DE199147C - - Google Patents

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DE199147C
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hydrochloric acid
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nitrous acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/12Preparation of nitro compounds by reactions not involving the formation of nitro groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 199147 KLASSE 12 ο. GRUPPE
Zusatz zum Patente 186881 vom 16. Februar 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. März 1907 ab. Längste Dauer: 15. Februar 1921.
Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Darstellung von o-Nitrobenzaldehyd aus der nach dem Verfahren des Patents 182218 erhältlichen Diquecksilberverbindung des o-Nitrotoluols durch Oxydation mit salpetriger Säure oder Salpetersäure.
Es wurde nun weiter gefunden, daß, wenn man die Einwirkung der salpetrigen Säure auf die genannte Quecksilberverbindung bei gewöhnlicher oder etwas erniedrigter Temperatur und bei Gegenwart starker Salzsäure vornimmt, eine sehr glatt verlaufende Reaktion eintritt, welche zum o-Nitrobenzaldehyd bzw. zu seinem Oxim führt.
Man verfährt dabei zweckmäßig so, daß man zunächst das Dinitrit der Quecksilber-
,Hg. O-St verbindung herstellt und dieses unter Eiskühlung und Rühren langsam in 20 bis 25prozentige Salzsäure einträgt.
Die Diquecksilberverbindung des o-Nitrotoluols hat nach neueren Untersuchungen die Formel >
sie bildet zwei Reihen von Salzen, welche ein bzw. zwei Äquivalente Säure enthalten und als basische und neutrale Salze bezeichnet werden können. Die Formeln der beiden Sulfate sind z. B. folgende:
O- Hg,
basisches Sulfat;
C6H^ Hg.
neutrales Sulfat. Das obenerwähnte Dinitrit, welchem die Formel
,Hg. N0.2
NO9
>C6HV 55
60
,cm
C6H^
N O2
zukommt, stellt man am besten in der Weise dar, daß man mit Wasser gut aufgeschiämmte Quecksilberbase mit einer Lösung von 2 Molekulargewichten Natriumnitrit versetzt und
unter gutem Schütteln in einer verschlossenen Flasche ι Molekulargewicht io prozentige Schwefelsäure langsam zutropfen läßt. Bei richtig geleiteter Operation tritt dabei freie salpetrige Säure höchstens in Spuren auf.
Das.in kaltem Wasser kaum lösliche Dinitrit' wird abgesaugt und bei gewöhnlicher Temperatur getrocknet.
Um das Dinitrit zu zersetzen, kann man ίο nach, folgendem Beispiel verfahren:
Beispiel.
Das aus 55,1 g ('/10 Grammolekül) Diquecksilberbase dargestellte Dinitrit wird innerhalb 2 Stunden unter gutem Rühren in 30. g mit Eis gekühlte 25 prozentige Salzsäure in kleinen Portionen eingetragen, während gleichzeitig 100 S 36,5 prozentige Salzsäure zugetropft werden. . .
Die Salzsäuremenge ist so gewählt, daß die Säure am Schluß der Operation wieder
etwa 25 prozentig ist. Die gelbe Farbe des Dinitrits verschwindet dabei, .rasch, und es scheidet sich eine farblose, fein kristallinische Masse ab, welche im wesentlichen aus einem Gemenge von o-Nitrobenzaldehyd und o-Nitrobenzaldoxim besteht. Durch Behandeln mit verdünnter Natronlauge, die nur das Oxim löst, können diese beiden Produkte leicht voneinander getrennt werden. Die salzsaure Lösung enthält das aus der Diquecksilberverbindung abgespaltene Quecksilber als Chlorid.
Falls ohne Kühlung gearbeitet wird, muß das Eintragen des Dinitrits so langsam geschehen , daß keine merkliche Erwärmung auftritt.
Der Mechanismus dieser Reaktion ist wahrscheinlich so aufzufassen, daß die durch die Salzsäure in Freiheit gesetzte salpetrige Säure zunächst auf die Quecksilberverbindung in der Weise einwirkt, daß sie diese gemäß der Gleichung:
= cR
Cl
+ HNO2
H2O
in eine sehr unbeständige Nitrosoverbindung überführt.
Diese wird durch die Salzsäure sofort gespalten:
2.
Cl
Endlich wirkt nun das zweite aus dem Dinitrit stammende Molekül salpetrige Säure auf das primär gebildete Oxim ein, indem es dieses, ähnlich wie dies Gabriel und
CH-.NOH
3-
4HNO2 =
Diese Auffassung wird durch folgende Beobachtungen gestützt:
Das Reaktionsprodukt besteht fast aus gleichen Teilen Aldehyd und Oxim,. was mit der Gleichung 3 in Einklang steht, denn nach ihr werden auf 1 Mol. Oxim 2 Mol. salpetrige Säure verbraucht, während hier nur ι Mol. der Säure zur Verfügung steht. Ferner beobachtet man bei der Reaktion ein fortwährendes Entweichen von Stickoxyd.
Endlich läßt sich, wie ein besonderer Versuch zeigte, das Nitrobenzaldoxim tatsächlich durch salpetrige Säure in Nitrobenzaldehyd überführen.
CH: NOH
NO,
+ 2HgCl2.
Meyer (Berichte d. D. ehem. Ges. 14, 2334) für das Eisenoxydsulfat nachgewiesen haben, in o-Nitrobenzaldehyd und Stickoxydul spaltet:
,CHO
\2V0.,
+ N2O + 4NO + 3H2O.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Ausführungsform des durch Patent 186881 geschützten Verfahrens zur Darstellung von o-Nitrobenzaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß man zwecks gleichzeitiger Gewinnung von ο - Nitrobenzaldoxim neben o-Nitrobenzaldehyd die Einwirkung der salpetrigen Säure auf die gemäß Patent 182218 erhältliche Diquecksilberverbindung des ο - Nitrotoluols bei niedriger Temperatur und in Gegenwart starker Salzsäure vornimmt.
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