DE649157C - Waermekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftuebertragung - Google Patents

Waermekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftuebertragung

Info

Publication number
DE649157C
DE649157C DE1930649157D DE649157DD DE649157C DE 649157 C DE649157 C DE 649157C DE 1930649157 D DE1930649157 D DE 1930649157D DE 649157D D DE649157D D DE 649157DD DE 649157 C DE649157 C DE 649157C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
controller
auxiliary
generator
motor vehicle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930649157D
Other languages
English (en)
Inventor
Ing Franz Wurz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Application granted granted Critical
Publication of DE649157C publication Critical patent/DE649157C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Wärmekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftübertragung Es ist bekannt, Wärmekraftfahrzeuge mit elektrischer Kraftübertragung so zu regeln, daß die Kraftmittelzufuhr zur Wärmekraftmaschine unmittelbar gesteuert wird, wobei die Fahrgeschwindigkeit der jeweiligen Spannung am Generator entspricht. Der Generator hat hierbei im allgemeinen eine solche selbsttätige Regelung, daß seine abgegebene Leistung bei verschieden großen Spannungen annähernd gleich gehalten wird. Diese Regelung des Generators kann durch besondere Ausbildung desselben selbst (Gegenkomponndierung, schwere Sättigung) oder auch durch äußere Regelmittel (Leistungsregler, Drehzahlregler o. dgl.) bewirkt werden.
  • Die unmittelbare Einstellung der Kraftmittelzufuhr zur Regelung der Wärmekraftmaschine hat verschiedene Nachteile.
  • Zunächst ergibt sich bereits bei. Leerlauf der- Maschine, daß die Bedingungen für. das Anlaufen der Maschine sehr verschieden sein können, je nachdem,. ob die Maschine aus dem kalten oder warmen Zustand heraus angefahren wird. Ist die für Leerlauf eingestellte Kraftmittelzuführ bei ungünstigen Anfahrbedingungen.(kalte Masebine). zu knapp, so bleibt die Maschine stehen. Wird umgekehrt mit Rücksicht auf diese Verhältnisse eine reichlichere Kraftmittelzufuhr eingestellt, so erhöht sich bei Eintritt günstigerer Bedingungen (Warmwerden der Maschine) die Leerlaufdrehzahl sehr stark, was einen unnötig hohen Kraftmittelverbrauch und gegebenenfalls ein Durchgehen der Maschine bedingt. Schwierigkeiten gleicher Art ergeben sich beim Lauf der Maschine unter Last. Im allgemeinen werden von der Wärmekraftinaschine außer den Triebmotoren auch noch Hilfsbetriebe mit Energie versorgt, die je nach der -Fahrstrecke verschiedenen Kraftbedarf haben und bei der Einstellung der Kraftmittelzufuhr berücksichtigt werden müssen. Fällt nun ein Teil der Belastung aus, so erhöht sich die Drehzahl und Leistung der Wärmekraftmasdhine, statt daß sie in ihrer Leistung zurückgeht, wodurch- abgesehen von unerwünschten Änderungen der Fahrverhältnisse eine Brennstoffmenge verbraucht wird, die durch die Verhältnisse nicht bedingt und nicht entsprechend ausgenützt ist. Nachteilig ist hierbei auch, daß sich bei plötzlicher Entlastung eine starke Spannungssteigerung an den elektrischen Maschinen ergibt.
  • Es sind auch bereits Anordnungen bekanntgeworden, bei denen ein Fliehkraftregler im normalen Regelbereich die Generatorerregung beeinflußt und in einem anschließenden zweiten Regelbereich die Brennstoffzufuhr, so daß hier zwar eine unmittelbare Einstellung der Brennstoffzufuhr vom Führerstand aus vermieden ist. Bei diesen Anordnungen ist es jedoch grundsätzlich nicht möglich, bei der Einstellung der einzelnen Teilleistungen auf die Einstellung günstigsten Brennstoffvers Brauchs Rücksicht zu nehmen, weil bei ihnen, solange sie im elektrischen Bereich regeln, eine Änderung der Brennstoffmenge überhaupt nicht möglich ist, wenn sie aber im Bereich der Füllungsregelung arbeiten, wieder die selbsttätige Regelung des Generators fehlt, so daß in keinem Fall bei der Einstellung von Teilleistungen bestimmte vorgezeichnete Arbeitsverhältnisse mit günstigster Brennstoffausnützung erhältlich sind.
  • Die Erfindung vermeidet die -Nachteile der vorerwähnten Anordnungen. Sie betrifft ein Wärmekraftfahrzeug mit einer Wärmekraftmaschine, die gekuppelt ist mit einem für gleichbleibende Drehzahl selbsttätig auf gleichbleibende Drehmomentaufnahme geregelten Stromerzeuger zur Speisung derelektrischen Fahrmotoren und Hilfsmaschinen, einem geschwindigkeitsabhängigen, entsprechend der ihm jeweilig eigentümlichen Drehzahl (Grunddrehzahl) selbsttätig die Drehzahl der Wärmekraftmaschine durch Änderung der Brennstoffzufuhr gleich haltenden Regler (Drehzahlselbstregler) in Verbindung mit einer vom Führerstand aus bedienbaren, verschiedene Grunddrehzahlen des Drehzahlreglers herbeiführenden Verstellvorrichtung (Drehzahlverstellvorrichtung) und einem Regler im Feldstromkreis des Stromerzeugers oder dessen Erregermaschine. Bei einem solchen Wärmekraftfahrzeug werden erfindungsgemäß die Drehzahlverstellv orrichtung des nur auf die Brennstoffzufuhr einwirkenden Drehzahlreglers und der Feldregler durch mechanische oder elektrische Kraftübertragungsmittel mit dem-Fahrschalter verbunden, so daß mittels des Fahrschalters zwangsläufig durch Verstellen der - den Drehzahlselbstregler auf andere Grundzahlen einstellenden - Drehzahlverstellvorrichtung zugleich auch mindestens in einem Teil des Regelbereichs der Feldregler verstellbar und damit zwangsläufig die Wärmekraftmaschine jeweils für den spezifisch günstigsten der jeweilig neu eingestellten Grunddrehzahl söwie der ihr zugeordneten neuen Leistung (Teilleistung) entsprechenden Brennstoffverbrauch einstellbar ist.
  • Die Erfindung beruht auf der Tatsache, daß bei Wärmekraftmaschinen jeder Drehzahl eine bestimmte Leistung bzw. ein bestimmtes Drehmoment entspricht, bei dem der Brennstoffverbrauch einen Bestwert (Mindestwert) erreicht. Dadurch, daß gemäß der Erfindung zugleich mit dem Drehzahlregler die Erregung des Generators vollkommen unabhängig von dessen selbsttätiger Regelung in ganz bestimmter Weise verändert wird, ist. es möglich, der eingestellten Drehzahl jeü#eils auch einet, ganz bestimmten Wert des Generatordrehmomentes zuzuordnen. Es kann sich daher nur Gleichgewicht einstellen, wenn das Drehmoment der Wärmekraftmaschine (durch Verstellung der Brennstoffklappe durch den Fliehkraftregler) auf denselben Wert gebracht wird, den das Generatordrehinoment hat. Damit hat man es aber in der Hand, jeder Drehzahl zugleich mit deren Einstellung jenes Drehmoment zuzuordnen, bei dem sich der geringste spezifische Brennstoffverbrauch ergibt.
  • Die Erfindung ermöglicht aber nicht nur, bei der Einstellung der Teilleistungen durch den Fahrzeugführer zwangsläufig gleichzeitig auch den jeweils günstigsten spezifischen Brennstoffverbrauch einzustellen, sondern bewirkt zugleich auch dann eine Anpassung des Brennstoffverbrauchs an die veränderte Leistung in günstigster Weise, wenn die Leistung sich aus irgendeinem Grund (z. B. durch Ausfall der Hilfsbetriebe) von selbst ändert. Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß die erfindungsgemäße Einrichtung nicht zuläßt, daß die Wärmekraftmaschine bei Entlastung ihre Drehzahl und damit ihre Leistung erhöht, sondern im Gegenteil Leistung und Drehmoment der Wärmekraftmaschine auf jene Werte heruntergesetzt werden, die dein Ausfall an Belastung entsprechen. Dadurch wird erreicht, daß auch in diesem Fall mit dem denkbar günstigsten Brennstoffverbrauch gearbeitet wird. In allen Fällen, ob nun die Leistung durch den Führer oder von selbst verändert wird, gewährt daher die erfindungsgemäße Anordnung zwangsläufig beste Brennstoffausnützung.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt die Zeichnung. cx ist die Wärmekraftinaschine des Fahrzeuges (z. B. ein Dieselmotor, Turbine o. dgl.), b ist der von dieser angetriebene Generator, c ein Generator für die Hilfsbetriebe, d ist ein Drehzahlregler, der durch den Hilfsmotor e auf eine gewünschte konstant zu haltende Drehzahl eingestellt wird (z. B. durch Veränderung seiner Federbelastung). Der Hilfsmotor e wird über die Leitung f1 (für Aufwärtsregeln) bzw, f, für Abwärtsregeln), die ihren Strom aus dem Hilfsgenerator c erhalten, von der Steuerwalze g vom Führerstand gesteuert. Die den Leitungen f, und f2 gemeinsame Rückleitung ist f4. Erst der Regler d verstellt also in Abhängigkeit von seiner Einstellung das Ventil h in der Zuleitung i der Kraftmaschine a. Dadurch wird sowohl bei Leerlauf der Kraftmaschine als auch beim Anlaufen des Fahrzeuges und während des Laufs desselben die zugeführte Kraftmittelmenge dem jeweiligen Kraftbedarf angepaßt und wirtschaftlichster Verbrauch des Treibmittels erzielt. Bei vollständigem Aufhören des Kraftbedarfs tritt keine wesentliche Drehzahlsteigerung auf.
  • . Zugleich mit der Einstellung des Drehzahlreglers d wird zweckmäßig auch die Erregung des Hauptgenerators b und des Hilfsgenerators c geregelt. m und za sind -die Feldwicklungen der Maschinen b und c, die von der :Maschine c gespeist werden. r und s sind Regler, die den Wicklungen en und n vorgeschaltet sind. Diese Regler werden gleichfalls von dem Hilfsmotor e gesteuert. Durch diese gleichzeitige Regelung der Erregung des Generators b kann dessen Charakteristik der Charakteristik der Wärmekraftmaschine bei der jeweils eingestellten Drehzahl angepaßt werden. Durch die Regelung der Erregung des Hilfsgenerators c auf die gleiche Weise ergibt sich für diesen .ein wesentlich kleinerer selbsttätiger Regler.
  • Die Erregung in des Hauptgenerators ist in der Aus-Stellung der Fahrtwalze g bei unterbrochener Leitung f, ausgeschaltet, der Hilfsgenerator c hat dagegen bereits seine volle Spannung. Zweckmäßig wird auf den ersten Fahrtstufen zunächst nur die Erregung des Hauptgenerators b eingeschaltet und nach und nach verstärkt und erst dann die Drehzahl der Kraftmaschine auf den nächsthöheren Wert eingestellt.
  • Mit Vorteil kann die Übertragung zwischen Führerstand und Drehzahlregler eine solche Zeitverzögerung haben, daß die Wärmekraftmaschine in ihrem Drehzahlanstieg zeitlich unmittelbar - der Drehzahleinstellung des Reglers folgt. Hierzu kann z. B. zwischen dem Hilfsmotor c und dem Drehzahlregler d ein vom ersteren mit großer Übersetzung angetriebenes Zwischenglied angeordnet sein, das erst nach Zurücklegen eines gewissen Weges die jeweilige Einstellung des Drehzahlreglers bewirkt, so daß dieser diese Einstellung nicht wesentlich früher erreicht, als die Kraftmaschine auf die entsprechende Drehzahl hochläuft. Zweckmäßig kann auch noch ein Stromwächter t im- Stromkreis des Hauptgenerators b angeordnet sein, der bei Auftreten :eines übermäßigen Stromes .die Einstellübertragung zwischen Führerstand und Drehzahlregler (an den Kontakten und der Leitung f1.) außer Tätigkeit setzt und erst wieder bei Stromrückgang (durch Schließen dieser Kontakte) wirksam werden läßt, so daß inzwischen der Regler d in der ursprünglichen Lage vor Ansprechen des Stromwächters geblieben ist. Hierdurch wird ein vollkommen selbsttätiges, schnelles und gesichertes Anfahren erreicht, denn man braucht hierbei lediglich die Steuerwalze g auf die gewünschte Enddrehzahl einzustellen.
  • Zwecks raschen Stillsetzens des Fahrzeuges kann die Zeitverzögerung in der Übertragung zwischen Führerstand und Drehzahlregler beim Abwärtsregeln aufgehoben oder verkleinert sein, in dem z. B. bei elektrischer Übertragung das Feld des Hilfsmotors geschwächt oder der Hilfsmotor mön der Einstellvorrichtung am Regler d abgetrennt und dieser (z. B. durch Federwirkung) in seine tiefste Einstellung gebracht wird..
  • Fahrzeugantriebe, bei denen zugleich mit der Einstellung des Drehzahlreglers die Erregung eines neben dem Hauptgenerator vorhandenen Hilfsgenerators gesteuert wird, lassen sich noch auf vorteilhafte Weise verbessern, und zwar dadurch, daß man den Hilfsgenerator mit zwei Erregerwicklungen versieht, von denen die Erregung der einen mit der Einstellung des Drehzahlreglers, und die andere durch einen selbsttätigen elektrischen Regler geregelt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel zeigt die Fig. z der Zeichnung. c ist der Hilfsgenerator. q ist die eine Erregerwicklung, deren Erregung durch den mit der (nicht gezeichneten) Drehzahleinstellvorrichtung verbundenen Reglers s gesteuert wird; o ist die zweite Erregerwicklung, deren Erregung durch den selbsttätigen-Regler p geregelt wird. fieser Regler hat eine Spannungswicklung v und zweckmäßig !eine Stromwicklung w, die vom Ankerstrom :des Hilfsgenerators durchgossen wird.
  • Dadurch, daß für die selbsttätige Regelung eine eigene Erregerwicklung angeordnet ist, wird erreicht, daß ein und derselben Einstellung .des selbsttätigen Reglers p immer dieselbe Amperewindungszahl entspricht, unabhängig davon,. welcher Widerstandswert von dem mit der Drehzahleinstellvorrichtung verbundenen Reglers s eingestellt ist. Hierdurch wird eine weitere Verkleinerung des selbsttätigen Reglers erzielt bzw, kann ein Regler verwendet werden, wie er für Zugbeleuchtungsanlagen üblich ist.
  • Durch .die Wicklung w auf dem Regler p wird der Ankerstrom des Hilfsgenerators auf einen bestimmten Höchstwert begrenzt. Speist der Generator c z. B. eine Batterie, so wird man zweckmäßig diesen Höchstwert gleich dem zulässigen Höchstladestrom der Batterie einstellen. Bei zunehmender Ladung der Batterie wird dann der Ladestrom selbsttätig herabgesetzt.
  • Um. zu verhindern, daß bei raschem Rückstellen der Drehzahleinstellvorrichtung und der-mit ihr verbundenen elektrischen Regelvorrichtung-für den Hilfsgenerator die Span= nun- desselben übermäßig erhöht wird, sind nach einer weiteren Erfindung die Drehzahleinstellvorrichtung und die elektrische Regelvorrichtung für den Hilfsgenerator (Steuerwalze o. dgl.) nur in der einen den Aufwärtsregeln (Steigern der Drehzahl) entsprechenden Drehrichtung durch eine starre, in der anderen. dem Alnvärtsregeln (Verringern der Drehzahl) entsprechenden Drehrichtung aber durch eine nachgiebige Kupplung verbunden, so daß bei Abwärtsregeln die Regelvorrichtung des Generators gegenüber der Drehzahleinstellv orrichtung zurückbleiben kann, daß also z. B. der Regelwiderstand in derselben Zeit verkleinert wird, in der die Drehzahl sinkt und eine wesentliche Spannungserhöhung nicht auftritt.
  • Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 3 der Zeichnung. i ist z. B. eine mit der Drehzahleinstellvorrichtung verbundene Scheibe, der Teile ist mit der Steuerwalze (Regelvorrichtung) für den Hilfsgenerator verbunden, die Scheibe i hat einen M itneltmer 3, die Scheibe 2 einen Mitnehmer 4. Dreht sich die Scheibe i im Gegenuhrzeigersinn, welcher Drehvorrichtung ein Steigern der Drehzahl entsprechen soll, so sind die Teile i und 2 durch die Mitnehmer 3 und 4 starr gekuppelt. In der anderen Drehrichtung sind die beiden Teile durch die Feder 5 verbunden. Der Teil 2 kann also gegenüber dem Teil i zurückbleiben; er wird bei einer Drehung der Scheibe i nachgeschleppt.
  • Vorteilhaft kann auch noch eine Haltevorrichtung vorgesehen sein. Z. B. kann die Scheibe 2 eine Verzahnung 6 haben, in die ein Daumenhebel ? eingreifen kann. Der Daumenhebel ? steht einerseits unter dem Einfluß einer Feder B. andererseits unter der Wirkung der Spule c), die z. B. vom Strom des Hilfsgenerators durchflossen wird. Bei übermäßig werdendem Strom wird der Hebel nach rechts gezogen und hält durch Eingriff in die Verzahnung 6 die Scheibe :2 fest. Bei Rückgang des Stromes auf einen vorgeschriebenen zulässigen Wert gibt der Hebel die Scheibe 2 wieder frei, und diese kann der Drehzahleinstellvorrichtung folgen.
  • Um ein entsprechendes Nacheilen der Steuerwalze gegenüber der Drehzahleinstellvorrichtung zu erzielen, kann die Steuerwalze mit einer Hemmvorrichtung, z. B. einem Flügelrad, versehen sein, das beim Abwärtsregeln das Zurückbleiben der Steuerwalze gegenüber der Drehzahleinstellvorrichtung bewirkt.
  • In manchen Fällen kann es zweckmäßig sein, daß die Fahrzeuggeschwindigkeit selbsttätig auf bestimmten Werten gehalten wird, so daß der Führer des Fahrzeuges der ständigen Beobachtung der Fahrzeuggeschwindigkeit enthoben ist. In einer Einrichtung nach Abb. i wird dies dadurch erreicht, daß die Drehzahleinstellung des Drehzahlreglers der Wärmekraftmaschine in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit gesteuert wird. Vorteilhaft wird hierbei der Einstellmotor für den Drehzahlregler mittels einer in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit angetriebenen Hilfsdynamo (Tachometerdynamo) gesteuert. Die selbsttätige Einstellung des Drehzahlreglers kann für sich allein vorgesehen sein, oder es kann daneben auch noch eine Einstellung vom Führerstand aus möglich sein.
  • Ein Ausführungsbeispiel zeigt Fig.4 der Zeichnung. 1o ist der Hilfsmotor, der zum Einstellen der Drehzahl am Drehzahlregler dient. i i ist eine Hilfsdvtiamo, die z. B. von einer Fahrzeugachse angetrieben ist und eine der Fahrzeuggeschwindigkeit proportionale Spannung erzeugt. 12 ist ein Relais, dessen Erregerwicklung 13 von der Hilfsdynamo i i gespeist wird. Dieses Relais hat in jeder seiner beiden Endstellungen ein Kontaktpaar 1.4, 15 bzw. 16, 17. 18 ist eine Batterie, die einerseits die Erregerwicklung i9 der Hilfsdvnamo und andererseits über die Kontakte des Relais den Einstellmotor io des Drehzahlreglers speist. Der Einstellmotor hat zwei Erregerwicklungen 20, 21, von denen immer nur eine eingeschaltet wird und die je ein entgegengesetztes Feld erzeugen. Bei Schließen der Kontakte 14, 15 des Relais wird der Motor. io über seine Erregerwicklung 2o, bei Schließen der Kontakte 16, 17 über die Erregerwicklung 21 an die Batterie angeschlossen. Er dreht sich daher in beiden Fällen in verschiedener Richtung. Bei richtiger Fahrgeschwindigkeit ist der bewegliche Kontakt des Relais 12 in seiner Mittelstellung und der Hilfsmotor i i ausgeschaltet.
  • Überschreitet z. B. aus irgendeinem Grunde die Fahrzeuggeschwindigkeit den einzuhaltenden Wert, so wird das Relais durch die Spule 13 stärker erregt, die Kontakte 14, 15 des Relais 12 werden geschlossen, und der Hilfsmotor erhält über seine Erregerwicklung Strom. Er dreht sich dann in einer Richtung und stellt den Drehzahlregler der Wärmekraftmaschine auf eine niedrige Drehzahl -ein. Der Drehzahlregler beeinflußt seinerseits wieder die Kraftmittelzufuhr und stellt eine geringere, der gewünschten Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechende Leistung der Antriebsmaschine ein.
  • Sinkt dagegen die Fahrzeuggeschwindigkeit unter ein gewisses Maß, so werden die Kontakte 16, 17 des Relais 12 geschlossen, und der Motor erhält,über seine Erregerwicklung 21 Strom. Er dreht sich dann in der anderen Richtung, und der Drehzahlregler wird auf höhere Drehzahl eingestellt. Um die von der Anordnung selbsttätig einzustellende Fahrzeuggeschwindigkeit nach Bedarf verändern zu können, kann vorteilhaft ein regelbarer Widerstand 22 im Erregerkreis der Tachozneterdynamo i i oder im Erregerkreis des Relais 12 eingeschaltet sein.
  • Zweckmäßig wird. das Relais mit einer Dämpfung versehen, um ein ständiges Auf-und Abwärtspendeln des beweglichen Kontaktes des Relais zu verhindern. Z. B. kann eine Feder 23 mit geeigneter Charakteristik vorgesehen sein, die bewirkt, daß der bewegliche Relaiskontakt innerhalb eines gewissen Erregungsbereiches zwischen seinen Endstellungen schweben bleibt.
  • Das Einstellen des Drehzahlregfers auf höhere Drehzahl kann beliebig rasch erfolgen, cla ein allfälliger zu starker Leistungsanstieg durch den vorgesehenen Stromwächter verhütet wird. Dagegen wird es meist nötig sein, die Bewegung der Drehzahleinstellvorrichtung am Drehzahlregler bei Einstellen auf kleinere Drehzahl zu verzögern, so daß die Kraftmaschine die nächstniedere Drehzahl erreichen kann, bevor der Regler auf die zweitnächste eingestellt wird, da sonst eine zu weit gehende Absenkung der Drehzahl an der Kraftmaschine stattfinden könnte. Diese Verzögerung kann dadurch bewirkt werden, daß z. B. ein Widerstand z¢ in den einen Stromkreis des Motors gelegt ist. Es könnte auch eine Bremse für den Motor vorgesehen sein, die z. B. durch den über die Kontakte 1q., 15 führenden Motorstromkreis zum Ansprechen gebracht wird.
  • Die Anordnung könnte auch so getroffen werden, daß das Relais 12 nicht selbst die Stromkreise des Motors io schließt, sondern -daß hierdurch entsprechende Schützen erregt werden, die ihrerseits den einen oder anderen Motorstromkreis schließen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Wärmekraftfahrzeug, enthaltend eine Wärmekraftmaschine in Kupplung mit einem für gleichbleibende Drehzahl seine Drehmomentaufnahme selbsttätig gleichhaltenden Stromerzeuger zur Speisung der elektrischen Fahrmotoren und Hilfsmaschinen, einem geschwindigkeitsabhängigen, entsprechend der ihm jeweilig eigentümlichen Drehzahl (Grunddrehzahl), selbsttätig die Drehzahl der Wärrnekraftmaschine durch Änderung der Brennstoffzufuhr gleichhaltenden Regler (Drehzahlselbstregler) in Verbindung mit einer vom Führerstande aus bedienbaren, verschiedene Grunddrehzahlen des Drehzahlreglers herbeiführenden Verstellvorrichtung (Drehzahlverstellvorrichtung) und einem Regler in der Feldwicklung des Stromerzeugers oder - dessen Erregermaschine (Feldregler), dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlverstellvorrichtung (e) des nur auf die Brennstoffzufuhr einwirkenden Drehzahlreglers und der Feldregler (r bzw. sy. durch mechanische oder elektrische (f1, f2, f3) Kraftübertragungsmittel mit dem Fahrschalter (g) verbunden sind, so daß mittels des Fahrschalters (g) zwangsläufig durch Verstellung der - den Drehzahlselbstregler (d) auf andere Grunddrehzahlen einstellenden - Drehzahlverstellvorrichtung (e) zugleich auch mindestens in einemTeil des Regelbereichs der Feldregler (r bzw. s i verstellbar und ebenso zwangsläufig die Wärmekraftmaschine (ä) jeweilig für den spezifisch günstigsten, der jeweilig neu eingestellten Grunddrehzahl wie der ihr zugeordneten neuen Leistung (Teilleistung) entsprechenden Brennstoffverbrauch einstellbar ist. a. Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur gemeinsamen Verstellung der Einstellvorrichtung am Drehzahlregler (d) und des Feldreglers (r) des Stromerzeugers ein vom Führerstand aus gesteuerter Hilfsmotor (e) dient. 3. Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß in der mechanischen oder elektrischen Kraftübertragung zwischen Fahrschalter (g) einerseits und Drehzahlv erstellvorrichtung (e) und Feldregler (r bzw. s) andererseits die Übertragung verzögernde Glieder (Hilfsmotor e) mit entsprechend großem Übersetzungsgetriebe, Klinkwerk o. dgl. enthalten sind. .4. Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die gemeinsame Fernsteuereinrichtung für die Einstellvorrichtung des Drehzahlreglers (d) und die Einstellvorrichtung (r) der Generatorerregung noch weitere Steuerorgane (s) für die vom Verbrennungsmotor betriebenen Hilfsbetriebe (Hilfsstromerzeuger c) zwangsläufig zugleich mit den erstgenannten Vorrichtungen betätigt werden. 5. Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch i, 2, 3 oder q., mit Hilfsstromerzeuger, dadurch gekennzeichnet, daß dieser zwei Erregungen hat, von denen die eine (q) . zwangsläufig mit der Einstellvorrichtung des Drehzahlreglers und die andere (o) durch einen selbsttätigen Regler (p) gesteuert wird (Abb.2). 6. Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung des Drehzahlreglers und die Steuervorrichtung für den Hilfsstromerzeuger beim Regeln im Sinne zunehmender Drehzahl durch eine starre Kupplung (3, -) beim Regeln im entgegengesetzten Sinne aber durch eine nachgiebige Kupplung (5) verbunden sind, so daß beim Verringern der Drehzahl die Steuereinrichtung des Hilfsstromerzeugers gegenüber der Einstellvorrichtung des Drehzahlreglers zurückbleiben kann (Abb. 3). . Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine von Strom. Spannung oder anderen Betriebsgrößen des Hilfsstromerzeugers abhängige Haltevorrichtung (g), die bei zu groß werdendem Strom (zu groß werdender Spannung usw.) die Steuervorrichtung des Hilfsgenerators festhält und sie erst bei Rückgang des Stromes auf einen zuliissigen Wert freigibt. g. Wärmekraftfahrzeug nach Ansprucht@ oder ; . dadurch gekennzeichnet. daß die Steuervorrichtung des Hilfsgenerators eine Bremse (z. B. ein Flügelrad) besitzt, die beim Abwärtsregeln (Verringern der Drehzahl) ein Zurückbleiben der Steuervorrichtung des Hilfsgenerators gegenüber der Einstellvorrichtung am Drehzahlregler bewirkt. g. Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung des Drehzahlreglers und die damit gemeinsam betätigte Einstellvorrichtung für die Generatorerregung (gegebenenfalls auch die Steuervorrichtung für die Hilfsbetriebe) selbsttätig in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit gesteuert werden. io. Wärmekraftfahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die die Einstellvorrichtungen des Drehzahlreglers und der Generatorerregung steuernden Organe (Hilfsdynamo i i. Relais 13) einstellbare Frregungen haben.
DE1930649157D 1929-02-14 1930-02-15 Waermekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftuebertragung Expired DE649157C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT649157X 1929-02-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE649157C true DE649157C (de) 1937-08-18

Family

ID=3678159

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930649157D Expired DE649157C (de) 1929-02-14 1930-02-15 Waermekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftuebertragung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE649157C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102017101145A1 (de) Vorrichtung zum Bereitstellen elektrischer Energie für einen elektrischen Verbraucher und/oder zum Laden einer Batterie in einem Boot
DE239324C (de)
DE654600C (de) Regeleinrichtung fuer elektromotorisch angetriebene Aufwickelvorrichtungen
DE649157C (de) Waermekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftuebertragung
DE2213303C2 (de) Von der Brennkraftmaschine abgeleiteter Hilfsgeräteantrieb für Hilfsaggregate wie Kühlluftgebläse, Kühlwasserpumpe, Servodruckpumpe und dgl.
DE958349C (de) Luefteranlage fuer Brennkraftmaschinen
DE877258C (de) Diesel- bzw. benzinelektrischer Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere mit Raupenantrieb
DE1438734A1 (de) Regelvorrichtung fuer dieselelektrische Lokomotiven
DE668556C (de) Steuerung fuer dieselelektrische Fahrzeuge
DE585340C (de) Gaselektrisches Fahrzeug
AT84593B (de) Elektrisch angetriebener Seilpflug.
DE699567C (de) Anordnung zur Drehzahl- bzw. Geschwindigkeitsregelung von Mehrphasen-Asynchron- bzw.Synchronmotoren durch Veraenderung der den Motoren zugefuehrten Frequenz
AT129365B (de) Wärmekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftübertragung.
AT110790B (de) Triebfahrzeug mit einem von einer Wärmekraftmaschine angetriebenen Generator.
DE2812491A1 (de) Verfahren zum steuern einer fremderregten gleichstrommaschine
AT125474B (de) Wärmekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftübertragung.
DE474507C (de) Selbsttaetige Schaltvorrichtung fuer automatische Unterstationen mit mehreren parallel arbeitenden Maschinen
DE738929C (de) Steuereinrichtung fuer dieselelektrische Fahrzeuge
AT83281B (de) Verfahren zum Antrieb von Fahrzeugen nach dem gemischten System, bei welchem Verbrennungsmotoren in Verbindung mit elektrischen Maschinen und Batterien unter mechanischer Leistungsübertragung die Triebkraft liefern.
DE466450C (de) Triebfahrzeug mit einem von einer Waermekraftmaschine angetriebenen Generator
DE264273C (de)
DE684051C (de) Elektrische Kraftuebertragung fuer Schiffe
DE650616C (de) Einrichtung zum Antrieb von Fahrzeugen mittels Elektromotoren
AT91655B (de) Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf durch regelbare Nebenschlußmotoren.
DE700028C (de) Regelverfahren fuer elektrische Gleichstromantriebsmaschinen, insbesondere fuer elektrische Triebfahrzeuge