DE66871C - Einrichtung zum Sieben, Mischen und Fördern körnigen oder mehligen Gutes - Google Patents
Einrichtung zum Sieben, Mischen und Fördern körnigen oder mehligen GutesInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
- B07B1/00—Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
- B07B1/28—Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens
- B07B1/286—Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens with excentric shafts
Landscapes
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT;
PATENTSCHRIFT
KLASSE 1: Aufbereitung von Erzen.
Kür Aufbereitungszwecke, namentlich bei Kc hie und Erzen, für die. Scheidung von
Stoffen in chemischen Fabriken oder ähnlichen Betrieben hat sich mehr und mehr die Nothwendigkeit
einer Maschine herausgestellt, welche nicht allein die Arbeiten des Siebens, Mischens,
Förderns u. dergl. je für sich allein, sondern
auch deren zwei oder endlich alle zusammen zu verrichten ermöglicht.
Diesen Zwecken dient ein Apparat, von welchem ein Ausführungsbeispiel auf beiliegender
Zeichnung veranschaulicht ist; an diesem Apparat ist ferner noch die Anordnung getroffen,
dafs eine Verstellbarkeit der Bewegungsein richtung, wodurch eine Regelung der betrc
Tenden Arbeitsleistung je nach dem : behandelten Gut erzielt wird, sogar während des
Be liebes vorzunehmen ist.
Die Arbeitsfläche, worauf das Gut aufgebncht
wird, ist, je nach der zu verrichtenden Arbeit, siebartig durchbrochen, wellenförmig,
tre npenartig oder eben gestaltet. Sie kann duchlaufend gleichartig sein, d.h. z.B. siebart
g und nur absatzweise die Maschenweite ändernd, oder sie kann zu einem Theile wellenförmig, zu einem Theile siebartig mit
en;;cr Maschenweite, zu einem weiteren Theile sie jartig mit gröfsercr Maschenweite, zu einem
vierten Theile ebenflächig gebildet sein u. s. f.
Demgcmäfs ist der die Arbeitsfläche tragende Raiimcn je nach der beabsichtigten Gleichart
gkeit oder Ungleichartigkeit jener, sowie der beabsichtigten Bewegungsart (s. hierüber weiter
unen) der verschiedenen Arbeitsflächen ein einheitlicher oder ein mehrfältiger und sind im
letzteren Falle die einzelnen Theile gelenkig mit einander verbunden, doch so, dafs der
ungehinderte Uebergang des Gutes von einer auf die folgende Arbeitsfläche stattfinden kann.
Der Rahmen selbst bildet eine Art von Schaukel, welcher durch Vermittelung von Kuppelstangen u. dergl. eine eigenthümliche,
von einem Excenter E (Fig. 1) abgeleitete Bewegung empfängt. Der Bügel dieses Excenters
ist in einem Punkt P mittelst einer Hängeschwinge P A gestützt, während er mit einem
anderen Punkt P1 am Rahmen R der Arbeitsfläche (Sieb, Tisch) angreift und so dem
letzteren eine eigenthümliche Curvenbewegung zwangläufig ertheilt. Fig. 3 giebt in schematischen
Linien eine Veranschaulichung davon. Danach beschreibt der mafsgebendc Punkt P1
längere oder kürzere Curven, je nachdem die Excentricität von E gröfser oder kleiner gewählt
wird; diese Curven nähern sich in ihrer Erhebung mehr der' Senkrechten oder der
Waagerechten, je nachdem der Aufhängepunkt A mehr nach dem linken Ende e1 oder dem
rechten Ende k einer Scala el dl c1 bl α b c d
efghik hin verstellt wird. Hierbei beschreibt
bei der mittelst Pfeiles eingezeichneten Umdrehungsrichtung des Excenters E der
Punkt P', sonach auch der hier angeschlossene
Rahmen, die entsprechende Curve in der Pfeilrichtung 5 S' mit einer derart veränderlichen
Geschwindigkeit, dafs er die Abwärtsbewegung ungefähr 2 Y2 mal schneller als die Aufwärtsbewegung
ausführt. Dies ist von Wichtigkeit
für das Arbeitsverfahren unseres Apparates, worüber Folgendes zu erwähnen.
Das auf die Arbeitsflache mittelst geeigneter
Aufgabevorrichtungen gebrachte Gut erfährt in allen einzelnen Theilen oder Theilchen zunächst
beim Beginn der ersten halben Excenterumdrehung seine Anhebung in einer
Wurflinie (Richtung des Pfeiles S, Fig. 3); am höchsten Punkt angekommen, bewirkt alsdann
die hier beginnende zweite halbe Umdrehung des Excenters einen so raschen Niedergang
des Rahmens, dafs dem Gut die Unterlage entzogen wird, dieses sonach seine Bewegung
frei fortsetzt und an einem anderen Ort der Arbeitsfläche auffallt, um alsbald mit
wieder beginnender Aufhebung des Rahmens das Spiel von neuem zu beginnen.
Eine jede Excenterumdrehung hat sonach die Vorwärtsbewegung des Gutes um einen
Betrag zur Folge, welcher der Curvenform entspricht. Handelt es sich um die blofse
Förderung (Ortsveriinderung) des Gutes, so wählt man die Vorwärtsbewegung selbstredend
möglichst grofs; handelt es sich hingegen um ein Mischen oder ein Aussieben des Gutes,
so wählt man die Vorwärtsbewegung kleiner. Dabei kann in geeigneter Weise förderlichdurch
Wahl der Lage der Arbeitsfläche (ob mehr waagerecht, ob schräger) mitgewirkt
werden.
Fig. i, ia und 2 zeigen in Längsschnitt,
Querschnitt und Grundrifs einen Apparat, welcher gleichzeitig mehrere Arbeitsflächen aufweist,
nämlich eine ebene B zum Fördern des bei C D herzugeführten Gutes, eine treppenförmige
F zum Lockern und Mischen des Gutes und eine siebartige G zum Sondern desselben
nach vier bezw. drei Korngröfsen. Schliefst man den ganzen Apparat in ein Gehäuse
H ein, welches allseitig oder nur an einer Stelle J beheizt (oder von einem heifsen
Luftstrom durchstrichen) wird, so kann man zugleich trocknend oder erhitzend auf das Gut
einwirken. Ein derartiger Apparat eignet sich u. A. für chemische Fabriken. Zur Unterstützung
des langen Rahmens dienen an Böckchen Im η gelagerte Hängeeisen; dieselben
tragen den mit Stützen auf Querstäben qr s . .. ruhenden Rahmen, welchem die mafsgebende
Bewegung vermöge Kuppelstangen L übermittelt wird.
Fig. 4 veranschaulicht den Apparat in seiner Anwendung als Schwingsieb, bei welchem die
Reihe der Siebflächen mit der kleinstmaschigen G0 beginnt und mit der gröfstmaschigen G*
endigt. Jeder einzelnen Siebfläche kann hier beispielsweise die der Korngröfse entsprechende
Curvenbewegung dadurch ertheilt werden, dafs die einzelnen Böckchen I m η 0 . . . unabhängig
von einander verschiebbar eingerichtet sind. Wie aus Fig. 3 erhellt, kann'damit die
Wurfbewegung geändert werden. Anstatt die sämmtlichen Siebe neben einander anzuordnen,
wie gezeichnet, könnten auch je zwei unter einander oder sämmtliche Siebflächen unter
einander in einem gemeinschaftlichen Rahmen angeordnet werden.
Dafs die Lage der Antriebwelle K für den Erfolg belanglos ist, ergiebt sich aus dem in
Fig. 5 dargestellten Mischapparate bezw. der Fördervorrichtung nach Fig. 6. Der Boden F
des Mischapparates läfst sich statt durchgängig gleichmüfsig auch gruppenweise verschieden einrichten,
insofern die Beschaffenheit des jeweiligen Mischgutes solches erforderlich macht, und der
Förderapparat (Fig. 6), welcher vielfach einen willkommenen Ersatz für Klaub- oder Förderbänder
oder für Förderrinnen bildet, kann (ebenso wie der Misch- oder der Scheideapparat,
Fig. 5 und 4), anstatt in waagerechter Ebene, geneigt nach der einen oder anderen
Richtung aufgestellt werden. Durch Anordnung von Schiebern t unter entsprechenden Oeffnungen
in der Arbeitsfläche B läfst sich an dazu bestimmten Orten Fördergut abziehen.
Der erläuterte Apparat ist sonach von sehr vielseitiger Verwendbarkeit, indem seine Bauart
es zulälst, jeder Korngröfse und jeder Kornart die ihr zukommende Bewegung zu ertheilen,
gleichviel ob das zu behandelnde Gut nun gesiebt, gemischt oder blos gefördert werden soll.
Claims (2)
1. Eine Abänderung der durch PatentNo. 59637 geschützten Einrichtung zum Sieben, Mischen
und Fördern körnigen oder mehligen Gutes, bei welcher einer siebartig durchbrochenen
(G), treppen- oder wellenförmigen (FJ, glatten oder aufgerauhten Arbeitsfläche (B)
der jeweils der Beschaffenheit des Gutes entsprechende veränderliche Bewegungsantrieb durch ein verstellbares Excenter (E)
und den Punkt P1 eines bei A verstellbar
aufgehängten Excenterbügels ertheilt wird.
2. Die Anordnung der unter 1. erwähnten Arbeitsfläche an einzelnen nach Bedarf gelenkig
verbundenen Rahmen, welche unter sich verschiedene Bewegungen ausführen können und, selbst bei gleichartigen Arbeitsflächen,
das Gut verschiedenartig zu behandeln gestatten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66871C true DE66871C (de) |
Family
ID=340551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66871D Expired - Lifetime DE66871C (de) | Einrichtung zum Sieben, Mischen und Fördern körnigen oder mehligen Gutes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66871C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE858794C (de) * | 1950-07-13 | 1952-12-08 | Miag Vertriebs Gmbh | Siebaufhaengung fuer Schuettelsiebe |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE858794C (de) * | 1950-07-13 | 1952-12-08 | Miag Vertriebs Gmbh | Siebaufhaengung fuer Schuettelsiebe |
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