DE650751C - Verfahren zur Herstellung haltbarer, glykolhaltiger Loesungen von Alkalisalzen der Barbitursaeureabkoemmlinge - Google Patents

Verfahren zur Herstellung haltbarer, glykolhaltiger Loesungen von Alkalisalzen der Barbitursaeureabkoemmlinge

Info

Publication number
DE650751C
DE650751C DEI44264D DEI0044264D DE650751C DE 650751 C DE650751 C DE 650751C DE I44264 D DEI44264 D DE I44264D DE I0044264 D DEI0044264 D DE I0044264D DE 650751 C DE650751 C DE 650751C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glycol
barbituric acid
production
alkali salts
decoctions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI44264D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE650751C publication Critical patent/DE650751C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/46Two or more oxygen, sulphur or nitrogen atoms
    • C07D239/60Three or more oxygen or sulfur atoms
    • C07D239/62Barbituric acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung haltbarer, glykolhaltiger Lösungen von Alkalisalzen der Barbitursäureabkömmlinge Bekanntlich besitzen die Barbitursäurederivate, wie die Alkyl-, Alkylen-, Alkyliden- und Cyclohexenylbarbitursäuren, insbesondere aber die Diäthyl-, Dipropyl-, Diallyl-, Phenyläthyl-und Cyclohexenylbarbitursäuren sowie deren Substitutionsprodukte, eine große Bedeutung wegen ihrer vielseitigen therapeutischen Verwendbarkeit.
  • Infolge ihrer unvollkommenen Löslichkeit in Wasser sowie in den Gewebs- und Körperflüssigkeiten ist man für die Herstellung von Injektionslösungen an die Verwendung der Alkalisalze der Barbitursäurederivate gebunden, wobei sich Lösungen, wohl infolge der eintretenden Hydrolyse, je nach den vorhandenen Temperatur- usw. Bedingungen mehr oder weniger rasch zersetzen. Dieser Umstand macht es erforderlich, nur frisch bereitete Lösungen zu injizieren; Aufbewahrung und Versand sind unmöglich.
  • Das vorliegende Verfahren gestattet die Herstellung haltbarer sterilisierbarer Lösungen von Alkalisalzen der Barbitursäurederivate, die für die verschiedensten medizinischen Applikationsformen, wie Injektion, rektale Anwendung durch Suppositorien usw., Verwendung finden können. Es ist somit erstmalig möglich, genau dosierte, haltbare, ihre Wirksamkeit nicht einbüßende Alkalisalzlösungen von Barbitursäurederivaten herzustellen und in den Handel zu bringen.
  • Das Verfahren besteht darin, daß man als Lösungsmittel völlig wasserfreie Glykole, welche in den Lipoiden löslich und welche physiologisch so gut wie unwirksam sind, verwendet. Neben dem in erster Linie zu nennenden Äthylenglykol H 0 # C H2' C H2 # 0 H und dem Propylenglykol CH3 # CH (OH). CH,- OH kommen für den genannten Zweck noch das Trimethylenglykol H 0 # C H2 # C H2 # C H2 # OH, ferner die vier Butylenglykole u. a. in Frage, welche alle wasserlöslich sind.
  • Die Herstellung der stabilen Lösung kann in verschiedener Weise geschehen. Man bereitet, unter sorgfältigem Fernhalten von Wasser, eine Lösung von trockenem Alkalisalz eines Barbitursäurederivates in einem der genannten Glykole in der für den jeweiligen Verwendungszweck gewünschten Stärke. Man kann aber auch das freie Barbitursäurederivat in ein Glykol eintragen, welches die berechnete Menge eines Alkalimetalles gelöst enthält. Alle diese Lösungen können durch Hitze, welche unschädlich ist, oder durch Zusatz von keimtötenden Mitteln sterilisiert werden und für Injektionen usw. Verwendung finden. Aus einer solchen Lösung kann man, selbstverständlich auch' wieder unter Ausschluß von Wasser, Suppo- :.@ sitorien durch Vermischen mit einem geeignet eN Stoff, z. B. Natriumstearat, herstellen.
  • Es sei noch darauf hingewiesen, daß sich nur wasserfreie Glykole für die Herstellung von vollkommen stabilen Lösungen der genannten Art eignen. Da die Glykole meist Wasser enthalten, darf deren bessere Lösungsfähigkeit nicht dazu Anlaß geben, sie in diesem Zustand' zu verwenden. Solche nicht völlig trockene Lösungen besitzen zumindest nur eine begrenzte Haltbarkeit.
  • Man hat schon freie Isoamylbarbitursäure in wässerigem Äthylenglykol gelöst und im Tierversuch geprüft. Hieraus konnte nicht entnommen werden, daß die Salze von Barbitursäuren sich in wasserfreien Glykolen lösen und diese Lösungen gegenüber Lösungen der Salze in wässerigen Glykolen bedeutend haltbarer sind. Beispiel i 324g des trockenen Natriumsalzes der Phenyläthylbarbitursäure werden in einem geeigneten Gefäß mit 725 ccm reinen Äthylenglykols übergossen. Man bewegt die Mischung und erhitzt gegebenenfalls, bis vollständige Lösung eingetreten ist, wobei für sorgfältige Fernhaltung der Luftfeuchtigkeit Sorge getragen werden muß. Nach dem Abkühlen verdünnt man- die Lösung bis zur gewünschten Konzentration, so daß beispielsweise =o ccm der Lösung 3,24 g des Barbitursäuresalzes enthalten. Man kann vor oder nach dem Verdünnen filtrieren und die Lösung durch Zusatz von keimtötenden Mitteln oder durch Erhitzen, gegebenenfalls in der Ampulle, sterilisieren.
  • Die Glykollösung kann auch auf folgende Weise hergestellt werden: Man löst 29,3 g metallisches Natrium in 725 ccm reinem Äthylenglykol und gibt unter Fernhalten von Feuchtigkeit 295,5 g Phenyläthylbarbitursäure hinzu. Sodann verdünnt man und sterilisiert in der oben aufgeführten Weise. Beispiel 2 Man übergießt iio g des trockenen Natriumsalzes der Diäthylbarbitursäure mit 8oo ccm reinen Äthylenglykols. Nachdem Lösung in der oben angegebenen Weise erfolgt ist, kann man durch Zugabe weiterer Mengen Lösungsmittel verdünnen, beispielsweise bis ioccm der Lösung z,= g des erwähnten Natriumsalzes enthalten. Beispiel 3
    r .#ereitetaus324gtrockenemcyclohexenyl-
    3
    #f itursaurem Natrium und 725 ccm rei-
    vl glykol in der im Beispiel i ange-
    Ath en
    beinen Weise eine Lösung, welche durch weitere
    abe von Äthylenglykol verdünnt werden
    rin, derart, daß beispielsweise io ccm der
    ft -
    Z.ösung 3,24 g des barbitursauren Natriumsalzes
    enthalten.
    Beispiel 4 Man löst 324 g trockenes diallylbarbitursaures Natrium in reinem Äthylenglykol und stellt die Lösung durch weitere Zugabe von Glykol auf ein Volumen von i ooo ccm ein. Beispiel 5 Man löst 325 g trockenes phenyläthylbarbitursaures Natrium in der hierzu erforderlichen Menge reinen Propylenglykols und füllt gegebenenfalls zur gewünschten Konzentration auf, so daß beispielsweise i ooo ccm Lösung erhalten werden. Beispiel 6 Man bereitet unter Erwärmen 'eine Lösung von 25,3 g phenyläthylbarbitursaurem Natrium in 37,5 g Äthylenglykol. Sodann werden 7,5 g Natriumstearat oder die entsprechenden Mengen des Natriumsalzes einer anderen geeigneten Fettsäure oder deren Mischung in 75g Äthylenglykol in der Wärme zur Lösung gebracht. Die beiden Lösungen werden gemischt und heiß filtriert. Dann gießt man zwecks Herstellung von Suppositorien in der üblichen Weise in Formen, welche ein bestimmtes Volumen haben, so daß beispielsweise 3,24 g darin enthalten sind. Beispiel 7 Eine in der Wärme bereitete Auflösung von 8,3 g diallylbarbitursaurem Natrium in 12,3 g Äthylenglykol wird heiß mit einer durch Erwärmen auf ioo ° hergestellten Auflösung von 0,33 g Stearinsäure und 2,46 g Natriumstearat in 24,1 g Äthylenglykol vermischt, heiß filtriert und in Formen gegossen, deren Volumen beispielsweise derart ist, daß in den geformten Arzneimitteln je 3,24 g diallylbarbitursaures Natrium enthalten sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung haltbarer, glykolhaltiger Lösungen von Alkalisalzen der Barbitursäureabkömmlinge, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel völlig wasserfreie Glykole verwendet.
DEI44264D 1931-04-29 1932-04-21 Verfahren zur Herstellung haltbarer, glykolhaltiger Loesungen von Alkalisalzen der Barbitursaeureabkoemmlinge Expired DE650751C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US650751XA 1931-04-29 1931-04-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE650751C true DE650751C (de) 1937-10-05

Family

ID=22060171

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI44264D Expired DE650751C (de) 1931-04-29 1932-04-21 Verfahren zur Herstellung haltbarer, glykolhaltiger Loesungen von Alkalisalzen der Barbitursaeureabkoemmlinge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE650751C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1022755B (de) * 1952-12-29 1958-01-16 Abbott Lab Verfahren zur Herstellung stabiler konzentrierter Loesungen von Thiobarbitursaeureverbindungen
DE1026918B (de) * 1954-03-24 1958-03-27 Abbott Lab Verfahren zur Herstellung stabiler konzentrierter Loesungen von Thiobarbitursaeureverbindungen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1022755B (de) * 1952-12-29 1958-01-16 Abbott Lab Verfahren zur Herstellung stabiler konzentrierter Loesungen von Thiobarbitursaeureverbindungen
DE1026918B (de) * 1954-03-24 1958-03-27 Abbott Lab Verfahren zur Herstellung stabiler konzentrierter Loesungen von Thiobarbitursaeureverbindungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1930957C3 (de) Wasserlösliches Silbersalz enthaltendes Gel zur Behandlung von Verbrennungen
DE4139017C2 (de) Wäßrige Piroxicam-Lösungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE650751C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer, glykolhaltiger Loesungen von Alkalisalzen der Barbitursaeureabkoemmlinge
DE2103387B2 (de) Verwendung des Hydrochlorids von Glukosamin zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten
DE753235C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Lactoflavinloesungen
DE880046C (de) Verfahren zur Herstellung von Wismutpraeparaten
DE806701C (de) Kontrastmittel fuer die roentgenographische Darstellung von Koerperhoehlen und Verfahren zu seiner Herstellung
AT136741B (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Lösungen von Aminobenzoesäurealkaminestern.
DE629841C (de) Verfahren zur Herstellung einer waessrigen Chininloesung fuer Injektionszwecke
DE862044C (de) Verfahren zur Herstellung von Trockenpraeparaten fuer die Zubereitung von Salbengrundlagen oder Salben
DE817907C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Natriumsalze von Carboxyalkylcellulosen
DE675966C (de) Verfahren zur Herstellung klarer waessriger Loesungen von aetherischen OElen, Kampfer, Terpenen
DE829166C (de) Verfahren zur Herstellung von N-(p-Arsenosobenzyl)-glycinamid und dessen Salzen
CH273245A (de) Lösung für die röntgenographische Darstellung von Körperhöhlen.
DE725658C (de) Verfahren zur Herstellung von Celluloseaethern, deren waessrige Loesungen kochbestaendig sind
DE557519C (de) Verfahren zur Darstellung leichtloeslicher Alkalisalze von Acylaminophenolarsinsaeuren
DE589519C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Loesungen von Aminobenzoesaeurealkaminestern
DE415095C (de) Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leicht loeslichen Wismutkomplexverbindung der Chinolinreihe
AT142713B (de) Verfahren zur Herstellung von in Lösungen haltbaren Präparaten, die anaesthesierend wirkende und gefäßverengende Mittel enthalten.
DE256858C (de)
AT142025B (de) Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Kombination eines Anaesthetikums mit einem gefäßverengenden Mittel und einer sogenannten Puffersubstanz.
DE955060C (de) Verfahren zur Herstellung von Penicillinsalzen
DE423133C (de) Verfahren zur Darstellung von loeslichen organischen Antimonverbindungen
DE630705C (de) Verfahren zur Darstellung haltbarer injizierbarer Loesungen N-mono-C, C-disubstituierter Barbitursaeuren
AT151657B (de) Verfahren zur Darstellung von Formaldehydnatriumsulfoxylaten von Arsenobenzolverbindungen.