DE659828C - Extraktionsvorrichtung - Google Patents

Extraktionsvorrichtung

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DE659828C
DE659828C DESCH106830D DESC106830D DE659828C DE 659828 C DE659828 C DE 659828C DE SCH106830 D DESCH106830 D DE SCH106830D DE SC106830 D DESC106830 D DE SC106830D DE 659828 C DE659828 C DE 659828C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids
    • B01D11/0215Solid material in other stationary receptacles
    • B01D11/0219Fixed bed of solid material

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

  • Extraktionsvorrichtung Gegenstand der Erfindung ist eine Extraktionsvorrichtung mit einem über dem eigentlichen Extraktionsbehälter angeordneten, durch ein Tauchrohr verbundenen, allseits geschlossenen Speisebehälter, durch den die Extraktionsflüssigkeit in den mit dem zu extrahierenden Gut gefüllten Behälter übler einen im Tauchrohr angebrachten Absperrhahn eingeführt wird, und einer Vorrichtung zum Verdrängen des im Extraktionsgut nach erfolgter Extraktion noch enthaltenen Extraktionsmittels, bei der in dem Tauchrohr eine Entlüftungsleitung angeordnet ist, die einerseits im Extraktionsbehälter ungefähr mit dem Ende des Tauchrohrs abschließt und anderseits bis in den oberen Teil des Speisebehälters hineinragt, und daß zur Verdrängung des Extraktionsmittels in dem Speisebehälter ein Heber angeordnet ist, der durch eine mit einem Schauglas versehene Zuführungsleitung mit dem Boden des Extraktionsbehälters verbunden ist.
  • Das bei den bisher bekannten Extraktionsvorrichtungen zum Gewinnen von Kräuterextrakten übliche Speisegefäß, zumeist leine umgekehrt stehende Flasche, mit dem Hals in die über dem Ansatzmaterial stehende Flüssigkeit tauchend, entleert sich in dem Maße, als die fertiggebildete Extraktionsflüssigkeit zum Abfluß gebracht wird. Das Speisegefäß muß bei dieser Vorrichtung bei jeder Neufüllung von seinem Standort abgenommen und wieder aufgesetzt werden, ein umständliches und zeitraubendes Verfahren, das auch mit größerem Materialverlust verbunden ist. Bei der Rückgewinnung des im Extraktionsmaterial verbliebenen Alkohols wird dasselbe einfach von oben mit Wasser überschüttet, wobei infolge der Unterschiedlichkeit des spezifischen Gewichtes beider Stoffe leine restlose Abscheidung kaum erfolgen kann. Der Zufluß des Verdrängungsmittels erfolgt hierbei ohne Druckausgleich in ungleicher Weise. Die Durchflußgeschwindigkeit ist bei vollgefülltem Speisegefäß naturgemäß stärker als bei dem verbleibenden Rest. Dies bedingt eine stete Überwachung und Regulierung des Abflusses.
  • Mit einer bekannten, wohl unter Druck, jedoch ohne Druckausgleich arbeitenden Extraktionsvorrichtung soll eine gleichmäßige Durchflußgeschwindigkeit der Flüssigkeit erreicht werden, die jedoch nur dann eintreten kann, wenn das Druckgefäß unter stets gleichbleibendem Druck gehalten wird und nur durch stetes Nachpumpen der Druckluft gehalten werden kann. Mit dem Nachlassen des Druckes im Druckgefäß sinkt natürlich auch die Durchflußgeschwindigkeit im Apparat. Diese Vorrichtung ist auch insofern zeitraubend, als zwecks Nachfüllung des Druckgefäßes mit Flüssigkeit die Druckapparatur auseinandergenommen und nach der Füllung wieder zusammengesetzt werden muß.
  • Ein weiterer Nachteil bei den bekannten Ausführungen ergibt sich aus dem Fehlen einer Entlüftungsleitung, durch die die in der geschlossenen Apparatur bzw. zwischen den Drogen verbleibende Luft nicht unter weichen kann, die eine restlose Erschöpfung der Drogen verhindert.
  • Diese Nachteile der bekannten Ausführun-.. gen werden durch den Gegenstand der Erfindung vermieden und wird die Durchführung der Extraktion sowie die Rückgewinnung des Rückstandsalkohols wesentlich vereinfacht und eine restlose Extrahierung der Drogen gesichert. Der über dem Extraktionsbehälter durch ein Tauchrohr verbundene und allseits geschlossene Speisebehälter kann ohne ihn abzunehmen, jederzeit gefüllt werden, wobei die Luft im Extraktionsbehälter durch eine im Tauchrohr angeordnete und im oberen Teil des Speisebehäliers mündende Entlüftungsleitung unbehindert ent- -weichen kann, bei der Verdrängung des Extraktionsmittelrestes in dem Maße, als ein im Speisebehälter angeordneter und mit dem Boden des Extraktionsbehälters verbundener Heber die Verdrängungsflüssigkeit automatisch abfließen läßt, dessen Ende, bis auf den Boden des Speisebehälters reichend, einen Druckausgleich in demselben bzw. eine gleichmäßige D urchflußgeschwindigkeit vom Beginn bis zum Ende der jeweiligen Füllung ergibt.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung durch ein Ausführungsbeispiel erläutert und zeigt Abb. I eine Ansicht der Extraktionsvorrichtung, Abb. 2 einen Längsschnitt durch die Entlüftungsleitung in natürlicher Größe, Abb. 3 eine Ansicht des Apparates mit Vorrichtung für die Rückgewinnung des Rückstandsalkohols mit Wasser von oben.
  • Die Extraktionsvorrichtung besteht aus dem spitz zulaufenden Unterteil, dem zylindrischen Oberteil 2 im Gestell 3, dem die Extraktionsstoffe 4 aufnehmenden Auflagesieb 5 und oberhalb desselben liegenden Belastungssieb G. Zwecks luftdichtem Abschluß des Apparates ist der durch Flügelmutterschrauben gehaltene Deckel 7 mit Stopfbüchse 8 und verschließbarer Füll ffnung 9 vorgesehen. Der Hohlraum 10 unter dem Auflagesieb 3 nimmt den gebildeten Extrakt auf, der durch den Hahn 11 zum Abfluß gebracht wird. Für die Entlüftung des Hohlraumes während der Befüllung ist ein Luftrohr 12 angeordnet. In dem mit einem Absperrhahn Iß und dem Speisebehälter i6 tragenden Tauchrohr 15 ist eine Entlüftungsleitung 34 angeordnet, die einerseits im Extraktionsbehälter 2 ungefähr mit dem Ende des Tauchrohrs abschließt und anderseits bis in den oberen Teil des Speisebehälters I6 hineinragt und die zwecks Entlüftung nach außen mit dem Teil 20 unterhalb und oberhalb des Absperrhahns aus dem Tauchrohr hetaustretend das Entlüftungshähnchen 33 trågt. Für die Verdrängung des Extraktions-. wìttelrestes ist im Speisebehälter 16 ein Heber 26 angeordnet, der durch eine mit einem Schauglas versehene Zuführungsleitung 22 mit dem Boden 10 des Extraktionsbehälters 2 verbunden ist. Für die Befüllung des Speisebehälters 16 ist ein Trichterrohr 19 mit Hähnchen 21 vorgesehen. Der Arbleitsgang der Extraktion, des Extraktabflusses und der Rückgewinnung des nach erfolgter Extraktion in Extraktionsgut festgehaltenen Extrakts bzw. Rückstandsalkohols ist folgender: In den für die Aufnahme des Extraktionsgutes vorbereiteten Apparat wird das Extraktionsgut 4 hierbei zunächst über dem Siebboden 5 gelagert, mit dem Belastungssieb 6 überdeckt und hiernach bei geöffnetem Diekkiel 7 mit bereitgehaltener Extraktionsflüssigkeit so weit übergossen, bis diese nach vollständiger Sättigung des Extraktionsmaterials noch ein Stück- über dem Belastungssieb 6 zu stehen kommt, worauf der Extraktionsbehälter mittels des Deckels 7 und aufgesetzten, allseitig geschlossenen Spleisegefäßes 16 luftdicht verschlossen wird und nun zur ungestörten Extraktbiling eine gewisse Zeit der Ruhe überlassen bleibt Zum Entweichen der Luft aus dem n Hohlraum 10 während der Befüllung dient ein vorgesehenes Luftrohr 12, während der gebildete Extrakt durch den Hahn oder Ventil 11 zum Abfluß kommt.
  • Nach dem Verlauf der jeweilig erfolgten Extraktionsdauer wird nunmehr das Speisegefäß 16 bei geschlossenen Absperrhähnen Iq und 24 mit noch erforderlicher Extraktionsflüssigkeit durch das Trichterrohr I9 bei geöffnetem Zulaufhahn 21 und geöffnetem Luftabzugshahn 33 befüllt. Nach erfolgter Befüllung werden die Hähne 21 und 33 wieder geschlossen und hiernach der Absperrhahn I4 vom Tauchrohr 15 geöffnet und setzt der Zufluß vom Speisegefäß 16 zum Extraktionsbehälter nun automatisch in der Weise ein, als durch den Zapfhahn II fertiggebildeter Extrakt zum Abfluß kommt, wobei die für die jeweilig einsetzenden automatischen Entleerungen erforderlichen Luftmengen durch ein im Tauchrohr 15 vorgesehenes Luftumieitungsrohr 34 durch dieses direkt und hemmungslos über den Flüssigkeitsspiegel der im Speisegefäß Ib befindlichen Flüssigkeit zugeführt werden. Die Neubefüllung des Speisegefäßes in erfolgt dann immer in vorbeschriebener Weise.
  • Ist das Extraktionsmaterial erschöpft und alle Extraktionsflüssigkeit abgezogen bzw. abgelaufen, so wird jetzt zur Rückgewinnung des noch im Extraktionsmaterial festgehaltenen Rückstandsalkohols zunächst Speisegefäß 16 in üblicher Weise mit Wasser befüllt und weiter das oberhalb mit einem gerillten Anschlußstutzen mit spitzer, in ein Schauglas mündender Düse und einem Flüssigkeitsstaubecken versehene Zuflußrohr 22 unterhalb der Extraktionsstoffe mittels vorgesehener Verschraubung mit dem Apparat in Verbindung gebracht, wobei dasselbe oberhalb durch vorgesehenen Halter 23 befestigt wird. Vor der Befüllung des Speisegefäßes mit Wasser bleibt der Hahn 14 vom Tauchrohr 15 geschlossen und werden beide Ansdiinßenden vom Zuflußrohr 22 wie vom Hähnchen 24 durch ein Stückchen Schlauch 25 miteinander verbunden. Das Hähnchen 24 steht innerhalb des Speisegefäßes mit dem Heberohr 26 in Verbindung, was bezweckt, daß hierdurch bei geöffnetem Hähnchen 24 nach. erfolgtem Ansaugen mittels der hierfür vorgesehenen Saugvorrichtung 27, bestehend aus einem Hahnstutzen mit aufsitzendem Gummiball, das so zur Benutzung und Anwendung kommende Wasser nun stets in gleicher Stärke und ohne Druckschwankungen nach erfolgter Einregulierung des Zufiußtempos dem Apparat zugeführt werden kann.
  • Das so dem Apparat unterhalb des lagernden Extraktionsmaterials zugeführte Wasser steigt nun langsam im Apparat, allen Alkohol mit sich führend, hoch, wobei zum Abfluß desselben außerhalb des Apparates an beliebiger Stelle und in beliebiger Anzahl mit Dichtungskapseln versehene Abzugsstutzen 28 vorgesehen sind. Zum weiteren Abfluß der alkoholhaltigen Flüssigkeit wird nun je nach Erfordern einer d'er Abflußstutzen 28 mittels vorgesehener Verschraubung mit einem in sich verschiebbaren Abflußrohr 29 in Verbindung gebraucht, wobei das verschiebbare Ende mittels Stopfbüchse 30 gehalten wird.
  • Das untere Ende des Abflußrohres 29 ist noch mit einer speziellen Abflußvorrichtung 31 einer sog. Vorlage, versehen, welche die Aufnahme einer Senkwaage 32 gestattet, wodurch die Stärke des abfließenden Rückstandsalkohols wie auch das Abflußtempo selbst genauest kontrolliert werden kann. Bei Nullanzeige der Senkwaage ist dann bei vorschriftsmäßiger Arbeitsweise auch sämtlicher Rückstandsalkohol aus dem Extraktionsmaterial verdrängt bzw. abgeschieden. Um aber auch die Rückgewinnung des nach erfolgter Extraktion noch in den Ansatzstoffen verbliebenen Rückstandsalkohols mittels Wasser vorteilhaft auch nach dem alten Verfahren, wo das Verdrängungsmittel in diesem Falle von oben nach unten über die vom Alkohol zu befreienden Stoffe geleitet wird, zu iermöglichen, wie auch einen störungslosen Extraktabfluß zu gewährleisten. sind -hierbei laut Abb. 3 folgende Einrichtungen für diesen Zweck vorgesehen. Hierbei wird nun der am spitzen Ende des Apparates vorgesehene Zapfhahn zunächst mit einem Winkelrohr 35 durch vorgesehene Verschraubung 36 verbunden, wobei der waagerecht liegende Teil mit einem Entleerungshäbnchen 37 versehen ist, während der senkrecht gehaltene Teil oberhalb mit leiner Stopfbüchse 38 versehen ist für die Aufnahme eines. Glasrohrs 39, welches in diesem Falle als Flüssigkeitsstandanzeiger dient, während unterhalb der Stopfbüchse liegend weiter ein Absperrhahn 40 sowie ein Zapf- und Regulierhahn 41 gedacht ist. Wird nun diese Vorrichtung für den Extraktabfluß benutzt, so wird in diesem Falle ein mit einer Verschraubung versehene ner Rohrbogen 42 mit dem Zapf-und Regulierhahn 41 verbunden und der fertiggebildete Extrakt sonach bei geöffnetem Hähnchen 41 in ein hierfür vorgesehenes Gefäß geleitet. Sofern diese Vorrichtung nun für den Abfluß des Rückstandsalkohols benutzt wird, wird in diesem Falle der Zapf- und Regulierhahn 4I mit einer besonderen Abflußvorrichtung bzw. einer sog. Vorlage 43 versehen, welche in dieser Ausführung die Aufnahme einer Senkwaage 44 gestattet, um hierdurch mittels der Senkwaage 44 den Alkoholgehalt des abfließenden Rückstandsalkohols bis zur Nullanzeige ständig kontrollieren zu können. Die Zuführung des Verdrängungsmittels soll hierbei in jeder wählbaren Form anwerXdbar sein, am besten jedoch automatisch. Das Verfahren selbst soll auch unter Anwendung von Druck geschehen können. Der Apparat soll in allen Teilen aus beliebig wählbarem Material hersbellbar sein.

Claims (2)

  1. P. NTENTANSPRÜCHE : 1. Extraktionsvorrichtung mit einem über den eigentlichen Extraktionsbehälter angeordneten, durch ein Tauchrohr miteinander verbundenen, allseits geschlossenen Speisebehälter, durch den die Extraküonsflüssigkeit in den mit dem zu extrahierenden Gut gefüllten B-ehälter über einen im Tauchrohr angebrachten Absperrhahn eingeführt wird, und einer Vorrichtung zum Verdrängen des im Extraktionsgut nach erfolgter Extraktion noch enthaltenen Extraktionsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Tauchrohr (I5) eine Entlüftungsleitung (34) angeordnet ist, die einerseits im Extraktionsbehälter (2) ungefähr mit dem Ende des Tauchrohrs (I 5) abschließt und anderseits bis in den oberen Teil des Speisebehälters (I6) hineinragt, und daß diese Leitung zur Verbindung mit der Außenluft oberhalb und unterhalb des im Tauchrohr ungefähr in der Mitte angeordneten Absperrhahnes (14) aus dem Tauchrohr austritt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verdrängen des Extraktionsmittelrestes in dem Speisebehälter (I6) ein Heber (26) angeordnet ist, der durch eine mit einem Schauglas versehene Zuführungsleitung (22) mit dem Boden des Extraktionsbehälters verbunden ist.
DESCH106830D 1935-04-14 1935-04-14 Extraktionsvorrichtung Expired DE659828C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1127875B (de) * 1957-08-24 1962-04-19 Sven Olof Oesterman Verfahren zum Auslaugen von basischen oder sauren Bestandteilen aus zerkleinerten organischen Ausgangsstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1127875B (de) * 1957-08-24 1962-04-19 Sven Olof Oesterman Verfahren zum Auslaugen von basischen oder sauren Bestandteilen aus zerkleinerten organischen Ausgangsstoffen

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