DE67341C - Totalisirender Arbeitsmesser - Google Patents
Totalisirender ArbeitsmesserInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
.: Die auf beiliegenden Zeichnungen in Fig. 1
bis 14 erläuterte Erfindung stellt einen Apparat dar, durch welchen die von einer Maschine
geleistete oder beliebig übertragene und vertheilte Arbeit in jedem Augenblick gemessen
und für beliebige Zeitabschnitte summirt werden soll. Dies geschieht dadurch, dafs eine
ständige Beziehung zwischen der in der Maschine aufgespeicherten Kraft und der in den
Triebrädern oder -Achsen erzeugten Geschwindigkeit hergestellt und das Product aus beiden
mittelst eines Zeigerapparates (Zählwerkes) gemessen wird. Wenn nun Kraft oder Geschwindigkeit
oder beide zu verschiedenen Zeiten der Beobachtung wechseln, so mufs die
Secundenleistung mit jenen Factoren sich ändern.. Die Summe dieser Zeitleistuhgen wird
aber ein richtiges Bild der Leistungsfähigkeit der beobachteten Maschine oder der von dieser
auf eine bestimmte Arbeitsstelle vertheilten Arbeitsleistung ergeben. Der Apparat bietet
daher ein sicheres Mittel, um nicht nur die effectiven Arbeitsleistungen verschiedener und
verschieden betriebener Maschinen,' sondern auch die Kraftverluste bei verschiedenartigen
Kraftübertragungen mit einander zu vergleichen. Aufserdem bietet er ein vorzügliches Hülfsmittel
zur Prüfung des jeweiligen Zustandes einer Maschine.
Die Angaben des Apparates können in jeder beliebigen Arbeitseinheit, wie Fufspfunden,
Meterkilogramm oder Pferdekräften, gemacht und jeden Augenblick an einem Zeigerapparat
unmittelbar abgelesen werden, ohne umständliche Beobachtungen, Messungen oder Rechnungen
zu erfordern. Es kann daher jeder Laie die erforderlichen Ablesungen machen.
Zusammensetzung des Apparates.
Zur Erklärung der Zusammensetzung und Wirkungsweise des Apparates ist es erforderlich,
die in ihm vereinigten mechanischen Principien gesondert darzustellen und nach und nach mit einander zu vereinigen. Dies
ist'in den Fig. 1 bis 14 geschehen.
Fig. ι stellt zwei Reibungsscheiben A und B
dar, welche ihre Drehung auf einander übertragen. Diese Uebertragung ist verschieden, je
nach der jeweiligen Entfernung der Scheibe B von der Achse C der Scheibe A.
Fig. 2 zeigt zwei solcher Reibungsscheiben A und B, deren gegenseitige. Stellung durch eine
Kraft 3 und eine derselben entgegen wirkende Feder Ή bestimmt wird; aufserdem ist auf der
Achse der Reibungsscheibe B ein Zählwerk angebracht, welches die von der Scheibe A
auf B übertragenen Umdrehungen anzeigt. Als Anfangspunkt der Lage von Scheibe B ist der
Mittelpunkt der Scheibe A oder die Achse C c angenommen, d. h. der Punkt, wo zwar die
gröfste Kraft in der rohrenden Scheibe A herrscht, aber keine Bewegung bezw. Geschwindigkeit
auf die Reibungsscheibe B übertragen werden kann.
In Fig. 3 ist zu der verschiebbaren Reibungsscheibe B noch eine Scheibe B1 mit constanter
Entfernung von der Achse C c hinzugefügt. Der Unterschied der Ablesungen an
den Zählwerken der beiden Reibungsrädchen B und B * giebt die Einheiten der durch die
Kraft 3 oder die Federkraft H geleisteten Arbeit.
In Fig. 4 ist die Scheibe B1 ausgelassen und
ihr Zählwerk auf die treibende Achse übertragen worden. Diese Anordnung übt dieselbe
Wirkung wie die in Fig. 3 getroffene aus.
Fig. 5 zeigt eine Abänderung desselben Apparates, in welcher das Zählwerk auf der Achse
der treibenden Scheibe A ausgelassen und dafür ein Differentialgetriebe eingeführt ist, um zu
bewirken, dafs das Zählwerk der getriebenen Achse selbst die Einheiten der geleisteten Arbeit
angiebt.
In Fig. 6 ist die" Reibungsscheibe A durch einen hohlen Reibungskegel ersetzt, im übrigen
die Anordnung wie in Fig. 4 beibehalten, um zu zeigen, dafs man unabhängig von der Richtung
der Kraft 3 ist. Die Fig. 6 a und 6 b geben weitere Combinationen zwischen dem
Triebrad A und dem Reibungsrad B an.
Fig. 7 zeigt die Anwendung des. Apparates auf eine rotirende Welle O, um die durch
dieselbe übertragenen Arbeitsgröfsen und -Einheiten zu messen. Die Uebertragung ist hier
als Riemen- oder Seilübertragung dargestellt. Dieselbe kann aber ebensowohl durch eine
beliebige andere Kraftübertragung erfolgen.
Fig. 8 ist ein Detail, Fig. 9 ein Grundrifs von Fig. 7.
.Fig. 10 stellt den Apparat (Fig. 7) in der
Spannung, in welcher die übertragenen Arbeitseinheiten gemessen werden, dar. Die hierbei
zusammengedrückte Spiralfeder H ist als Symbol für eine beliebige Art von Kraftmessung oder
vorübergehende Kraftaufspeicherung zu betrachten, welche je nach der zu übertragenden
Kraftgröfse sich einfach regeln läfst und wobei die gröfsten und kleinsten Kraftübertragungen
während einer Arbeitsperiode ebenso kenntlich gemacht werden können.
Nach Fig. ιι ist der Apparat an einer Riemscheibe
befestigt, um die Arbeitseinheiten zu messen, welche von dem Rande der Riem- oder Seilscheibe auf ihre Achse übertragen
werden, oder umgekehrt.
Fig. 12 stellt den zu Fig. 11 gehörigen
Grundrifs dar.
Nach Fig. 13 und 14 ist der Apparat von
der Riem- oder Seilscheibe getrennt, um an demselben auch während der Bewegung der
Seilscheibe Beobachtungen anstellen zu können. Im übrigen erfüllt letztere Anordnung denselben
Zweck wie die unter Fig. 11 und 12 angegebene.
Wirkungsweise des Apparates.
In Fig. ι erzeugt die Drehung der Scheibe A um ihre Achse so lange eine Drehung der über der Scheibe A verschiebbaren Reibungsscheibe jB, als diese nicht über der Achse C c der Scheibe A steht. Die auf die Scheibe B vermittelst der Scheibe A übertragene Kraft ist um so gröfser, je mehr sich die Scheibe B dem Mittelpunkt der Scheibe A von deren Rand aus nähert, dagegen nimmt die auf die Scheibe B durch die Scheibe A übertragene Drehungsgeschwindigkeit in dem Mafse zu, als sich der Berührungspunkt der Scheibe B auf Scheibe A von deren Mittelpunkt nach ihrem Umfange zu entfernt, d. h. die zwischen den beiden Reibungsscheiben übertragene Kraft und Geschwindigkeit, mithin auch ihr Product, d. h. die übertragene Arbeitsstärke ist abhängig von der Stellung der Reibungsscheibe B zur Achse Cc der Scheibe A. Hieraus folgt, dafs die Arbeitsleistung der Scheibe B immer ein Vielfaches des Productes von der Arbeitsleistung der Scheibe A in die Entfernung des Angriffspunktes der Scheibe B von dem Mittelpunkt der Scheibe A ist.
In Fig. ι erzeugt die Drehung der Scheibe A um ihre Achse so lange eine Drehung der über der Scheibe A verschiebbaren Reibungsscheibe jB, als diese nicht über der Achse C c der Scheibe A steht. Die auf die Scheibe B vermittelst der Scheibe A übertragene Kraft ist um so gröfser, je mehr sich die Scheibe B dem Mittelpunkt der Scheibe A von deren Rand aus nähert, dagegen nimmt die auf die Scheibe B durch die Scheibe A übertragene Drehungsgeschwindigkeit in dem Mafse zu, als sich der Berührungspunkt der Scheibe B auf Scheibe A von deren Mittelpunkt nach ihrem Umfange zu entfernt, d. h. die zwischen den beiden Reibungsscheiben übertragene Kraft und Geschwindigkeit, mithin auch ihr Product, d. h. die übertragene Arbeitsstärke ist abhängig von der Stellung der Reibungsscheibe B zur Achse Cc der Scheibe A. Hieraus folgt, dafs die Arbeitsleistung der Scheibe B immer ein Vielfaches des Productes von der Arbeitsleistung der Scheibe A in die Entfernung des Angriffspunktes der Scheibe B von dem Mittelpunkt der Scheibe A ist.
Um nun diesen Satz auf die Arbeitsmessung und -Verzeichnung einer Maschine anzuwenden,
ist es nothwendig:
ι. eine Entfernung 1 zwischen der Scheibe B
und dem Mittelpunkt der Scheibe A festzusetzen, um eine beständige Beziehung für die
übertragene Kraft zu erhalten;
2. zu bewirken, dafs die Bewegung von Scheibe A in einer ständigen Beziehung zu den
die Kraft übertragenden Maschinenelementen steht;
3. die Achse der Scheibe B mit einem Zählwerk
zu verbinden, welches in Beziehung steht mit dem Betrage der durch die Maschine übertragenen
Arbeit.
Die Entfernung 1 zwischen' dem Mittelpunkt
der Scheibe A und dem Berührungspunkt der Scheibe B mit A kann am besten entweder
der ganzen oder einem bestimmten Theil der Kraft proportional gemacht werden, wie z. B.
bei einem Dampfmaschinen - Indicator durch Anwendung einer Feder, deren Zusammendrückung
eine ständige Beziehung zu der darauf ruhenden Last hat. An der Zusammendrückung
der Feder kann man also jederzeit die übertragene Kraft erkennen bezw. an einer Scala
ablesen.
Fig. 2 erläutert dieses Princip. Die Kraft 3 drückt hier auf das Ende der Achse von
Scheibe B. Die Feder H, welche zwischen dem Wulst η und dem Widerlager b eingeschoben
ist, wird durch die Kraft 3 so lange zusammengedrückt, bis sie der letzteren das
Gleichgewicht hält, und die Feder ist so construirt, dafs ihre Längenänderung proportional
der auf ihr lastenden Kraft ist. Hierbei wird die Scheibe B bis zu dem Punkt verschoben,
welcher die Entfernung 1 von der Achse der Scheibe A besitzt. Diese Entfernung ist der
Kraft 3 proportional, wenn der Berührungspunkt anfangs mit der Achse C c der Scheibe A
zusammenfiel. Die Scheibe A wird durch das
Rad D bewegt und so in einer ständigen Abhängigkeit von der in der Maschine wirkendenKraft
erhalten.
Durch die Berührung mit A wird die Bewegungsart von Scheibe B bedingt, nämlich:
ι. durch die Entfernung ι von der Achse C c
oder durch die Kraft 3., welche diese Entfernung verursacht, und
2. durch die Geschwindigkeit der Umdrehung von Scheibe A.
Das Bewegungsergebnifs des Rades B ist daher proportional dem Product aus Kraft mal
dem Wege, welchen ein Punkt seines Umfanges zurückgelegt hat, d.h.. der geleisteten
Arbeit. Die Geschwindigkeit der Maschine ergiebt sich daher als Quotient aus der in der
Zeiteinheit geleisteten Arbeit durch die gleichzeitig beobachtete Kraftübertragung.
Die Umdrehungen des Rades B werden gezählt durch einfache Zählapparate, welche mit
seiner Achse so in Verbindung gebracht werden, dafs sich die Achse in ihrer Längsrichtung
oder, wie bei den Anordnungen nach Fig. 6 a und 6 b, seitlich ungehindert verschieben kann.
Je näher die Scheibe B der Achse von Scheibe A gebracht wird, desto stärker wird
der Laufkreis, in welchem die Kraftübertragung stattfindet, gekrümmt und desto mehr
weichen die Reibungskräfte, welche die Bewegung des Rades B vermitteln, von der
Normalen zur Drehachse des Rades B ab. Es entsteht so ein Schleifen des Rades B, welches,
in der Achse des" Rades A angelangt, daselbst eine bohrende Wirkung ausüben mufs. Hierdurch
wurden die Oberflächen der Räder A und B zerstört.
Um diesen Uebelstand zu vermeiden, ist in dem vorliegenden Apparat nach Fig. 3 zum
ersten Mal die Anordnung folgendermafsen getroffen :
Die Ruhe- oder Nulllage des Rades B wird in einer Entfernung 2 von der Achse des
Rades A angenommen und ihm gegenüber in gleicher Entfernung von dieser Achse ein
gleich grofses zweites Reibungsrad B1 mit Zählwerk, aber ohne verschiebbare Drehachse
aufgestellt. Wird nun wiederum die Scheibe B durch die Maschinenkraft 3 (welche gleichzeitig
auch die Scheibe A und mit ihr die Scheiben B und υ1 in Bewegung setzt) von der
Achse des Rades A entfernt, so sind die Bewegungszustände der Räder B und B1 nach
dem früher Gesagten abhängig von der durch A übertragenen Kraft und dem ihnen auf der
Scheibe A zugewiesenen Wege. Erstere ist für beide Scheiben gleich grofs, und letztere
sind einander ähnliche Kreislinien, welche ihren entsprechenden Radien oder den Entfernungen
von der Achse C c proportional sind. Um daher die durch Kraft 3 bewirkte Arbeitsleistung
bei Verschiebung der Scheibe B zu ermitteln, hat man nur nöthig, die an dem
Zählwerk des Rades B1 ermittelte Arbeit von
der des Rades B abzuziehen. Wird die Kraft 3 Null, so mufs auch die Differenz der Ablesungen
Null sein, ein Resultat, welches der Stellung beider Reibungsräder B und -B1 in
ihren Anfangsstellungen, sowie der Stellung eines Rades B in der Achse von A entspricht.
In der Praxis wird man die constante Arbeitsübertragung naturgemäfs unmittelbar an der
Triebwelle des Rades A messen, wie es Fig. 4 veranschaulicht.
Um die Reibungsflächen zwischen dem Antriebrade A und dem getriebenen Reibungsrade zu vergröfsern und unabhängig von der
Richtung der durch Maschinentheile übertragenen Kraft 3 zu sein, verwendet man zweckmäfsig statt der einfachen Planscheibe A
Hohlkegel nach Fig. 6, oder doppelte Reibungsräder A nach Fig. 6 a, welche durch eine
beliebige Kraft einander genähert werden, besser nach Fig. 6 b, wo doppelte Reibungsringe verwendet
sind, welche axial geführt werden. Bei ersterer Anordnung werden die Achsen des Hohlkegels A und des Reiburigsrädchens B
zweckmäfsig möglichst parallel gestellt, während die .Längenverschiebung des Reibungsrädchens
B in der Richtung der Mantelfläche des Hohlkegels erfolgen mufs. Der Apparat
entspricht alsdann vollkommen der Anordnung nach Fig. 4.
Es ist klar, dafs noch andere Formen als Hohlkegel, einfache oder doppelte Reibungsscheiben, z. B. Fowler's Klappscheiben, in
Verbindung mit dem Rädchen B zu obigem Zwecke gebracht werden können, und dafs man
die hier dem Hohlkegel und den Reibungsscheiben zugewiesenen Functionen mit der der
Scheibe B vertauschen kann.
Ebenso ist es möglich, die Bewegung der beiden Räder A und B auf ein einziges Zählwerk
zu übertragen, wie es Fig. 5 veranschaulicht. Hier ist das konische Zahnrad 7 auf
der Achse 6 des Rades 4 befestigt und das walzenförmige Zahnrad 3 auf der Achse von
Reibungsrad B. Das konische Zahnrad 8 wird in entgegengesetzter Weise von Rad 7 durch
die Räder 1, 2, Achse 5 und die Räder 16 und 10 bewegt, welche in Verbindung mit der
Achse α der Scheibe A stehen. Um die entgegengesetzte Bewegung des Rades 8 zu ermöglichen,
ist dasselbe lose auf der Achse 6. Beide Räder 7 und 8 bewegen das Rad 13 am
Haltarm 12, welcher mit dem Zahnrad 17 lose
auf der Achse von Rad 8 sitzt.
Die Räder sind so einander proportionirt, dafs, wenn die Scheibe B ihren Berührungspunkt
in der Entfernung 2 (Ruhelage) vom Mittelpunkt der Scheibe A besitzt, gleiche Be-
wegung, aber entgegengesetzte Richtung in den Rädern 7 und 8 hervorgerufen wird. . Dadurch
wird zwar das Rad 9 bewegt, das mit ihm in Zusammenhang stehende Rad 17 wird aber unbeweglich
bleiben. Wenn aber das Rad 7. eine andere Bewegung als Rad 8 erhält, so mufs auch das mit 13 verbundene Zahnrad 17 und
damit der Zählapparat eine Bewegung erhalten, welche dem Unterschied der Bewegungen der
Räder 7 und 8 bezw. dem der Scheiben B . und A entspricht.
Anwendung des Arbeitsmessers.
Der Arbeitsmesser in seiner Anwendung ist in den Fig. 7 bis 10 dargestellt. Er ist auf
einer Achse O O1, welche in j j feste Lager
besitzt, angebracht. Der zweiarmige Hebel RJJ2 ist starr mit der Achse O O1 verbunden,
während der zweiarmige Hebel R2 KK2
sich um die Achse O1 O zu drehen vermag.
Beide genannten Hebel werden durch den Bolzen k mittelst der Feder H in ihren Endpunkten
R und jR2 zusammengehalten. Der freie Arm J2 des Hebels R J J'2 führt mittelst
des Bolzens I die Achse der Reibungsscheibe B2, welche gemäfs der Anordnung in Fig. 6 mit
einem Zählwerk in Verbindung steht und durch die Feder 5 an die innere Wandung des Hohlkegels
A2 gedrückt wird. Dieser Hohlkegel A 2
bildet das Reibungsrädchen für die mittelst der Seilscheibe D und der Schraube ohne Ende w
direct von der Achse O O1 vermittelte Kraftübertragung
und wird am Arm K2 des drehbar mit der Achse O O1 verbundenen zweiarmigen
Hebels R2KK2 geführt.
Würde man die Seilscheibe D bei Ruhelage der Achse O O1 drehen, so müssen beide
Zählapparate gleiche Ergebnisse liefern. Sobald aber die Achse O O1 nach der Pfeilrichtung in'
drehende Bewegung gebracht wird, so hebt sich das Ende R des starr mit der Achse O O1
verbundenen Hebels R JJ'2 von dem Endei?2
des lose auf der Achse O O1 spielenden Hebels
R2KK2 in dem Mafse ab, als es die
Zusammendrückung der Feder H gestattet, und beide Hebel folgen in dieser durch die Kraftübertragung
der Achse O O1 bestimmten gegenseitigen Lage der Bewegung' letzterer. Hierbei
entfernt sich der Arm J2 des Hebels RJJ2
ebenfalls von dem Arm K2, und das Reibungsrädchen B 2 erhält einen anderen Laufkreis auf
der inneren Kegelfläche des Reibungsrädchens Ä2 gegenüber der Ruhelage. Es werden somit
auch die Zählapparate auf den Achsen der Rädchen A2 und B2 von einander verschiedene
"Ergebnisse liefern, und die Differenz der beiden Ablesungen macht die thatsächlich übertragene
Arbeitsleistung aus.
Die zuletzt beschriebene Stellung des Apparates während der Drehung von O O1 ist in
Fig. 10 veranschaulicht.
Um zu verhindern, dafs bei diesen Drehungen der Bolzen k und die Feder H der Centrifugalkraft
■ folgend nach aufsen umkippen, ist. das·
Verbindungsglied ν zwischen dem Widerlager d der Feder H und dem Hebel R2KK2 eingeschaltet. Aufserdem ist der Hub der beiden
Hebel R J J2 und J? 2K K2 gegenseitig begrenzt
durch eine Nase S an letzterem Hebel, damit die Wirksamkeit des Apparates nicht
durch Herausspringen des Rädchens B2 aus dem Rädchen A2 aufgehoben wird.
Die Eintheilung der Zählwerke ist proportional der bekannten Zusammendrückung
der Feder H bei einem gegebenen Gewicht.
Das Reibungsrädchen A2 kann sich in beliebigem Sinne umdrehen. Die Seilscheibe ρ
ist fest mit dem Lager j der Achse O O1 verbunden,
also unbeweglich.
In Fig. 11 und 12 ist der nach Fig. 6 bis ι ο
auf der Achse O O1 befestigte Arm RJJ2 als
Schwungrad D2 ausgebildet, welches lose auf seiner Achse O O1 sitzt, und in Ermangelung
eines bequem gelegenen festen Lagers der Achse O O1 (s. Fig. 9) für die Riemscheibe ρ
durch' den Hebel N eine feststehende Lage geschaffen. Im übrigen ist die Anordnung wie
oben getroffen.
In vielen Fällen hat es Vortheile, den Mefsapparat von der Triebwelle oder den Triebrädern
zu trennen, um auch während der Arbeit Beobachtungen anstellen zu können.
Eine derartige Anordnung ist in Fig. 13 und 14
getroffen. Hier ist der mit den Maschinentheilen fest verbundene Arm RJJ2 (nach
Fig. 6 bis 10) wieder wie in Fig. i'i und 12
als Schwungrad -D2 ausgebildet, jedoch im Gegensatz zu letztgenannter Anordnung in fester
Verbindung mit seiner Achse. Der lose Hebel R2 K K2 (Fig. 6 bis 10) hat einseitig in Fig. 13,
und 14 auch dieselbe Anordnung wie in Fig. 6 bis 10; auf der anderen Seite trägt er jedoch
eine Verbindung von zwei Zahnrädern g2 und p2, welche in die Zahnstangen u2 und n2
eingreifen. Sobald sich bei der Bewegung des Schwungrades D2 in der Pfeilrichtung die
beiden Lager R -und R2 von einander entfernen,
bewirkt die gegenseitige Verschiebung des Zahnrades g2 und der Zahnstange u2 eine
Drehung des ersteren und mit dieser des Zahnrades p2. Letzteres verschiebt die mit der
Zahnstange n2 fest verbundene Hülse M auf der Achse des Schwungrades und mittelst des
Hebels E das Reibungsrädchen B2, welches durch die Feder s an die Wandung von A2
gedrückt wird. Das Reibungsrädchen A2 wird mittelst des Riemens P und der Riemscheibe D
unmittelbar von der Achse des Schwungrades D2 getrieben.
Die Zählwerkanordnungen sind die nämlichen wie bisher.
Zusammenfassung.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen registrirenden Kraft- oder Arbeitsmesser,
bei welchem die treibende Maschine ihre Kraft und Geschwindigkeit in einer solchen Weise
auf den. Apparat überträgt, dafs beide in jedem Augenblick ablesbar sind, die gröfsten und
kleinsten Kraftübertragungen auch für gröfsere Zeitabschnitte gekennzeichnet werden, das Product
Kraft mal Geschwindigkeit, d. h. die in einem beliebigen Zeitabschnitt geleistete Arbeit,
aus der Differenz der Bewegungen einer treibenden und einer getriebenen Achse gewonnen
wird und an einem oder zwei Zählwerken abgelesen werden kann.
Diese Leistung wird durch die gegenseitige Stellung zweier Reibungsräder bewirkt, welche
ihrerseits von der in der Arbeitsmaschine lebenden Kraft und Geschwindigkeit abhängt. Die
Maschinenarbeit kann in beliebigen Arbeitseinheiten gemessen, ein und derselbe Apparat
auch für verschieden starke Maschinen verwendet werden.
Die gegenseitige Stellung der Reibungsräder vermeidet nach Möglichkeit ein Schleifen, mithin
eine Abnutzung der Räder, indem die Anfangsstelluhg des Zählerrädchens B von der Achse
des Triebrades um eine bestimmte Entfernung abbleibt.
Hierdurch werden, abweichend von ähnlichen Apparaten, zwei. Zählwerke auf der
treibenden und getriebenen Achse bedingt, welche sich aber durch ein Differentialgetriebe
vereinigen lassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein totalisirender Arbeitsmesser, bei welchem der Ruhe- oder Nullstand des getriebenen Reibrades (Diskusrades oder dergleichen) von der Achse des zugehörigen treibenden Rades entfernt liegt und die Arbeitsgröfse aus dem Unterschiede der Drehbewegungen dieser beiden mit einem oder zwei entsprechenden Zählwerken verbundenen Reibräder bestimmt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67341C true DE67341C (de) |
Family
ID=340973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67341D Expired - Lifetime DE67341C (de) | Totalisirender Arbeitsmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67341C (de) |
-
0
- DE DENDAT67341D patent/DE67341C/de not_active Expired - Lifetime
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