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Schaltungsanordnung für selbsttätige Fernsprechanlagen mit unterteilten
Speichereinrichtungen Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige und halbselbsttätige
Fernsprechanlagen mit Registereinrichtungen, in denen von einer anrufenden Stelle
Orts- und Fernverbindungen hergestellt werden können. Für die Hierstellung von Fernverbindungen
besteht die zu wählende Nummer im allgemeinen aus; mehr Ziffern als die Nummern
für die Ortsverbindungen, so daß die für Fernverbindungen zu wählende Ziffernanzahl
die Aufnahmefähigkeit der normalen Ortsregister übersteigt.
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Es ist nun bereits bekannt, einem Hiauptspeicher, dessen Aufnahmefähigkeit
für die bei .der Herstellung von Ortsverbindungen benötigten Ziffern bemessen ist,
;einten Hilfsspeicher zuzuordnen, um seine Aufnahmefähigkeit bei Fernverbindungen
zu vergrößern. Diese Anordnung bedingt ;einte verhältnismäßig umständliche Schaltung.
Einmal müssen zwischen den beeiden Speichern biesondere Kupplungsorgane vorhanden
sein; ferner kann der Ortsspeicher nicht so leinfach sein, wie er für den reinen
Ortsverkehr notwendig wäre, weil gewisse Organe als Durchgangsorgane für die Benutzung
dies Zusatzspeichers :erforderlich sind.
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Es ist ferner bekannt, zwecks Vergrößerung der Aufnahmefähigkeit eines
Speichers die Speichereinrichtungen miehrmals zu benutzen, wenn die Aufnahmefähigkeit
zu klein ist, um alle Stromstoßreihen mit einemmal aufnehmen zu können. Diese Anordnung
hat folgenden Nachteil: Wenn von einem Umrechner her Verbindungen über verschiedene
Ämter aufzubauen sind unter Benutzung von Leitungen, die vielleicht erst nach reinigen
Sekunden frei, d. h. belegbar sind, so kann nicht mit Sicherheit gerechnet werden,
daß die für die Speicherung der ersten Impulsreihen benutzten Organe nach einer
gewissen Zeit wieder frei sind. Grundsätzlich erscheint es aber im selbsttätigen
Verkehr über größere Entfernungen nicht zweckmäßig, Verbindungen zusammenfallen
zu lassen, wenn nicht sofort sondern :erst nach z bis 3 Sekundier einzelne Teile
der notwendigen Leitungskiombination verfügbar sind. Während die normalen Speicher
gestatten, einte Nummernreihe bestimmte Zeit zurückzubehalten in der Erwartung,
daß die Verbindung nach kurzer Zeit zustande kommen kann, obschon im Augenblick
der Nummernwahl für die Verbindung notwendige Leitungen noch besetzt sind, ist dies
bei der mehrfachen Benutzung der Speichereinrichtungen nicht möglich.
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Durch die vorliegende Erfindung werden die Nachteile der bekannten
Anordnungen dadurch vermieden, daß sowohl biet Einleitung einer Orts- als auch einer
Fernverbindung zunächst ein freies Ortsregister belegt wird und, wenn die gewählte
Kennziffer eine Fernverbindung kennzeichnet, die An-Schaltung eines freien Fernriegisters
desselben Amtes an die anrufende Leitung zur Aufnahme der übrigen von, der anrufenden
Stelle
ausgesandten Stramsboßreihen herbeigeführt und der belegtel
Ortsspeicher freigegeben wird.
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Die Anordnung kann gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der
Erfindung so getroffen sein, daß die Orts- und Fernregister an Kontakte desselben
Register: Suchers angeschlossen sind, der bei Einleitung einer Verbindung zunächst
auf ein freies Ortsregister eingestellt wird, das bei Aufnahme einer eine Fernverbindung
kennzeichnenden Kennziffer die Weiterschaltung des Registersuchers auf ein freies
Fernregister herbeiführt.
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Es ist ferner möglich, Orts- und Feinverbindungen an zwei getrennte
Registersucher anzuschließen, die entweder hintereinander in der vom Gruppenwählerstno:mkreis
zu den Registereinrichtungen führenden Leitung oder parallel an dieser Leitung liegen.
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In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung
.dargestellt. In Abb. i sind die Orts- und Fernregister andenselben Registersucher
RS angeschlossen. Wenn von einem anrufenden Teilneh,mer T ein Verbindungss.tro.mkreis
AS-GS belegt wird, sprechen über die Teilnehmerschleife die Relais A und B an. Von
Plus am Kontakt 2 des Relais A über die Ruhekontakte 2 des Relais FW und i der Relais
ZO und RPO, den. Unterbrecherkontakt und die Spule des Drehmagneten RS/1T
des Registersuchers nach Minus wird der Magnet RSM erregt. Der Registersucher RS
wird durch den Drehmagneten RSM schrittweise fortgeschaltet, bis über den d-Arm
des Registersuchers ein freier Ortsumrechner aufgeprüft wird. Dann wird folgender
Stromkreis für das Prüfrelais RPO geschlossen: Von Plus am Kontakt i des Relais
A, die Wicklung des Relais RPO, den Ruhekontakt i des Relais FW, den d,-A= des Registersuchers
RS, das Relais C nach Minus. Das Relais RPO unterbricht am Kontakt i den Fortschaltstromkreis
über den Magneten RSM und schaltet statt dessen über seinen Kontakt 2 das Relais
ZO an, welches sich über seinen Kontakt i und den Kontakt 2 .des Relais FW nach
Plus am Kontakt 2 des Relais A hält und an seinen Kontakten 3 und 4. die mit den
a- und b-Armen des Registersuchers verbundenen Leitungen zu dem Kontakt i des Relais
B bzw. zu dem Relais FW durclischaltet.
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Die von dem anrufenden Teilnehmer ausgesandten Stromstöße werden mittels
des Kontaktes i des Relais B über den a-Arm des Registersuchers RS auf das Relais
J des Ortsumrechners übertragen, wo die erste Stromstoßreihe durch das iooer-Schaltw
verk Sl aufgenommen wird. Nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe wird das Relais
MA des Orts-. umrechners erregt. Falls nun die Kennziffer `für Fernverkehr,
beispielsweise O, gewählt -für ist, so wird über den entsprechenden 'Xontakt
des Schaltwerli:es S, und den. Schaltarm b des Registersuchers das Umst.euerrelais
FW erregt. Über den Kontakt 2 dies Relais A.
den Arbeitskontakt g des Relais
FW, die Ruhekontakte i der Relais ZF und RPF wird ein neuer Fortschaltstnomkreis
für den Drehmagneten RSM des Registersuchers geschlossen. Das Relais FW hält sich
gleichzeitig über seinen Kontakt 6 und den Kontakt 3 des Relais A unabhängig von
dem Kontakt 3 des Relais ZO, dessen Stromkreis durch den Kontakt 2 des Relais F1,11
unterbrochen wird. Ferner schaltet das Relais FW mittels seiner Kontakte i und .1.
den Prüfstromkreis vom Relais RPO auf das Relais RPF um. Dieser Stromkreis verläuft
von Plus am Relais C des Fernumrechners, den Schaltarm c des Registersuchers RS,
den Kontakt ¢ des Relais FW, das Relais RPF nach Minus am Kontakt q. des Relais
A. Für die Erregung des den Fortschaltstromkreis unterbrechenden Prüfrelais RPF
ist also ein Prüfstromkreis vorgesehen, der über einen anderen Schaltarm c geführt
ist als der Prüfstromkreis (über Schaltarm L) für die Aufprüfung eines Ortsumrechner
s. Auf diese Weise wird bei der Fox tschaltung des Registersuchers zwischen Orts=
und Fernregister unterschieden.
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Der Ortsumrechner ist durch Abfallen des Relais ZO freigegeben worden.
Für die Stromstoßgabe auf dem Relais l/ des Fiernumrechners wird, sobald das Prüfrelais
RPF bei der Aufprüfung eines freien Fernumrechners und über seinen Kontakt 2 das
Relais ZF anspricht, folgender von dem Kontakt des Relais ZO unabhängiger Umgehungsstromkreis
geschlossen: Vorn Kontakt i des Relais B über den Arbeitskontakt 3 des Relais ZF,
den Schaltarm a des Registersuchers RS und das Relais J des Fernumrechners. Wie
in der Zeichnung angedeutet ist, ist der Fernumrechner zur Aufnahme einer größeren
Ziffernzahl bestimmt als der Ortsumrechner.
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In Abb. 2 und 3 sind schematisch zwei weitere Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt, bei denen die Ortsumrechner und .die Fernumrechner an
zwei getrennte Registersucher' RS, und RS2 angeschlossen sind. In Abb.2 liegen die
beiden Riegistersucher hintereinander in der vom Verbindungsstromkreis AS-GW
zu den Registereinrichtungen führenden Leitung, in Abb. 3 liegen sie parallel
an dieser Leitung. In beiden Fällen. wird ebenso wie in Abb. i bei Belegung eines
AS-GW-Stromkreises zunächst ein Ortsumrechner belegt, und zwar durch
den
Registersucher RS,. Gibt die Kennziffer an, daß eine Fernverbindung hergestellt
werden soll, so läuft vom Ortsumrechner aus gesteuert der Registersucher RS2 an
und stellt sich auf einen Fernumrechner ein, der dann die Fernverbindungsnummer
aufnimmt. In diesem Fall wird bei dem Ausführungsbeispiel Abb. 3 ebenso wie in Abb.
i der Ortsumrechner sofort wieder verfügbar.
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Zur Aasschaltung eines freien Orts- bzw. Fernumrechners an die anrufende
Leitung kann ,auch -die in Abb. q. dargestellte Anordnung verwendet «-erden, bei
der fein freier SchnursucherSS sich auf den belegten Verbindungsstromkreis AS-GW
einstellt und ein mit dem Schnursucher verbundener Registersucher SS einen freien
Ortsumrechner auswählt.