DE67047C - Continuirliche Zweikammer-Dampfund Luftdruckbremse - Google Patents

Continuirliche Zweikammer-Dampfund Luftdruckbremse

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DE67047C
DE67047C DENDAT67047D DE67047DA DE67047C DE 67047 C DE67047 C DE 67047C DE NDAT67047 D DENDAT67047 D DE NDAT67047D DE 67047D A DE67047D A DE 67047DA DE 67047 C DE67047 C DE 67047C
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R. DUNKEL in Danzig
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/08Brake cylinders other than ultimate actuators
    • B60T17/10Two or more cylinders acting on the same brake with means for rendering them effective selectively or successively, the number of effective cylinders being variable

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die Erfindung betrifft eine kontinuirliche Bremse für Eisenbahnfahrzeuge, welche bei der Anwendung von Luft wie Dampf gleich vortheilhaft wirkt und derart eingerichtet ist, dafs in der Dampf- bezw. Luftbremsleitung ein gewisser Ueberdruck an Dampf bezw. Luft aufrecht erhalten wird, welcher gegen beide Seiten des in Mittelstellung befindlichen Kolbens des Bremscylinders drückt und wobei durch die Anordnung verschieden grofser, durch Ventile regulirter Oeffnungen bei Aufheben des Ueberdruckes in der Bremsleitung eine Bewegung des Bremskolbens im Cylinder behufs Erzielung der Bremswirkung hervorgerufen wird.
Jedes mit einer Bremsvorrichtung versehene Eisenbahnfahrzeug besitzt bei vorliegender Erfindung einen Hahn oder ein Ventil, welche die Verbindung der Bremsleitung mit der äufseren Atmosphäre zur Ermöglichung des Luft- oder Dampfaustrittes aus der Bremsleitung reguliren. Weiter ist die Bremsleitung, welche nach dem Lokomotivführerstande geleitet ist, mit einem Bremshahn in Verbindung gesetzt, welcher den Zutritt von Dampf oder Prefsluft in die Bremsleitung ermöglicht, oder aber letztere mit der Atmosphäre in Verbindung setzt. Schliefslich ist an jedem mit der Bremsvorrichtung versehenen Fahrzeuge ein Bremsbeschleunigungsventil vorgesehen, welches die Einwirkung einer Druckdifferenz behufs Bremsens wesentlich beschleunigt und gleichzeitig, wenn Dampf als Bremsmittel verwendet wird, das in den Bremsleitungen gebildete Gondensationswasser abscheidet, so dafs im Winter ein Einfrieren der Bremse unmöglich ist.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt einen yerticalen Längsschnitt durch den Bremscylinder, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Schnittlinie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen horizontalen Längsschnitt durch den Bremscylinder ohne Kolben.
Unter jedem zu bremsenden Fahrzeug ist ein Cylinder A vorgesehen (s. Fig. 1), welcher in die Bremsleitung eingeschaltet ist und einen Kolben B besitzt, dessen Stange B1 durch Vermittelung von Hebeln und Ketten in irgend einer Weise auf die Bremsbacken derart wirkt, dafs durch Einziehen der Kolbenstange in den Cylinder die Bremsen fest angezogen werden.
Der Bremscylinder A ist durch einen Bund Aa in zwei Kammern A1 und Ä2 getheilt worden; der Kolben B liegt in seiner normalen Stellung gegen den Bund A3 an. Der Bund A3, welcher auch durch eine durchbrochene Scheidewand ersetzt werden kann, dient zur Begrenzung des Hubes des Bremskolbens bei Eintritt der Losstellung der Bremse.
Die beiden Cylinderkammern A1 und A 2 sind durch eine Rohrleitung A*, Fig. 3, mit einander verbunden. Die in die Kammer A} mündende Oeffnung A5 ist von geringem Durchmesser, während als Ausflufs in die Kammer A% eine wesentlich gröfsere Oeffnung A6 dient. In die Leitung A1 ist das Rückschlagventil C eingeschaltet (s. Fig. 2 und 3); letzteres gestattet den Durchgang des Dampfes bezw. der Preis-
luft aus der Kammer Al in die Kammer A2, verhindert aber den Rücktritt des Dampfes oder der Luft aus Kammer A2 in die Kammer A1.
Der Raum A1 des Cylinders ist durch einen Rohrstutzen D mit der Bremsleitung E (s. Fig. 2) in der nachstehend beschriebenen Weise verbunden. Von dem Stutzen D zweigt ein Rohr D1 ab (s. Fig. 1), welches bei D2 in die Kammer A2 mündet und' in welches zwei Ventile D 3 und D * eingeschaltet sind.
Die Rohrmündung D2 liegt dicht am Bund A3, weil gewöhnlich die Bremscylinder nach dem hinteren Deckel A^ hin geneigt angeordnet werden, das Condensationswasser sich also dort sammelt und von dort möglichst vollständig abfliefsen kann. Aus dem Raum A1 läuft etwaiges Condensationswasser nach dem Rohrstutzen D ab.
Das Ventil D& ist in seiner Ruhelage stets geöffnet, da der Kegel durch die Feder Z)5 stets hochgehalten wird. Das Ventil ist in seiner Achse fein durchbohrt, damit bei der Bremsung ein allmäliger Ausgleich der Druckdifferenz über und unter dem Ventil stattfinden kann. Die Kraft der Federn -D5 ist schwach gehalten, damit bei der Bremsung der Dampfdruck in der Kammer A2 den Kegel auf seinen Sitz, pressen kann und der Durchgang des Dampfes etc. durch die Rohrverbindung D1 D2 unmöglich gemacht wird. Das Ventil D* schliefst das Rohr D* gegen die Cylinderkammer A 2 ab, wenn in der Rohrleitung D höhere Spannung herrscht als in der Kammer A2.
In der Losstellung der Bremse liegt der Kolben an dem ringförmigen Bund As an, und in der Dampf- oder Luftleitung D sowohl wie Cylinderkammern Al und A2 herrscht gleiche Spannung. Die Function der Bremse wird dadurch erreicht, dafs die Leitung E und die Kammer A' ganz oder theilweise entlastet werden. In der Kammer A2 herrscht demgemäfs ein Ueberdruck, der den Kolben zum (!zylinderdeckel hin bewegt, so dafs die Bremsen angezogen werden. Hierbei sind die Ventile C und D3 geschlossen, so dafs kein Dampf nach den Räumen A x bezw. D1 übertreten kann. Die Bohrung des Ventils D3 bewirkt jetzt einen Ausgleich der entstandenen Druckdifferenz, der jedoch nur ganz allmälig eintritt.
Beim Wiederauslösen der Bremse erfolgt zunächst Füllung der Cylinderkammer A* mit Prefsluft oder Dampf, der Kolben B wird zurückgedrückt und dadurch die Oeffnung A5 der Rohrleitung A* frei, worauf sich dann unter Heben des Ventils C auch die Kammer A2 mit Prefsluft oder Dampf füllt. Die Oeffnung A5 ist zu diesem Zweck derart in der Cylinderkammer A1 angeordnet, dafs dieselbe erst von dem Kolben B freigegeben wird, wenn letzterer an dem Bund As anliegt.
Der Kolben B trägt ein Ventil B3, das durch eine Feder gegen seinen Sitz geprefst wird und sich nach der Cylinderkammer A1 öffnet. Dieses Ventil dient als Sicherheits- bezw. Regulirventil insofern, als es sich öffnet, wenn der Druck in dem Cylinderraum A2 ein unzweckmäfsig grofser werden sollte; in einem solchen Falle strömt Dampf- oder Prefsluft über Cylinderkammer A1 in die Rohrleitung D über. Es dient demnach diese Vorrichtung zur Regulirung des Druckes, welcher von beliebig hoher Spannung sein kann.
Um die Bremse jedes einzelnen Bremswagens auszuschalten, wird in die nach dem Bremscylinder A führende Bremszweigleitung D ein Hahn J, Fig. 2, oder ein Durchgangsventil eingeschaltet, welches von beiden Wagenseiten aus bedient werden kann.
Nach Ausschaltung der Bremse oder nach Entkupplung eines Wagens von dem Zuge ist der in dem Bremscylinder 4 etwa, eingeschlossene Dampf etc. zu entfernen. Dies wird bewirkt durch den Entlüftungshahn K, Fig. 1.
Das Bremsbeschleunigungsventil N (s. Fig. 2) ist in die Zweigleitung D zwischen dem Bremshahn J und dem Cylinder A eingeschaltet und bezweckt die völlige Entleerung der Leitung von Condensationswasser, im Falle Dämpf als Druckmittel verwendet wurde, damit die Bremse im Winter nicht einfrieren kann, sowie, die völlige Entlastung der Leitung nach geschehener Bremsung. Das Beschleunigungsventil N arbeitet so, dafs bei einer Spannung, die im Rohr D auftritt, der Kolben N1 herabgedrückt wird, wodurch der starr mit ihm verbundene Ventil-' kegel N'2 die Ausströmungsöffnung schliefst. Der innere Raum Ns des Gehäuses iV4 fülltsich mit hochgespanntem Dampf durch den Kanal N&. Wird jetzt die Leitung D ganz oder theilweise entlastet, so wird der Kolben durch diesen Dampfdruck aufwärts getrieben, das Ventil N2 öffnet sich und das Druckmittel, sowie etwaiges Condensationswasser hat freien Austritt in die Atmosphäre durch die Kanäle Ne. Der sehr eng gehaltene Kanal 2V5 bewirkt einen allmäligen Ausgleich der Spannung zwischen dem Raum N3 und der Atmosphäre.
Die Kuppelung der. einzelnen Bremswagen unter einander, sowie ein gleich starkes Belasten der beiden Wagenseiten geschieht in irgend einer bekannten Weise. Ohne grofse Schwierigkeiten kann auch eine Einrichtung getroffen werden, die es gestattet, die Handhabung sämmtlicher sich im Zuge befindenden Bremsen von der Lokomotive aus vorzunehmen.

Claims (1)

  1. , . Patent-Anspruch:
    • Eine kontinuirliche Zweikammer-Dampf- oder Luftdruckbremse, bestehend aus dem durch
    einen Flantsch A3 in zwei Abtheilungen A1 A2 getheilten Bremscylinder A und einer mit Rückschlagventil C versehenen Rohrverbindung A^ zur Leitung des Dampfes (oder Luft) aus A1 nach A2, deren Oeffnung A5 erst freigegeben wird, wenn der Kolben B an dem.Flantsch A3 anliegt, in Verbindung mit einem mit dem .Druckregulirventil B2 versehenen Kolben B, welcher in der Losstellung der Bremse an dem ,Flantsch A3 anliegt, auf beiden Seiten unter gleicher Spannung gleich belastet ist und der in der Feststellung der Bremse infolge des unter Mitwirkung eines selbstthätigen Beschleunigungsventils N bewirkten Austrittes des Dampfes (bezw. Luft) aus der Abtheilung A1 und aus der Leitung E von dem jetzt in der Abtheilung A2 herrschenden Ueberdmck schnell wirkend verschoben wird, zum Zwecke der Herbeiführung einer entsprechenden Bewegung der auf die Räder wirkenden Bremsbacken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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