DE1251C - Dynamometer - Google Patents
DynamometerInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
- G01L3/00—Measuring torque, work, mechanical power, or mechanical efficiency, in general
- G01L3/24—Devices for determining the value of power, e.g. by measuring and simultaneously multiplying the values of torque and revolutions per unit of time, by multiplying the values of tractive or propulsive force and velocity
- G01L3/247—Devices for determining the value of power, e.g. by measuring and simultaneously multiplying the values of torque and revolutions per unit of time, by multiplying the values of tractive or propulsive force and velocity by measuring and simultaneously multiplying tractive or propulsive force and velocity
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Description
1S77.
Klasse 42.
HERMANN KlLLICHES in LEMBERG. Dynamometer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1877 ab.
Längste Dauer: 23. Mai 1891.
Der Apparat dient zur Angabe der von den .Locomotiven beim Zugdienst ausgeübten Leistungen
in Hectometer-Tonnen ausgedrückt und wird zwischen dem Tender und dem ersten
Wagen an Stelle der Schraubenkupplung in den Zughaken eingehängt. . -
Eine Schnur, welche über eine auf der Tenderaxe aufgekeilte Seilscheibe geht, und durch
eine Spannvorrichtung h (Fig. 7) die Spannung erhält, vermittelt den Antrieb des Apparates bei
der Fortbewegung des Zuges. Mittelst einer Hebelübersetzung wirkt die Zugkraft auf eine
Spiralfeder (Fig. 1), bei deren Ausdehnung ein Schieber α bewegt wird, welcher einem Rädchen
b, das auf einer vierkantigen Axe c (Fig. 2) verschiebbar ist, zur Führung dient.
Auf dieser Axe c ist eine Schraube befestigt, die · in ein auf der Spindel eines Zahl-Apparates
befestigtes Schneckenrad eingreift (Fig. 6). Die Scheibe s (Fig. 2) ist in einer Büchse, auf
welcher eine Schnurscheibe (Fig. 3 und 4) aufgekeilt ist, nach der Axenrichtung verschiebbar,
wird durch eine schwache Spiralfeder an das Rädchen b leicht angedrückt und durch eine
Schnur von der Tenderaxe aus in Drehung versetzt. Zur Vermehrung der Reibung ist die
Scheibe s mit einem Leder- oder Gummi-Ueber-'zug; versehen. Ist die Zugkraft Null und die
Feder in Ruhe, so berührt das Rädchen b die Scheibe s genau in ihrem Mittelpunkte. Es ist
deshalb die Länge der Zugstange, die den Schieber α bewegt, durch zwei Muttern verstellbar.
In diesem Falle kann bei fortschreitender Bewegung der Scheibe ^ eine Drehung
des'. Rädchens b nicht stattfinden. Wird hingegen die Feder gespannt, so wird das Rädchen b
aus: seiner Mittellage verschoben, bei der Umdrehung
der Scheibe s durch die Friction mitgenommen und um so schneller gedreht, je
mehr es, sich von seiner ursprünglichen Lage entfernt hat. Da seine Verschiebung, bezw. die
Ausdehnung der Feder, in directem Verhältnifs zur Zugkraft steht, so ist ersichtlich, dafs auch die
Umdrehungen des Rädchens b, welche durch den Zähl-Apparat gezählt werden, in directem
Verhältnifs zur Zugkraft stehen.
Die Berechnung des Apparates ist nachstehende. Die Hebelübersetzung ist achtfach
(70 47 i\
-—.—-= — \. Für eine Zugkraft von 1 Tonne 188 140 SJ
-—.—-= — \. Für eine Zugkraft von 1 Tonne 188 140 SJ
= 1000 kg ist also die auf die Feder wirkende
Kraft
—-—
8
8
= 125 kg. Die Ausdehnung der Feder
beträgt für 125 kg Belastung 8 mm. Bei dieser
Ausdehnung wird das Rädchen α um 8 X
= 12,57 mm verschoben. Das Uebersetzungsverhältnifs der Welle c zum Zahl-Apparat durch
das Schneckenrad ist 1:16. Die Einheiten der am Zähl - Apparat abgelesenen Zahlen sollen
Hektometer - Tonnen sein. Der Durchmesser des treibenden Tenderrades ist zu 1 m angenommen.
Für jeden Hektometer zurückgelegten Weges macht das treibende Rad, und bei gleichem
Durchmesser der Schnurscheiben die Scheibe ί
31,8321=: ) Umdrehungen. Der Halbmesser
des Rädchens b, der mit r bezeichnet wird, mufs also derart gewählt sein, dafs die Spindel c
bei einer Verschiebung des Rädchens b um 12,57 mm aus der Mittellage und bei 31,832 Umdrehungen
der Scheibe s 16 Umdrehungen
macht. Es ist hiernach r= 12,57—'—— =25,oo8mm.
16
Der ausgeführte Apparat ist auf Grund dieser Voraussetzungen, nämlich einer Ausdehnung der
Feder von 6,4 mm für 100 kg Belastung, sowie eines Raddurchmessers von 1 m construirt. Bei
einer Abweichung der Federausdehnung ist es. möglich, eine Rectificirung durch Aenderung
des Durchmessers des Rädchens vorzunehmen. Sollte jedoch der Durchmesser des treibenden
Rades nicht gleich 1 m sein, so genügt es, die am Zähl-Apparat abgelesenen Zahlen mit
einer Verhältm'fszahl, die gleich ist dem Durchmesser des Rades (in Metern) zu multipliciren,
um die wirkliche Gröfsc' der effectiven Leistung
zu erhalten.
Die Feder ist aus vorzüglichstem Materiale erzeugt. Ihre Inanspruchnahme beträgt bei
dem ausgeführten Apparate bei einer Maximalzugkraft von 5500 kg, wo eine Stofsbcgrenzung
stattfindet/ nicht ganz 700 kg, während ihre Tragfähigkeit innerhalb der Elasticitätsgrenze 800 kg
beträgt.
' Die Riemschnur ist zur Vermeidung des Gleitens, um ein Aushängen der Schnur bei
nicht gespannter Zugvorrichtung zu verhindern, mit einer Spannvorrichtung h versehen.'
Der nächstliegende Zweck des Apparates ist die Messung der von den Locomotiven ausgeübten
Kraftleistungen zum Zwecke einer Prämirung der Brennstoffersparnifs. Die Feststellung
der Prämien für die Brennstoffersparnifs bei Locomotiven ist immer mit erheblichen Schwierigkeiten
verknüpft, weil nicht allein die Zuggeschwindigkeit und die Steigungs- und Richtungsverhältnisse
der Bahnlinie Beachtung finden müssen, sondern nebstbei auch die Richtung der Frachtenbewegung, die Zusammenstellung
des Zuges aus leeren oder beladenen Wagen, die Windrichtung, der Radstand und die Einrichtung
der Schmiervorrichtungen der Wagen, der Zustand des Oberbaues etc. einen wesentlichen
Einflufs auf den Zugwiderstand und den Brennstoffverbrauch üben, ohne dafs man in
der Lage wäre, den Einflufs dieser einzelnen Factoren auf den Brennstoffverbrauch ziffermäfsig
nachweisen zu können. Der vorliegende Dynamometer liefert das Mittel, alle diese Umstände
mit Genauigkeit in Berücksichtigung zu ziehen, da derselbe die factische Leistung der Maschine
anzeigt und diese bei einer bestimmten Kategorie von Maschinen in einem constanten und leicht
zu ermittelnden Verhältnifs zum Brennstoffverbrauch steht. Die Versuche, welche mit Zeiger-Dynamometern
zum Zwecke der Bestimmung der Zugwiderstände durch directe Messung gemacht wurden, konnten zu keinem Ziele führen,
weil die stofsweisen Kraftwirkungen, welche durch die Kurbelbewegung entstehen, pendelartige
Schwingungen des Zeigers verursachen und genaue Ablesungen unmöglich machen. Aufserdem ist zu berücksichtigen, dafs die bewegende
Kraft in der Regel nicht im Gleichgewichte mit den Widerständen ist, denn es kommt vor, dafs auf Bahnstrecken, wo die
Widerstände geringer sind, durch allmälige Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit ein Ueberschufs
an lebendiger Kraft angesammelt wird, der später zur Ueberwindung vermehrter Widerstände
ebenso allmälig aufgebraucht wird, was durch den Zeiger-Dynamometer nicht bemerkbar
ist. Selbst bei geringer Zuggeschwindigkeit, bei • welcher man noch ziemlich genaue Ablesungen
machen kann, bezeichnen diese nicht den wahren Werth der Widerstände. Es empfiehlt
sich daher nicht die Zugkraft selbst, sondern unter Berücksichtigung der zurückgelegten Weglänge
die wirkliche Leistung zu messen, aus welcher sich die richtigen Mittelwerthe des
Zugwiderstandes durch Rechnung leicht ermitteln lassen. Die stofsweisen Einwirkungen der Kurbelbewegung,
welche sich durch ihre. Raschheit der directen Beobachtung entziehen, finden bei
diesem Apparate infolge seiner Empfindlichkeit in vollem Werthe Berücksichtigung.
Fig. 8 zeigt einen anderen Betrieb des Dynamometers von der Tenderaxe aus. Auf der
letzteren ist eine, aus zwei Hälften bestehende Schraube aufgekeilt. Diese greift in ein Schneckenrad,
das die Bewegung durch eine Spindel / auf den Dynamometer überträgt. Diese Spindel
ist bei der Axe in einem aus drei Theilen bestehenden Güfsstück gelagert, welches auf der
Tenderaxe hängt, durch eine Verlängerung m in der richtigen Lage der Spindel / erhalten
wird und mit Schmierbüchsen versehen ist. Bei dem Dynamometer liegt die Spindel in einem,
aus zwei Hälften bestehenden Lager r, welches mittelst einer eingedrehten Nuth mit dem am
Dynamometergehäuse befindlichen Zapfen derart in Verbindung gebracht ist, dafs es sich um diesen
drehen, aber nicht abrutschen kann. Auf der Spindel /ι sowohl, wie auf der Axe des Dynamometers
sind Kegelrädchen aufgekeilt, durch welche die Bewegung der Spindel auf die Scheibe·ί übertragen wird. .In dem Schneckenrad
ist ein Keil befestigt und die Spindel / ist mit einer langen Keilnuth versehen, durch die
sie in dem Schneckenrad verschiebbar ist. Durch diese Einrichtung ist es möglich, dafs ohne
Störung der Beweglichkeit des Dynamometers in jeder Lage desselben eine Uebertragung der
Bewegung stattfindet. Der Dynamometer erleidet nur dadurch eine Aenderung, dafs, weil
die Uebersetzung von 16:1 durch die Schraube auf das Schneckenrad schon aufserhalb des Dynamometers
erfolgt, das innenliegende Schneckenrad wegfällt und durch eine einfache Kegeliibersetzung
substituirt wird.
Der Apparat zur Messung der von den Locomotiven beim Zugdienst ausgeübten Kraftleistungen
ist blos ein specieller Fall der allgemeinen Anwendbarkeit dieser Construction zur Messung
aller, sowohl durch Zugkräfte, als auch durch rotirende Wellen übertragenen Arbeitsleistungen.
Zur Messung von Kraftleistungen, welche durch den Zug von Menschenkräften, Thieren und
anderen Motoren veranlafst werden, kann der Apparat in der in Fig. ι bis 8 dargestellten Form
dienen, es sind blos seine Dimensionen dem jeweiligen Zweck entsprechend zu modificiren.
Um' Kraftleistungen, welche durch Transmissionswellen übertragen werden, die sich blos
in einer Richtung drehen, zu messen, kann der Apparat ebenfalls in der beschriebenen Form
Verwendung finden, wenn zwei in die Transmission eingeschaltete Kurbeln in geeigneter
AVeise gekuppelt werden (Fig. 9 und 10). Um die Bewegung der Scheibe s zu vermitteln,
dienen zwei Zahnräder ο und /. Das Zahnrad ο steht fest, genau concentrisch zu der
Transmissionswelle. Das Zahnrad/ ist auf der Welle, die dem Zapfen der Scheibe s zur
Führung dient, an Stelle der Schnurscheibe aufgekeilt. Wenn die Kurbeln und mit ihnen der
Apparat eine Umdrehung machen, wird sich bei gleichem Durchmesser der beiden Räder
das Rad / und mit ihm die Scheibe j einmal um seine Axe drehen.
Bezeichnet:
N die Anzahl der Pferdekräfte, welche durch
N die Anzahl der Pferdekräfte, welche durch
die Transmission übertragen werden,
η die Anzahl der Umdrehungen pr. Minute,
P die Kraft, welche am Hebel des Dynamometers wirkt,
η die Anzahl der Umdrehungen pr. Minute,
P die Kraft, welche am Hebel des Dynamometers wirkt,
Claims (2)
1. Vorrichtungen, um die Zugkraft mittelst des beschriebenen Dynamometers durch ein Zählwerk
continuirlich zu registriren.
2. Die vorliegende Construction des dazu erforderlichen
Apparates in seinen verschiedenen Modification«!.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1251T | 1877-08-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1251C true DE1251C (de) |
Family
ID=70918077
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1251DA Expired - Lifetime DE1251C (de) | 1877-08-11 | 1877-08-11 | Dynamometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1251C (de) |
-
1877
- 1877-08-11 DE DE1251DA patent/DE1251C/de not_active Expired - Lifetime
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