DE71406C - Geschwindigkeitsregulator für Wasserkraftmaschinen - Google Patents
Geschwindigkeitsregulator für WasserkraftmaschinenInfo
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- DE71406C DE71406C DENDAT71406D DE71406DA DE71406C DE 71406 C DE71406 C DE 71406C DE NDAT71406 D DENDAT71406 D DE NDAT71406D DE 71406D A DE71406D A DE 71406DA DE 71406 C DE71406 C DE 71406C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Friction Gearing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 60: Regulatoren für Kraftmasi l'Ä. i/*J
olnvrh
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November i8g2 ab.
Die nachfolgend beschriebene Vorrichtung betrifft einen Regulirapparat, der für Wassermotore
geeignet erscheint. Das Neue an demselben ist im wesentlichen eine passende Verbindung
und Anwendung bereits vorhandener Apparate und' deren Eigenschaften. Es ist
neu, dafs zwischen Geschwindigkeitsregulator und Wasserabstellmechanismus zwei Krafteinschaltungssysteme
hinter einander eingeschaltet werden, von welchen das vom Geschwindigkeitsregulator
beherrschte irgend ein solches mit Selbstabstellung sein kann, während das mit der Kraftzufuhrverstellung in Verbindung
stehende auf Frictionsscheiben mit Vierkegelräder -Wendegetriebe (Rotationswendegetriebe)
beruht. Hierbei greift der erste Krafteinschalter den zweiten indirect an, während der zweite
den Wasserabstellmechanismus direct antreibt, bei Verstellung aber desselben sich durch diesen
wieder selbst abstellen läfst.
Fig. ι ist der Aufrifs, Fig. 2 der Grundrifs des Apparates. Fig. 3 ist, wie Fig. 6, 7 und 8,
eine Darstellung des hier für den ersten Krafteinschalter gewählten Klinkenkräfteinschalters.
Fig. 5 ist eine Ansicht des vom ersten Krafteinschalter beherrschten anderen solchen mit
Frictionsscheiben und Rotationswendegetriebe.
Fig. 4 zeigt die Verbindung beider Krafteinschalter, sowie die selbstthätige Abstellvorrichtung
des letzteren. Fig. 9 a ist ein sich selbst abstellender Kolbenkrafteinschalter, betrieben
durch Flüssigkeit.
Die Anordnung des Apparates ist nun die folgende:
Durch Scheibe a, Welle b und Kegelräder e
j, wird ein Geschwindigkeitsregulator B angetrieben.
Der für den vom Regulator beherrschten Krafteinschalter gewählte Klinkenkrafteinschalter
auf Welle k wird durch Welle b und Excenterstange c ebenfalls betrieben,
indem ein Sperrrad d lose auf Welle k hin- und herbewegt wird. Zwei fest mit der
Welle k durch Hebel i verbundene Klinken h würden in Sperrrad d eingreifen können, wenn
sich nicht dazwischen eine Vorrichtung befände, welche durch Hebel g und Stange/"
vom Regulator B in ihrer Stellung gehalten würde.
Diese Vorrichtung am Hebel g hat aber nur eine begrenzte Länge, so dafs bei Verstellung
derselben durch Regulator B in bekannter Weise die eine oder andere Klinke h
in Sperrrad d einfallen kann, so dafs die Klinken h mittels des festen Hebels i die
Welle k verdrehen (Fig. 3, 6, 7 und 8).
In Fig. 9 a ist ein Kolbenkrafteinschalter mit Selbstabstellung gezeichnet, der wie jeder andere
Krafteinschalter an Stelle des vorbeschriebenen angewendet werden kann.
Ferner wird durch Antriebswelle b noch die Scheibe / betrieben, welche durch Riemenübertragung
Scheibe m bezw. Frictionsscheibe N in Umdrehung setzt. Die Achse der Scheiben
Ot und N wird durch einen horizontal schwingenden Hebel O geführt, dessen
Achse ρ unter der Mitte der Scheibe / liegt, so dafs bei Schwingung des Hebels O die
Achsenentfernung der Scheiben / und m gleich bleibt.
Frictionsscheibe N dreht sich nun in bekannter Weise auf Rollen q, die lose auf
Welle s sitzen. Mit jeder der losen Rollen q
ist fest ein Kegelrad r verbunden, welche in zwei Kegelräder u greifen, die lose auf einem
Wellenkreuz/1 sitzen. Dieses Wellenkreuzf1
ist wieder fest mit Welle 5 verbunden. Wird Frictionsscheibe N horizontal nach rechts oder
links geschoben, so dreht sich die eine oder andere Rolle q schneller, wobei sich auch in
bekannter Weise Welle s dreht, so dafs durch Räderübersetzung y % eine Drosselklappe C,
ein Schieber etc. nach beiden Seiten hin verstellt werden kann.
Der Klinkenkrafteinschalter verstellt nun aufser Welle k auch den mit ihr fest verbundenen
Hebel v, Schienen w und Hebel x. Dieser Hebel χ ist nun mit Arm O so verbunden,
dafs er die Frictionsscheibe N verschieben kann, wenn Hebel χ im Punkt β festgehalten wird.
Dies letztere geschieht nun dadurch, dafs Hebel χ im Endpunkt β einmal durch Zugver^
bindung D über Rolle E excentrich im Punkt R mit dem Rad ^ verbunden ist, nach der anderen
Seite aber durch Gewicht K über Rolle J durch Zugverbindung H in einer bestimmten
Lage festgehalten wird. Diese Verstellung der Frictionsscheibe N würde durch Angriff im
Punkte α des Hebels χ durch den Krafteinschalter eg hid vor sich gehen, wenn nicht
seine Verstellung ruckweise geschehe, bei welcher die Scheibe N und der Arm O . der Trägheit
wegen nur wenig folgen können und sofort Brüche entstehen müssen.
Um dies zu verhindern, ist die Uebertragung von Schiene w nach Arm O indirect eingerichtet
worden, indem nämlich zwischen Punkt β des Hebels χ und den Zugverbindungen D
und H Federn F und G eingeschaltet wurden, die ein Verlegen des Punktes α möglich
machen, ohne dafs sofort Arm O und Scheibe N zu folgen brauchen. Aber auch in
diesem Falle würde Scheibe N sich nur wenig verschieben lassen, denn sobald die Sperrradbewegung
durch e sich umkehrt, können die Federn F und G wieder Punkt α zurückverlegen.
Damit nun die neue Lage von Punkt α erhalten bleibt, ist auf Welle k noch eine
Scheibe M festgekeilt, die durch Bremsvorrichtung L mäfsig festgehalten wird. Diese
Bremskraft an Scheibe M hat Excenter c zu überwinden. Bei der Rückbewegung desselben
können aber die Federn F und G die Scheibe M nicht mehr zurückdrehen. Punkt α
bleibt in seiner neuen Lage festliegen, Federn F und G suchen nun ihre Kräfte auszugleichen
und drehen hierbei Hebel χ im Punkt α, wobei sich Punkt γ bezw. Frictionsscheibe N verschiebt.
Sofort tritt nun der bekannte Vorgang im Umlaufwendegetriebe ein, so dafs Welle s und hiermit Getriebe ^" bis ^, sowie
auch Drosselklappe C sich drehen. Dies würde nun endlos vor sich gehen, wenn nicht hierbei
auch eine Selbstabstellung in Thätigkeit gesetzt würde.
Wie schon vorher erwähnt, ist Punkt β durch F D und JR mit Rad ^ verbunden,
welch letzteres soeben in Drehung versetzt worden ist. Selbstverständlich mufs sich nun
auch Punkt R bezw. β durch das Gewicht K verlegen.
Ist nun die Lage von JR so gewählt worden, dafs bei Drehung von Rad ^ Punkt γ
wieder zurückgeht, so kommt auch Frictionsscheibe-iV nach und nach wieder in ihre Mittelstellung,
wobei die Verstellung von C aufhört. Trotzdem nun alles relativ wieder zur
Ruhe gekommen ist, hat sich bei einem anderen Stande des Regulators B auch die Drosselklappe
C anders gestellt.
Kurz wiederholt, ist der Vorgang der folgende :
Steht Rad \ still, so steht auch Regulirstange
/ und Welle k still, während sich die Theile abeBlmNqr und u drehen und
Theile c und d oscilliren.
Angenommen, durch Einrückung eines gröfseren Widerstandes ginge Scheibe α und die
übrigen vorher genannten Theile langsamer, so sinken der Regulator B und Stange/, während
Hebel g sich dreht. Die Klinke h fällt in das Sperrrad d ein und schiebt sich wieder
über den Schutz g. Hierdurch drehen sich die Theile i k m und ν, verschoben wird n>,
Hebel χ wird um γ gedreht, Feder F spannt sich und Gewicht K sinkt. Diese Stellung
bezw. dieser Vorgang ist durch I markirt. Jetzt wirkt Feder F, m und JV verschieben sich
durch Verdrehung von χ um Punkt et, wobei
sich Gewicht K wieder hebt. Diese Stellung ist mit II markirt. Jetzt kommt Welle 5 in
Thätigkeit. Räder y ζ werden wie C verstellt,
durch Rad ^ auch die Theile RDFGH und K. Hierbei geht Punkt β des Hebels χ
mit. Letzterer dreht sich dabei um α, wobei auch m und N wieder zurückgehen und ihre
Thätigkeit einstellen. Der Apparat hat jetzt die Stellung III herbeigeführt und behält sie
auch bei, während sich die Theile ab ede I B m N q r und u wie gewöhnlich weiterbewegen.
Die Regulirung des Motors hat gegenüber dem neuen Widerstände stattgefunden. Dieser
Vorgang hat im wesentlichen nur wenige Secunden gedauert. Die Federn G und F lassen
nämlich zu, dafs sich Scheibe N längere Zeit in der seitlichen Stellung aufhalten kann. Angenommen,
die wirkende Friction betrüge in dieser Lage 6 kg und die relative Peripheriegeschwindigkeit
einer Rolle 4 m pro Secunde, so sind sofort 24 Secmkg ohne Unterbrechung thätig zum Verstellen.
Wird Frictionsscheibe N beschwert und die Tourenzahl erhöht, so vergröfsert sich dem-
gemäfs die Leistung, besonders wenn man auch das Uebersetzungsverhältnifs y % verkleinert.
Arbeitet der Klinkenkrafteinschalter zu schnell, so lüftet man Bremse L etwas, wodurch
die Federn G und F im Stande sind, die Scheibe M etwas wieder zurückzuschieben.
Durch Gewicht P am Hebel g kann die Regulatorstellung corrigirt werden.
Behufs Erhöhung der Leistung dieses Apparates können die in Fig. 9 und 10 dargestellten
Aenderungen getroffen werden. Der die Scheibe N führende Hebel 0 liegt hier unter
dieser. Bei Verschiebung von N wird hier durch diese neue Führung mittels der hierzu
nöthigen Kraft die Reibung auf der schnellgehenden gleich arbeitenden Scheibe vermehrt
und nicht vermindert, wie dies bei der Lage des Hebels O oberhalb Scheibe N der Fall ist.
Ferner geht aus allen Darstellungen (Fig. 1 bis 8) hervor, dafs, wenn Scheibe N sich
genau in der Mitte zwischen den Rollen q befindet, jede Rolle q durch Scheibe N gleichmäfsig
belastet ist, verschiebt sich aber N nach einer Seite zu, so verschiebt sich auch der
Schwerpunkt der Scheibe. Das Resultat ist, dafs gerade die schnell laufende Rolle q entlastet
wird. Hierdurch verringert sich auch die Reibung und daher die Leistung des Apparates.
Der höchste Effect kann aber nur erzielt werden, wenn das Gewicht der Theile N
und m trotz Verschiebung stets gleichmäfsig auf beide Rollen q vertheilt wird.
Diesen grofsen Vortheil ermöglicht folgende neue Einrichtung, die auch in den Fig. 9
und 10 mit dargestellt ist. Die Scheiben N und m erhalten eine Achsenverlängerung U
nach oben. Der oberste Theil von U ist als Napflager V ausgebildet, in welches ein
Zapfen hineinreicht, der an einer Stange W sitzt, die in der Nähe der Achsenverlängerung
pp am Hauptbock befestigt ist.
Die Stange W wird nun in Stärke und Federung so gewählt, dafs sie bei Verschiebung
von N aus der Mittellage diese am Hebel U stets wieder zurückschieben will. Da
W durch U neben Verschiebung von N durch das Moment auch ein Kippen von N anstrebt,
so kann man alle Verhältnisse so wählen, dafs hier durch die langsam gehende Rolle q dasselbe
Gewicht erhalten wird wie durch die schnell gehende Rolle. Beträgt nach dem vorigen Beispiele die Friction der langsam
gehenden Rolle q etwa 30 kg bei 6 kg an der schnell gehenden, so ändert sich jetzt durch
die Einrichtung (Fig. 9 und 10) der Theile UVW die Reibung, so dafs jede Rolle ungefähr
gleich viel erhält. Die Leistung ist dann 18X4 = 72 Secmkg.
Es sei noch bemerkt, dafs die Uebertragung von / nach m auch durch Stirnräder oder
konische Räder mit Welle erfolgen kann.
Claims (3)
1. Geschwindigkeitsregulator für Wasserkraftmaschinen
, gekennzeichnet durch zwei Krafteinschalter, von welchen der vom Geschwindigkeitsregulator beherrschte ein
sich selbst abstellender Krafteinschalter ist, welcher durch Stellzeug auf einen zweiten
Krafteinschalter wirkt, der aus Frictionsscheiben in Verbindung mit einem Umlaufwendegetriebe
besteht und mit Selbstabstellung durch den von ihm angetriebenen Abstellmechanismus eingerichtet ist.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. genannten Regulators, bei welcher, wenn für
den vom Geschwindigkeitsregulator beherrschten Krafteinschalter ein solcher mit Klinken und Sperrrad gewählt worden ist,
dieser auf den zweiten Krafteinschalter mittels der wechselnden Spannung von Federn (G und F) einwirkt, wobei eine
Bremse (L) die Federn (G und F) beeinflufst.
3. Eine Ausführungsform des unter 1. genannten Regulators, bei welcher von dem
vom Geschwindigkeitsregulator beherrschten Krafteinschalter neben der Verschiebung
von Nm auch durch deren Achsenverlängerung
U eine Feder W gespannt wird, welche durch ihre Spannkraft ein Kippen
der Scheibe N nach der schnell laufenden Rolle q zu hervorruft, wodurch bei richtiger
Wahl der Länge von Ui wie Federung von W eine stets gleiche Belastung
beider Rollen q entsteht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71406C true DE71406C (de) |
Family
ID=344711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71406D Expired - Lifetime DE71406C (de) | Geschwindigkeitsregulator für Wasserkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71406C (de) |
-
0
- DE DENDAT71406D patent/DE71406C/de not_active Expired - Lifetime
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