DE676971C - Periodisch durch Stromstoesse wirkende Zeitschalteinrichtung - Google Patents

Periodisch durch Stromstoesse wirkende Zeitschalteinrichtung

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DE676971C
DE676971C DEJ54556D DEJ0054556D DE676971C DE 676971 C DE676971 C DE 676971C DE J54556 D DEJ54556 D DE J54556D DE J0054556 D DEJ0054556 D DE J0054556D DE 676971 C DE676971 C DE 676971C
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stepping
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/28Modifications for introducing a time delay before switching
    • H03K17/288Modifications for introducing a time delay before switching in tube switches

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  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

  • Periodisch durch Stromstöße wirkende Zeitschalteinrichtung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Zeitschalteinrichtungen und betrifft eine Einrichtung dieser Art, die periodisch durch Stromstöße wirkt und einen photoelektrisch oder mechanisch wirkenden Taktgeber für die Gittersteif erung eines gasgefüllten Entladungsgefäßes und einen an die gleiche Stromquelle angeschlossenen, aus einem elektromagnetsich gesteuerten Schrittschaltwerk für einen elektromagnetischen Mehrfachschalter bestehenden Nutzstromkreis umfaßt.
  • Periodisch durch Stromstöße wirkende Zeitschalteinrichtungen, bei denen ein Takteber ein Schrittschaltwerk derart beeinfiußt, claß nach Durchgang einer gewissen Anzahl von Taktimpulsen das Schrittschaltwerk seinerseits Schaltvorgänge vollzieht, sind bekannt, 'z. B. für den Betrieb von Zeitmeldern. Bekannt ist auch ein photoelektrisch wirkender Taktgeber, der den Eingangskreis eines gasgefüllten Entladungsgefäßes mit Glühkathode und Steuerelektrode beeinflußt, dessen an die gleiche Stromquelle angeschlossener Nutzstromkreis aus einem Relais besteht.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß der Stromkreis des Mehrfachschalters und ein vorgeschalteter Kondensator im Nebenschlußzum Entladungsgefäß liegen, der Kondensator aus der Betriebsstromquelle über die hochohmige Spule des Schrittschaltmagneten aufgeladen wird und zufolge der periodischen Entladung des Kondensators über die Gasstrecke zunächst das Mehrfachrelais zum Ansprechen kommt und dann erst das Schrittschaltwerk durch den der Betriebsstromquelle unmittelbar vorgeschalteten Schrittschaltmagneten weitergeschaltet wird.
  • Die Zeitschalteinrichtung gemäß der Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß praktisch beliebig lange Zeitstrecken gewählt werden können, die mit großer Genauigkeit von äußerst kurzen Stromstößen hoher Leistung begrenzt sind. Die Erfindung ist somit vorteilhaft anwendbar bei der Überwachung und Steuerung mechanischer Vorgänge, wie z. B. dem Ablauf von Zeitmessern bei Eichungen, wo zeitgenau eintreffende Impulse hoher Leistung verlangt werden.
  • Die Anordnung gemäß der Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt. Es zeigt Abb. i das Schaltbild der Gesamtanordnung. Abb. a eine Einzelheit derselben.
  • Als örtlicher Kontaktgeber dient das Pendel i. Am Pendel i ist ein Stab .2 befestigt, der beim Durchschwingen des Pendels den von der Lampe 3 auf die Photozelle q. geworfenen Lichtstrahl kurzzeitig abblendet. Mit Vorteil wird als Beleuchtungsoptik 5 eine solche verwendet, wie sie' in Tonfilmgeräten gebräuchlich ist.
  • Die aus Taktgeber i, Photozelle 4 und Betriebsstrotnquelle 6 bestehende Teilanordnung A, im folgenden kurz mit Photokontakt bezeichnet, ist induktiv mit dem Eingangskreis B eines gasgefüllten Entladungsgefäßes 7 mit Glühkathode 8 und Steuerlektrode 9, das unter der Bezeichnung Thyratron im Handel ist; gekoppelt. In üblicher Anordnung liegt an der Steuerelektrode 1o negative Vor-Spannung. Zur Abtötung von Wanderwellen kann die Steuerspannung über einen hohen Widerstand 11 an die Eingangselektrode geleitet werden, wobei dann zwischenEingangselektrode undKathode des Entladungsgefäßes ein Kondensator i2 gelegt wird.
  • Der Ausgangskreis C des Entladungsgefäßes 7 ist über das als Umschaltvorrichtung dienende hochohmige Relais 13 an die Betriebsstromquelle 14 angeschlossen. Der Nutzkreis D ist- in Serie mit einem Kondensator 15 zwischen Kathode 8 und Ausgangselektrode 9 angeordnet und wird von einem Mehrfachrelais 16 gebildet. Dabei erfolgt die Betätigung der Umschaltvorrichtung über ein integrierendes Zwischengelege 17 derart, daß erst nach einer wählbaren Anzahl primärer Taktimpulse die Umschaltung des Mehrfachrelais auf einen andern Relaiszweig erfolgt.
  • Die Wirkungsweise der Gesamtanordnung ist folgende: Die vorübergehende Abblendung des auf die Photozelle q. fallenden Lichtstrahles löst im Stromkreis des Phototaktes El und durch .dessen Kopplung mit dem Eingangskreis B des Thyratrons 7 auch in diesem Kreis einen positiven Spannurigstöß aus: Dadurch bricht die Spannung zwischen Kathode 8 und Ausgangselektrode 9 zusammen, und der Kondensator 15 entlädt sich über die Gasstrecke und den jeweils eingeschalteten Zweig 16" oder 16b des Mehrfachrelais 16. Gleichzeitig mit der Entladung beginnt durch das hochohmige Relais 13 ein Strom zu fließen, der den Kondensator 15 wieder auflädt. Der Widerstand ist derart bemessen, daß die Aufladung langsam erfolgt und sich über das ganze Zeitintervall bis zur nächsten Zündung des Entladungsgefäßes 7 ausdehnt. Diese Anordnung ist erforderlich, damit nach erfolgter Entladung die Ausgangselektrode 9 nicht sofort wieder erhebliche positive Spannung erhält und die Röhre weiter brennt. Das Mehrfachrelais 16 ist als Doppelrelais ausgeführt und besteht zur Erzielung einer gleichmäßigen Wirkung nach beiden Richtungen aus zwei gleichen Topfmagneten; die einander gegenüberliegend angeordnet sind, wobei achsig zwischen denselben ein Anker verschiebbar ist. Der Anker kann unmittelbar mit einem örtlich beweglichen, z. B. schwingenden Maschinenteil zwecks dessen Freigabe und Sperrung zusammenwirken: Um nun aus den vom Pendel i z. B. sekundlich gegebenen Stromstößen eine beliebige. Zeitstrecke, während welcher der zu prüfende Vorgang ablaufen soll, aufbauen zu können, ist in dem Umschaltrelais 13 eine integrierende Vorrichtung vorgesehen. Sie ist schematisch: in Fig, a dargestellt und besteht aus einem Drehanker 13Q, den eine Feder 13b entgegen der Uhrzeigerrichtung zu drehen versucht und gegen einen festen Anschlag 13e drückt. Bei jedem vom Pendel ausgelösten Stromstoß zieht der Magnet 13, den Drehanker 13" an. Die auf der Ankerwelle sitzende Sperrklinke 13d schiebt bei der erst hiernach erfolgenden Drehung das Sperrrad 17, um einen Zahn weiter. Um zu verhindern, daß die mit einem gewissen Federdruck in das Sperrad einrastende Klinke 13,l bei der Rückkehr des Ankers in seine Ruhelage auch das Sperrad mitnimmt, ist die zweite Sperrklinke 17b vorgesehen. Auf der Welle des Sperrades 17 sitzt die Kontaktwalze 17,. Auf der Walze sind Kontaktbrücken 17d angeordnet. Diese stehen in ständiger Verbindung mit dem zum Kondensator 15 führenden Leiterzweig 15" Befindet sich die Kontaktwalze in ihrer Nullstellung (vgl: Abb. 2), so entlädt sich der Kondensator bei Zündung im Thyratron 7 durch die Leiterzweige 15", 16u1 über den Relaiszweig i6": Durch jeden nun folgenden Stromstoß wird bei Aberregung des Magneten 13 die Kontaktwalze 17, schrittweise weitergeschaltet. Ist beispielsweise die nächste Kontaktbrücke von der ersten um 2o Sekundenschläge entfernt angeordnet, so bleiben der zweite und die folgenden Stromstöße bis zum neunzehnten ohne Wirkung auf das Mehrfachrelais; sie bewirken lediglich das schrittweiseWeiterschalten der Kontaktwalze 17,. Erst der neunzehnte Stromstoß bewirkt, daß die zweite Kontaktbrücke 17d den Leiterzweig 15" mit dem Leiterzweig 16b1 der zweiten Relaisspule 16b verbindet. Der zwanzigste Stromstoß entlädt sich also über diesen, setzt das Relais in Bewegung und bewirkt, daß der zu überprüfende Vorgang bei Ablauf der Zeitstrecke von 2o Sek. abgestellt wird. Naturgemäß wird man die Kontaktbrücken 17d gegeneinander verstellbar. ausbilden. Bei dem gewählten Beispiel einer Zeitstrecke von 2o Sek. soll, wie gesagt, der neunzehnte Stromstoß lediglieh die Betätigung des Umschaltrelais i3/17 zur Wirkung haben, nicht aber auch eine Betätigung des Mehrfachrelais 16. Oftensichtlieh ist dazu notwendig, daß .das Umschaltrelais verhältnismäßig träge arbeitet, derart, daß die Kontaktwalze 17, die elektrische Verbindung zwischen den Leiterzweigen 15a und 16b1 erst dann herstellt, wenn der Stromstoß bereits abgeklungen ist. Dann besteht ]<eine Gefahr, daß ein und derselbe Stromstoß zu- i nächst die Umschaltung im Relais 17 herbeiführt und zugleich noch das Mehrfachrelais in Tätigkeit setzt. Andererseits muß dann das Mehrfachrelais gegenüber dem Umschaltrelais kurzzeitig arbeiten aus folgendem Grunde: Befindet sich die Kontaktwalze 17, in Grundstellung (Abb. z) bei hergestellter Verbindung zwischen dem Leiterzweig 15" und dem Relaiszweig I6111, so muß offensichtlich ein und derselbe Stromstoß zwei Wirkungen auslösen, nämlich erstens den Anker des Mehrfachrelais 16 anziehen und zweitens den soeben noch wirksamen Relaiszweig 16" abschalten durch Weiterdrehen der Kontaktwalze 17, um einen Schritt. Diese Bedimgung erfüllt sich praktisch ohne weiteres dadurch, daß das Relais mit Rücksicht auf die genaue Bemessung der Priifzeitstrecke als kurzzeitig arbeitendes Relais ausgebildet sein muß, während die Zuweisung der Tätigkeit des Weiterschaltens der Kontaktwalze das Relais 13/I7 notwendig zu einem verhältnismäßig "träge arbeitenden macht.
  • Von der Kontaktwalze des Umschaltrelais 13A7 aus können zugleich auch Fremdstromkreise gesteuert «erden, in denen V erbraucher liegen, die mit dein Mehrfachrelais im Nutzkreis zusammenarbeiten. Die verschiedenen Zeiten der Ein- und Ausschaltung können dann derart zueinander verschoben werden, daß z. B. zunächst der Fremdstromkreis an seine Betriebsstromduelle angeschlossen und dadurch der zu prüfende Vorgang in Gang gesetzt wird. Erst wenn dieser Vorgang regelmäßig läuft, wird dann der Nutzkreis eingeschaltet und nach Ablauf der Prüfzeitstrecke, gegebenenfalls zusammen mit dem Vorgang, wieder ausgeschaltet.

Claims (1)

  1. PATISNTANSPRUCIi Periodisch durch Stromstöße wirkende Zeitschalteinrichtung mit einem photoelektrisch oder mechanisch wirkenden Taktgeber für die Gittersteuerung eines gasgefüllten Entladungsgefäßes und einem an die gleiche Stromquelle angeschlossenen, aus einem elektromagnetisch gesteuerten Schrittschaltwerk für einen elektromagnetischen Mehrfachschalter bestehenden Nutzstromkreis, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des Mehrfachschalters und ein vorgeschalteter Kondensator im Nebenschluß zum Entladungsgefäß liegen, der Kondensator aus der Betriebsstromquelle über die hochohinige Spule des Schrittschaltmagneten aufgeladen wird und zufolge der periodischen Entladung des Kondensators über die Gasstrecke zunächst das Mehrfachrelais zum Ansprechen kommt und dann erst das Schrittschaltwerk durch den der Betriebsstromquelle unmittelbar vorgeschalteten Schrittschaltmagneten weitergeschaltet wird.
DEJ54556D 1936-03-14 1936-03-14 Periodisch durch Stromstoesse wirkende Zeitschalteinrichtung Expired DE676971C (de)

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