DE64910C - Selbstverkäufer für selbstbereitetes heifses Wasser - Google Patents
Selbstverkäufer für selbstbereitetes heifses WasserInfo
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- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F17/00—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
- G07F17/0064—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for processing of food articles
- G07F17/0078—Food articles which need to be processed for dispensing in a hot or cooked condition, e.g. popcorn, nuts
-
- G—PHYSICS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wärmflaschen für Erwärmung von Droschken und sonstigen Fuhrwerken konnten bis jetzt
nur in Wirthslocalen gefüllt werden, wodurch, beträchtliche Ausgaben verursacht werden.
Diesem Uebelstande hilft der vorliegende Selbstverkäufer für selbstbereitetes heifses Wasser
ab, der dadurch gekennzeichnet ist, dafs nach Einwurf eines Geldstückes und Drücken auf
einen Knopf mittelst Hebers eine bestimmte Wassermenge aus einem Behälter in einen
Trichter übergeführt wird, die durch ihr Gewicht einen Wasserhahn derart öffnet, dafs
eine bestimmte Wassermenge behufs Erhitzung und darauf folgender Entnahme in eine Heizvorrichtung
eintritt, während Füllung des Behälters dadurch erfolgt, dafs ein Schwimmer
bei der mittelst des Druckknopfes einzuleitenden Thätigkeit des Hebers sinkt und einen
Hahn öffnet, wodurch das aus dem Behälter in den Trichter abgeflossene. Wasser durch
neues, für eine folgende Erhitzung bestimmtes Wasser ersetzt wird.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die äüfsere Ansicht
eines Strafsenständers, in welchem die Vorrichtung angebracht wird, Fig. 2 die Ansicht
der Heizvorrichtung; Fig. 3 und 4 zeigen . in ,gröfserem Mafsstabe die Ansicht bezw. den
Grundrifs von Einzelheiten; Fig. 5 zeigt die vollständige Einrichtung, Fig. 6 einen Längsschnitt
des Geldeinwurfes, Fig. 7 einen Längsschnitt des durch Wasserdruck bethätigten
Wasser- und Gashahnes und Fig. 8 eine Wärmflasche nebst Schraubkappe für den Verschlufs;
Fig. 9 zeigt in gröfserem Mafsstabe den Heber und die Fig. 10 bis 12 zeigen die Anordnung
des Geldeinwurfes mit mehreren Stellungen der Theile im .Schnitt.
Die Einrichtung ist in einem am Bürgersteig aufzustellenden Hohlständer (Fig. 1 und 5)
passender Form eingeschlossen, welcher, um im Winter für die Verbrennung nicht kalte
Luft zu haben, an den nächstliegenden Strafsenkanal mittelst eines durch den Sockel gehenden
Rohres angeschlossen ist. Um das Einfrieren der Leitung zu. verhindern, ist zwischen die
doppelten Wände eine Isolirschicht aus Sand, Sägespänen u. dergl. eingebracht, so dafs die
Leitungen bei strenger Kälte nicht zufrieren können. Von den beweglichen Theilen der
Einrichtung ist aufsen nur der Druckknopf und der Abgabehahn sichtbar.
Bei Einzahlung der bestimmten, durch den Schlitz 17 (Fig. 4 und 10) einzuführenden
Münze und Drücken auf einen Knopf h gelangt eine bestimmte Menge Wasser in die Heizvorrichtung
und gleichzeitig wird ein Gashahn geöffnet, um das Wasser mittelst mehrerer Heizschlangen zu erhitzen.
Ein die Einrichtung in Gang bringender Schwimmer α ist in dem mittelst des Rohres c,
das sich von der Wasserleitung d abzweigt (Fig. 3), mit Wasser gefüllten Behälter b angeordnet,
und ein Heber e mit zwei Zweigrohren f (Fig.' 3 und 4) taucht in das Wasser
des Behälters b ein, saugt nur an, wenn er mittelst der Stange g auf einer Unterlage i dadurch
angehoben wird, dafs man nach Einwurf eines Geldstückes auf den Knopf h
(Fig. 4 und ίο) des Geldeinwurfes drückt.
Dabei wird .der Heber e auf seiner Unterlage i nach Pfeilrichtung (Fig. 3) ein wenig gedreht,
so dafs unter seinem Mitteltheil Wasser nach unten durchfliefsen kann, das auf die Seitenschenkel
f saugend einwirkt, derart, dafs Wasser aus Behälter b in diese hochsteigt. Das in den
Schenkeln f hochsteigende Wasser tritt in den Mitteltheil über, fliefst. durch das Rohrj, welches
das Ansaugen vermittelt hat, nach unten und füllt den mit Hebel / in Verbindung stehenden Trichter k. Der Trichter sinkt dann,
und mittelst des ihn tragenden Hebels /, Fig. 3 und 5, wird durch Stange η und Arm ο der
Leitungshahn m geöffnet, so dafs Wasser durch Rohr ρ in der Heizvorrichtung hochsteigt. Der
Behälter b wird rechtzeitig dadurch gefüllt, dafs der in demselben befindliche Schwimmer a,
wenn Heber e thätig gewesen ist, beim Niedergang den Hahn q öffnet, so dafs das aus dem Behälter
b in den Trichter k ausgeflossene Wasser durch neues ersetzt wird.
Der Heber entleert sich natürlich, wenn im Behälter b nicht genügend Wasser ist, d. h.
wenn dies Wasser bis unter die Mündung der Schenkel f fällt. Nachdem das Wasser im
Trichter durch sein Gewicht die Schwingung des Hebels / bewirkt hat, fliefst dasselbe aus,
und nach Entleerung des Trichters k kehrt der Hebel / in die Lage Fig. 5 zurück.
Aus dem Rohr ρ fliefst das Wasser nun zunächst in die obere der beiden Heizschlangen
r, Fig. 5, in welchem es durch eine Reihe von Gasflammen 5 erhitzt wird, welche
unter den Heizschlangen r angeordnet sind. Vorher aber hat das Wasser aus Rohr ρ auf
den oberen Hahn in der Weise gewirkt, dafs durch das Rohr t Gas in das in Fig. 5 dargestellte
Ventil strömt, durch welches Gas zu den für die Entzündung der Flammenreihe bestimmten Zündflammen ν gelangt. Wenn
der Apparat in Ruhe ist, ist das Rohr χ dieser Flammenreihe abgesperrt.
Das in dem Rohr ρ aufsteigende Wasser gelangt in das Ventil. (Fig. 7) und wirkt auf den
Kolben y in Richtung des Pfeiles, so dafs das Wasser durch das Rohr \ in die Heizschlangen r
aufsteigen kann. Da aber Kolben y mit der von einer biegsamen Membran 2 umschlossenen
Stange 1 verbunden ist, so wird Ventil 3 durch Stange 1 von seinem Sitz gehoben, so dafs
das Gas aus dem Rohr t durch die Rohre x, Fig. 7, nach den unter den Heizschlangen angeordneten
Flammenreihen gelangt, wo es durch die Zündflammen entzündet wird. Durch Feder 4 werden die Theile nach Wasserabgabe
wieder in ihre Anfangslage (Fig. 7) zurückgeführt. Das Rohr ^ ist mit einem Hahn 5,
Fig. 2, versehen, so dafs man die Erwärmung des Wassers dadurch regeln kann, dafs man
es langsamer oder schneller in die Heizschlangen r einströmen läfst.
Das durch Bethätigen des Druckknopfes h in den Trichter k gelangende Wasser veranlafst
also das Sinken des Trichters. Damit derselbe in seine Anfangslage zurückkehren kann, wenn die gewünschte Wassermenge abgegeben
ist, ist Trichter k mit einem Entleerungshahn 6, Fig. 3, versehen, dessen
Wasserabgabe im Verhältnifs zu derjenigen des Hahnes 5 am Rohr ^ so bemessen ist, dafs
bei jeder Wasserverteilung eine im Voraus bestimmte Wassermenge abgegeben wird. Sobald
der Trichter k leer ist, tritt die Einrichtung durch Wirkung des Gegengewichtes 7
aufser Thätigkeit, und der Leitungshahn m, Fig. 3 und 5, und die Gasrohre χ werden
nach jedesmaliger Wasserentnahme geschlossen. Das bereitete heifse Wasser gelangt durch
Rohr 8 nach dem aufsen am Ständer angebrachten Auslauf g, Fig. 5 und 8.
Zur Entnahme des Wassers kann man eine eigens hierfür ausgeführte Wärmflasche benutzen.
Um bequem heifses Wasser ohne eine solche Flasche entnehmen zu können, ist Auslauf
9 an einer Führung verschiebbar, damit beliebige Behältergröfsen verwendet werden
können. Die als Beispiel in Fig. 8 dargestellte Wärmflasche 10 mit etwas eingezogenem
■Boden 11 hat ein mittelst Schraubkappe 13
verschliefsbares Mundstück, in welches der Auslauf eingeführt werden kann.
Der Knopf /2 (s. Fig. 6, 10, 11 und 12)
mit Führungshülse 14 ist so ausgeführt, dafs ■
die auf den Heber e einwirkende Stange g nur dann bethä'tigt werden kann, wenn man
zwischen den Anschlag 16 und die Stange g ein Geldstück 15 einschiebt. Dasselbe wird
in einen oberen Schlitz 17 eingesteckt. Dann drückt man auf den Knopf h, wodurch dem
Heber e die Drehbewegung mitgetheilt wird, während das Geldstück durch einen unteren
Schlitz 18 fällt, indem es durch den unter Federdruck stehenden Anschlag 19 von oben
nach unten gelangt. Durch eine in der Hülse 21 angebrachte Feder 20 werden die Theile in
die Anfangslage zurückgeschnellt.
Fig. 10 zeigt den Knopf h in Ruhestellung. In Fig. 11 ist die Münze zwischen dem Anschlag
16 und der Stange g eingeklemmt, und Fig. 12 zeigt den Kopf h völlig vorgeschoben.
Mittelst des Anschlages 16, des Geldstückes 15
und der Stange g wird dann der Heber e ein wenig auf der Grundfläche i gekippt, um seine
Thätigkeit dadurch einzuleiten, dafs Wasser aus Behälter b unter seinem Mittelschenkel
durchfliefst und dadurch saugend auf die Seitenschenkel f einwirkt.
Aus dem Einwurf fällt das Geldstück in eine verschliefsbare Geldbüchse 22, welche im
Claims (1)
- Ständer mittelst eines Vorlegeschlosses befestigt wird.Patenτ-Anspruch:Selbstverkäufer für selbstbereitetes heifses Wasser, dadurch gekennzeichnet, dafs nach Einwurf eines Geldstückes und Drücken auf . einen Knopf (h) Wasser aus einem Behälter (b) mittelst Hebers (e) in einen Trichter (k) gelangt, durch sein Gewicht einen Gegengewichtshebel (I) und mittelst des letzteren einen Wasserhahn (m) öffnet, derart, dafs Wasser in die Heizvorrichtung eintritt, während Behälter (b) rechtzeitig dadurch wieder gefüllt wird, dafs ein in demselben befindlicher Schwimmer (a) bei der mittelst des Knopfes (h) einzuleitenden Thätigkeit des Hebers (e) sinkt und den Hahn (q) öffnet, so dafs das aus Behälter (b) in den Trichter (k) ausgeflossene Wasser durch neues für eine folgende Erhitzung' ersetzt wird.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64910C true DE64910C (de) |
Family
ID=338745
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64910D Expired - Lifetime DE64910C (de) | Selbstverkäufer für selbstbereitetes heifses Wasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64910C (de) |
-
0
- DE DENDAT64910D patent/DE64910C/de not_active Expired - Lifetime
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