DE540544C - Einrichtung zur Verhuetung der Beschaedigung von elektrischen Maschinen bei laengerem Stillstand unter Spannung - Google Patents
Einrichtung zur Verhuetung der Beschaedigung von elektrischen Maschinen bei laengerem Stillstand unter SpannungInfo
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- DE540544C DE540544C DE1930540544D DE540544DD DE540544C DE 540544 C DE540544 C DE 540544C DE 1930540544 D DE1930540544 D DE 1930540544D DE 540544D D DE540544D D DE 540544DD DE 540544 C DE540544 C DE 540544C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/08—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors
- H02H7/093—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors against increase beyond, or decrease below, a predetermined level of rotational speed
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- Motor And Converter Starters (AREA)
- Protection Of Generators And Motors (AREA)
- Stopping Of Electric Motors (AREA)
Description
An Ein- oder Mehrphasen-Kommutatormaschinen werden bekanntlich bei Stillstand in den
von den Bürsten kurzgeschlossenen Spulen der Ankerwicklung eine verhältnismäßig hohe EMK
und ein entsprechend starker Kurzschlußstrom induziert. Steht ein Motor längere Zeit im eingeschalteten
Zustand still, so können durch die entwickelte Wärme die jeweilig kurzgeschlossenen
Spulen beschädigt werden. Läuft der Motor sofort nach dem Einschalten an, wobei schon bei
ganz langsamer Drehung des Ankers die einzelne Spule nur kurze Zeit von den Kommutatorbürsten
kurzgeschlossen ist, so fällt die genannte Gefahr weg. Bei unachtsamer Bedienung ist
es möglich, daß das entwickelte Drehmoment nicht genügt, um den Motor in Drehung zu versetzen,
oder es kann dadurch, daß das von der angetriebenen Maschine verlangte Drehmoment
größer wird, der vorher laufende Motor zum Stillstand kommen, ohne daß dies die Bedienung
beachtet. Um eine Beschädigung der Maschine bei unachtsamer Bedienung zu vermeiden, muß
die Maschine bei längerem Stillstand unter Spannung selbsttätig abgeschaltet werden. Da in
einzelnen Fällen eine ganz langsame Drehung des Motors, bei welcher die genannte Gefahr
wegfällt, für längere Zeit zulässig sein muß, soll die Sicherheitsvorrichtung nur im Stillstand,
nicht aber bei ganz langsamer Drehung ansprechen. Ein drehzahlabhängiges Organ ist
deshalb als Sicherheitsvorrichtung wenig geeignet.
Gemäß der Erfindung wird der angestrebte Zweck dadurch erreicht, daß bei eingeschalteter
Maschine stets mindestens ein abhängig oder unabhängig verzögertes Überstromrelais oder
Wärmerelais über konstante Widerstände an die Lamellen eines mit der Maschine gekuppelten
Hilfskommutators angeschlossen und über eine auf dem Kommutator schleifende Bürste mit der
Stromquelle verbunden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Mit 1
ist das Netz bezeichnet, an das über den Schalter 2 der zu schützende Motor 3 angeschlossen
ist. Wenn der Schalter 2 geschlossen ist, ist zugleich die auf dem Hilfskommutator 5 schleifende
Bürste 4 mit dem einen Pol der Stromquelle verbunden. Der mit dem Motor mechanisch
oder elektrisch gekuppelte Kommutator 5 besitzt in dem Ausführungsbeispiel drei voneinander
isolierte Lamellen a, b, c. Die Lamellenzahl kann verändert werden, muß aber
immer größer als 1 sein; der Einfluß der Lamellenzahl auf die Wirkungsweise der Anordnung
wird später erläutert. Diese Lamellen sind über drei Schleifringe 6 und über die unter sich
gleichen Widerstände ya, γ und y" an drei
gleiche Wärmerelais 8a, 8b, 8e angeschlossen,
deren zweite Klemmen unter sich und mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden sind.
Als Wärmerelais können z. B. an sich bekannte Bimetallrelais Verwendung finden.
Während der Stillstandszeit des Motors ist ein Teil der Relais dauernd stromlös, mindestens
ein Relais aber führt dauernd den durch die Netzspannung und den Widerstand des Stromkreises
bedingten Strom. Infolge der gezeich-
neten Schaltung der Widerstände 7 ist der Strom der Relais fast unabhängig davon, ob nur ein
Relais oder ob gleichzeitig mehrere Relais stromdurchflossen sind. Alle Relais sind nun so einzustellen,
daß dieser Strom sie zum Ansprechen bringt, wenn er über eine Zeitdauer fließt, die annähernd
gleich der höchstzulässigen Stillstandszeit des Motors ist. Durch das Ansprechen der
Relais wird in an sich bekannter Weise entweder der Motor selbsttätig abgeschaltet oder ein
Warnungssignal betätigt. Wenn sich dagegen der Motor dreht, führt jedes einzelne Relais,
wenn η die Zahl der Lamellen ist und wenn der Einfluß der endlichen Bürstenbreite vernach-
lässigt wird, nur während — der Umdrehungszeit
des Motors Strom. Bei Berücksichtigung der endlichen Bürstenbreite ist die Zeit etwas
größer, aber auch bei sehr langsamer Drehung des Motors wird sie stets wesentlich kleiner sein
als die praktisch zulässige Stillstandszeit des Motors. Diese Zeit genügt aber nicht, um die
Relais zum Ansprechen zu bringen. In dem jedem Stromstoß folgenden stromlosen Zustand
kühlen die Relais ab, so daß auch bei erneutem Stromschluß, der nach annähernd einer Umdrehung
des Motors auftritt, die Relais nicht zum Ansprechen kommen. Der gleiche Vorgang
spielt sich in allen parallel geschalteten Wärmerelais ab, sie führen aber zu verschiedenen Zeiten
Strom. Wenn die Lamellenzahl des Kommutators klein ist, besteht zwar die Gefahr, daß die
Kühlung der Relais während der stromlosen Zeit zu gering ist, so daß die in bestimmtem Zeitabstand
folgenden Stromstöße die Relais schließlich doch zum Ansprechen bringen. Diese Gefahr
ist aber um so kleiner, je kleiner das Verhältnis von Bürsten- und Lamellenbreite zum Umfang
des Kommutators ist. Wie groß die Lamellenzahl sein muß, damit auch bei dauerndem Lauf
mit beliebiger Drehzahl die Wärmerelais nicht • zum Ansprechen kommen, hängt von der Eigenart
der Relais ab. Für jedes Relais kann aber die Lamellenzahl so groß gewählt werden, daß das
Relais zwar mit Sicherheit anspricht, wenn die höchstzulässige Stillstandszeit erreicht wird,
daß aber 'auch bei dauerndem Lauf das Relais nicht zum Ansprechen kommt, wenn die Zeit
des einzelenen Stromschlusses wesentlich kleiner als die höchstzulässige Stillstandszeit des Motors
ist.
Die erläuterte Sicherheitsvorrichtung ist bei Derimotoren, die, solange die Bürsten in der
Nullstellung liegen, dauernd unter Spannung stehen können, nur bei aus der Nullstellung verschobenen
Bürsten erforderlich. Solange sie nicht erforderlich ist, muß dabei der Stromkreis
aller Wärmerelais unterbrochen werden.
An Stelle eines Relais, dessen Ansprechen von der im Relais entwickelten Wärme abhängt,
kann auch ein abhängig oder unabhängig verzögertes Überstromrelais beliebiger Bauart verwendet
werden. Die Anordnung ist nicht nur bei Kommutatormotoren verwendbar, sondern auch
in allen anderen Fällen, in denen längerer Stillstand einer Maschine unter Spannung verhütet
werden soll. Auch Gleichstrom kann zur Speisung der Anordnung dienen.
Die Gefahr, daß infolge wiederholter Einschaltungen bei dauerndem Lauf der Maschine
ein Relais doch zum Ansprechen kommt, kann in diesem Fall noch dadurch vermindert werden,
daß vor jedes Relais eine Selbstinduktion geschaltet wird, wodurch der Effektivwert des
Stromes eines jeden Relais um so kleiner wird, je schneller sich die Maschine dreht.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Verhütung der Be-Schädigung von elektrischen Maschinen bei
längerem Stillstand unter Spannung, dadurch gekennzeichnet, daß bei eingeschalteter
Maschine stets mindestens ein abhängig oder unabhängig verzögertes Überstromrelais
oder Wärmerelais über konstante Widerstände an die Lamellen eines mit der Maschine gekuppelten Hüfskommutators angeschlossen
und über eine auf dem Kommutator schleifende Bürste mit der Stromquelle go
verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechzeit jedes
Relais bei dem durch die Schaltung festgelegten Ström angenähert gleich der höchstzulässigen
Stillstandszeit des Motors ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, -daß das Verhältnis von
Bürsten- und Lamellenbreite zum Kommutatorumfang so gewählt ist, daß keines der Relais zum Ansprechen kommt, wenn die
Drehzahl des Motors einen bestimmten Mindestwert übersteigt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ansprechende Relais
entweder den Motor selbsttätig abschaltet oder ein Warnungssignal betätigt.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 in der ■Anwendung auf-Derimotoren, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromkreise aller Relais selbsttätig unterbrochen sind, solange die Bürsten in der Nullstellung liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE540544T | 1930-10-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE540544C true DE540544C (de) | 1931-12-24 |
Family
ID=6558967
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930540544D Expired DE540544C (de) | 1930-10-03 | 1930-10-03 | Einrichtung zur Verhuetung der Beschaedigung von elektrischen Maschinen bei laengerem Stillstand unter Spannung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE540544C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009290B (de) * | 1956-01-07 | 1957-05-29 | Hessenwerke Elektrotechnische | Einrichtung zur Verhuetung der Beschaedigung der Wicklungen bei Repulsionsmotoren mit verstellbarer Buerstenbruecke |
-
1930
- 1930-10-03 DE DE1930540544D patent/DE540544C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009290B (de) * | 1956-01-07 | 1957-05-29 | Hessenwerke Elektrotechnische | Einrichtung zur Verhuetung der Beschaedigung der Wicklungen bei Repulsionsmotoren mit verstellbarer Buerstenbruecke |
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