DE649107C - Anlassregelung fuer Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe - Google Patents

Anlassregelung fuer Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe

Info

Publication number
DE649107C
DE649107C DEA57440D DEA0057440D DE649107C DE 649107 C DE649107 C DE 649107C DE A57440 D DEA57440 D DE A57440D DE A0057440 D DEA0057440 D DE A0057440D DE 649107 C DE649107 C DE 649107C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
starting
motors
contactor
sub
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA57440D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA57440D priority Critical patent/DE649107C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE649107C publication Critical patent/DE649107C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/54Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting two or more dynamo-electric motors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Anlaßregelung für Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe In verschiedenen Zweigen der Technikwerden Arbeitsmaschinen zur Herstellung oder Bearbeitung von Gewebe oder Stoffbahnen, z. B. in der Papier-. und Textilindustrie usw., verwendet, die sich aus einer Reihe verschiedener Arbeitsgruppen zusammensetzen. Bedingt durch das zu verarbeitende Gut müssen die einzelnen Arbeitsgruppen gemeinsam und mit übereinstimmender Geschwindigkeit angetrieben werden. Meistens ist es auch erforderlich, je nach der Beschaffenheit der die Maschine durchlaufenden Stoffbahnen die Geschwindigkeit des ganzen Maschinensatzes in weiten Grenzen zu regeln. Bis in neuere Zeit war es üblich, zum gemeinsamen Antrieb -aller zusammengehörigen Arbeitsgruppen eine einzige Antriebsmaschine zu verwenden, von der aus unter Zwischenschaltung von Riementrieben oder sonstigen Übertragungsorganen die einzelnen Antriebswellen der Arbeitsgruppen angetrieben wurden. Um gleichmäßigeren Lauf der Maschine zu erzielen und ä ":e in den weltverzweigten mechanischen Übertragungsgliedern liegenden Störungsmöglichkeiten. zu vermeiden, besteht schon seit Jahrzehnten das Bestreben, die einzelnen Arbeitsgruppen durch je einen besonderen Motor anzutreiben. Diese sogenannten Mehrrnotorenantriebe haben in den letzten Jahren in größerem Umfange in die Praxis Eingang gefunden, insbesondere beim Antrieb von Papiermaschinen. Allgemein werden dieseAntriebe elektromotorisch durchgeführt, wobei, um den erforderlichen großen Regelbereich in verlustloser -und genügend feinstufiger Regelung zu beherrschen, sämtliche zusammengehörigen Teilantriebsmotoren von einem gemeinsamen Regelaggregat in der bekannten Leonard- oder Zu- und Gegenschaltung gespeist werden. Die Betriebsverhältnisse erfordern, daß bei jeder denverschiedenenArbeitsgeschwindigkeiten entsprechenden Ankerspannung die Teilantriebsmotoren unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge einzeln stillgesetzt und wieder angelassen werden können. Daher wurde bisher jeder Teilantriebsmotor mit einem besonderenAnlasser, meistens Schaltwalzenanlasser mit Anlaßwiderstand, ausgerüstet. Die Anzahl der erforderlichen Teilantriebsmotoren ist je nach Art und Größe der Arbeitsmaschine sehr verschieden. Es sind wiederholt Papiermaschinen mit 15 und mehr Teilantrieben ausgerüstet worden. Dementsprechend hoch ist auch die Anzahl der erforderlichen Anlaßapparate. Diese beanspruchen zu ihrer Aufstellung verhältnismäßig viel Raum, können unter Umständen die Zugänglichkeit zu den einzelnen Teilen der Arbeitsmaschine erschweren und bringen auch sonstige Nachteile, die hier im einzelnen nicht aufgeführt werden sollen.
  • Weiterhin ist zu berücksichtigen, daß der Ausnutzungsfaktor a11 dieser einzelnenAnlaßvorrichtungen sehr gering ist, denn normalerweise laufen sämtliche Teilantriebe, z. B. einer Papiermaschine, gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit in ununterbrochenem Tag-und 'Nachtbetrieb die ganze Woche hindurch. .Nur in dem Falle, daß das Stillsetzen einer einzelnen Gruppe infolge irgendwelcher Stp-_' rungen erforderlich sein sollte, wird ein ein-'-zelner Teilantrieb kurzzeitig stillgesetzt, wäU= rend die anderen Teilantriebe mit ihrer jeweiligen Geschwindigkeit weiterarbeiten. Das U"iederanlassendes stillgesetztenTeilantriebes muß dann bei jeder beliebigenAnkerspannung möglich sein. Diese Forderung führt in bezug rtuf die Bemessung des Anlaßwiderstandes zu gewissen Schwierigkeiten. Außerdem erfolgt das Anlassen meist durch elektrotechnisch ungeschulte Leute. Auf das Anlassen wird daher nicht immer genügende Sorgfalt verwendet werden, denn je nach der Höhe der jeweiligen Ankerspannung und der Trägheit der anzutreibenden Massen erfordert der Anlauf eine entsprechend verschiedene Zeitdauer. Erfolgt (las Kurzschließen des Anlaßwiderstandes zu schnell, so besteht die Gefahr einer überlastung des betreffenden Motors infolge zu hoher Anlaufstromstärke und des Durchbrennens der Sicherungen. Vielfach werden, um verwickelte elektrische Fernsteuerung zu vermeiden, dieAnlaßapparate auf derAntriebseite der Papiermaschine aufgestellt, so daß es erforderlich ist, zum Wiederanfahren einer vorübergehend stillgesetzten Gruppe einen Mann der Bedienung auf die Antriebseite zu schicken. Andererseits ist es mit Rücksicht auf ungehinderte Bedienung der Maschine nicht zulässig, die Anlaßapparate auf der Führerseite anzuordnen, und es wird die Erschwerung der Bedienung (furch Anordnung der Anlaßapparate auf der Antriebseite in Kauf genommen.
  • Der Gegenstand der Erfindung, durch -,t-elclie diese Nachteile vermieden werden, bezieht sich auf eine Anlaßregelung für Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe, von denen jeder einen Teil der Gesamtarbeitsanlage antreibt, die zum Teil untereinander verschiedene Größen besitzen und mittels für alle gemeinsam vorgesehener Anlaßvorrichtung angelassen werden. Das Neue und Erfinderische besteht darin, daß das Anlassen mittels für alle Teilmotoren gemeinsamer, von einer selbsttätig fortschreitenden Schützensteuerung geschalteter Widerstandstufen erfolgt, die mittels Strom- oder zeitabhängiger Schützen für überlastungsfreies Anlaufen jedes der Teilmotoren sorgt und deren letztes Widerstandschütz den jeweilig angelassenen Motor beispielsweise über den Steuerstromkreis für das Hauptschütz schließende Hilfskontakte selbsttätig arl das Kraftnetz anschaltet. Dadurch wird erreicht, daß die Motoren unabhängig von ihrer jeweiligen Belastung beim Anfahren keinen zu hohen Strom aufnehmen, obwohl ein einziger gemeinsamerAnlasser für verschiedene Größen von Motoren vorgesehen ist.
  • -":Das Hauptproblem beimAnlaßvorgang von tWehrmotorenantrieben ist dadurch gegeben, däß die einzelnen Motoren untereinander nicht gleich stark sind und daß es aus diesem Grunde am naheliegendsten ist, jedem Motor oder jeder Motorgruppe einen gerade für die Stärke des betreffenden Motors bzw. der betreffenden :Motorgruppe bemessenen Anlasser zuzuordnen. Da diese Betriebsweise zu teuer ist, hat man eine besondereAnlaßdynamo verwendet, an «-elche der jeweils anzulassende ''Motor angeschlossen wird. Die Anlaßdynamo regelt nämlich die dem Motor zugeführte Spannung, so daß sie eigentlich von vornherein für jeden beliebigen Motor unabhängig von seiner Größe verwendet werden kann, da der kleine Motor bei der gleichen Spannung einen kleineren Strom aufnimmt als der stärkere Motor, und sich auf diese Weise der Anlaßvorgang selbsttätig dem jeweils anzulassenden Motor anpaßt. Vom Stufenanlasser dagegenweiß man, daß er eigentlich für jeden Motor besonders bemessen sein muß und daB er daher, sofern er für einen großen Motor ausgelegt ist, beim Anlassen eines kleineren Motors eine etwas längere Anlaßzeit benötigt. Dieser scheinbare Nachteil gegenüber der Anlaßdynamo hat die Fachwelt offenbar veranlaßt, einen Stufenwiderstand zur gemeinsamen Steuerung nicht vorzusehen.
  • Der Erfinder ist demgegenüber nach eingehenden Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, daß der Stufenanlasser der Anlaßdynamo nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in betriebstechnischer Hinsicht überlegen ist. Trotzdem nämlich ein für größere Motoren bemessener Stufenanlasser beim Anlassen kleiner Motoren eine etwas längere Anlaßzieit benötigt als ein für den kleinen Motor besonders ausgelegter Stufenanlasser, so ist letzten Endes die erforderliche Gesamtzeit für das Anlassen sämtlicher Motoren nicht größer, sondern eher kleiner als bei Verwendung einer Anlaßdynanio. Dies hat seinen Grund darin, daß ein Mehrmotorenantrieb im allgemeinen sehr selten, etwa einmal am Tag oder einmal in der Woche, angelassen wird. Das Anlaßaggregat kann also aus Stromersparnitgründen nicht die ganze Zeit durchlaufen, sondern muß vor der jedesmaligen Inbetriebnahme hochgefahren werden. Wird einEinzelantrieb, bei Papiermaschinen beispielsweise der Kalander, während der Arbeitsschicht des öfteren stillgesetzt, so muß auch in diesem Falle die Anlaßdynamo jedesmal angelassen werden. Dieser Zeitverlust ist keineswegs kleiner als die kurzen zusätzlichen Zeiträuine, welche der Stufenanlasser beim Anlassen kleiner Maschinen benötigt. Viel wichtiger ist aber noch die Tatsache zu bewerten, daß die Stromwächtersteuerung der Anlaßdynamo nach j edesmaligem Anlassen wieder in ihre Ausgangslage zurückgeführt werden muß, während die Stromwächter beim Stufenanlasser bei Beendigung des Anlaßvorganges sofort wieder betriebsbereit sind. Der Stufenanlasser ist deshalb gerade für Mehrmotorenantriebe besonders geeignet, da er trotz seiner Billigkeit ohne Bedenken auch für solche Motoren verwendet werden kann, für die er nicht direkt ausgelegt ist. Die hierbei erforderliche zusätzliche Anlaßzeit ist durch die Tatsache, daß der Stufenanlasser und die Stromwächtersteuerung im- Gegensatz zur Anlaßdynamo nach jedem Anlaßvorgang sofort betriebsbereit ist, bei weitem kompensiert.
  • Es sind bereits gemeinsame Anlasser für die Verwendung bei mehreren Motoren behanntgeworden, bei welchen. der Motor zuerst über einen Anlaßtransformator an ein Netz niedriger Spannung gelegt und durch ein Zeitrelais nach Ablauf einer bestimmten Zeit an die volle Spannung geschaltet wird. Ein Anlassen in mehreren Stufen für Motoren verschiedener Anlaufbedingungen kann jedoch damit nicht erzielt werden. Will man auch bei der Erfindung eine zeitabhängige Steuerung wählen, dann ist es am vorteilhaftesten, die zeitabhängige Steuerung für einen Motor mit verhältnismäßig hohem Anlaufstrom einzustellen. Dann ist die Gewähr gegeben, daß unzulässig hohe Anfahrströme bei Motoren mit schweren Anlaufbedingungen nicht vorkommen, während bei Motoren mit leichten Anfahrbedingungen jedenfalls die zulässige Stromgrenze nicht überschritten wird.
  • Weiterhin ist eine Einrichtung zur Verminderung des Anlaßstromes von Elektromotoren bereits bekannt, die zum Anlassen mehrerer Motoren verwendet wird. Sie hat jedoch den Nachteil, daß beim jedesmaligen Anlassen eines Motors die Statorspannung der bereits angelassenen Motoren vermindert wird, da der Stromverminderungswiderstand. auch wieder vor diese Motoren gefegt wird. Dadurch treten Stöße im Betriebe der bereits laufenden Motoren und unnötige Energieverluste auf. Schließlich ist noch eine bekannte zeitabhängigeSchützensteuerung zu erwähnen, bei der zwei asynchrone auf einer gemeinsamen Welle angeordnete Drehstrommotoren für verschiedene Geschwindigkeiten Verwendung finden. Die beiden Motoren werden zwar nacheinander mittels des gleichen Widerstandes angelassen, doch hat, da die beiden Motoren miteinander gekuppelt sind, der eine Motor schon die Drehzahl des auf seine synchrone Tourenzahl gebrachten zweiten Motors, bevor er überhaupt an Spannung gelegt wird. Um den zuletzt ans Netz geschalteten Motor auf seine synchrone Tourenzahl zu bringen, muß der zuerst angelassene Motor albgeschaltet werden. Der sich aus dieser Wirkungsweise ergebende Nachteil ist offensichtlich. Erst durch die Erfindung ist eine Schützensteuerung geschaffen worden, die erstens für mechanisch unabhängige Motoren und zweitens auch für Motoren Verwendung finden kann, die gleichzeitig im Dauerbetrieb arbeiten müssen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es bedeuten: I Teilmotoren, II Feldwicklungen der Motoren, III Feldschwächungswiderstände, IV selbsttätige' Anlaßvorrichtung, V Anlaßdruckknopfschalter, VI Ausschaltdruckknopfschalter, VII Hilfsrelais, VIII Steuerstromrelais, IX Anlaßschütze, X Hauptschütze, P,-NI Kraftnetz (Ankerstrom der Teilmotoren), P2 N2 Erregernetz (Feldstrom der Teilmotoren).
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Die Teilantriebsmotoren I werden in bekannter Weise von dem gemeinsamen Kraftnetz PI-N1 durch Zu- und Gegenschaltung oder Leonardschaltung mit regelbarer Ankerspannung gespeist. Die Feldwicklungen II werden von dem Erregernetz P2 N2 mit konstanter Spannung gespeist. Durch Änderung der Spannung des Kraftnetzes Pi Ml läßt sich die Geschwindigkeit der Motoren I praktisch verlustlos und in weiten Grenzen regeln. Ein gemeinsames Anfahren sämtlicher Teilantriebsmotoren durch Erhöhung der Spannung des Kraftnetzes PI-N1 kommt für den praktischen Betrieb nicht in Frage, weil die in ihrer Art verschiedenen einzelnen Arbeitsgruppen in verschiedenerReihenfolge nacheinender angelassen werden. Daher ist es möglich, für das Anlassen der Teilantriebe eine gemeinsame Anlaßvorrichtung vorzusehen, die nur kurzzeitig zum Anlassen eines Teilantriebes in Tätigkeit ist und dannwiederzumAnlassen der anderen Teilantriebe zur Verfügung steht. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung einer selbsttätigen Anlaßvorrichtung, z. B., wie dargestellt, einer Anlaßschützensteuerung, die von der Führerseite derPapiermaschine aus durch Druckknöpfe V und VI steuerbar ist, wenn die Teilantriebsmotoren zum Teil untereinander verschiedene Größen besitzen. Dabei ist es an sich belanglos, ob die zum Schalten der Widerstandstufen des selbsttätig fortschaltenden Stufenanlassers dienenden Schütze von Stromwächtern mit Haupt- und Nebenschlußspulenoder durch seine zeitabhängigeMeisterwalze oder Nockenwelle gesteuert werden. Die dargestellte bekannte Ausführung der Anlaßvorrichtung zum selbsttätigen Kurzschließen der einzelnen Widerstandstufen in Abhängigkeit von dem Verlauf der Anfahrstromstärke ist jedoch für vorliegendenZweck insofern besonders vorteilhaft, weil die in der Zeichnung dargestellte Anlaßvorrichtung bei ganz verschiedener Ankerspannung verwendbar sein muß. Dementsprechend werden, um unzulässig hohe Anfahrströme zu vermeiden, sehr verschiedene Anlaufzeiten gebraucht.
  • Nach denn Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgt das Einschalten und selbsttätige Anlassen eines jeden Teilantriebes durch den zugehörigen, an der Führerseite angeordneten Einschaltdruckknopf V. Dieser schaltet den betreffenden Teilantriebsmotor unter Zwischenschaltung der selbsttätigen Anlaßvorrichtung IV mittels des Anlaßschützes IX an das h@raftnetz, und nach beendetem Anlauf schaltet sich die Anlaßvorrichtung selbsttätig ab, wobei gleichzeitig der angelassene Teilantriebsmotor von der Anlaßvorrichtung auf das Netz .unmittelbar übergeschaltet wird. Durch besondere Schaltmaßnahmen ist dafür gesorgt, daß das Kurzschließen der einzelnen Widerstandstufen und die Überschaltung des Ankerstromkreises von der Anlaßvorricbtung auf das Netz in stets richtiger, zwangsläufiger Reihenfolge geschieht, ohne daß die Bedienung sich darum zu kümmern braucht.
  • Die selbsttätige Anlaßvorrichtung IV besteht aus einer den Widerstandstufen entsprechenden Anzahl von Schaltschützen, deren Magnetspulen 9-N durch Strom,%cächter in zwarr"släufiger Reihenfolge gesteuert «-erden. Die -Stromw:Miter haben eine vom Ankerstrom durchflossene Hauptstromwicklung und eine vom -eineinsamen Erregernetz P_ N. gespeiste NebenschlüB@sicklung 5-A>>. Beim Drücken des Einschaltdruckknopfes V werden sofort sämtliche Stromwächter gleichzeitig eingeschaltet sowohl durch den Kontakt 2-3 des Druckknopfes als auch durch den Sperrkontakt 3-5 der Widerstandschiitze. Dabei wird der Steuerstromkreis der Widerstandschütze unterbrochen, so daß diese noch nicht anspringen können. Gleichzeitig mit den Stromw:ichtern wird durch den Druckknopf V das Hilisrelais VII eingeschaltet, das nach Loslassen des Druckknopfes V den Steuerstromkreis der Stromwächter geschlossen hält und das Stetterstromrelais VIII einschaltet. Dieses schließt nun einerseits durch denKon-`takt 3-; die Steuerstrornzuführung für die Magnetspülen der Widerstandschütze, andererseits durch den Kontakt P. ro den Steuerstrom für das Anfahrschütz IX. das den Teilaritriebsipotor- auf die Anlaßeinrichtung schaltet. Beim Schließen des Anfahrschützes I1 wird durch einen Hilfskontakt 3-r 5 die Nebenseblußspule des Stromwächters für die erste Anlaßstufe unterbrochen. Dieser Stromwächter fällt trotzdem noch nicht ab, weil er dann allein durch die Wirkung der Hauptstromspule so lange gehalten wird, bis der erste Anfahrstromstoß auf ein gewisses llaß gesunken ist. Erst dann fällt der Stromwächter ab und schaltet durch seinen. Hilfskontakt 8-9 das erste Widerstandschütz ein. Sobald dieses anspringt, wird die Nebenschlußspule des zweiten Stromwächters unterbrochen. Nun hält die Hauptstromspule des zweiten Stromwächters diesen allein so lange offen, bis der zweiteBeschleunigungsstromstoß abgeklungen ist. Dieses Spiel wiederholt sich bis zum Kurzschließen der letzten Widerstandstufe R4-R5. Beim Schließen des letzten Widerstandschützes wird durch dessen Hilfskontakt d,,-N2 der Magnetstromkreis des Hilfsrelais VII und des Steuerstromrelais VIII unterbrochen. Dadurch wird das Anlaßschütz IX geöffnet; gleichzeitig beim Anspringen des letzten Widerstandschützes schaltet dessen Hilfskontakt 3-t2 das Hauptschütz X ein, das den Teilantriebsmotor unter Umgehung der Anlaßvorrichtung an das Netz P,-N, schließt.
  • Durch Schutzmaßnahmen in der Schaltung ist dafür gesorgt, daß die richtige Reihenfolge im Ansprechen der verschiedenen Schütze gewahrt wird. Außerdem ist die Steuerung der einzelnen Teilantriebe derartig elektrisch gegenseitig verriegelt, daß während des Anlassens eines Teilantriebes ein versehentliches Drücken der Einschaltdruckknöpfe an den anderen Teilantrieben wirkungslos bleibt. Die Steuerstromrelais VIII werden zweckmäßig so ausgeführt, daß sie sich mit einergewissenVerzögerungschließen, damit nach dem Drücken des Einschaltdruckknopfes genügend Zeit zum Anspringen der Stromwächter und des Anfahrschützes IX bleibt, ehe das Kurzschließen derAnlaßwiderstände beginnen kann.
  • U.m beim Stillsetzen eines einzelnen Antriebsmotors eine übermäßige Erwärmung seiner Feldxicklung durch den Fortfall der Ventilation zu vermeiden, ist in dem Erregerstromkreisein Feldschwächungswiderstand III eingeschaltet. Beim Anfahren während des Betriebes muß dieser Feldschwächungswiderstand kurzgeschlossen «-erden, damit der Ankerstrom nicht durch Feldschwächung unnötig -hoch wird. Dieses Kurzschließen des Feldschwächunbswiderstandes erfolgt zwangsläufig sowohl durch die Hilfskontakte I-P2 am Anlaßschütz I1 als auch am Hauptschütz X. Um jeden Teilantrieb sowohl während des Anlassens als auch während des normalen Betriebes durch den dazugehörigen Ausschaltdruckknopf VI abschalten zu können, wird der Ausschaltedruckknopf mitRuhekontakten für zwei Stromwege ausgeführt. Der eine Ruhekontakt it-N2 liegt im Steuerstromkreis des Anfahr- und Hauptschützes, der andere Ruhekontakt 4"-4b in Reihe mit den Relaisspulen des Hilfs- und Steuerstromrelais VII und VIII und dem Hilfskontakt 4-N#. des letzten Widerstandschützes. Die gesamten Relais und Schütze werden zweckmäßig mit der selbsttätigen Anlaßvorrichtung auf einer gemeinsamen Schalttafel zusammengebaut, so daß der eigentliche Betriebsraum frei von allen Apparaten ist.
  • Selbstverständlich braucht- die selbsttätige Anlaßvorrichtung nicht für sämtliche ' Teilantriebe benutzt werden, sondern es kann unter Umständen auch zweckmäßig sein, zwei oder drei derartige Anlaßvorrichtungen für bestimmte Gruppen von Motoren anzuordnen, wobei die einzelnen Motoren der Gruppen zum Teil verschiedene Größen untereinander besitzen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anlaßregelung für Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe, von denen jeder einen Teil der Gesamtarbeitsanlage antreibt, die zum Teil untereinander verschiedene Größen besitzen und mittels für alle gemeinsam vorgesehener Anlaßvorrichtung angelassen werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlassen mittels für alle Teilmotoren gemeinsamer, von einer s°elbsttäti.g fortschreitenden Schützensteuerung geschalteter Widerstandstufen erfolgt, die mittels strom- oder zeitabhängiger Schützen für überlastungsfreies Anlaufen jedes der Teilmotoren sorgt und deren letztes Widerstandschütz (34 bis 3.7) den jeweilig angelassenen Motor beispielsweise über den Steuerstromkreis für das Hauptschütz (X) schließende Hilfskontakte (i2, 3) selbsttätig an das Kraftnetz anschaltet.
  2. 2. Schützensteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerstromkreis der Einschaltdruckknöpfe (V) über Hilfskontakte (i, 2) der Relais (VIII) geführt ist, so daß während des Anlassens eines Teilmotors die Einschaltung der anderen Teilmotoren solange zwangsläufig gesperrt ist.
  3. 3. Schützensteuerung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstromkreise der parallelgeschalteten Ausschaltdruckknöpfe (VI) über die Relais (VII) und Anlaßschütze (IX) geführt sind, so daß durch Bedienung eines Ausschaltdruckknopfes nur der Anlaßvorgang des zugehörigen, aber nicht der Anlaßvorgang eines der anderen Teilmotoren unterbrochen wird. '
DEA57440D 1929-04-11 1929-04-11 Anlassregelung fuer Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe Expired DE649107C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA57440D DE649107C (de) 1929-04-11 1929-04-11 Anlassregelung fuer Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA57440D DE649107C (de) 1929-04-11 1929-04-11 Anlassregelung fuer Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE649107C true DE649107C (de) 1937-08-14

Family

ID=6941085

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA57440D Expired DE649107C (de) 1929-04-11 1929-04-11 Anlassregelung fuer Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE649107C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE649107C (de) Anlassregelung fuer Motoren elektrischer Mehrmotorenantriebe
DE1095932B (de) Wechselstrommotor mit mehrpoliger Laufwicklung und Bremswicklung
DE639148C (de) Einrichtung zur Erzielung eines sanften Anlaufs von Drehstrommotoren
DE576865C (de) Anlasseinrichtung fuer elektrische Mehrmotorenantriebe mit Gleichlaufregelung
DE892158C (de) Einphaseninduktionsmotor
DE607201C (de) Selbsttaetige Anlassvorrichtung fuer mehrere Motoren, insbesondere fuer Arbeitsmaschinen mit Mehrmotorenantrieb
DE957496C (de) Anfahr- und Bremssteuerung fuer in Leonardschaltung betriebene Gleichstrommotoren
DE582672C (de) Elektrischer Antrieb fuer Cottonwirkmaschinen
CH147582A (de) Mehrmotorenantrieb.
AT129213B (de) Selbsttätige Anlaßvorrichtung für Arbeitsmaschinen, insbesondere für solche mit Mehrmotorenantrieb.
DE900717C (de) Elektrischer Verbundstromerzeuger fuer Anlagen auf Fahrzeugen
DE698380C (de) Anordnung zur Sicherung der Stabilitaet von Gleichstrommotoren bei Feldschwaechung
DE540544C (de) Einrichtung zur Verhuetung der Beschaedigung von elektrischen Maschinen bei laengerem Stillstand unter Spannung
DE827516C (de) Stromabhaengige Anlasssteuerung fuer Mehrmotorenantriebe
DE698054C (de) Steuereinrichtung fuer elektrisch gesteuerte Schiffsruderanlagen
AT106928B (de) Anordnung zur Regelung von Kaskaden, bestehend z. B. aus asynchroner Vordermaschine und Kommutatorhintermaschine.
DE596336C (de) Einrichtung zum Steuern eines Elektromotors, dessen Drehzahl durch Feldregelung eines ihn speisenden, elektromotorisch angetriebenen Generators veraendert wird
DE324030C (de) Druckknopfsteuerung fuer elektrische Aufzuege
DE588224C (de) Steuerschaltung fuer elektromotorische Antriebe mit zwei Betriebsgeschwindigkeiten
DE682536C (de) Einphaseninduktionsmotor mit mehreren Haupt- und Hilfsphasenwicklungen verschiedener Polzahl
DE606403C (de) Selbstanlasser fuer Drehstrommotoren
CH212272A (de) Einrichtung zur Steuerung elektrischer Motoren.
AT15588B (de) Schaltungseinrichtung zum selbsttätigen Anlassen von Gleichstrommotoren und Mehrphasen-Induktionsmotoren.
DE660696C (de) Fernanlasseinrichtung zum Anlassen mehrerer Motoren in beliebiger Reihenfolge mit nur einem Anlassgeraet
DE493887C (de) Einrichtung zur Beseitigung schaedlicher Netzspannungsschwankungen bei Kaskaden, bestehend aus Asynchronmaschinen und Kommutatorhintermaschinen