DE656642C - Kunststoff - Google Patents

Kunststoff

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Publication number
DE656642C
DE656642C DER76098D DER0076098D DE656642C DE 656642 C DE656642 C DE 656642C DE R76098 D DER76098 D DE R76098D DE R0076098 D DER0076098 D DE R0076098D DE 656642 C DE656642 C DE 656642C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
ester
acid
polymers
plastic
Prior art date
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Expired
Application number
DER76098D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Bauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roehm GmbH Darmstadt
Original Assignee
Roehm and Haas GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Roehm and Haas GmbH filed Critical Roehm and Haas GmbH
Priority to DER76098D priority Critical patent/DE656642C/de
Priority to DER97610D priority patent/DE711390C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE656642C publication Critical patent/DE656642C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L33/00Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical, or of salts, anhydrides, esters, amides, imides or nitriles thereof; Compositions of derivatives of such polymers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

  • Kunststoff
    In neuerer Zeit hat die Herstellung von
    Erzeugnissen der verschiedensten Art unter
    Venvenduug oder :"Iitwerwendtui- von Kunst-
    stolten grolle technische und wirtschaftliche
    Bedeutung erlangt.
    lös wurde gefunden, daß Polymerisations-
    produkte von Homologen der Acrylsäure oder
    von funktionellen Derivaten dieser
    oder von -Mischungen vorgenannter
    Polymerisate .ausnezeicluiet für die TIerstel-
    lung von Kunststoffen geeignet sind.
    Für die Verwendung als Ituiststolfe kom-
    lnen Polymeiisate von lletliacrylsäure und
    ihrer Verbindungen, wie Ester, Salze, oder das
    Amid der Methacrylsäure ili Betracht.
    Die Herstellung der Polymerisate k.uui
    unter Anwendung üblicher Polymei-isierver-
    kilircn, insbesondere durch Polymerisieren in
    c'.cr Wärme in Gegenwart von Katalysatoren,
    erfolgen. Durch Herstellung von -.Mischun-
    gen verschiedener Polymerisate können die
    Ei-cnschaften der Erzeugnisse dem jeweiligen
    \"ern-cnditti@sz`vech an;epaßt werden.
    Den Polvlnerisaten oder i'olymcris<itnenii-
    schen können noch andere organische Zu-
    satzstoito einverleibt werden. als solche koni-
    inen in Betracht: Weichmachunnstnittel, .. L.
    1'litlials:iurcester, Weins:ittt-ecster, I'hosphor-
    #:mreester, acetine, trocknende oder nicht-
    trocknende öle, Mineralöle, ferner natürliche
    und bzw. oder künstliche Harze, wie Ko-
    pale, Kolophonitun, Dammarharz, Harzester,
    Schellack, Plieliolformaldeliydlcondelisati;ins-
    produktc, Kondensationsprodukte aus mehr-
    wertigen Alkoholen und niehrbaslschen Säll-
    rcn.I'ormaldehyl-I-Iarlistolrt-Iar;nclensatiottslm@@-
    dukte, p-Toluolstilfainidaldchvdliarze, "vciter-
    hin Cclluloseacetat, \itrocellttlose, Methyl-,
    -, Benzylcclitilosc, Eiweißstolte, Gela-
    Äthyl
    tine. Weiterhin kommen als organisclic Zti-
    satzstofie Polvmcrisate der acrvlsiiurcester i:i
    Frage. «"eiche Polymcrisate kinlieti Nils
    «-eichmacliuti-`-smittcl verwendet werden.
    Soweit in die Polymerisate orgatüsch2
    Zusatzstore eingemischt werden, kann di-s
    in beliebiger Weise geschehen. z. B. in Form
    von Löstuigen, Emulsionen oder Disper-
    sionen (in beliebigen Mitteln. z. B. «'assen,
    ge-cbellenfalls unter Zuhilfenahme von me-
    chanischen Vorrichtungen, wie @V;tlzeli oder
    liisclivorrichtunzen. .
    Die erlindungsgemäß für i@tttiststolfc zzti
    venvendenclen I'olvmerisatc und Polvnicrisat-
    einische zeichnen sich durch eine- Vielzahl
    ,wertvoller Eigenschaften, wie unveränderte
    Haltbarkeit (keine alterungserscheltiunIgen i,
    hcsondere Telnperaturbcständigkeit, hohen
    (7=1a117, IIärtc, Z@illi"'kcit, SClllnic'#s:ltlll:cit,
    Dehnbarkeit, Widerstandsfähigkeit gegen
    zt niospli:irische und chemische Eintlüsse,
    grobe Lichtdurchlässigkeit auch für ultravio-
    Ictic:s Licht aus. Je nach Zusammensetzung
    der Mischtuigeü kann inan, wie bereits er-
    % #,- ' 'ihnt m -urde, die Ei, enschaften der Produl, -te,
    V: vit-ehend beeinflussen.
    i7@ie Polyincrisätionsprodukte der Homo-
    lo-en der Acryls:iurc, der funktionellen Deri-
    rate dieser Homologen oder
    die-
    er Polymerisate können u. a. zur Herstellung
    von Forinkörpeni oder Filmen verwendet
    u -erden.
    Bcispiclc
    i. Polymerisierter lIethacrylsäureester für
    Ich allein dient als Membran für Ausklei-
    dungen oder Überziege.
    2. Nach bekannten 3rlaeitsweisen polymeri-
    sierter lIethacrvlsäureester wird mit c0 bis
    ,oc;o Wcichmaclliuigsmittel gemischt und das
    Polymerisat wie das des Beispiels i ver-
    «wndet,
    ,;. Eine auf etwa 6o2 erhitzte Lösung von
    1'ulynletliacry-lsäuremethylester und Diiso-
    i)tity-lphtlialat im Verhältnis 4:1 in Essigester
    #.iircl auf ein ervärmtes laufendes Band ge-
    ,gossen. Das Lösungsmittel verdampft rasch,
    und es hiüterbleibt eine dünne Folie, deren
    Dicke durch Einstellen von Zufluß- und Band-
    geschwindi;keit variiert werden kann.
    .l. Filtn, bestehend aus a Teilen polymerem
    lIcthacrylsäureätliy-lester und i Teil polyme-
    rcm .1cry-isäureisoainylest.er, die bei etwa ioo'
    miteinander vc1-walzt worden sind.
    5. sIetliacryls:iureäthylester und geblasenes
    I-eiiiiii mit der Jodzahl 26 im Verhältnis a:1
    werden in -biit-csenheit eines Löswigsmittels
    in C@egenwärt von Benzoylsuperotvd durch
    Erhitzen polymerisiert. Das klar durchsichtige
    Pölymerisat wird mit oder ohne Zusatz von
    Weichmachungsmittel für Kunstleder ver-
    wendet.
    6. Durch Mischen einer 2ooi'oigen Lösung
    von Polvmethacry-lsäureäthylester und Nitro-
    cellulose in Essigester im Verhältnis 4:1 wird
    ein Produkt erhalten, das auf Platten ausge-
    ;gossen wird. Nach dem Verdunsten des Lö-
    sungsmittels wird ein klarer, durchsichtiger,
    biegsamer, elastischer Film erhalten, der zu
    photographischen Filmen und Folien ver-
    arbeitet werden lein.
    ,-.Durch Mischen einer Lösung von Polt'- j
    niethaci-c-lsäureäthylester mit Kolophonium in
    -beton im Verhältnis 2:1 unter Zusatz von
    insgesamt 3o0'o Wcichmachungsmitteln kann
    Durch . _lusgicßen und Verdunstenlassen des
    I.(*lstui,,smittels ein klar durchsichtiges Pro-
    erhalten werden, das beispielsweise auf
    Wachstuch v: citervcrarbeitet werden kann.
    -Nil Stclic =- des Kolophoniums und anderer
    \.mirliarie kiiimen auch künstliche Harze,
    wie Phenolformaldehydkondensationsprodüktü
    oder I'aratoluolsulfamidharze zugesetzt wer-
    den.
    B. Glanzlack; bestehend aus 2o Teilen Polt'-
    methacrylsäurcmethylester und 5 Teilen Di-
    butylphthalat in 175 Teilen Benzol.
    cg. Lederlack, bestehend aus einer llischtuig
    von 13 Teilen Polymethacrylsäureiithylr_stcr;
    3,9 Teilen lIethy#I-lykolplithalat, 5,3 Teilen
    Titan weiß, 6o Teilen Essigester, 15 T_@ilen
    JIctliy lcy#clohe#,anol.
    io. Schwarzer Lack, bestehend aus 15 Tei-
    len Polymetliaerylsäure:ithylester, 1 Teil
    Polymethacrvlsiiurel)utylester, 6 Teilen Poly-
    ,tcry-lsiureisoamylestcr, 5 Teilen Disitliy-lplitli:i-
    1at, i Teil schwarzem I'igmen-tfarbstolf in
    o Teilen Essigester und co Teilen Butyl-
    acctat. -
    i i. Grundlack für Ledcrlackiertttigcti, be-
    stehend aus 15 Teilen I'olynietliacryls:iurc-
    äthylester, a Teilei>. Nitroccllulose, 1 "i'cil
    Acctylcclitilose, i Teil Leinöl und 5 Teilen
    lIcthylglyl;olphthalat in ,1o Teilen Essigester,
    2o Teilen Denzol und 15 Teilen Aceton.
    12. Leuchtend roter Lack, bestehend aus
    3 Teilen Pölymethacrylsäuremetliy-lester,7 Tei-
    len Polyacryls:iuremethy"lester, e Teilen Phe-
    nolformaldehydkondensationsprodükt, 3 Tei-
    len. Dammarharz, 5 Teilen Nitrocellulose,
    5 Teilen i#letlivlglyl;olphtlialat, o,5 Teilcri des
    unter dem Handelsnamen Sudanrot GG bc-
    kannten Disazofarbstolis in 6o "Teilen Essig-
    ester, io- Teilen Aceton und .l Teilen Uti-
    tauiol.
    1 3. ; Teile pulverförmiger polymerisierter
    llctliacrylsiittreätliylestcr werden mit 24. Tei-
    leii lIethylgly-1;oIphtüalat und .l "Teilen Ri-
    zinusöl iiitiig f;ernischt. Die entstehende Mi-
    schung wird in Benzol oder ciiicln anderen
    Lösungsmittel gelöst und liefert ciiien streich-
    fertigen Lack.
    14.. 1 Teil Polymctliylacrylsittre:itliy-lester
    und i Teil Leinöl werden in Denzoi zu einer
    :!oo'oi-en Lösung gelöst. Es wird ein klarer
    Lack erhalten, dein "e"ebencnfais beliebige
    Zusätze und Füllmittel einverleibt werden.
    Es ist bereits vorgeschlagen worden, poly-
    merisierten Itakonsäüreester als I-Ztuiststott
    und insbesondere als Glasersatzkörper zu ver-
    wenden. Die vorliegende Erfindung bezieht
    sich ausschließlich auf die Venvendüng der
    funktionellen Derivate der Honiolögen der
    Acrylsäure. Lia Vergleich der Eigenschaften
    von Polymerisaten gemäß der Iründung mit
    Polvitakonsä urcester zeigt lieben gleichen
    I?i,-c.nschaften, wie glaskIare Durchsicht, weit-
    geliende L"lierlegenheiten nach verschiedenen
    Richtungen hin. Polyital:ons:iurcestcr ist vcr-
    h:iltnismäßig spröde, während z.13. Polyineth-
    :icryls:itircestcr verhältnismäßig; i:ili #ind,
    i%-elchc @i,,enschaft für viele hunä(stol@c voll
    erheblicher, gegebenenfalls ausschlaggebender hedeuttulg ist. Polyitakonsäuive,ester gehen bereits bei Temperaturen von :etwa q.o bis 5o° in einen weichen, mehr oder weniger geschmolzenen Zustand über. Dagegen lassen sich Polymethlcrylsäureester ,auf Temperaturcn von ioo° und mehr erhitzen, ohne daß sie schmelzen oder nachteilig verändert werden.
  • Von einem Einzelglied der Körpergruppe 7emäß der Erfindung, nämlich dem Polymeth-<icrylsäureäthylester, ist in einer wissenschaftlichen Vorveröffentlichung (Journal of the Americ. Chem. Soc. 1924, Bd,. q.6, S.. 4.o6) gesagt, daß bei Durchführung des Polymerisationsvorganges zunächst :ein gummiartiges Produkt und schließlich eine harte, glasige Masse entsteht. In der Fachliteratur sind Tausende von Stoffen durch kurze Eigenschaftsangaben, wie gummiartig, glasig usw., gelemizeichnet. Aus derartigen Angaben kann aber niemals geschlossen werden, daß der betreffende Stoff technisch .als Kunststoff verwendet werden kann. Ein als Kunststoff verwertbares Erzeugnis muß regelmäßig eine Vielzahl wertvoller Eigenschaften, wie z. B. Beständigkeit (keine Alterung), Widerstandsfähigkeit gegen Atmosphärilien, gewisse chemische Eilflüsse, geringes Aufnalun,eveim.ögen für Wasser, gute mechanische Eigenschaften, z. B. mit Bezug auf Härte, Festigkeit, Zähigkeit, Wärmebeständigkeit usw., besitzen.
  • Gerade die Gruppe von Polymerisaten gemäß der Erfindung und ihrer Gemische zeichnet sich durch eine Vielzahl von wertvollen Eigenschaften paus, vermöge deren die Anwendbarkeit für die verschiedensten Kunststoffe möglich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Polymerisationsprodukten von Homologen der Acrylsäure oder von funktionellen Derivaten dieser Homologen oder von Mischungen vorgenannter Polymerisate mit oder ohne organische Zusatzstoffe für die Herstellung von Kunststoffen.
DER76098D 1928-10-26 1928-10-26 Kunststoff Expired DE656642C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER76098D DE656642C (de) 1928-10-26 1928-10-26 Kunststoff
DER97610D DE711390C (de) 1928-10-26 1935-10-10 Verwendung von Polymerisationsprodukten von Homologen der Acrylsaeure oder von funktionellen Derivaten dieser Homologen zur Herstellung von Drahtglas

Applications Claiming Priority (1)

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DER76098D DE656642C (de) 1928-10-26 1928-10-26 Kunststoff

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DE656642C true DE656642C (de) 1938-04-27

Family

ID=7415253

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DER76098D Expired DE656642C (de) 1928-10-26 1928-10-26 Kunststoff

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DE (1) DE656642C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE894162C (de) * 1944-07-23 1953-10-22 Roehm & Haas G M B H Weichmacher fuer Polymerisate oder Mischpolymerisate von Amiden ungesaettigter Carbonsaeuren, insbesondere Methacrylsaeureamid

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE894162C (de) * 1944-07-23 1953-10-22 Roehm & Haas G M B H Weichmacher fuer Polymerisate oder Mischpolymerisate von Amiden ungesaettigter Carbonsaeuren, insbesondere Methacrylsaeureamid

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