DE66822C - Continuirlich arbeitende Centrifuge für Zucker - Google Patents
Continuirlich arbeitende Centrifuge für ZuckerInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B3/00—Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering
- B04B3/02—Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering discharging solid particles from the bowl by means coaxial with the bowl axis and moving to and fro, i.e. push-type centrifuges
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der mit Sieb versehenen Haupttrommel T, Fig. j , Schnitt, wird eine Vortrommel T' ohne
Sieb angeordnet, welche einen vorstehenden, in der Haupttrommel passend gehenden Boden B
besitzt. : Die Achsen der beiden Trommeln sind in einander gesteckt und in besonderen
Spurs apfen ^1 ^2 \% gelagert. Die Trommel T'
ruht, mit ihrem Spurzapfen L im Gehäuse G geführt, auf dem Arm H eines Winkelhebels
HH' (s. auch Fig. 2, Ansicht, und Fig. 3, Oberansicht),
welcher Winkelhebel durch eine Stange s und Kurbel k in Schwingung versetzt
wird, wenn die Drehung von k mit dem Wurmvorgelege W durch die direct von der
Haup transmission angetriebene Hülfswelle n> eingeleitet wird. Die zu schleudernde Masse
kommt zunächst in die Vortrommel T', aus welcher sie durch eine Lochung / der
Trommelwand zwischen beide Trommeln gelangt und ausgeschleudert wird. Durch die von dsm schwingenden Hebel //hervorgerufene
Hebung der Vortrommel wird die Masse gehoben, während sie bei dem durch das Eigengewicit
bewirkten Niedergang derselben infolge der centrifugalen Anpressung gehoben bleibt
und neue Masse aus der Vortrommel T' in den unten entstehenden freien Raum zwischen
beider! Trommeln gelangt.
Im continuirlichen Gang erfolgt so bei voller Tromnel T mit jedem Hub von T' der Auswurf
äiner entsprechenden Menge ausgeschleuderten Zuckers. Die Regulirung der Menge
und des Schleuderns erfolgt durch Regelung des Trommelhubes, indem der Winkelhebel
H1 H\, Fig. i, vermittelst Schraube s' und
Handrad h verstellt wird, so dafs beim Niedergang der Trommel T' das dem Hebel H folgende
Zapfenlager L früher oder später durch den Hebel H1 in seiner Bewegung gehemmt
wird. Da nun der Hub von H in Lage und Gröfse unterhalb des Zapfenlagers L stets
gleich, die Höhenlage aber dieses Lagers und damit der Vortrommel T' durch den Anschlag
am stellbaren Hebel H1 gegenüber jenem Hub veränderlich ist, können beliebige Antheile
dieses Hubes auf die Vortrommel übertragen werden.
Auf diese Weise ist eine Regelung der Centrifugenleistung von Null bis zum gröfsten
Werth, entsprechend dem Hub des Hebels H1, möglich.
Soll mit Flüssigkeit gedeckt wenden, so wirkt eine Zerstäuberdüse d, Fig. 1, mit ihrem
Streukegel K oberhalb des Randes der Trommel T' ein. Hierbei mufs die bestrichene
Höhe der Centrifuge stets gleich dem Hube derZuckermasse sein und das Decken während des
Stillstandes der Masse erfolgen, damit dasselbe gleichmäfsig stattfinde. Um dieses zu erreichen,
hat man die Verschiebung der Düse a in ihrer Lagerung parallel zur Streulinie t von der
Lage der Schraube s' durch Hebel, Schnüre oder entsprechend bestimmte Skalen abhängig
zu machen. Andererseits müssen aber auch die die Deckzeit bestimmenden Hähne in den
Zuleitungen des Deckapparates α von einem
Hebel h', Fig. 2 und 4, mittels Stangen oder gespannter Schnüre oder dergleichen gesteuert
werden, wobei der Ausschlag des Hebels h' durch einen längs der Welle w" verstellbaren
Verdränger ν verändert wird; durch die Verschiebung dieses keilförmigen Verdrängers ν
auf der Welle w" werden nämlich von den gerade in der Drehungsebene des Hebels h'
liegenden Punkten desselben verschieden grofse Kreise beschrieben, wodurch nicht blos die
Ausschlaggröfse des stets in der Richtung gegen die Welle w" geprefsten Hebels, sondern
bei der constanten Umlaufszeit von w" auch die Ausschlagzeit desselben verändert wird und
damit die Zeit, während welcher die von ihm aus in den Deckleitungen bewegten Hähne
offen gehalten werden. Soll eine Dampfdecke verwendet werden, so wird die Schicht oberhalb
von T' durch eine Ringdichtung r (Fig. 1 rechts; Kautschuk, Blech, eventuell mit Federpressung)
abgedichtet und in den so gebildeten Raum R Dampf eingeleitet; die Einleitung des
Dampfes wird ähnlich wie die Flüssigkeitsdeckungen durch den Hebel h', Fig. 2 und 4,
gesteuert.
Die Entfernung des am ganzen Umfang von T ausgeworfenen Productes erfolgt durch bekannte
Einrichtungen oder durch ein auf konischen Rollen ρ gelagertes endloses Ringband B\
Fig. i, auf welches die Masse nach ihrer Reflexion vom Kegelmantel M, Fig. 1, fällt und
infolge der Drehung des Bandes, welche von der Welle W1 aus vermittelst Schnecke und
Wurmrad eingeleitet wird, zu einer Stelle N, Fig. 3, hingelangt, wo die Masse bei der
Wendung des Bandes, eventuell unter Beihülfe eines Abstreifers, abfällt. Die Kegelstutzrollen
haben ihre ideale Spitze in der Centrifugenachse. Das Band selbst (aus dünnem Stahlblech
gefertigt) überdeckt, aufgerollt als Kreisring, genau die Complanation jedes Kegels.
Die Stützlinien auf den einzelnen Kegeln liegen auf dem idealen Complementkegel derselben
mit der Centrifugenachse als Achse, dessen Complanation als Kreisring gleichfalls genau
von der des Bandes überdeckt würde.
Bei richtiger Behandlung der Deckung ist man so im Stande, Rohzucker, Krystallzucker
und Stückzucker und bei Anordnung eines Systems von verticalen,. radial gestellten Wänden
zwischen beiden Trommeln auch Würfelzucker zu erhalten.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen Schnitt durch die Centrifuge, Fig. 2 die Seitenansicht,
Fig. 3 die Oberansicht auf das Ringband B' bei entferntem Kegelmantel M,
Fig. 4 die Oberansicht auf Fig. 2,
Fig. 5 zeigt die Vortrommel T' gehoben und
Fig. 6 dieselbe in der Trommel T in ihrer tiefsten Stellung. >
Fig. 7 zeigt links und rechts je eine etwas andere Anordnung. Bei beiden ist die Vortrommel
T' mit der Haupttrommel T verbunden, während der durch einige Stangen s'
mit einem Deckel D verbundene Boden B zwischen beiden Trommeln in vorgeschriebener
Art beweglich ist. Der Lochung I in der Vortrommel, durch welche die Füllmasse
zur Schleuderung gelangt, entsprechen ebenso viele Fortsätze f von B, welche bei der Aufwärtsbewegung
von B die Oeffnungen I verschliefsen und ein Eindringen von Zucker in
den Raum unterhalb B verhüten. Der Boden B ist z. B. (Fig. 7 links) mittels dieser Fortsätze/
mit der Nabe N1 verbunden und wird dann
durch die hohle Welle bewegt, welche wie vorhin (s. Fig. 1) die innere massive Welle in
Schwingung versetzt wird, oder es wird (s. Fig. 7 rechts) der Deckel D zur Verbindung
mit der Nabe N2 benutzt, welche, wie zuerst (Fig. 1), der inneren Achse zugehört, und die
Füllmasse gelangt durch die Oeffnungen O in die Vortrommel. Die Regulirung kann auch
dadurch geschehen, dafs bei constantem Hub eine Veränderung der Zeitperiode eintritt, in
welcher ein Auswurf erfolgt. Dies kann zunächst in unvollkommener Weise dadurch geschehen,
dafs zum Antrieb der Hülfswelle »>,
Fig. ι bis 4, entweder Kegelscheiben für den Riementrieb genommen werden, oder indem
in den Antrieb dieser Welle ein Reibungsräderpaar eingeschaltet wird, in welchem das
eine Rad verstellbar ist.
Um diese Anordnung gleichzeitig mit den Vortheilen eines raschen Auswurfes und einer
langsameren Drehung der Trommel während des Auswurfes zu verbinden, benutzen wir
folgende Einrichtung (Fig. 8, 9 und 10):
Auf der Vorgelegewelle V sind zwei Paar Scheiben von der Transmission anzutreiben,
eine lose Scheibe L und eine feste Scheibe F, für rascheren und langsameren Gang durch
eine gleichzeitige Riemenverschiebung wechselbar. Diese erfolgt immer gleichzeitig mit der
Verstellung des Riemens auf den Scheiben σ der Welle »>, welche den Boden B und das
Transportband bewegt, vermittelst der Riemengabeln g und der Hebel h{ h2 durch die
Welle W, welche ihrerseits von den Hebeln h\ und h'2 in einem oder dem anderen Sinne
bewegt wird. Die Hebel h\ h'2 werden nun
durch die Gewichte J1 und J2 bewegt, welche
an den um die Zapfen Z1 Z2 drehbaren
Hebeln b^ b2 verschiebbar sind,, wenn diese
Gewichte fallen, woran sie aber zunächst dadurch gehindert sind, dafs sich die federnden
Nasen K1 und H2 vor die Hebel bx b.2 , und
zwar H1 direct, n2 unter Vermittelung der ge-
Claims (5)
- führten !.Stangei S legen;; diese Hebel und die Gewichte werden aber freif sobald die Nasen durch Keile kx und k2 seitwärts gedrängt wer» den. Hierbei ist Ar2 direct an- dem schwingenden Hebel H' Jc1, aber an einer Hülfswelle W2 artgebracht, welche durch den mittels Handrades r, stellbaren Reibungsräderantrieb φ oder durch ein Kegelriemscheibenpaar veränderbar , vom Vorgelege oder der Transmission in stetige Bewegung versetzt wird.Die gefallenen Gewichte werden durch die Mitnehmer mt m.2, Fig. 9 und 10, welche die Hebe] bx b2 bewegen, wieder aufgehoben, wobei die Nasen M1 M2 seitwärts gedrückt werden und ,chliefslich durch ihr Einschnappen die: Hebel bi bn in ihrer Lage feststellen. Die Hebe) h\ h'.2 sind mittelst Zahnrades und Klink; mit der Welle W verbunden, so dafs sie nur bei Drehung in einem Sinne (h\ nach rechts, h'2 nach links, Fig. 9) die Welle W mitzuiehmen vermögen und durch Federn stets an die entsprechenden Hebel b angeprefst werden.Dirch zweckmäfsige Wahl der Hebeldimersionen und Gewichte kann man es auch bewirken, dafs bei fester Aufkeilung eines der Hebel auf der Welle W das entsprechende Gewicht beim Fallen des anderen durch diesen Hebel wieder aufgezogen wird und so der entspiechende besondere Mitnehmer m entfallen kann. Der Gang der Centrifuge ist nun folger der:Zunächst geht die Centrifuge rasch, der Ausw jrfantrieb ist abgestellt, die Riemengabeln steher alle (Fig. 8) links, das Gewicht G1 ist aufgesogen, G2 nicht; der Mitnehmer m2 liegt an dem Ansatz α der Stange 5 an, der Keil Zc2 hält die Nase M2 bei Seite. Löst nun die Welle J^2 durch den Keil Ar1, welcher W1 bei Seite drückt, das Gewicht G1 aus, so dreht dieses im Fallen vermittelst «, die Welle W und damit die Riemen alle nach rechts, so dafs gleichzeitig der langsamere Gang der Tromrieln und der Auswurf eintritt. Hierbei zieht lun zunächst der Hebel H durch den Mitnehmer m'2 das Gewicht G2 auf, das durch Einschnappen von n.2 fixirt wird. Bei Vollendung der Schwingung löst nun der Keil k.2 dieses.1 "Gewicht durch das Seitwärtsdrücken von n,;:.-grus, wodurch vermittelst b2 und h'2 die Welle W entgegengesetzt gedreht wird und durch Hebel Zi1 h.2 und Riemengabel g die Riemen rückverschoben werden und so mit dem Eintritt des schnellen Ganges der Auswurf-Mechanismus abgestellt wird. Bei der fortgesetzien Drehung von W2 wird durch den Mitnehmer Mi1 das Gewicht G1 wieder aufgezogen und durch M1 fixirt.Die Auswurfperiode wird so durch die veränderl ehe Drehungszeit von W2 regulirt.Patent-Ansρrüche:ι ;' Eine coritinuirlich arbeitende' Centrifuge, bei welcher in die mit Sieb ausgestattete ■ Haupttrommel T eine Vortrommel T' ohne .■■■> Sieb eingesetzt ist, welche entweder einen : beweglichen Boden B in der ersteren bildet (Fig. 1), oder mit der Haupttrommel verbunden ist, in welchem Fälle zwischen beiden Trommeln ein besonderer, beweglicher Boden B eingesetzt ist (Fig. 7), wobei die Achsen der gegen einander in der Höhenrichtung beweglichen Theile in einander geschachtelt sind und eine von ihnen durch einen Hebel H1, Fig. 1 und 2, in schwingende Bewegung versetzt wird.
- 2. An dieser Centrifuge die Anordnung eines die Hähne in den Deckleitungen steuernden Hebels h' (Fig. 2), dessen Ausschlaggröfse und Ausschlagszeit durch einen auf der Welle w" (Fig. 2 und 4) des Schwingungsantriebes der Vortrommel T' verschiebbar aufgesetzten und mit dieser rotirenden keilförmigen Verdränger ν (Fig. 2 und 4) veränderlich ist, zum Zwecke der Veränderung der Deckzeit.
- 3. An den unter 1. gekennzeichneten Centrifugen die Anordnung eines ringförmigen, endlosen, über konische Rollen ρ laufenden Transportbandes B', Fig. 1 und 3, welches die über den Rand der Centrifuge ausgeworfene (ausgeschleuderte) Masse mitnimmt und an ihrer Wendestelle bei N, Fig. 3, abgiebt.
- 4. Bei der unter 1. gekennzeichneten Centrifuge die Regulirung des Schleuderns durch eine Veränderlichkeit der Hubgröfse des einen der verschiebbaren Theile, in der Art, dafs der diesen Theil vermittelst seiner Achse in Schwingung versetzende Hebel HH', Fig. ι und 2, verschiedene Theile seines Hubes überträgt, indem die mögliche Hubgröfse jenes Theiles durch einen Anschlag//,, Fig. 1 und 2, verändert wird, welcher vermittelst des Winkelhebels H1 H\ und der gelenkig verbundenen Schraube s' durch das Handrad h verstellt wird.
- 5. Bei der unter 1. gekennzeichneten Centrifuge die Regulirung des Schleuderns durch eine Veränderung der Zeitperiode, in welcher ein Auswurf stattfindet, durch die Anordnung einer selbstthätigen Ein- und Ausschaltung des Auswurfantriebes derart (siehe Fig. 8, 9 und 10), dafs eine durch einen Frictions- oder Kegelriemscheibenantrieb veränderlich rotirende Welle W2 , Fig. 8 und 9, den Antrieb des Auswurf- Mechanismus durch die Auslösung der Sperrung «,eines durch die Welle vorher gehobenen Gewichtes G1 unter Vermittlung einer Welle W einrückt, während ein zweites durch diese Welle W oder die Bewegung des schwingenden Hebels H' selbst aufgezogenes Gewicht G2 nach Vollendung der Schwingung dieses Hebels, durch diesen ausgelöst, unter Vermittelung derselben Welle W' den Antrieb wieder einstellt, wobei die Gewichte durch Buffer, Federn u. s. w. ersetzbar sind. >
Die Anordnung der unter 5. beschriebenen Einrichtung zur abwechselnden Einschaltung eines schnelleren Antriebes (FL) und eines langsameren Antriebes (I f, Fig. 8) während des Auswurfes auf der Vorgelegewelle V zugleich mit der Aus- und Einschaltung des Auswurfantriebes σ.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66822C true DE66822C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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