 26, 25 und seine biegsame Welle
24 von der Antriebswelle 13 ,aus angetrieben.
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An Stelle der Kette 22, die allen Zettel--öffnungen gemeinsam ist,
könnte auch gegenüber jeder Zettelöffnung 18 :eine besondere gebogene feste Führung
in dem Schacht 16 vorgesehen sein, um die Zettel den Schacht hinabzubefördern.
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Die Zettelaussteller besitzen je :eine Zettelstanze für die Zeitaufzeichnung,
die natürlich aus den Zetteln kleine Papierscheiben ausstanzt. Ein Schacht 28 für
diese Papierscheiben ist auf einer Seite des Gestells angebracht; er besitzt :eine
Öffnung neben der Zettelstanze jedes Zettelausstellers. Der Schacht liefert den
Papierabfall an einen Behärter 29 ab, so daß das Gestell von dem Abfall freigehalten
wird. Falls erwünscht, kann der Papierabfall gezählt oder gewogen werden, um :eine
Aufzeichnung für die Gesamtgesprächszeit der Teilnehmer, deren Verbindungen an dem
Gestell registriert werden, zu erhalten.
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Fig: q: zeigt, wie bereits :erwähnt, eine abgeänderte Konstruktion
für den Zettelschacht 16, bei der die fertigen Zettel über eine Führung 31 einem
Förderband 32 zugeleitet werden,. das über :eine Walze 33 läuft. Das Förderband
befördert die Zettel zu einem Sortierraum und liefert sie an Sortiertischen ab.
Dort werden sie sortiert und in Behältnisse eingeordnet, die den anrufenden Teilnehmern
individuell zugeordnet sind. Diese: Einrichtung bietet die Möglichkeit, einem Teilnehmer,
der über .eine soeben
geführte Verbindung eine Auskunft haben will,
diese Auskunft sofort zu geben.
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Das Förderband kann durch eine Zettelrohrpost ersetzt werden, wie
sie gewöhnlich dazu benutzt wird, um in Fernämtern die Zettel von den Meldebeamtinnen
zu dein Fernbeamtinnen zu befördern.