DE64979C - Verfahren zur Darstellung der (1.3) a-Naphtolsulfosäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung der (1.3) a-Naphtolsulfosäure

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DE64979C
DE64979C DENDAT64979D DE64979DA DE64979C DE 64979 C DE64979 C DE 64979C DE NDAT64979 D DENDAT64979 D DE NDAT64979D DE 64979D A DE64979D A DE 64979DA DE 64979 C DE64979 C DE 64979C
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water
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DENDAT64979D
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KALLE & CO. in Biebrich a. Rh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. März i8g2 ab.
In der Patentschrift No. 62634 ist das Verhalten einiger der wichtigsten a-Naphtylamindisulfosäuren beim Erhitzen mit Wasser unter Druck beschrieben. Aus der Schöllkopfschen a-Naphtylamindisulfosäure 1-4-8 (Patent No. 40571) entsteht a-Naphtylaminmonosulfosäure 1 · 8 (Erdmann, Ann. 247, S. 343), aus der Landshoff & Meyer'schen Säure 1-2-5 (Patent No. 56563) die Naphtylaminsulfosäure ι · 5 (Erdmann, Ann. 247, S. 343), aus den Säuren 1 -4-7 (Dahl III, Patent No. 41957) und 1-2-7 (Patent No. 62634) die Naphtylaminmonosulfosäure 1 -7 (CIe ve, Bull. 29, 415). Die a-Naphtylamin-E-disulfosäure 1-3-8 (Patent No. 45776) dagegen spaltet unter denselben Bedingungen nicht blos eine Sulfogruppe, sondern auch die Amidogruppe ab, an deren Stelle ein Hydroxyl tritt. Auf diesem einfachen Wege gelingt es, quantitativ die Naphtolsulfosäure 1 · 3 zu erhalten, deren Darstellung bisher eine sehr kostspielige und umständliche war (Patent No. 57910).
Man erhitzt z. B. 1 Theil a-Naphtylamindisulfosäure 1-3-8 mit 5 Th eilen Wasser 8 Stunden bei i8o°. Es wird dann die abgespaltene Schwefelsäure durch Kalk entfernt und das Kalksalz der gebildeten Naphtolsulfosäure in das entsprechende Natronsalz übergeführt. Dasselbe zeigt sämmtliche im Patent No. 57910 angegebenen Eigenschaften. Analysirt wurde das in verfilzten Nadeln krystallisirende Barytsalz. Gef. 23,3 und 23,1 pCt. Ba, ber. 23,5 pCt.
DieselbeNaphtolsulfosäurewird erhalten, wenn man die Naphtylamindisulfosäure 1-3-8 mit verdünnten organischen oder Mineralsäuren unter Druck erhitzt oder mit ca. 75 procentiger Schwefelsäure am Rückflufskühler kocht. Dabei entsteht zunächst die Naphtylaminmonosulfosäure 1 · 3 und erst beim weiteren Erhitzen geht diese in die entsprechende Naphtolsulfosäure über.
Zur Darstellung der betreffenden Naphtylaminsulfosäure kocht man z. B. eine Mischung von ι Theil saurem Natronsalz der Naphtylamindisulfosäure 1-3-8 mit 5 Theilen 75 procentiger Schwefelsäure. 2 Stunden lang und giefst dann die erhaltene klare Lösung in die dreifache Menge Wasser. Die Naphtylaminsulfosäure scheidet sich in glänzenden Nadeln ab.
Sie ist in kaltem Wasser sehr schwer, in heifsem sehr viel leichter löslich und giebt leicht lösliche Alkalisalze. Das Natronsalz wird aus der wässerigen Lösung durch Kochsalz gefällt; das etwas schwerer lösliche Barytsalz krystallisirt in dicken Prismen. Die Diazoverbindung ist ziemlich schwer löslich.
Diese Naphtylaminsulfosäure geht sehr leicht in die Naphtolsulfosäure über, wenn man sie mit Wasser unter Druck erhitzt oder ihre Diazoverbindung mit Wasser kocht. Man trägt z. B. die in gewöhnlicher Weise gebildete Diazoverbindung in kochende verdünnte Schwefelsäure ein und entfernt dann die Schwefelsäure mittelst Kalk.

Claims (1)

  1. Patenτ-Anspro ch:
    Verfahren zur Darstellung der im Patent No. 57910 beschriebenen Naphtolsulfosäare 1 · 3, darin bestehend, dafs man
    a) die a-Naphtylamin-E-disulfosäure des Patentes No. 45776 mit Wasser allein oder mit verdünnten organischen oder Mineralsä'uren auf Temperaturen zwischen 150 bis 2500 unter Druck erhitzt oder mit verdünnter Schwefelsäure am Rückflufskühler kocht, oder
    b) die bei diesem Verfahren als Zwischenproduct auftretende Naphtylaminsulfosäure 1 · 3 mit Wasser unter Druck erhitzt oder deren Diazoverbindung mit Wasser zersetzt.
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