DE649447C - Lumineszenzlampe fuer Hochspannungsleitungen - Google Patents
Lumineszenzlampe fuer HochspannungsleitungenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
- H01J61/70—Lamps with low-pressure unconstricted discharge having a cold pressure < 400 Torr
Landscapes
- Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lumineszenzlampe für hohe Spannungen,
deren mit seltenen Gasen, z. B. mit Neon, gefüllte Leuchtröhre infolge der PotentiaL-differenz
zwischen einer Stromleitung und den sich darum bildenden Äquipotentialflächen leuchtet und anzeigt, ob eine Stromleitung
bei Nacht, insbesondere in Transformatorenräumen unter Spannung steht oder nicht. Derartige Lumineszenzlampen sind
schon bekannt, aber ihre Leuchtwirkung wird sehr stark vermindert oder überhaupt beseitigt,
wenn sich an ihnen aus feuchter oder nebliger Luft Wasser niederschlägt oder bei
Regenwetter das herablaufende Regenwasser an ihnen, haften bleibt.
Der Wasserschleier, der bei starkem Regen über die Lampe läuft oder sich sonstwie
darauf niederschlägt, bildet nämlich um den Ausstrahler herum eine leitende Hülle, die
mit dem Potential der Leitung geladen ist. Sie erzeugt daher in der Umgebung des Ausstrahlers
einen Faradayschen Käfig, der jede Entladung des Ausstrahlers verhindert.
Um diesen Nachteil zu beseitigen, hat es sich, und das ist der Gegenstand der Erfindung,
erforderlich gezeigt, die Lumineszenzlampen mit wasserabstoßenden Mitteln, beispielsweise
mit Paraffin, zu bestreichen oder zu überziehen, und es kann dieser Überzug
zweckmäßigerweise auf Schutzschirmen o. dgl. angebracht werden, so daß der Niederschlag
oder das Wasser daran nicht haften kann und sofort abläuft.
■ Im einzelnen dient also die wasserabstoßende
Masse in Verbindung mit Isolierglocken oder Schirmen dazu, den Zusammenhang eines Oberflächenbeschlages von Wasserdampf,
der den Ausstrahler auf ungefähr das Potential der Leitung bringen würde, so daß
die Lampe nicht arbeitet, zu verhindern.
Es wird auch häufig erforderlich sein, den Zusammenhang ejnes leitenden Wasserbeschlages
über die ganze Länge der Röhre zu unterbrechen, der sich durch Influenz auf ein hohes Potential laden und infolge seines
Zusammenhanges mit dem Ausstrahler verhindern würde, daß diese, die zum Zünden der Lampe erforderliche Potentialdifferenz
gegenüber der Leitung annimmt. Dazu dienen Ringe, die beispielsweise auf den die
Glühröhren enthaltenden Glaskörpern angeordnet sind.
Auch kann es zweckmäßig sein, die Elektrode für hohe Spannung durch Einbetten in
Isoliermasse vollständig zu isolieren, wo-
durch verhindert wird, daß diese Elektrode das in ihrer Nähe herabrieselnde Wasser
durch Influenz aufladet.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, Isola-'
toren aus Porzellan oder Glas mit Paraffin zu überziehen, doch ist die Wirkung hier eine
andere, da es hier nicht darauf ankommt, das Leuchten einer Leuchtröhre zu sichern.
Die Zeichnung zeigt verschiedene Ausführungen in der Anwendung der Erfindung, und
zwar in
- Abb. ι einen senkrechten Schnitt durch eine erste Ausführung einer Lumineszenzlampe,
Abb. 2 eine zweite Ausführung bei Leitungen mittlerer Spannung,
Abb. 3 eine dritte Ausführungsform, Abb. 4 eine vierte Ausführung bei Leitungen
mittlerer Spannung.
Die Lampe ist mit zwei Klemmen 2, die mit einem metallischen Ouerstück4 verbunden
sind, auf die Stromleitung 1 angehängt. In dem daran angebrachten Zylinder 5 aus
Hartglas befindet sich die z. B. mit Xeon gefüllte Glühröhre. Am unteren Ende des
Glaszylinders 5 befindet sich ein mit einer Anzahl von Spitzen y versehener Metallzylinder
8. Die Glühröhre 0 ist spiralförmig gewunden und hat zur Verstärkung der Wirkung
der Stromquelle einen kleinen Durchmesser.
Die Elektrode 7 der Glühröhre 6 ist mit der oberen Aufhängevorrichtung verbunden,
die zweite Elektrode 10 kann mit dem MetallzylinderS
durch einen Draht 11 verbunden sein (Abb. i) oder mit einem Aletallbelag 12
(Abb. 2).
-Auf diese Weise wird zusammen mit dem unteren Ende des als Dielektrikum dienenden
Glaszylinders 5 ein Kondensator gebildet, dessen beide Beläge einerseits aus dem
Spitzenausstrahler M und andererseits aus dem Metallbelag 12 bestehen. Bei dieser Anordnung
wirkt die Lampe wie folgt: +5 Die Elektrizität, die aus den Spitzen, entsprechend
den durch die Stromleitung erzeugten Äquipotentiallinien der Luft auszuströmen sucht, geht durch die Klemmen und
durch die Glühröhre, deren Leuchtkraft dadurch erregt wird, hindurch und strahlt durch
die sich daran anschließenden Spitzen aus. Eine derartige Lampe spricht leicht an,
wenn die Spannung der Leitung gegen Erde Oooo Volt beträgt. Bei Regenwetter setzt nun
das an dem Zylinder 5 herablaufende Wasser die Spannung herab, die zum Zünden der
Röhre erforderlich und bei trockener Luft zwischen der Leitung und dem Spitzenausstrahler
auch vorhanden ist.
Um ein Verlöschen der Leuchtröhre zu Vermeiden, bringt man daher zweckmäßig über
dem Spitzenausstrahler eine Glas- oder Porzellanglocke 20 an, die mit Paraffin o. dgl.
überzogen wird (Abb. 1). Auch der Glas-. zylinder kann mit Paraffin überzogen werden.
In manehen Fällen ist es erforderlich, daß die Lampen bei 2000 oder 3000 Volt ansprechen
oder daß bei Leitungen mit höherer Spannung die Leuchtkraft der Lampen weiter gesteigert wird, wozu die zweite Ausführung
nach Abb.2a besonders geeignet ist. Hier ist die Leitung mit 1. die Isolatorenkette mit
17, 18, 19 und die Aufhängungsleitung mit 1"
bezeichnet. Der Ausstrahler, der in diesem Falle nicht notwendig mit Spitzen versehen
zu sein braucht, wird alsdann durch einen gegebenenfalls isolierten Draht 16 mit einem
Punkt zwischen den Isolatoren der Leitung verbunden. Die Isolatoren dienen in diesem
Falle als Dielektrikum. Die Leuchtkraft der Lampe ist um so größer, je nachdem man sie
mit den Punkten 17, 18 oder 19 verbindet.
Auch hier dient die mit Paraffin überzogene Glocke 20 dazu, Niederschläge sofort ablaufen
zu lassen.
Bei der dritten Ausführung der waagerechten Lampe (Abb. 3) wird eine gewundene
Neonröhre 6 verwendet und ein Ausstrahler 8 in Gestalt eines Zylinders, beispielsweise aus
Zinkblech, der an beiden linden geschlossen ist, sowie eine vollständig nachgiebige Aufhängevorrichtung,
die beispielsweise aus zwei Haken 2 aus Aluminiumband gebildet wird, und zwei Däinpfuugsfedern 20" mit Messingleitungen
21. Von diesen ist die eine am Ende mit der Hochspannungselektrode 7 verbunden
und in Isoliermasse 22 eingebettet, während die andere an einer aus Isolierstoff
geformten Olive 2T1 befestigt ist, die einen mit
dem Ausstrahler 8 verbundenen Metallring 24 trägt.
Der auf die Leitung 1 aufgeschraubte Block 25, der mit den beiden Haken 2 durch zwei
Federn 2(~> verbunden ist, verhindert das Entlanggleiten der Lampe an dem Leitungskabel
bei Erschütterungen. Auch an dieser Lampe ist eine Schutzvorrichtung gegen Regen angebracht,
bestehend aus dem mit wasserabstoßendem Alittel bezogenen Glocken 27,
ferner durch den Schutzring 28 und die Einbettung der Elektrode 7 in Isoliermasse.
Diese Lampe ergibt eine gute Leuchtkraft bei einer Spannung von 20000 Volt der Auflängeleitung
gegen Erde.
Bei niedrigeren Spannungen würde es er- 1x5 forderlich sein, die Abmessungen des Ausstrahlers
in einem Verhältnis zu vergrößern, das sich nicht mit den Erfordernissen der Handhabung und des Gebrauches vereinbaren
läßt.
In diesem Falle ist es zweckmäßig, den Ausstrahler durch eine Kapazität zu ersetzen,
deren andere Klemme entweder mit Erde oder mit einer anderen Phase verbunden ist
(Abb. 4).
In diesem Falle ist es zweckmäßig, die Kapazität in dem Glasrohr 5 unterzubringen,
das einen großen Durchmesser hat und die" Leuchtröhre 6 enthält, wobei dafür zu sorgen
ist, daß das Innere des Glasrohres 5 mit der Leuchtröhre 6 und der Kapazität 29 vollkommen
ausgetrocknet ist.
Die in Abb. 4 dargestellte Lampe hat eine Leuchtröhre 6, deren Zündspannung den dritten
Teil der die ganze Vorrichtung speisenden Spannung beträgt, um den günstigsten Wirkungsgrad
zu erzielen.
Um diese Lampe gegen einen möglichen Kurzschluß zu sichern, werden besondere
Schmelzsicherungen angebracht, die mit öl umgeben und in Glasröhrchen 30 untergebracht
sind, die in die Isoliermasse 7 hineinreichen, mit der die beiden Enden der Lampe
dicht verschlossen sind.
Diese Lampe ist an Schutzglocken 27 aus Glas aufge.hängt, und sie ist mit wasserabstoßenden
Stoffen überzogen. Sofern die Außenteile der Lampen, z. B. die Glocken, aus wasserabstoßenden Stoffen bestehen, bedürfen
sie keines weiteren Überzuges aus solchen Stoffen.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Lumineszenzlampe für Hochspannungsleitungen, bestehend aus einer schraubenförmigen Leuchtröhre und einem Ausstrahler, der in einem solchen Abstand von der Leitung angebracht ist, daß er ein von dieser verschiedenes Potential annimmt und infolge der Potentialdifferenz zwischen der Stromleitung und den sich darum bildenden Äquipotentialflächen die Lampe zum Aufleuchten bringt, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenteile der Lampe mit wasserabstoßenden Stoffen, z.B. Paraffin, überzogen sind.
- 2. Lumineszenzlampe nach Anspruch r, gekennzeichnet durch Glocken o·. dgl., die mit wasserabstoßenden Stoffen überzogen sind.
- 3. Lumineszenzlampe nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch mit wasserabstoßenden Stoffen überzogene Ringe an waagerecht liegenden Lampen.
- 4. Lumineszenzlampe nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Abstrahler angeschlossene Elektrode an einen Zwischenpunkt der Isolatorenkette der Hochspannungsleitung angeschlossen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR649447X | 1931-03-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE649447C true DE649447C (de) | 1937-09-21 |
Family
ID=9003319
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA65245D Expired DE649447C (de) | 1931-03-17 | 1932-03-03 | Lumineszenzlampe fuer Hochspannungsleitungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE649447C (de) |
| FR (1) | FR729488A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE906245C (de) * | 1950-06-22 | 1954-03-11 | Paul Jahn Dipl Ing | Lumineszenzlampe |
| DE969323C (de) * | 1944-03-06 | 1958-06-19 | Gen Electric | Elektrische Entladungslampe |
-
1931
- 1931-03-17 FR FR729488D patent/FR729488A/fr not_active Expired
-
1932
- 1932-03-03 DE DEA65245D patent/DE649447C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969323C (de) * | 1944-03-06 | 1958-06-19 | Gen Electric | Elektrische Entladungslampe |
| DE906245C (de) * | 1950-06-22 | 1954-03-11 | Paul Jahn Dipl Ing | Lumineszenzlampe |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR729488A (fr) | 1932-07-25 |
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