DE675786C - Verfahren zum Herstellen von Sperrholz unter Verwendung eines Teilkondensates als Bindemittel - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Sperrholz unter Verwendung eines Teilkondensates als Bindemittel

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DE675786C
DE675786C DEN39752D DEN0039752D DE675786C DE 675786 C DE675786 C DE 675786C DE N39752 D DEN39752 D DE N39752D DE N0039752 D DEN0039752 D DE N0039752D DE 675786 C DE675786 C DE 675786C
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Sperrholz unter Verwendung eines Teilkondensates als Bindemittel In der Herstellung von Sperrholz hat man bereits vorgeschlagen, als Bindemittel ein Teilkondensat eines Kunstharzes zu benutzen, das in aufeinanderfolgenden Schritten schichtenweise ,auf die Holzlagen ,aufgetragen wird und nach jedem Aufbringen getrocknet wird. Man hat ;auch vorgeschlagen, den Anstrich jeder Holzschicht zu wiederholen und vor jeder Wiederholung den Anstrich und die Schicht gründlich zu trocknen. Wenn man zwei solcher Holzlagen, jede mit einer vielfachen, grünlich getrockneten Schicht eines Bindemittels bekleidet, ,aneinander befestigen wollte, war es notwendig, die oberste Schicht des Bindemittels an jedem Holzblatt erst wieder zu lösen, um dann unter Hitze und Druck die Vereinigung herstellen zu lassen.
  • Das vorliegende Verfahren nun fierscheidet sich von den bekannten Verfahren dadurch, daß nach dem Aufbringen jedes Anstrichs bis auf etwa q.% Feuchtigkeitsgehalt-getrocknet wird, während der letzte Anstrich auf einen bedeutend höheren Feuchtigkeitsgehalt gebracht wird. Eine chemische Auflöslung des obersten Anstriches ist demnach im vorliegenden Verfahren nicht notwendig; es ist nur notwendig, die Trocknung zu überwachen.
  • Bei Durchführung des Verfahrens wird das betreffende Furnierblatt nach seiner Schälung und Trocknung auf ungefähr 4% Feuchtigkeitsgehalt mit dem Bindemittel überzogen. Die Aufbewahrung vor der Überziehung geschieht zweckmäßig in Kammern mit nur geringer Feuchtigkeit, um die Dampfentwicklung im Gefüge selbst während des nachfolgenden Verfahrens hintanzuhalten. Das Bindemittel wird in einer wässerigen Auflösung in zeitlich aufeinanderfolgenden Überzügen aufgebracht. Ehe jede folgende Schicht aufgelegt wird, wird die vorher aufgebrachte Schicht getrocknet. Die Trocknung findet rasch statt. Das flüssige Bindemittel füllt die Poren dies Holzblattes in der Zone der Oberfläche aus und schließt sie ab, so daß die nächste Schicht an der Oberfläche verbleibt. Zweckmäßig wird das Bindemittel durch Aufsprühung unter Druck aufgebracht, um einen im wesentlichen gleichförmigen Film herzustellen. Nach dem Aufbringen jedes Überzuges der wäss-°rigen Lösung des Bindemittels wird das Gefüge getrocknet, -und zwar bei einer Temperatur zwischen 32 und 66°. Nach dem Aufbringen des letzten Überzuge s wird das Gefüge in einer Kammer, in der ein Feuchtigkeitsgrad von go bis i oo o/o herrscht, i o bis 3 o Minuten bei einer Temperatur von 3a bis 66° gehalten. Der Feuchtigkeitsgehalt in der letzten Überzugsschicht macht es möglich, daß man im Körper des Gefüges, nur eine ganz geringe Feuchtigkeit hat, während die Oberflächenschicht des Überzuges eine gleichförmige höhere Feuchtigkeit aufweist. Die Feuchtig;:-
    keit in diesem .äußersten Überzug liegt ze"1
    schen 15 und 40 %.
    Die so behandelten Holzblätter wedle
    möglichst rasch nach der Erzielung des FeucK4 tigkeitsgehaltes in der .äußersten überzugsschicht in eine Presse eingebracht und miteinander vereinigt. Die Temperatur in der Presse mag zwischen 135 und i 5o' schwanken. Der Druck liegt zweckmäßig zwischen 7 und 17,5 kg j e Quadratzentimeter, und die Zeitdauer mag zwischen 21/2 und 36 Minuten liegen. Die veränderlichen Temperatur-, Druck- und Zeitwerte hängen von der Beschaffenheit der Holzblätter, der Art des Holzes selbst, der Dicke des Gesamtgefüges und anderen Faktoren ab.
  • Die noch heißen Tafeln werden aus der Presse unmittelbar zu einer Anfeuchtkammer gebracht, wo sie in entsprechenden Gestellen lose aufgestapelt werden, dabei jedoch so belastet sind, daß sie ihre flache Gestalt beibehalten. Sie werden hier eitler Feuchtig-I;eit von So bis goo/o bei einer Temperatur von ungefähr 88° ausgesetzt. Diese Behandlung wird fortgesetzt, bis der Feuchtigkeitsgehalt des ganzen Gefüges zwischen 8 und 12 % liegt.
  • Als Beispiele eines Bindemittels seien die Harze der Phenol-Aldehyd-Gruppe und der Harnstoff-Aldehyd-Gruppe erwähnt. Ein Beispiel ergibt sich aus der folgenden Zusammensebung Beispiel i
    Gewichts-
    teile
    Kresolsäure...............:...... looo
    Formaldehyd (4o°/,wässerigeLösung) looo
    Pflanzliches Protein . . . . . . . . . . . . . . . 200
    Ätzsoda ......................... 16o
    01 von Sojabohnen ............... 1o
    Triäthanolamin................... a'/.=
    Wasser........................... 24oo
    In diesem Beispiel mag das pflanzliche Protein- -in Gestalt von getrockneten, entwässerten, gemahlenen Sojabohnen oder Erd-;Liissen o. dgl. vorhanden sein.
    Tin zweites Beispiel eines Bindeiniaels ltat
    nachstehende Zusammensetzung:
    Beispiel e
    Gewichts-
    teile
    Kresolsäure ............. * .......... 6oo
    Formaldehyd(4o°/t,wässerigel.<isuitg) 6oo
    Ätzsoda ......................... 96
    Triäthanolamin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I' /;
    Öl von Sojabohnen ............... 1,5
    Wasser.......................... i.goo
    Die Gewichtsverhältnisse für diese Beispiele der Lösungen von Bindemittel können innerhalb weiter Grenzen schwanken. Das Triäthanolamin ist eine im Handel erhältliche Mischung aus Monoäthan:olamin, Doppeläthanolamin oder reines Triäthanolarnin. Jedenfalls ist die Lösung eine echte wässerige Lösung und keine Emulsion oder kolloidale Suspension. Bei Verwendung von io5 g einer solchen wässerigen Lösung des Bindemittels je Quadratmeter Holzblatt für den Anstrich wurden gute Ergebnisse erreicht. Ungefähr 2,5 bis 7,5 kg def harzbildenden Bestandteile in Trockenzustand finden auf je ioofllTl Oberfläche Verwend Dung.

Claims (1)

  1. PATEN i ANSPizucii Verfahren zum Herstellen von Sperrholz unter Verwendung eines Teilkondensates eines Kunstharzes .als Bindemittel, das in ,aufeinanderfolgenden Sch_-itten schichtenweise auf die zu verleimenden Holzlagen ,aufgetragen wird und nach Jedem Aufbringen getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aufbringen jedes Anstrichs bis ,auf etwa 4% Feuchtigkeitsgehalt getrocknet wird, während der letzte Anstrich auf einen höheren Feuchtigkeitsgehalt (i5 bis 4o%) gehraclit wird.
DEN39752D 1935-08-12 1936-08-12 Verfahren zum Herstellen von Sperrholz unter Verwendung eines Teilkondensates als Bindemittel Expired DE675786C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220596B (de) * 1962-01-25 1966-07-07 Wolfen Filmfab Veb Verfahren zur Herstellung von Filterplatten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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