DE67339C - Verfahren zur Darstellung von Phenylrosindulin und dessen Sulfosäuren. (3 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Phenylrosindulin und dessen Sulfosäuren. (3

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DE67339C
DE67339C DENDAT67339D DE67339DA DE67339C DE 67339 C DE67339 C DE 67339C DE NDAT67339 D DENDAT67339 D DE NDAT67339D DE 67339D A DE67339D A DE 67339DA DE 67339 C DE67339 C DE 67339C
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Badische Anilin and Sodafabrik AG
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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Description

KAISERLICHES
ρατενταμτλ!
In dem Patent No. 45370 ist eine Reihe von Abkömmlingen des Naphtalins angeführt, welche zur Darstellung des darin beschriebenen rothen basischen Naphtalinfarbstoffes, des Phenylrosindulins, geeignet sind. Dieselben gehören theils zur Gruppe der Brom-, Nitroso- und Azoderivate des .Naphtylamins bezw. Naphtols, theils sind es Chinonderivate des Naphtalins. In einem Zusatz-Patent No. 52922 wurde weiter gezeigt, dafs auch ein Nitroderivat des a-Naphtols, die Dinitro-a-naphtolsulfosäure (Naphtolgelb S des Handels), die im Haupt-Patent geschilderte Farbenreaction einzugehen vermag.
Auch das einfachste Nitroderivat des Naphtalins selbst, das a-Nitronaphtalin, läfst sich in Phenylrosindulin überführen, wenn man dasselbe ähnlich der in den Patenten No. 45370 und 52922 beschriebenen Weise mit sälzsaurem Anilin und Anilin verschmilzt. Zur Reinigung des aus der Schmelze hervorgehenden, in concentrirter Schwefelsäure mit grüner Farbe löslichen Rosindulins kann man dasselbe durch Auskochen mit verdünnter Salzsäure oder Schwefelsäure möglichst erschöpfen und aus den erhaltenen Filtraten das Chlorhydrat des Phenylrosindulins durch Zusatz von Kochsalz abscheiden; das rohe Chlorhydrat wird durch mehrfaches Umkrystallisiren aus Wasser gereinigt und schliefslich in Lösung mit Natronlauge versetzt, worauf die abgeschiedene Base getrocknet und aus Benzol umkrystallisirt wird. Die reine Base läfst sich nach den Angaben des Haupt-Patentes in Sulfosäuren überführen.
Das Rohindulin kann jedoch auch ohne weitere Reinigung nach den im Patent No. 45370 angegebenen Methoden entweder mit rauchender Schwefelsäure in die dort näher gekennzeichnete wasserlösliche Disulfosäure oder vermittelst concentrirter Schwefelsäure in die in genanntem Patent gleichfalls beschriebene, in Wasser nahezu unlösliche Monosulfosäure übergeführt werden, deren Reinigung nach den in dem mehrerwähnten Patent ebenfalls beschriebenen Methoden geschieht. Die auf diesem Wege dargestellte Disulfosäure kann direct als Farbstoff verwendet werden, während die Monosulfosäure als Ausgangsmaterial für die genannte Disulfosäure und die übrigen in den Patenten No. 45370 und 58601 beschriebenen wasserlöslichen Sulfosäuren dient, welche nach den daselbst angegebenen Methoden dargestellt werden und als werthvolle Wollfarbstoffe unter dem Namen Azocarmin in den Händel kommen.
Beispiel: 70 kg Nitronaphtalin, 180 kg salzsaures Anilin, 60 kg Anilin werden in einem mit emaillirtem Rührer versehenen emaillirten Kessel, der sich in einem Oelbade befindet, erhitzt. Bei ungefähr 1300 C. ist die Mischung geschmolzen, deren Temperatur man von da ab unter beständigem Rühren langsam steigert.
Zwischen 150 bis 1600C. beginnt die Farbstoffbildung und schreitet bei der genannten Temperatur stetig weiter; um die Reaction zu beschleunigen, kann man die Schmelze bis aut 180 bis 1900 C. erhitzen und bei dieser Temperatur etwa 15 Stunden bezw. so lange
erhalten, bis die von Zeit zu Zeit gezogenen Proben, auf Monosulfosäure verarbeitet, eine Zunahme an Farbstoffbildung nicht mehr erkennen lassen.
Die Schmelze wird hierauf in eine Mischung von 500 1 Wasser und 1 50 kg Salzsäure (32 pCt. H Cl enthaltend) eingetragen; man kocht auf, verdünnt mit 500 1 Wasser und filtrirt; der Filterrückstand wird nochmals mit 500 1 Wasser angerührt und wieder filtrirt; das auf dem Filter zurückbleibende Rohindulin wird bei 500 C. getrocknet.
Die weitere Verarbeitung des Rohproductes auf Sulfosäuren geschieht, wie bereits oben erwähnt, in der im Patent No. 45370 angegebenen Weise.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Verfahren zur Darstellung von Phenylrosindulin, darin bestehend, dafs man an Stelle der in Anspruch 1. des Haupt-Patentes verwendeten Verbindungen a-Nitronaphtalin mit salzsaurem Anilin und Anilin erhitzt.
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