DE654517C - Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes fuer Leder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes fuer Leder

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DE654517C
DE654517C DESCH104632D DESC104632D DE654517C DE 654517 C DE654517 C DE 654517C DE SCH104632 D DESCH104632 D DE SCH104632D DE SC104632 D DESC104632 D DE SC104632D DE 654517 C DE654517 C DE 654517C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/12Stuck or cemented footwear
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L93/00Compositions of natural resins; Compositions of derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes für Leder Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes für Leder. Es sind bereits Klebstoffe bekanntgeworden, die im wesentlichen aus Celluloid, Harz, Aceton und Nitrobenzol bzw. aus Auflösungen dieser Stoffe gebildet werden. Diese Klebstoffe haben den Nachteil, daß ihre Bindekraft nur gering ist, und daß sie nicht tief genug in die Poren des Leders eintreten. Um überhaupt eine Klebwirkung zu erzielen, ist es notwendig, daß bei Verwendung dieser bekannten Klebmittel das Leder vorher aufgerauht, d. h. auf seiner Oberfläche faserig gemacht wird. Außerdem müssen die V.erklebungen sehr lange Zeit trocknen.
  • Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung restlos beseitigt, indem ein Verfahren zur Herstellung von Klebstoff für Leder geschaffen wird, welches darin besteht, daß der an sich bekannten Klebmasse aus einer Auflö@sung von Gelluloid und Harz in Aceton und Nitrobenzol :ein durch Extrahieren von Eichenrinde und Galläpfeln mit Aceton und Spiritus hergestellter Gerbstoffextrakt zugesetzt wird. Der nach dem neuen Verfahren erhaltene Klebstoff hat den Vorteil, daß er sehr tief in die Poren des Leders eindringt, und zwar ohne daß vorher erst .eine Aufrauhung der Lederoberfläche erfolgen muß. Beim Kleben ,entfällt daher der Vorgang des Aufrauhens, so daß wesentliche Arbeitszeit gespart wird. Außerdem trocknet die Verklebung viel schneller. Da der Klebstoff tiefer in das Leder eindringt, ist auch eine größere Festigkeit der Verklebung gegeben.
  • Durch den Zusatz von Spiritus wird ein schnelles und gutes Auslaugen der Gerbstoffe, d. h. der Eichenrinde und der Galläpfel, ermöglicht. Außerdem ist ein wesentlich schnelleres Eintrocknen des Klebstoffes gegeben.
  • Mit besonderem Vorteil können dem Gerbstoffextrakt noch öle, wie Rizinusöl, Eukalyptusöl und Nitrobenzol, während der Extraktion zugesetzt werden.
  • Den Klebstoff stellt man vorteilhaft nach folgendem Verfahren her: igo Gewichtsteile Gelluloid, 5o Gewichtsteile Baumharz werden in 7oo Gewichtsteilen Aoetan und 5o Gewichtsbeilen Nitrobenzol aufgelöst.
  • Damit entsteht der ,an sich bekannte Klebstoff.
  • Außerdem werden besonders miteinander vermischt i 5o Gewichtsteile geschnittene Eichenrinde, ioo Gewichtsteile geschrotete Galläpfel, 5oo Gewichtsteile Aceton, 5oo Gewichtsteile Spiritus.
  • Dieser Gerbstoffextrakt kann dem obenerwähnten Klebstoff unmittelbar zugesetzt'werden.
  • Um ein sehr rasches Trocknen des Klebstoffes zu ermöglichen- und um den Klebstoff besonders weich zu machen, werden vorzugsweise noch 61e, wie Rizinusöl, Eukalyptusöl und Nitrobenzol, zugesetzt. Diese bewirken
    beim Zusammentreffen mit den ob,eners,#T@#
    ten Bestandteilen das rasche Trocknen.-2
    Es besteht die Möglichkeit, diese -@e
    weder gleich bei der Herstellung des Exfiäk: tes mit zuzusetzen oder auch nachträglich. Werden die öle bei der Herstellung des Extraktes mit zugesetzt, so werden den oben angeführten Bestandteilen beispielsweise 5o Gewichtsteile Rizinusöl, 5o Gewichtsbeile Eukalyptusöl und 5o Gewichtsteile Nitrobenzol zugesetzt.
  • Dieser unter Zusatz der öle hergestellte Extrakt bleibt etwa 1 ¢ Tage stehen, worauf durch Abziehen und Filtrieren etwa i i 5o Gewichtsbeile Gerbstoffextrakt gewonnen werden. Von dem zuerst beschriebenen Klebstoff werden nunmehr 6oo Gewichtsteile genommen und mit ¢oo Gewichtsteilen des Gerbstoff-,extraktes in einem Behälter gut durcheinandergerührt, worauf diese Mischung nochmals etwa 6 Tage stehenbleibt, um eine innige Vereinigung der Bestandteile zu erzielen. Ist der .Iierstellungsvorgang beendet, so ergibt sich ein ,Klebmittel, welches die oben beschriebenen' Vorteile aufweist.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes für Leder aus einer Auflösung von Celluloid und Harz in Aceton und Nitrobenzol, dadurch gekennzeichnet, daß man dieser Masse einen durch Extrahieren von Eichenrinde und Galläpfeln mit Aceton und Spiritus hergestellten Gerbstoffextrakt zusetzt. z. Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes für Leder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Klebstoff inoch öle, wie Rizinusöl, Eukalyptusöl und Nitrobenzol, zusetzt.
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