DE654759C - Aus mehreren Teilen zusammengesetzte Holzschaufel - Google Patents
Aus mehreren Teilen zusammengesetzte HolzschaufelInfo
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- DE654759C DE654759C DEJ52010D DEJ0052010D DE654759C DE 654759 C DE654759 C DE 654759C DE J52010 D DEJ52010 D DE J52010D DE J0052010 D DEJ0052010 D DE J0052010D DE 654759 C DE654759 C DE 654759C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D11/00—Other hand implements
- A01D11/04—Other hand implements for handling root crops, e.g. shovels, fork-like shovels
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine insbesondere für Getreide bestimmte Schaufel. Derartige
Schaufeln müssen aus "Holz hergestellt werden, weil Metallschaufeln während der Arbeit
Holzfasern ti. dgl. von der Unterlage leicht losmachen und diese in das Getreide einmengen.
Um solche Schaufeln aus Holz haltbar herzustellen, mußte man sie bisher von Hand aus einem einzigen besonders ausgewählten
und knotenfreien Werkstück ausformen. Ein solches Herstellungsverfahren bedingt hohe Arbeitskosten und einen unnötig
großen Werkstoffverbrauch. Um diese hohen Herstellungskosten zu vermeiden, ist zwar
auch schon vorgeschlagen worden, diel Schaufel
aus mehreren Teilen zusammenzusetzen, die durch Schrauben oder andere Metallverbindungsteile
aneinander befestigt sind. Da es aber, wie oben erwähnt, von größter Bedeutung ist, daß Metallteile möglichst vermieden
werden, können auch diese aus mehreren Teilen zusammengesetzten Schaufeln die für
den vorliegenden Verwendungszweck zu fordernden Bedingungen nicht erfüllen; denn
auch durch die metallenen Verbindungsglieder, und zumal dann, wenn diese sich gelockert
haben oder infolge des Verschleißes des Holzes über die glatte Schaufeloberfläche hervorragen,
können Späne von der Unterlage abgestoßen werden und zwischen das Getreide gelangen. Außerdem kann durch die Verwendung
von Metallteilen keine haltbare fugenlose Verbindung zwischen den Teilen erzielt werden. Ferner wird aber auch die
Herstellung kaum verbilligt, weil das Zusammensetzen der Einzelteile, das von Hand geschehen
muß, viel Zeit in Anspruch nimmt.
Gemäß der Erfindung sind alle diese Mängel dadurch vermieden, daß die Schaufel aus
einem gleichmäßig starken Bodenbrett, zwei hochkant daran zweckmäßig durch Leimen
befestigten Seitenl'eisten und einer ebensolchen Rückenleiste besteht, welche mittels
des Stielendes fest mit dem Bodenbrett verbunden ist. 4-5
Diese Schaufel kann verhältnismäßig dünn und daher leicht sein, da der Boden insbesondere
in der am stärksten beanspruchten Mitte nicht gefugt und auch nicht durch Schrauben o. dgl. Verbindungsmittel geschwächt
ist, sondern aus einem Stück besteht. Trotzdem ist zur Herstellung des Bodens nicht mehr das lästige und teure Aushöhlen
aus dem Vollen erforderlich; vielmehr kann der Boden aus einem gleichmäßig starken
Brettstück einfach und billig hergestellt werden. Vorteilhaft haben die Seitenleisten einen
L-förmigen Querschnitt und sind mit ihrem
einen Schenkel in Ausfräsungen der Bodenlängskanten derart eingepaßt und eingeleimt,
daß der eingeleimte Schenkel der Schaufel-., mitte zugekehrt ist und glatt in die Oberseite
des Bodens übergeht. Durch die I_-Form wird
eine hinreichend große Berührungsfläche zwischen den Randleisten und der Schaufcloberseite
erzielt, so daß die Leisten ohne zusätzliche metallische Verbindungsmittel nur durch
ίο Leimen zuverlässig befestigt werden können.
Auch wird durch die Randaussparungen ein fester Anschlag für die Leisten beim Anbringen
auf einem Schaufelboden gewonnen. Dadurch ist es möglich, die Leisten auf rein mechanischem Wege anzubringen..
Die Rückenleiste der Schaufel kann zweckmäßig vom Boden bis zu einer den Stiel aufnehmenden
Aussparung in den Stiel eingelassen sein, während das vordere Stielende
sich um ein Stück über den Boden der Schaufel erstreckt und durch Holzpfropfen oder sonstwie
am Boden befestigt ist. Dadurch wird eine zuverlässige Befestigung sowohl des
Stieles als auch der Rückenleiste erzielt.
Durch die Erfindung ist eine Holzschaufel geschaffen, die sich unter Vermeidung von
Schrauben- oder Nietenverbindungen fabrikmäßig herstellen läßt und bei hinreichender
Festigkeit ein geringes Gewicht aufweist.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, und'
zwar zeigt
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch die Mitte der Schaufel,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schaufel, teilweise im Schnitt, und
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie HI-III der Fig. 2.
Im dargestellten Beispiel bezeichnet α das
Bodenbrett, b die Seitenleisten, c die Rückenleiste und d das Stielende der ganz aus Holz
gefertigten Schaufel. Die Seitenleisten haben L-förmigen Querschnitt, und ihre mit dem
Bodenbrett α verbundenen Schenkel sind einander zugewandt. Um gute Anliegeflächen
und in dem Falle, wo die Holzleisten b an dem Bodenbrett festgeleimt (kaltgeleimt)
werden, auch erhöhte Leimflächen zu erhalten, wird das Bodenbrett α vor der 'Befestigung
der Leisten b mit längs seinen Seitenkante!! sich erstreckenden Ausfräsungen e versehen,
in welche die Schenkel der Leisten derart eingepaßt werden, daß ihre Oberseiten in
derselben Ebene wie die Oberseite des Bodenbrettes liegen und ohne Absatz oder Ungleichmäßigkeiten
in das Bodenbrett α übergehen. Der Stiel d und die die Stirnseite bildende
Rückenleiste c der Schaufel sind ineinander eingelassen. Bei der veranschaulichten Ausführung
ist die Rückenleiste mit einer von ihrer oberen Kante in Richtung gegen, aber
nicht bis zum Boden sich erstreckenden Aussparung f versehen, in die der Stiel d eingeht.
Der zwischen dem Bodenbrett α und dem 'v'Ende der Aussparung / sich erstreckende
' Teil g der Rückenleiste c ist in eine Aussparung
h auf der Unterseite des Stieles eingelassen. Ferner greifen die Seitenkanten der
Aussparung in Nuten i des Stieles ein. Das vordere Ende des Stieles ist an dem Boden
durch zwei geleimte Pfropfen k befestigt.
Während der Leimung können die Teile durch versenkte Schrauben / gehalten werden,
welche nach der Fertigstellung verbleiben können.
Das Bodenbrett und die Seitenleisten der Schaufel können je nach der Verwendungsweise
verschiedene Formen erhalten. So kann es in gewissen Fällen erwünscht sein, daß die
Seitenleisten an dem vorderen Ende der Schaufel sehr niedrig gemacht und gegebenenfalls
dort ganz weggelassen werden, während die am hinteren Ende der Schaufel verbleibenden
seitlichen Leistenstücke nur zur Befestigung für die Rückenleiste zu dienen haben. Es ist auch möglich, sowohl den
Boden der Schaufel als ihre Seitenleisten aus einem einzigen im wesentlichen rechteckigen
Stück Kreuzfurnier (Plywood) ο. dgl. herzustellen. Hierbei werden die Seitenteile b der
Schaufel dadurch gebildet, daß zwei einander gegenüberstehende Kanten des Kreuzfurnierstückes
nach oben gebogen werden. An diesem derart geformten Stück wird dann die Rückenleiste c der .Schaufel durch geleimte
Pfropfen« aus Holz'o. dgl. befestigt.
Zum Schaufeln von Hackfrüchten, Kartoffeln o. dgl. ist es zweckmäßig, den Bodenteil
mit einer Anzahl durchgehender Löcher», Spalten o. dgl. zu versehen, durch welche
Erde, Kies u. dgl. entweichen kann. Soll die Schaufel für leichteres Gut verwendet werden,
so wird sie zweckmäßig so breit wie möglich gemacht. Dabei wird vorteilhaft der
Bodenteil auf der Unterseite mit einer oder mehreren in der Querrichtung der Schaufel
z. B. durch Leimen befestigte Latten 0 0. dgl. verstärkt. Zur weiteren Verstärkung kann
auch die Aussparung / derart ausgeführt werden, daß über der Aussparung ein zusammenhängender,
sich über den Stiel erstreckender Steg stehenbleibt.
Durch die oben angegebene Bauart wird eine haltbare Verbindung zwischen den Teilen
der Schaufel erreicht, die besondere metallische Verbindungsteile oder Beschläge unnötig
macht. Solche können jedoch ingewissen Fällen zur Verwendung kommen, beispielsweise
wenn die Schaufel auch zum Schneeschaufeln 0. dgl. auf einer harten und unebenen
Unterlage und natürlich auch dann, wenn sie zur Verwendung für hartes und unebenes
Gut bestimmt ist. Durch die bauliche Einfachheit wird außerdem eine billige fabrikmäßige
Herstellung ermöglicht.
Claims (6)
1. Aus mehreren Teilen zusammengesetzte Holzschaufel, insbesondere für
Getreide, dadurch gekennzeichnet, daß die
ίο Schaufel aus einem gleichmäßig starken Bodenbrett, zwei hochkant daran befestigten
Seitenleisten {b, b) und einer ebensolchen Rückenleiste (c) besteht, welche
mittels des Stielendes (d) fest mit dem Bodenbrett (α) verbunden ist.
2. Holzschaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenleisten
(b) einen L-förmigen Querschnitt haben und mit ihrem einen der Schaufelmitte
zugekehrten Schenkel in Ausfräsungen (<?) der Längskanten des Boden bretts
(α) eingepaßt und eingeleimt sind.
3. Holzschaufel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere
Ende des Stieles (d) sich ein Stück über das Bodenbrett (α) erstreckt und an
diesem durch Holzpfropfen (k) o. dgl. befestigt ist, während die Rückenleiste (c)
vom Bodenbrett (α) bis zu einer den Stiel (d) aufnehmenden Aussparung (/) in
den Stiel eingelassen ist und auch noch mit den Seitenkanten der Aussparung (/)
in Nuten (i) des Stieles eingreift.
4. Holzschaufel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur der Stiel
(d) in die Rückenleiste (c) eingelassen ist, und zwar so, daß über der den Stiel
aufnehmenden Aussparung noch ein zusammenhängender Steg der Rückenleiste verbleibt.
5. Holzschaufel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenleiste
(c) der Schaufel mit den Seitenleisten (b) durch festgeleimte Pfropfen
im) aus Holz ο. dgl. vereinigt ist.
6. Holzschaufel nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden
(α) der Schaufel auf seiner Unterseite mit einer oder mehreren zweckmäßig in
der Querrichtung der Schaufel durch Leimen befestigte Latten (p) o. dgl. verstärkt
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE654759X | 1934-11-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE654759C true DE654759C (de) | 1937-12-29 |
Family
ID=20314140
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ52010D Expired DE654759C (de) | 1934-11-06 | 1935-04-03 | Aus mehreren Teilen zusammengesetzte Holzschaufel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE654759C (de) |
-
1935
- 1935-04-03 DE DEJ52010D patent/DE654759C/de not_active Expired
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