DE678366C - Verfahren zur Herstellung von Lacken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lacken

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DE678366C
DE678366C DEB168514D DEB0168514D DE678366C DE 678366 C DE678366 C DE 678366C DE B168514 D DEB168514 D DE B168514D DE B0168514 D DEB0168514 D DE B0168514D DE 678366 C DE678366 C DE 678366C
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DE
Germany
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resins
dispersing
water
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aldehyde resins
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Expired
Application number
DEB168514D
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English (en)
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Dr Fritz Seebach
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Hexion Specialty Chemicals AG
Original Assignee
Bakelite AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F9/00Compounds to be used as driers, i.e. siccatives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lacken Lacke aus Phenolaldehydharzen werden bisher meist durch Lösen in organischen Lösungsmitteln hergestellt. Als Lösungsmittel benutzt man z. B. Spiritus, Methylalkohol, Terpentinöl u. a.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, statt Lösungen der Phenolaldehydharze deren Dispersionen in Wasser oderanderen Flüssigkeiten als Lacke zu verwenden. Man hat z. B. Phenolaldehydharze in nichtlösenden Flüssigkeiten mit oder ohne Zusatz von dispersionsfördernden Mitteln bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur durch Behandlung in schnell laufenden Mühlen, insbesondere in sog. Kolloidmühlen, so fein verteilt, daß sie kolloidartig aufgelöst erscheinen. Die Herstellung solcher Dispersionen erfordert aber nicht nur die Behandlung in Kolloidmühlen, sondern auch den Zusatz von Fremdkörpern, und die erhaltenen Dispersionen sind nicht genügend homogen und beständig, so daß sie als Ersatz für Lösungen der Phenolaldehydharze nicht geeignet sind.
  • Es ist nun gefunden worden, daß man aus Wasser bzw. wässerigen Flüssigkeiten und Phenolaldehydharzen sehr homogene und haltbare, als Ersatz füY Lacklösungen geeignete Dispersionen herstellen kann, wenn man zur Herstellung der Dispersionen Phenolaldehydha.rze bestimmter Zusammensetzung benutzt, die in der nachstehend beschriebenen Weise hergestellt werden.
  • Als Ausgangsmaterial benutzt man homogene Vereinigungsprodukte aus Phenolaldehydharzen und fetten Ölen. Die Phenolaldehydharze können härthare Harze im A- oder B-Zustand oder auch Novolake sein. Als härtbare Harze kann man beispielsweise Resole oder Produkte .aus Novolaken und H.ärtungsmitteln, insbesondere Hexamethylentetramin, verwenden. Als besonders geeignet haben sich die Produkte erwiesen, die man nach den deutschen Patentschriften 517445, 533798, 587576 oder nach der französischen Patentschrift 69o 335 aus Phenolaldehydharzen und fetten Ölen erhält. Diese Produkte kann man unter Zusatz von Farbstoffen, Pigmenten, Plastifizierungsmitteln, Trocknungsbeschleunigern, Naturharzen oder anderen Kunstharzen benutzen. Diesen Ausgangsstoffen werden vor, während oder nach .der Vereinigung der Harze mit den fetten Ölen organische Säuren einverleibt, die sich mit den homogenen Produkten aus Harzen und Ölen homogen vermischen und deren Salze eine dispergierende Wirkung haben. Man kann als solche Säuren z. B. Harzsäuren, Fettsäuren, ölsäuren, dispergierend wirkende Sulfonsäuren benutien.
  • Die so gewonnenen Produkte dispergiert man zweckmäßig mit alkalischem - Wasser, indem man sie beispielsweise in Wasser von gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur (3o bis q.0°), das mit Ammoniak oder Natriumhydroxyd, Pottasche u. dgl. alkalisch gemacht wurde, unter Rühren einlaufen läßt. In dem zur Dispergierung dienenden Wasser kann man Stabilisatoren, wie z. B. Leim oder Casein, lösen. Auch kann man dem zu dispergierenden Harz ,außer den beschriebenen noch ,andere dispergierend bzw. stabilisier rend wirkende Stoffe zusetzen. Beispiel i 5oo Gewichtsteile mit Ammoniak kondensiertes Phenolformaldehydharz (Resol), 5oo Ge-
    wichtsteile Holzöl, 5oo Gewichtsteile Gele-
    h---^ A -und 25 Gewichtsteile Holzölfettsäure
    werden unter Zusatz einiger Tropfen Jod-
    tinktur 3o Minuten lang auf etwa i3o° C er-
    ,'hitzt. Man destilliert das im
    Vakuum möglichst weitgehend ab, wobei 5 b:s i o o/0 in dem Harzprodukt zurückbleiben können. Die Masse wird bis zur Dünnflüssigkeit erwärmt und dann unter Rühren in i bis 21 Wasser einlaufen gelassen, in dem vorher 15 bis 2o ccm konz. Ammoniakwasser gelöst worden sind. Man erhält eine sehr feine, homogene und haltbare Dispersion. Der durch Aufstreichen erhaltene Lackfilm ist hitzehärtb:ar. Einen lufttrocknenden Lackfilm kann man erhalten, wenn man dem Produkt aus Öl, Harz und ölsäure vor dem Dispergieren etwas Manganborat in gelöster Form als Trocknungsbeschleuniger zusetzt. Beispiel 2 5oo Gewichtsteile Resol aus technischem Kresol und Formaldehyd, alkalisch kondensiert, 5oo Gewichtsteile Holzöl, iooo Gewichtsteile Essigsäureanhydrid werden -? Stunden lang unter Rückflußkühlung gekocht, worauf man die gebildete Essigsäure und das nicht umgesetzte Essigs,äureanhy drid im Vakuum möglichst vollständig abdestilliert. Das zurückbleibende Produkt verschmilzt man mit 2o g Ölsäure, worauf man die Masse in 2 bis 31 Wasser einrührt, das 2o bis 3o ccm Ammoniak enthält. Dieser Dispersionslack gibt lufttrocknende Anstriche. Bei dem Aufstreichen .der erfindungsgemäß hergestellten Dispersionslacke entstehen, wenn keine Pigmente dabei sind, Überzüge, die zunächst trübe sind, die aber nach dem Verdunsten des Wassers durchscheinend werden. Die erhaltenen Lacke können zum Überziehen von beliebigen Unterlagen, ferner zum Imprägnieren von Faserstoffen, porösen Bahnen, Herstellen von Preßmischungen, Schleifkörpern, wie z. B. Schleifpapier, mit einem Wort, zu allen Zwecken verwendet werden, zu denen man bisher Lösungen der Phenolaldehydharze in organischen Lösungsmitteln benutzt hat. Je nach den Anforderungen, die an die Lackfilme gestellt werden, und je nach der Beschaffenheit der verarbeiteten Materialien sind die nach dem Verdunsten des Wassers zurückbleibenden Schichten bzw. Produkte entweder lufttrocken oder bedürfen einer Hitzehärtung.
  • Die gemäß der Erfindung verwendeten Ausgangsstoffe enthalten das Harz, Öl und das Dispergierungsmittel in Form eines homogenen Produktes. Bei dem Einführen in Wasser lassen sie sich im Gegensatz zu anderen Phenölaldehydharzen außerordentlich leicht zu einer feinen, homogenen und haltbaren Dispersion verteilen und ergeben nach dem Aufstreichen, Trocknen und gegebenenfalls Härten wertvolle, homogene, elastische und widerstandsfähige Filme, wie man sie mit den bekannten Dispersionen nicht erhalten kann.

Claims (2)

  1. PATr,NTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Lacken durch Dispergieren von Phenol:aldehydharzen in Wasser oder wässerigen Flüssigkeiten, gegebenenfalls unter Zusatz von anderen Lackbestandteilen oder Dispergierungs- bzw. Stabilisierungsmitteln zu dem Harz bzw. zu der Dispersionsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, da., man zum Dispergieren homogene Vereinigungsprodukte aus PhenoWdehydharzen, fetten ölen und in alkalischer Flüssigkeit dispergierend wirkenden organischen Säuren benutzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man Vereinigungsprodukte aus härtbaren Phenolaldehydharzen, Holzöl und Fettsäuren, insbesondere Holzölfettsäure, verwendet.
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