DE671969C - Formpuder - Google Patents

Formpuder

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Publication number
DE671969C
DE671969C DEU13867D DEU0013867D DE671969C DE 671969 C DE671969 C DE 671969C DE U13867 D DEU13867 D DE U13867D DE U0013867 D DEU0013867 D DE U0013867D DE 671969 C DE671969 C DE 671969C
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DE
Germany
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molding powder
powder
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molding
lignin
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Expired
Application number
DEU13867D
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English (en)
Inventor
Ewald Brinkhoff
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ULLRICH KOMM GES O
Original Assignee
ULLRICH KOMM GES O
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C3/00Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Formpuder Formpuder hat in der Gießereitechnik die Aufgabe, das Anhaften des Form- bzw. Kernsandes am Modell bzw. Kernkasten zu verhindern. Der Formpuder muß zu diesem Zw ieck wasserabweisende Eigenschaften besitzen. Außer dieser wasserabweisenden Wirkung sind noch eine Reihe anderer Eigenscbaften @erforderlich, um seinen für die Praxis geeigneten Formpuder zu :ergeben, wie hinreichende Feinheit, durch die erst eine gute und gleichmäßige Verstaubung möglich wird, gute Haftfähigkeit an der Modellfläche, neutrales Verhalten beim Gießvorgang usw.
  • Das .bisher in jeder Beziehung ,als Formpuder bestgeeignete Material ist das Lyko,-podium, die Sporen des Bärlapp. Die Schwierigkeiten seiner Gewinnung und damit sein hoher Preis haben dazu geführt, daß man in der Gießereitechnik zur Verwendung anderer natürlicher oder künstlicher Stoffe übergegangen ist, die jedoch echtes Lykopodium bei besonders empfindlichem Guß (wie z. B. Gußstücke, die nachträglich emailliert werden) nicht zu ersetzen vermochten. Der Mangel dieser Stoffe besteht darin, daß sie den oben gekennzeichneten Anforderungen an einen idealen Formpuder nur beschränkt ,genügen, .also, nicht genügend stark wasserabweisend sind, einen zu hohen Aschegehalt haben, der bei derartigen künstlichen Erzeugnissen - wie ermittelt wurde - bis 97 % beträgt und dadurch zu Verschlackungsreaktionen mit der Gußoberfläche Veranlassung gibt. Werden als Formpuder,organische Stoffe, wie z. B. Holz- oder Strohmehl ohne oder mit entsprechender Vorbehandlung, verwendet, so- besteht ein weiterer Mangel daxin, daß die diesen Stoffen von ihrer Entstehung her eigentümliche, vielfach faserige Struktur eine ,genügend feine Zerteilung verhindert.
  • Es ist auch vorgeschlagen worden, als Formpuder Kakaobohnenschalen in feinster Mahlung zu verwenden. Doch können Kakaobohnenschalen als ein dem natürlichen Lykopodium gleichkommender Formpuder nicht betrachtet werden, da diese ;einen zwischen 6 bis 90/6 liegenden Aschegehalt haben.
  • Auch hat man versucht, bei der Aufarbeitung von Sulfitablaug@en, die bei der Zellstoffherstellung anfallen, ein Erzeugnis zu gewinnen, das als Formpuder verwendet werden kann, und zwar dadurch, daß man beim 'Eindampfen die Hauptmenge der in den Ablaugen enthaltenen mineralischen Bestand eile abscheidlet. Dieses Erzeugnis soll also y puder verwendet werden, doch läßt seine: lntsteheng erkennen, daß @es in der Hauptsachemineralische Bestandteile enthält. Deshalb kann @es sich nicht so günstig verhalten wie natürliches Lykopodium.
  • Die gleichen üb:erlegungen gelten gegenüber dem Vorschlag, Lignitstaub als Formpuder zu verwenden.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein dem natürlichen Lykopodium in jeder Hinsicht gleichwertiger Formpuder erhalten werden kann aus den ,chemischen Aufschlußrückständen ligninhaltiger Naturerzeugnisse, wie sie z. B. bei den in neuerer Zeit in großem Umfang durchgeführten Holzverzuckerungsverfahren anfallen. Bei derartigen chemischen Aufschlußrückständen, die aus nahezu reinem Lignin bestehen, ist die Struktur des ursprünglichen organischen Stoffes weitgehend zerstört, su daß diese Rückstände leicht auf beliebige Feinheit gebracht werden können. Ferner weisen sie einen nur sehr geringen zAschegehalt auf: Dieser geringe Asch egehalt ist zurückzuführen auf die Einwirkung der bei den chemischen H.olzaufschlußverfahren wirkenden Ag entien-: Durch eine übliche Vorbehändlung werden die wasserabweisenden Eigenschaften des Materials so. weit entwickelt, daß sie den wasserabweisenden Eigenschaften des Lykop.odiums gleichkommen. . W

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII * -Formpuder, der ligninhaltige Stoffe enthält, dadurch gekennzeichnet; daß der Formpuder als Hauptbestandteil chemische Aufschlußrückstände ligninhältiger Naturerzeugnisse enthält, deren Ligningehalt über q:0 % beträgt.
DEU13867D 1937-06-09 1937-06-09 Formpuder Expired DE671969C (de)

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