DE66550C - Verfahren zur Darstellung von Dip-phenetylguanidin, sowie seines Benzoylderivates - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Dip-phenetylguanidin, sowie seines Benzoylderivates

Info

Publication number
DE66550C
DE66550C DENDAT66550D DE66550DA DE66550C DE 66550 C DE66550 C DE 66550C DE NDAT66550 D DENDAT66550 D DE NDAT66550D DE 66550D A DE66550D A DE 66550DA DE 66550 C DE66550 C DE 66550C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
preparation
phenetylguanidine
diphenetylguanidine
benzoyl derivative
alcohol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT66550D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. D. RIEDEL in Berlin N., Gerichtstr. 12/13
Publication of DE66550C publication Critical patent/DE66550C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1892 ab.
Bekanntlich geben zweifach alkylsubstituirte Thioharnstoffe beim Entschwefeln mit Metalloxyden in Gegenwart molecularer Mengen eines primären Amins R NH2 alkylsubstituirte Guanidine:
C S\%hr + RNH2= C = NR +H2S.
Wegen der oxydirenden Wirkung der Metalloxyde auf das angewendete Amin, wie auch auf die gebildeten substituirten Guanidine verläuft indefs diese Reaction nicht glatt. Dagegen habe ich gefunden, dafs man aus dem bei 168° schmelzenden Diphenetylthioharnstoff, welcher aus p-Amidophenetol und Schwefelkohlenstoff in ätherischer Lösung quantitativ darstellbar ist, vollkommen glatt und quantitativ zu dem bisher unbekannten Di-p-phenetylguanidin gelangt, wenn man ihn in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Ammoniak mittelst frisch gefällten Bleioxydes oder Quecksilberoxydes entschwefelt:
C ^/NHC6H4 O C2H5 NH p, n C ώ ^ NHC6H11 O C,H ·"3 + ^ U yNH 0,H4OC2H,
= C=NH +PbS+H2 O.
^NHC1, H4OC2H^
Das angewendete Ammoniak, wie auch das gebildete Di-p-phenetylguanidin widerstehen der Einwirkung der zum Entschwefeln benutzten Metalloxyde und kann sich der zersetzende Einflufs der letzteren somit nicht geltend machen.
Die Darstellung des Di-p-phenetylguanidins erfolgt, indem man zunächst behufs Gewinnung des Diphenetylthioharnstoffes 5 kg Amidophenetol, im ι ο fachen Gewicht Aether gelöst, mit 4 kg Schwefelkohlenstoff versetzt, 4 Tage stehen läfst, dann von den Krystallen abgiefst, den Aether abdestillirt, den Rückstand mit Aether wäscht und ihn mit der ersten Krystallisation vereinigt.
ι ο kg des so erhaltenen Thioharnstoffes werden fein gerieben in dem ι ο fachen Gewicht Alkohol suspendirt, worauf man eine Mischung von 3 kg Ammoniak und 100 kg 60 pCt. Alkohol zufügt und nach dem Erhitzen auf 6o° mit frisch gefälltem Bleihydroxyd oder Quecksilberoxyd entschwefelt. Aus dem Filtrat werden durch Zusatz der 5 fachen Menge Wasser bereits 70 pCt. der theoretischen Ausbeute an Di-p-phenetylguanidin gefällt. Der Rest wird aus der wässerig-alkoholischen Lösung als Sulfat gewonnen.
Das Di-p-phenetylguanidin schmilzt bei 122,5°, schmeckt bitter und löst sich in ca. 1000 Theilen heifsen Wassers und in 2 Theilen Alkohol. Das Sulfat (C17 H21 2V3 O2J2H2 SO4 bildet harte weifse Nadeln.vom Schmelzpunkt 2030. Das salzsaure Salz (CnH21 N3 O2)HCl krystallisirt aus verdünntem Alkohol in derben Prismen vom Schmelzpunkt 1750. Das Golddoppelsalz "(Ci7 H21 N3 OJHClAu Cl3 bildet feine braunrothe, bei 144 bis 144,5° schmelzende Nadeln, dasPlatindoppelsalzfC^H,] N3 O2-HClJ2PtCl4 . grofse hexagonale Tafeln vom Schmelzpunkt 209 bis 2io°. Das essigsaure Salz scheint nur in Lösung beständig zu sein.
Wird das Di-p-phenetylguanidin für sich, oder in Benzol gelöst, mit dem gleichen Gewicht Acetylchlorid erwärmt, so erstarrt die Masse bald zu Nadeln von Monoacetyldi-p-
phenetylguanidin, welches jedenfalls die Constitution
/NH- C6H4 C = N- C O- CH
OC2H5
3 OC2H5
\NH- C6.
hat, da einerseits beim Acetyliren des Guanidins nur eine Acetylgruppe aufgenommen wird und andererseits der Körper
r n/ NH- C6H4 OCH5 c U\NH- C6H4 OC2H5
(Schmelzpunkt 2240) sich nicht acetyliren läfst. Das acetylirte Di-p-phenetylguanidin krystallisirt aus Alkohol in farblosen Nadeln vom Schmelzpunkt 1650 (nicht scharf). Dasselbe ist ein an der Luft leicht zersetzlicher Körper. Ein Monobenzoyldi-p-phenetylguanidin
OC2H,
■=N. C OC6H5 \ N H- C. H
OC2H,
wird in analoger Weise wie das Acetylderivat durch Erwärmen der Base mit Benzoylchlorid erhalten. Dasselbe bildet harte, bei 1840 schmelzende Krystalle, welche vollkommen beständig sind.
Das beschriebene Di-p-phenetylguanidin sowie sein Benzoylderivat sind für medicinische Anwendung bestimmt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die Darstellung von Di-p-phenetylguanidin C17 A21 TV3 O2 durch Einwirkung von Bleihydroxyd oder Quecksilberoxyd auf eine alkoholische Lösung molecularer Mengen Di-p-phenetylthioharnstoff und Ammoniak. Die Darstellung von Monobenzoyldi-p-phenerylguanidin durch Benzoyliren des nach Anspruch ι. erhaltenen Di-p-phenetylguanidins mittelst Benzoylchlorids.
DENDAT66550D Verfahren zur Darstellung von Dip-phenetylguanidin, sowie seines Benzoylderivates Expired - Lifetime DE66550C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE66550C true DE66550C (de)

Family

ID=340256

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT66550D Expired - Lifetime DE66550C (de) Verfahren zur Darstellung von Dip-phenetylguanidin, sowie seines Benzoylderivates

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE66550C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2601466A1 (de) Verfahren zur sequestrierung von in wasser geloestem sauerstoff und hierzu geeignete zubereitungen
DE66550C (de) Verfahren zur Darstellung von Dip-phenetylguanidin, sowie seines Benzoylderivates
DE2050217A1 (de) Monomethylamino Verbindungen
DE2120868C2 (de) Fluorierte sulfoxylierte Ampholyte und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1300955B (de) p-Chlorphenoxyessigsaeure-(beta-dimethylaminoaethyl)-ester, dessen Hydrochlorid und Verfahren zu deren Herstellung
CH395124A (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenalkylaminen
DE68706C (de) Verfahren zur Darstellung von Di-panisylguanidin, sowie seines Benzoylderivats
DE244740C (de)
DE121223C (de)
DE392067C (de) Verfahren zur Darstellung von N-aralkylierten Imidazolylalkylaminen
DE444014C (de) Verfahren zur Darstellung von Thiuramdisulfiden
DE97333C (de)
DE296916C (de)
DE110987C (de)
DE1668950C3 (de) Sulfonamidsubstituierte Benzylaniline Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
DE391071C (de) Verfahren zur Herstellung von Papaverinnitrit
DE292546C (de)
DE415318C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Arylamino-1-arylimino-2-naphthochinonen
DE1795180C3 (de) Benzylaminopyridine
DE1198357B (de) Verfahren zur Herstellung des Oxims des 16-Dehydropregnenolonacetats
DE87785C (de)
DE203082C (de)
DE199147C (de)
DE492321C (de) Verfahren zur Darstellung von bis-ªÏ-halogenacetylierten Diphenylaethern
DE152814C (de)