DE582437C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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- H04Q3/42—Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. AUGUST 1933
17. AUGUST 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JV! 582437 KLASSE 21a3 GRUPPE 46io
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*) Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1926 ab
Die Erfindung- bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei denen sämtliche
während der Herstellung und des Bestehens einer Verbindung erforderlichen Schaltvorgänge über eine von mehreren einer
Reihe von Verbindungsleitungen gemeinsame Signalleitung bewirkt werden.
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art erhält die anrufende- Stelle bei Besetztsein
aller Signalleitungen ein Besetztzeichen, oder es wird bei halbselbsttätigem Betrieb der Beamtin
kein Amtszeichen übermittelt, so daß mit der Stromstoßgabe so lange gewartet werden
muß, bis eine Signalleitung frei ist, wodurch namentlich bei stark belasteten Fernleitungen
die Verbindungsherstellung erheblich verzögert wird.
Die vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, eine schnellere Abwicklung des Verkehrs
dadurch zu ermöglichen, daß der Signalleitung am abgehenden Ende ein Stromstoßspeicher
zugeordnet ist, der nur bei Besetztsein der Signalleitung die von der anrufenden
Stelle ausgesandten Stromstöße aufnimmt und diese bei Freiwerden der Signalleitung selbsttätig
zu den Empfangseinrichtungen am ankommenden Ende der Signalleitung aussendet. Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
in der Zeichnung eine Anordnung für den halbselbsttätigen Verkehr über Fernleitungen
dargestellt.
Zwecks Beschreibung der Wirkungsweise dieser Anordnung sei zunächst der Fall angenommen,
daß die dargestellte Signalleitung frei ist. Wenn der Beamtin in bekannter Weise die Nummer des gewünschten Teilnehmers
übermittelt worden ist, steckt sie den Verbindungsstöpsel in die Klinke VKl einer
freien Verbindungsleitung und den Stöpsel St1 in die Wählklinke WKl. Dann kommt
folgender Hülsenstromkreis zustande: Batterie, Widerstand Wi, Hülse der Klinke WKl,
Kontakt r, Wicklung des Relais W, Kontakt 0 am dritten Kontaktsatz des Wählers WI,
Wicklung des Relais An1, Kontakt tv Erde. 4S
Das über den Ruhekontakt g parallel zum Relais Anx liegende Relais An2 kann, solange
noch Signalleitungen frei sind, nicht ansprechen, da das Relais G über die Ruhekontakte
der Relais T der freien Signalleitungen erregt ist und den Kontakt g in die Arbeitsstellung
umgelegt hat. Relais W spricht an, legt über seine Kontakte W1,W2 das Amtszeichen an die Sprechleitungen an. Relais Anx
wird ebenfalls erregt und legt seine Kontakte um. Über Kontakt ia% schließt es einen
eigenen Haltestromkreis und unterbricht am Kontakt 3 anx die Signalleitung. Am Kon-
*) Von dem Patent sucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Max Langer in Berlin-Hermsdorf.
takt 2 0M1 wird der-Relaisunterbrecher RU angeschaltet,
der abwechselnd einen Stromkrei für das Relais F schließt und öffnet. Das
Relais F folgt in seiner Erregung und Aberregung diesen Unterbrechungen und schließt
und öffnet in demselben Zeitmaß über seinen Kontakt fx den Stromkreis für den Drehmagneten
D I des Wählers WI. Der Drehmagnet schaltet die Arme des Wählers WI
ίο weiter, bis sie die durch die Beamtin belegten
Leitungen a? und V erreichen.
Synchron mit den Schaltarmen des Wählers Wl werden die des Wählers WlI am
ankommenden Ende der Signalleitung weitergeschaltet. Das Relais P schließt und öffnet
in demselben Zeitmaß wie für den Drehmagneten DI den Stromkreis für den Drehmagneten
DII über: Erde, Kontakt/^, Wicklung
des Drehmagneten DII, Batterie, Erde. ao Sobald die Schaltarme des Wählers WI die
Leitungen a' und V erreicht haben, wird der Stromkreis für die beiden Drehmagnete
dauernd unterbrochen. Dann sprechen über Batterie, Widerstand Wi, Hülse der Klinke
WKl, Wicklung des Relais R, Leitung V, entsprechenden Kontakt im zweiten Kontaktsatz
des Wählers Wl, Wicklungen I und II des Relais T, Erde, die Relais R und T an.
Relais T unterbricht am Kontakt tx den Stromkreis für das Relais An1, welches abfällt
und am Kontakt 30W1 die Signalleitimg
O1 wieder durchschaltet. Am Kontakt 20,U1 wird der Relaisunterbrecher vom Relais
F abgeschaltet, so daß dieses nicht mehr ansprechen kann und am Kontakt./^ den
Stromkreis für den Drehmagneten jDI und am
Kontakt f2 den des Drehmagneten DII
dauernd unterbricht. Relais T schließt durch seinen Kontakt i2 seine hochohmige Wicklung
kurz und verhindert das Belegen der Signalleitung über eine an demselben Kontakt des
Wählers vielfachgeschaltete Leitung. Das im oben beschriebenen Stromkreis ansprechende
Relais R öffnet durch seinen Kontakt r den Stromkreis für das Relais W1 welches abfällt
und an seinen Kontakten W1 und W2 das
Amtszeichen von den Sprechleitungen abschaltet. Hierdurch wird der Beamtin angezeigt,
daß sie wählen kann.
Beim Ablauf der Nummernscheibe wird der gewählten Ziffer entsprechend oft ein
Stromkreis für das Stromstoßübertragungsrelais / am ankommenden Ende der Signalleitung
geschlossen und geöffnet: Erde, Stromstoßkontakt i, Klinke WKl, Leitung a', Kontakt
und Schaltarm des Wählers WII1, Ruhekontakt 3 OH1, Schaltarm und Kontakt des
Wählers WlI, Wicklung des Relais/, Batterie, Erde. Das abwechselnd erregte und aberregte
Relais J schließt beim ersten Stromstoß über seinen Kontakt I2 einen Erregerstromkreis
für das Relais V, welches durch seine Kontakte V1 und V2 die Stromstoßschleife
zum Stromstoßempfangsrelais der nachfolgenden Verbindungseinrichtungen vorbereitet
und, da es mit Verzögerung abfällt, sich während der Stromstoßreihe hält. Die Schleife wird durch den Kontakt % den
Stromstößen gemäß geschlossen und geöffnet. Der Stromkreis für diese Schleife verläuft 7"
über: Erde, Stromstoßkontakt I1, Arbeitskontakt V1, α-Ader, ankommendes Ende der
Leitung, £>-Ader, Arbeitskontakt V2, Widerstand
Wi, Batterie, Erde. Ein anderer Strom-' stoßkontakt is schließt einen Erregerstromkreis
für das Relais C: Erde, Stromstoßkontakt i3, Ruhekontakt e2, Wicklung des Relais
C, Ruhekontakte et und C3, Widerstand
Wi, Batterie, Erde. Das Relais C schließt am Kontakt c2 einen eigenen Haltestromkreis und
am Kontakt cs durch Aufheben des Kurzschlusses für das Relais B einen Erregerstromkreis
für dieses Relais: Erde, Arbeitskontakt c2, Wicklung des Relais C, Wicklung
des Relais E, Widerstand Wi, Batterie, Erde. Am Kontakt C1 wird die Prüf ader zu den
nachfolgenden Verbindungseinrichtungen geerdet.
Nach beendetem Wählen fällt das Relais V ab und schaltet an seinen Kontakten V1 und v%
die Sprechlefiungen durch. Wenn die Beamtin des angerufenen Fernamtes oder der
angerufene Teilnehmer antwortet, zieht die Beamtin des eigenen Amtes den Stöpsel 1 aus
der Wählklinke. An Stelle des Entfernens des Stöpsels kann der Hülsenstromkreis auch
durch einen Schalter unterbrochen werden. Dadurch fallen die Relais R und T ab. Über
Erde, Ruhekontakt tu Wicklung des Relais An1, Sch'altarm und Kontakt des Wählers Wl,
Widerstand Wi, Batterie, Erde spricht das Relais An1 an und schaltet an seinem Kontakt
2ant den Relaisunterbrecher an. Das
Relais F wird abwechselnd' erregt und aberregt
und betätigt über seinen Kontakt ft den
Drehmagneten DI und über seinen Kontakt f2
den Drehmagneten DII. Die Schaltarme der Wähler WI und WII werden weitergeschaltet,
bis die o-Stellung erreicht ist. Dann wird der Stromkreis für das Relais An1 unterbrachen,
und die Wähler bleiben in der Ruhestellung stehen. Nun sind die Einrichtungen der Signalleitung in die Ruhelage zurückgekehrt,
so daß sie zur Herstellung einer anderen Verbindung verwendbar sind.
Nach beendetem Gespräch schließt die Beamtin wieder den Hülsenstromkreis. Wie
oben beschrieben, gehen dann die Wähler wieder in die Stellung, welche durch die Kontakte,
an welchen die Leitungen a' und V angeschlossen sind, gekennzeichnet ist. Nach
Aufhören des Amtszeichens betätigt die Be-
amtin die Auslösetaste, wodurch ein längerer Auslösestromstoß zu den Verbindungseinrichtungen
am ankommenden Ende der Signalleitung gegeben wird. Über den Kontakt i3
wird das Relais C kurzgeschlossen, zum Abfall gebracht und dadurch Erde von der Prüfleitung
abgeschaltet. Am Kontakt C2 wird der Haltestromkreis für die Relais C und E unterbrochen.
Wenn der Auslösestromstoß beendet
ίο ist, fällt auch das Relais B ab, so daß diese
Einrichtungen in ihrer Ruhelage sind. Nun zieht die Beamtin den Stöpsel ι wieder aus
der Wählklinke, und dadurch fällt das Relais T ab. Die Wähler gehen dann in die
Ruhestellung, so daß, nachdem die Beamtin den Verbindungsstöpsel aus der Verbindungsklinke VKl gezogen hat, alle Einrichtungen
in der Ruhelage sind.
Es sei nun der Fall betrachtet, daß alle der betreffenden Verbindungsleitung zugeordneten
Signalleitungen belegt sind. Die Handhabungen der Beamtin bleiben auch hierbei dieselben wie im ersten Fall. Wenn sie den
- Stöpsel ι in die Wählklinke einführt, erhält
sie das Amtszeichen. Das Relais W spricht jetzt über folgenden Stromkreis an: Batterie,
Widerstand Wi, Hülse der Klinke WKl, Ruhekontakt r, Wicklung des Relais W, Ruhekontakt
g, Kontakt 0 am dritten Kontaktsatz des Wählers Will, Wicklung d%s Relais An2,
Ruhekontakt Ji5, Erde. Das Relais W schaltet
an seinen Kontakten W1 und W2 das Amtszeichen an die Sprechleitungen an. Relais An2
wird ebenfalls erregt, schließt über seinen Kontakt 4Cm2 einen eigenen Haltestromkreis
und schaltet über seinen Kontakt 3 an% den
Relaisunterbrecher .RiJ1 an den Drehmagneten
DIII des Wählers Will an. Der Drehmagnet schaltet die Schaltarme des Wählers
weiter, bis sie die Kontakte erreichen, an denen die Leitungen ax und ^1 angeschlossen
sind. Dann kommt folgender Stromkreis zustande : Batterie, Widerstand Wi, Hülse der
Klinke WKl, Wicklung des Relais R, Leitung V, Kontakt und Schaltarm 1 am Wähler
J^III, Ruhekontakte/; und O1, Wicklungen I
und II des Relais U, Erde. In diesem Stromkreis sprechen die Relais R und U an. Relais
R unterbricht den Stromkreis für das Relais W, welches an seinen Kontakten W1
und ZV2 das Amtszeichen von den Sprechleitungen
abschaltet. Relais R verhindert auch durch öffnen seines Kontaktes die Aufschaltung
der Leitungen a' und V auf eine während des Wählens frei werdende Signalleitung,
wodurch eine verstümmelte Stromstoßübertragung zustande käme. Relais U unterbricht an seinem Kontakt M5 den Stromkreis
für das Relais An2, welches den Unterbrecher RU1 vom Drehmagneten DIII abschaltet.
Der Wähler H^ III bleibt infolgedessen auf den durch die Leitungen a' und V
gekennzeichneten Kontakten stehen. Am Kontakt U1 wird die hochohmige Wicklung des
Relais U kurzgeschlossen und der Speicher gegen anderweitiges Belegen gesperrt. · Am
Kontakt 2an2 wird der Stromkreis für den
Drehmagneten DV zur Aufnahme der Nummernstromstöße und am Kontakt U3 ein
Stromkreis für das Relais B vorbereitet.
Wenn die Beamtin nun w'ählt, wird beim Ablauf der Nummernscheibe dieser Stromkreis
für den Drehmagneten DV abwechselnd geschlossen und geöffnet. Der Stromkreis
verläuft von Erde über Stromstoßkontakt i, Klinke WKl, Leitung a', entsprechenden Kontakt
und Schaltarm 2 am zweiten Kontaktsatz des Wählers W III, Ruhekontakte 2 an2,
p2 und 5", Wicklung des Drehmagneten D V nach Batterie, Erde. Der Drehmagnet D V
schaltet die Schaltarme des Wählers W V weiter. Beim ersten Stromstoß wird der
Stromkreis für das Relais B geschlossen, welches
mit Verzögerung abfällt und sich während der Stromstoßreihe hält. Wenn die erste
Stromstoßreihe vorüber ist, fällt das Relais B ab und schließt an seinem Kontakt b
einen Erregerstromkreis für das Relais V: Erde, Ruhekontakt b, Schaltarm und Kontakt
am zweiten Kontaktsatz des Wählers WV, Wicklung des Relais V, Batterie, Erde. Relais
V legt seine Kontakte um und schaltet am Wechselkontakt 5" den Stromkreis für die
aufzunehmenden Nummernstromstöße auf den Drehmagneten DVI um. Am Kontakt 5' wird
ein Haltestromkreis für die zweite Wicklung des Relais V geschlossen, dessen Stromkreis
durch das Relais C 1 vorbereitet wurde. Das Relais CI wurde beim Ansprechen des Relais
U erregt über: Erde, Arbeitskontakt M4,
Ruhekontakt s, Wicklung des Relais CI,
Batterie, Erde. Beim Ablauf der Nummernscheibe werden die Stromstöße dem Drehmagneten
D VI übermittelt, welcher der gewählten Ziffer entsprechend oft die Schaltarme
des Wählers WVl weiterschaltet. In derselben Weise, wie oben beschrieben, wird
die dritte Stromstoßreihe dem Drehmagneten DVII übermittelt.
Wenn alle Stromstoß reihen aufgespeichert no
sind, spricht das Relais VII an, schließt am Kontakt 7' einen eigenen Haltestromkreis für
seine zweite Wicklung, am Kontakt 7 einen Haltestromkreis für das Relais CI und bereitet
am Kontakt 7" einen Stromkreis für das Relais O vor. Nach beendetem Wählen zieht
die Beamtin den Stöpsel 1 aus der Klinke WKl und schaltet dadurch das Relais U ab,
das seine Kontakte umlegt.
Wenn eine Signalleitung frei wird, fällt 1.20 das Relais T ab, und die Wähler Wl und WIl
gehen in die Ruhestellung. Am Kontakt t3
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wird ein Erregerstromkreis für das Relais G geschlossen, welches durch seinen Kontakt
den Stromkreis für die Relais O und An1
schließt: Batterie: Ruhekontakte S2 und U2,
Arbeitskontakt 7", Wicklung des Relais O, Arbeitskontakt g, Kontakt 0 am dritten Kontaktsatz des Wählers WI, Wicklung des Relais
An1, Ruhekontakt ^1, Erde. Relais An1
schließt an seinem Kontakt 1 anx einen
to Haltestromkreis für sich selbst und für das Relais O und betätigt in der oben beschriebenen
Weise den Drehmagneten DI. Wenn die Schaltarme des Wählers die Kontakte
erreichen, an denen die Leitungen a' und b' angeschlossen sind, spricht das Relais T und P
auf folgendem Wege an:_ Erde, Wicklungen I und II des Relais T, Schaltarm und Kontakt
am zweiten Kontaktsatz des Wählers WI, Kontakt und Schaltarm am ersten Kontaktsatz
des Wählers WIII, Ruhekontakt p, Arbeitskontakt
O1, Ruhekontakt S1, Wicklung des
Relais P, Batterie, Erde. Relais T unterbricht
an seinem Kontakt tt den Stromkreis für die
Relais An1 und O und am Kontakt i3 den
Stromkreis für das Relais G. Relais An1 schaltet an seinem Kontakt 2 Wn1 den Relaisunterbrecher
RU ab, wodurch der Stromkreis des Relais F und infolgedessen auch der des
Drehmagneten DI dauernd unterbrochen werden. Relais P schließt an seinem Kontakt p
einen eigenen Haltestromkreis und am Kontakt P1 einen- Erregerstromkreis für das
Stromstoßrelais Z1: Batterie, Ruhekontakte s.2,
U2, Arbeitskontakte 7" und P1, Wicklung des
Relais J1, Erde. Relais J1 schließt an seinem
Kontakt H1 den Stromkreis für den Drehmagneten I)IV, welcher seine Schaltarme
einen Schritt weiterschaltet und am Kontakt J4 das Relais J1 kurzschließt, so daß
dieses abfällt und am Kontakt H1 den Stromkreis
für den Drehmagneten öffnet, welcher hinwieder den Kurzschluß für das Relais J1
aufhebt. In dieser Weise werden das Relais J1 und der Drehmagnet DIV abwechselnd
erregt und aberregt. Der Drehmagnet schaltet die Schaltarme des Wählers WIY
schrittweise weiter. Vom zweiten Schritt des Wählers WIV an verläuft der Stromkreis für
das Relais J1 über: Erde, Wicklung des Relais
J1, Schaltarm und Kontaktbank r bis 10
des Wählers WIV, Widerstand Wi, Batterie, Erde. Das Relais J1 schließt und öffnet an
seinem Kontakt j I3 einen Stromkreis für das
Stromstoßübertragungsrelais J am ankommenden Ende der Signalleitung: Erde, Ruhekontakt
0, StromstoßkontaktiI3, Ruhekontaktrlj,
Arbeitskontakt p2, Ruhekontakt 2an2,
Schaltarm und Kontakt des Wählers WIII2, Schaltarm und Kontakt am Wähler WII1,
Ruhekontakt 3 OM1, Signalleitungß!, Schaltarm
und Kontakt am Wähler WII, Wicklung des Relais J1 Batterie, Erde. Dieser Stromkreis
wird dauernd unterbrochen, wenn der zweite Schaltarm des Wählers WTV den
durch den Schaltarm des Wählers WY bezeichneten Kontakt erreicht hat. Dann wird
ein Stromkreis für das Relais R1 vorbereitet, der beim Abfall des Relais J1 geschlossen
wird: Erde, Stromstoßkontakt H2, Wicklung I
des Relais A1, zweiter Schaltarm und Kontakt
des Wählers WTY, gekennzeichneter Kontakt und Schaltarm am Kontaktsatz 1 des Wählers
WY, Batterie, Erde. Relais RI spricht an und unterbricht am Kontakt r I1 den
Stromkreis zum Stromstoßübertragungsrelais 7 dauernd. Am Kontakt r I2 wird ein
Haltestromkreis für die zweite Wicklung des Relais R1 geschlossen, so daß der Stromstoßkreis
unterbrochen bleibt. Erst, wenn der Wähler WTY den elften Kontakt erreicht hat,
wird das Relais R1 abgeworfen, da dann ein Stromkreis für eine Gegenwicklung III des
Relais R1 geschlossen wird: Erde, Stromstoßkontakt
i I2, Wicklung I des Relais R1, Schaltarm
und Kontakt 11 des Wählers WIY, Arbeitskontakt
T1, Gegenwicklung III des Relais R1, Batterie, Erde. Kontakt 11 ist als
Raststelle ausgebildet. In Reihe mit der zweiten Wicklung des Relais R1 ist auch das Verzögerungsrelais
Q erregt worden, welches an seinem Kontakt ^1 den Stromkreis für das
Stromstoßrelais J1 über den elften Kontakt
unterbricht. Wenn nun die Gegenwicklung III des Relais R1 eingeschaltet wird, fällt auch
das Relais Q ab, und da dies Relais mit Verzögerung abfällt, bleibt der Stromkreis für
das Relais J1 längere Zeit unterbrochen. Die Raststelle ist eingesetzt, um Zeit für die Umsteuerung
der durch die Stromstöße eingestellten Verbindungseinrichtungen am ankommenden
Ende der Verbindungsleitung zu erhalten. Nach dem Abfall des Relais Q wird
der Stromkreis für das Stromstoßrelais J1 wieder geschlossen und in derselben Weise,
wie oben beschrieben, die zweite Stromstoßreihe dem Stromstoßübertragungsrelais / am
ankommenden Ende der Signalleitung übermittelt. Kontakt 23 ist wieder als Raststelle
ausgebildet.
Nachdem die letzte der zu übermittelnden Stromstoßreihen, deren Auswirkung auf die
Verbindungseinrichtung am ankommenden Ende der Signalleitung dieselbe wie oben beschrieben
ist, ausgesandt ist, sind die Sprechleitungen von dem angerufenen zum anrufenden
Teilnehmer durchgeschaltet, und das Gespräch kann stattfinden. Über den Kontakt 36
des Wählers WTY wird dann ein Stromkreis für die erste Wicklung des Relais S, welches
mit Verzögerung abfällt, geschlossen: Erde, Stromstoßkontakt H2, Wicklung I des Relais
R1, Schaltarm und Kontakt 36 des Wäh-
lets WTV, Wicklung I des Relais S, Batterie,
Erde. Relais 5 unterbricht an seinem Kontakt s den Stromkreis für das Relais CI.
Relais C1 fällt ab und öffnet die Haltestromkreise
für die zweiten Wicklungen der Relais V, VI und VII am Kontakt cL,. Über
Kontakt cl3 wird ein Stromkreis für das Relais
An2 geschlossen: Erde, Ruhekontakt U5,
Wicklung des Relais An2, Schaltarm und
ίο Kontakt am dritten Kontaktsatz des Wählers
Will, Ruhekontakt cl3, Wicklung I des
Relais S, Batterie, Erde. Relais An2 spricht
an und schaltet den Relaisunterbrecher RU1 an den Drehmagneten DIII an. Der Drehmagnet
schaltet die Schaltarme des Wählers Will weiter, bis die Ruhestellung erreicht
ist. Dann wird der Stromkreis für das Relais An2 unterbrochen, und der Wähler
bleibt in der Ruhestellung stehen. Über den Kontakt cl2 wird der Relaisunterbrecher an
den Drehmagneten DVII des Wählers J^VII
angeschaltet: Erde, Relaisunterbrecher RU1, Wicklung II des Relais S, Ruhekontakt cl2,
Schaltarm und Kontakt des Wählers WVIIS, Wicklung des Drehmagneten DVII, Batterie,
Erde. Der Drehmagnet DVII wird abwechselnd erregt und aberregt und schaltet die Schaltarme des Wählers WVII in die Ruhestellung
weiter. Dann wird der Stromkreis für den Drehmagneten DVII und für die
Wicklung I des Relais VII unterbrochen. Das Relais VII legt seinen Kontakt 7 in der Ruhelage
um und schaltet den Relaisunterbrecher an den Drehmagneten DVI an, welcher die Schaltarme des Wählers WVI in die Ruhestellung
bringt, wo der Stromkreis für den Drehmagneten DVI und des Relais VI unterbrochen
wird. Am Kontakt 6 des Relais VI wird nun der Relaisunterbrecher RU1 auf den
Drehmagneten DV umgeschaltet, welcher die Schaltarme des Wählers WV in die Ruhestellung
bringt. Dann wird der Stromkreis für das Relais S1 unterbrochen. Durch die
oben beschriebene Weiterschaltung des Wählers WHI wurde der Stromkreis für das Relais
T unterbrochen, welches abfällt und an seinem Kontakt tt das Relais An1 zum Ansprechen
bringt über: Erde, Ruhekontakt tv Wicklung des Relais An1, Schaltarm, und
Kontaktbank des dritten Kontaktsatzes des Wählers WI, Widerstand Wi1 Batterie, Erde.
Relais An1 schaltet an seinem Kontakt den Relaisunterbrecher an das Relais F an, welches
über seinen Kontakt/^ den Drehmagneten DI und über seinen Kontakt /2 den Drehmagneten
DII abwechselnd erregt und aberregt. Die Drehmagnete DI und DII schalten die Schaltarme der Wähler WI und WII
bis in die Ruhestellung, wo der Stromkreis für das Relais An1 unterbrochen wird. Nun
sind alle Einrichtungen der Signalleitungen und auch des Speichers in die Ruhestellung
zurückgekehrt, so daß beide für eine andere Verbindung verwendbar sind. Die Auslösung
der übrigen Verbindungsleitungen nach Beendigung des Gespräches findet in derselben
Weise wie oben beschrieben statt.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei denen
sämtliche während der Herstellung und des Bestehens einer Verbindung erforderlichen
Schaltvorgänge über eine mehreren Verbindungsleitungen gemeinsame Signalleitung bewirkt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß der Signalleitung am abgehenden Ende ein Stromstoßspeicher zugeordnet ist, der nur bei Besetztsein der
Signalleitung die von der anrufenden Stelle ausgesandten Stromstöße aufnimmt und diese bei Freiwerden der Signalleitung
selbsttätig zu den Empfangseinrichtungen am ankommenden Ende der Signalleitung aussendet, der dagegen bei
Freisein der Signalleitungnicht belegt wird, so daß die Stromstöße dann unmittelbar
von der anrufenden Stelle über die Signalleitungen ausgesandt werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur
bei Besetztsein der Signalleitung ein Relais (An2) betätigt wird, welches ein
Schaltwerk QVS) zur Anschaltung des
Stromstoßspeichers an die anrufende Leitung (a', V) anläßt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß
durch ein der anrufenden Leitung zugeordnetes Schaltmittel (Relais R) diese
Leitung (a', b') während der Einstellung des Stromstoßspeichers gesperrt wird.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
beim Freiwerden der Signalleitung ein Schaltmittel (Relais G) des Stromstoßspeichers
in Tätigkeit tritt, welches die Anschaltung des Stromstoßspeichers an
die Signalleitung bewirkt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß von
dem Schaltmittel (Relais G) beeinflußte Hilfseinrichtungen des Stromstoßspeichers
den Stromkreis zur Aussendung der aufgespeicherten Stromstoßreihen vorbereiten und die die Aussendung der Stromstoßreihen
herbeiführende Einrichtung (Abgreifsschaltwerk WIV) in Tätigkeit
setzen.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein
sowohl bei besetzter als auch freier
Signalleitung zur Wirkung kommendes weiteres Schaltmittel (Relais W) der anrufenden
Stelle ein Amtszeichen übermittelt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
das Amtszeichen übermittelnde Schaltmittel (Relais W) beim Anschalten der
Signalleitung und beim Anschalten eines freien Stromstoßspeichers an die anrufende
Leitung in gleicher Weise beeinflußt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRt'CKEREI
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES75298D DE582437C (de) | 1926-07-14 | 1926-07-14 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES75298D DE582437C (de) | 1926-07-14 | 1926-07-14 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE582437C true DE582437C (de) | 1933-08-17 |
Family
ID=7505267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES75298D Expired DE582437C (de) | 1926-07-14 | 1926-07-14 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE582437C (de) |
-
1926
- 1926-07-14 DE DES75298D patent/DE582437C/de not_active Expired
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