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Abfüllvorrichtung mit einer in einem Füllstutzen schrittweise drehbaren
Abmeßschnecke Die Erfindung bezieht sich auf Abfüllvorrichtungen mit einer in einem
Füllstutzen schrittweise drehbaren Abmeßschnecke, die bei jedem Drehschritt eine
bestimmte Anzahl von Umdrehungen entsprechend der von ihr in den zu füllenden Behälter
abzumessenden Füllgutmenge ausführt. Insbesondere betrifft die Erfindung solche
Abfüllvorrichtungen, bei denen die Schneckendrehung von einem hin und her schwingenden
Glied abgeleitet wird, das wiederum durch einen verstellbaren Kurbeltrieb angetrieben
wird, um infolge des Kurbeltriebes dem Schwingglied und damit der Abmeßschnecke
zur Erzielung eines ruhig einsetzenden und aufhörenden Abmeßvorganges eine allmählich
ansteigende und dann wieder abnehmende Geschwindigkeit zu erteilen und durch die
Verstellung des Kurbeltriebes den Bewegungswinkel des Schwinggliedes und damit das
Maß der Schneckendrehung während des Betriebes von einer ortsfesten Stelle aus regeln
zu können.
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Gegenüber den bekannten Abfüllvorrichtungen dieser Art besteht das
Neue der Erfindung darin, daß zum Antrieb des hin und her schwingenden Gliedes eine
Bogenschubkurbel dient, bei welcher die Lage der Schwingendrehachse im Gestell verändert
werden kann, während die Gelenkachse zwischen Schwinge und Koppel mittels eines
Gleitsteines in eine Kulisse des Schwinggliedes, welches die Abmeßschnecke dreht,
eingreift. Diese Ausbildung verbindet mit einer genauen Regelungsmöglichkeit eine
zuverlässige und gedrungene Bauart. Bei einer Ausführungsform wird die Lage der
Schwingendrehachse im Gestell mit Hilfe eines in einer Geradführung des Gestelles
gleitenden und durch eine Schraubenspindel verstellbaren Gleitsteines geändert,
während bei einer anderen Ausführungsform die Änderung der Lage der Schwingendrehachse
im Gestell mit Hilfe von Exzenterscheiben, Schneckenrad und Schnecke erfolgt. Die
auf diese Ausführungsformen gerichteten Ansprüche a und 3 sind jedoch reine Unteransprüche,
deren Inhalt nicht für sich allein,, sondern nur in Verbindung mit dem Gegenstande
des- Anspruches i geschützt sein soll.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen
dargestellt.
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Abb. i und a veranschaulichen in Seitenansicht die eine Ausführungsform
in zwei verschiedenen Stellungen.
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Abb.3 und q, zeigen in Seitenansicht die zweite Ausführungsform gleichfalls
in zwei verschiedenen Stellungen, und Abb. 5 ist ein Querschnitt nach Linie A-B
der Abb. 3.
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Das Füllgut wird aus dem Einfülltrichter i durch den Füllstutzen a
mittels der schrittweise drehbaren Förderschnecke 3 in abgemessener Menge in den
zu füllenden Behälter, beispielsweise die Packung P, eingefüllt. Die obere Welle
q. der Schnecke 3 ist in der Lagerhülse 5 leicht drehbar angeordnet. Auf dem oberen
Ende der Schneckenwelle
4 ist ein Kegelrad 6 befestigt, das mit
einem Kegelrad 7 kämmt. Auf der Welle des Kegelrades 7 sitzt ein Kettenrad, welches
von dem auf der Welle io befestigten Ketten--: rad 9 mittels der Kette 8 gedreht
werdet; kann. Statt des Kettentriebes kann auch anderer Antrieb verwendet werden,
beispie f-; weise ein in unmittelbarem Eingriff stehendes Zahnradgetriebe. Auf der
Welle io ist ein Schaltrad i i befestigt, das durch eine in die Zähne des Rades
i i eingreifende Schaltklinke 12 -von einem auf der Welle io schwingbar gelagerten
Schalthebel 13 in der Richtung des Pfeiles um eine entsprechende Anzahl von Zähnen
fortgeschaltet werden kann. Die Schwingbewegung wird dem Schalthebel 13 durch ein
als Zahnsektor 16 ausgebildetes Glied erteilt, das auf der Welle 17 schwingbar gelagert
ist und in ein auf der Nabe 14 des Schalthebels 13 befestigtes Zahnrad 15 eingreift.
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Der Antrieb der Drehvorrichtung erfolgt durch eine Kurbel 3o, die
von der Welle 31 ständig angetrieben wird und mittels der Kurbelstange 29 bei 21
an dem Schwingglied 16 angreift. Beim Antrieb der Kurbel 3o bewegt sich der Angriffspunkt
21 innerhalb eines Kreisbogens, der gemäß Abb. i einen Winkel von a-b umfaßt. Durch
diese Schubbewegung wird der Zahnsektor 16 um die Welle 17 ausgeschwungen und treibt
damit auch den Schalthebel 13. an, so daß die Schaltklinke 12 entsprechend dem Ausschlag
des Zahnsektors 16 das Schaltrad i i um eine gewisse Strecke weiterschaltet. Mit
dieser Schaltung werden über das Kettenrad 9 und den Kettentrieb 8 die Kegelräder
7 und 6 entsprechend ihrer Übersetzung in schnelle Umdrehung versetzt, die diese
Umdrehung auf die Abmeßschnecke 3 übertragen. Durch die vom unteren Totpunkt der
Kurbel 30 bis zur Mittellage ansteigende und dann bis zum oberen Totpunkt
wieder abnehmende Schubbewegung wird auch die Geschwindigkeit der Drehvorrichtung,
die von der ständig umlaufenden Welle 31 angetrieben wird, zunächst allmählich gesteigert
und alsdann wieder bis auf Null zurückgeführt, so daß der Abmeßschnecke 3 in bekannter
Weise bei jedem Schaltschritt zunächst eine allmählich ansteigende und dann wieder
abnehmende Umdrehungsgeschwindigkeit erteilt wird.
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Um entsprechend dem jeweiligen Füllgut oder der jeweils gewünschten
Füllmenge die Umdrehungszahl der Abmeßschnecke 3 zu regeln oder zu ändern, ist der
Angriffspunkt 21 des Kurbeltriebes an der Drehvorrichtung veränderlich angeordnet.
Die Kurbelstange 29 umfaßt mit ihrem oberen Ende gabelförmig die beiderseits angeordneten
Stirnzapfen 21 eines Gleitsteines 2o, der in einer Kulisse i9 des unteren Sektorarmes
18 verschiebbar geführt ist. Der Gleitstein 20 ist durch eine Schwinge 22 mit einem
Gleitstein =z4 in der Weise gekuppelt, daß die Schwinge .-sowohl die Stirnzapfen
21 des Gleitsteines 2o 'ls auch die Stirnzapfen 23 des Gleitsteines 2q. gabelartig
umfaßt. Der Antrieb des Schwinggliedes 16 erfolgt also durch eine Bogenschubkurbel,
die durch die Kurbel 30,
die Koppel 29, den im Schwingglied 16 mittels GleitsteineS2o
verschiebbar geführten Gelenkzapfen 21 und der auf dem Zapfen 23 als Drehachse gelagerten
Schwinge 22 gebildet wird. Der Gleitstein 24 ist in einer ortsfesten Kulisse 28
des Gestelles geradlinig verschiebbar geführt und sitzt mit Innengewinde auf einer
Schraubenspindel 25, die in einem Lager 26 drehbar, jedoch unverschiebbar gelagert
und an ihrem äußeren Ende mit einem Vierkant 27 versehen ist. Zur Regelung oder
Änderung der Umdrehungszahlen der Abmeßschnecke 3 wird die Schraubenspindel 25 durch
einen auf das Vierkant aufgesetzten Schlüssel oder auch mittels eines Handrades
gedreht und hierdurch der Gleitstein 24 in der Kulisse 28 je nachdem nach links
oder rechts verschobl,n. Hierdurch erhält gleichzeitig auch :über :die Schwinge
22 der Gleitstein 20 eine entsprechende Längsverschiebung in der Kulisse i9, wodurch
der Angriffspunkt 21 der Koppel 29 geändert, also der Winkel seines Ausschlages
vergrößert oder verkleinert wird. Hierdurch erhält auch der Zahnsektor 16 einen
größeren oder kleineren Ausschlag, der sich der Drehvorrichtung der Abmeßschnecke
3 mitteilt und dadurch eine größere oder kleinere Umdrehungszahl der Abmeßschnecke
verursacht.
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Bei der Ausführungsform nach Abb.3 bis 5 greift die Koppe129 der Bogenschubkurbel
wiederum an den Zapfen 43 eines Gleitsteines 5o an, der in einer Kulisse 51 des
unteren Armes des Zahnsektors 16 der im übrigen unveränderten Drehvorrichtung verschiebbar
ist. Auf der festen Welle 35 ist eine Büchse 36 drehbar gelagert, die zur Lagerung
des schwingbaren Zahnsektors 16 dient und zwei Exzenterscheiben 37 und 38 trägt.
Zur Kupplung des Gleitsteines 5o mit den Exzenterscheiben 37 und 38 dienen zwei
als Schwingen der Bogenschubkurbel wirkende Schnallen 41 und 42, die am einen Ende
bei 39 und 4o exzenterringartig um die Exzenterscheiben 37 und 38 fassen und am
anderen Ende mit. den Zapfen 43 des Gleitsteines 5o verbunden sind. Zur Verstellung
der Exzenterscheiben 37, 38 ist auf der Büchse 36 ein Schneckenrad 44 befestigt,
in das eine im Bock 46 drehbar gelagerte Schnecke 45 eingreift. Die Schnecke kann
durch ein Vierkant
47 oder ein Handrad gedreht werden. Bei dieser
Ausführungsform drehen sich die beiden Schwingen 41 und 42 um die Exzenterscheiben
37 und 38, während der Zahnsektor 16 mit seiner Nabe 55 auf der, Büchse 36
zentrisch zur Achse 35 sitzt. Durch Veidrehung der Schnecke 45 wird die Hülse 36
nebst den beiden Exzenterscheiben 37 und 38 verdreht, also über die Schwingen 41
und 42 der Angriffspunkt der Koppel 29 an dem Zahnsektor 16 verlagert. Es wird daher
auch der Ausschlagwinkel der Koppel 29 und damit der Ausscblagwinkel des Schwinggliedes
16 und über die Drehvorrichtung die Umdrehungszähl der Abmeßschnecke 3 je nach der
Einstellung der Exzentersdh ,eiben 37 und 38 vergrößert oder verkleinert.
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In gleicher Weise wie für die Abmeßschnecke beschrieben, kann der
Antrieb mittels der Bogenschubkurbel und die Verstellbarkeit des Schubbereiches
auch für solche Abfüllvorrichtungen verwendet werden, bei denen statt der Schnecke
zum Abmessen und Einfüllen des Gutes ein anderes Mittel verwendet wird, wie beispielsweise
eine am unteren Ende des Fülltrichters entsprechend der jeweils abzufüllenden Menge
absatzweise geschaltete Abmeßtrommel der an sich bekannten Art.