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Fahrbare Streuvorrichtung Die Erfindung betrifft eine fahrbare Streuvorrichtung
mit einem Behälter für das Streugut, welche insbesondere zur Herstellung von Markierungslinien
für Sport- und Spielplätze, z. B. für Fußball oder Landhockey, besitmmt ist. Diese
Streuvorrichtung kann mit zweckentsprechenden Anbauten versehen, auch für andere
Zwecke verwendet werden, z. B. zum Streuen von Sand oder zum Streuen von Salz bei
Straßenbahnen.
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Solche Streuvorrichtungen haben insbesondere bei Verwendung von leichtem
Streugut, z. B. Sägemehl oder Sägespänen, und auch anderem schwer nachrutschendem
Streugut den Nachteil; d:aß sich dasselbe an den Behälterwänden und vorspringenden
Teilen im Behälterinnern festsetzt, wodurch im Streugut Hohlräume gebildet werden,
die das Nachrutschen desselben und eine gleichmäßige Behälterentleerung beeinträchtigen.
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Die Anwendung von Förders,chnecken hilft diesem Übelstand nicht ab,
weil ihre Schaufeln nur so viel fördern, .als in ihrem Bereich liegt. Überdies behindern
im Behälterinnern angeordnete, notwendigerweise umfangreich bemesisene Förderschnecken
ein. leichtes und ungehindertes Auffüllen mit Streugut.
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Schüttelvorrichtungen an Streugutbehältern oder Teilen derselben bleiben
wirkungslos, wenn leichtgewichtiges Sägemehl entleert werdein soll, besonders wenn
Feuchtigkeit dasselbe zusammenbackt. Außerdem ist der Kraftbedarf von solchen Schüttelvorrichtungen
bei einigermaßen ,genügend beme;sisenen Behältern so .groß, d:aß ein Antrieb mit
Menschenkraft nicht mehr zugemutet werden kann.
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Gemäß vorliegender Erfindung soll dieser Übelstand dadurch behoben
werden, .daß an den Innenseiten der Streugutbehälterwände Gitter oder Roste höhenbeweglich
angeordnet sind. Durch die Bewegungen dieser Gitter oder Roste wird dass Streugut
im; Behälter fortwährend in Bewegung gehalten und damit die Bildung von Hohlräumen
in demselben verhindert sowie ein ununterbrochenes Nachrutschen zum Behälterausgang
erreicht. Diese Gitter oder Roste sind zweckmäßig mit schräg nach unten und innen
gerichteten waagerechten flachen Stäben versehen, die das ,anliegende Streugut gleichzeitig
mit jeder Abwärtsb;ewegu;ng nach unten ziehen. Die Gitter oder Roste werden vom
Laufrad der Vorrichtung ,aus bewegt. Die Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet
sich durch ihre Einfachheit ,aus. Sie unterscheidet sich wesentlich von fortlaufend
beweglichen Feuerung;srosten oder schnell hin und her schwin-'genden Schüttelrosten,
die das Fö:rdergult vorwärts werfen. Die Bewegung der Gitter oder Roste nach der
Erfindung kann verhältnismäßig langsam erfolgen, um' die b:eabsichtigte
Wirkung
zu erzielen. Ferner können die Bewegungen der einzelnen Gitter oder Roste gegenläufig
sein. Die Anordnung dieser Gitter oder Roste an den inner; Seitenwänden läßt das
Behälterinnere vo'1"Y= ständig frei von. Bestandteilen,, die das @u füllen behindern
können.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Filg. i zeigt einen senkrechten Schnitt und . Fig. 2 einen Aufriß
einer fahrbaren Streuvorrichtung.
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Die auf der Zeichnung dargestellte Vorrichtung weist einen Streugutbehälter
i auf, dessen vordere, dem Laufrad z zugekehrte Seitenwand senkrecht steht, während
die drei weiteren Seitenwände so geneigt sind, daß sich der Behälter nach unten
trichterförmig verengt.
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Im unteren Teil des Streugutbehälters ist eine Antriebswelle i z eingezeichnet,
die zum Antrieb: eines dem. Verwendungszweck entsprechend ausgebildeten Verteilorgans
i i dient. Dieses Verteilörgan ist in der Zeichnung als Schaufelrad dargestellt
und bewerkstelligt :einen gleichmäßigen Austritt des Streugutes.
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Die Antriebswelle z z ist ;durch -die Behälterwand hindurchgeführt
und trägt außerhalb des Behälters eine Kurbel 7 und eine Keilriem:enscheibe 6. Von
der auf der Wagenachse sitzenden gleichartigen Riemenscheibe 3 wird mittels des
endlosen Keilriemens 5 die Riemenscheibe 6 und damit die Antriebswelle i z angetrieben.
Die Kurbel 7 erteilt durch die Kurbelstaange 8 dem Schwingarm g eine hin und her
gehende Bewegung: Die Schwingarmachse io überträgt diese Bewegungen wieder ins Behälterinnere
an zwei auf ihr sitzende doppelarmige Hebel 13, von denen in Fig. i nur der
eine hintere doppelarmige ebel 13 gezeigt ist. Die in Fahrtrichtung Tarn liegenden
Armhälften dieser Hebel tragen :ein an der rechten und linken Behälter-_ly2n,d.angeordn:etes
seitliches Gitter oder einen Rost 15, während :das hintere quer zur Fahrtrichteng
liegende Gitter 16 gemeinsam von den beiden rückwärts gerichteten Hebelarmen
angetrieben wird. Von den beiden seitlichen Gittern oder Rosten 15 ist in
Fig. i nur eines ersichtlich. Der beschriebene Kurbeltrieb erteilt den beiden doppelarmigen
Hebeln und damit den Gittern oder Rosten selbst die gewünschten :auf und .ab gehenden
Bewegungen, die im vorliegenden Beispiel für die seitlichen Gitter oder Roste einerseits
und für das hintere Gitter oder den hinteren Rost andererseits ;gegenläufig sind.