DE64888C - Vorrichtung zum sofortigen Ausspannen der Zugthiere - Google Patents

Vorrichtung zum sofortigen Ausspannen der Zugthiere

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DE64888C
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DENDAT64888D
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Original Assignee
J. SCHMIT VATER in Luxemburg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
    • B62C11/02Providing for disengaging thills

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Agricultural Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT)
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, welche es ermöglicht, die Zugthiere eines. Fuhrwerks sofort und auf einmal abzuspannen, so dafs die Verbindung zwischen diesen und dem Gefährt vollständig aufgehoben ist. Diese Vorrichtung ist so angeordnet, dafs sie vom Kutscherbock aus leicht und bequem in Thätigkeit gesetzt werden kann. Im Falle eines Durchgehens der Zugthiere oder einer sonstigen Gefahr hat der Kutscher hur eine einfache Handbewegung auszuführen, um die Abspannvorrichtung in Bewegung zu setzen und ein sofortiges und gleichzeitiges Abspannen der Pferde zu bewirken.
Die Auslöse- oder Abspannvorrichtung besteht aus einem schlofsähnlichen Gehäuse A, Fig. ι bis 3, in welchem der zu einer Zugoder Schubstange ausgebildete Riegel B mittelst eines Schlüssels D in seiner Längsrichtung verstellt werden kann. Das Gehäuse A wird unten am Deichselnagel des Wagens befestigt. Der Schlüssel D des Schlosses ist durch den für diesen Zweck hohl zu formenden Deichselnagel nach oben hin durchgeführt und endet in der Nähe und Höhe des Kutschersitzes mit einem Handgriff oder Handrad ν (Fig. 3 und 9).
Da der Deichselnagel bei jedem Wagen in Ruhe verbleibt, d. h. nicht durch die Lageveränderungen der einzelnen Theile beim Drehen des Wagens beeinflufst wird, so wird auch das an dem Nagel befestigte Schlofs in Ruhe verbleiben und die einzelnen Theile desselben werden nicht selbstthätig ihre Lage zu einander ändern.
Fig. 4 zeigt in oberer Ansicht das Vordergestell eines einspännig zu fahrenden Wagens.
An die Zugstange B sind mittelst geeigneter Hebelübertragung zwei Hebel s sl angeschlossen, derart, dafs, wenn die Stange B zurückgezogen wird, die Enden der Hebel s s1 zusammengehen, und umgekehrt. Die Hebel s s1 greifen jeder an die unter Einwirkung einer Feder c stehenden Riegel L L1 an, welche in der hohlen vorderen Querstange C verschiebbar gelagert sind, wie dies in Fig. 5 ini vergröfserten Mafsstabe dargestellt ist. Die Riegel LL1 laufen an den äufseren Enden bei α al in Zapfen η nl aus, auf welche die Deichselstangen der Gabeldeichsel aufgestreift oder in einer sonst geeigneten Weise abnehmbar angeordnet sind. Die Zugstränge des Pferdes werden an den Zugbolzen oder Zugstücken b bx befestigt. Letztere sind in Oeffnungen der Querstange C eingeführt und greifen mit einem Ausschnitt d, Fig. 5 , über eine Rippe m des Riegels L bezw. L\ wodurch eine zuverlässige Verbindung zwischen Zugbolzen und Querstange gesichert wird.
Wird es aus irgend einem Grunde erforderlich, eine sofortige und gleichzeitige Auslösung der Stränge und der Deichseln herbeizuführen, um das Pferd von dem Wagen auszuspannen oder zu trennen, so dreht der Kutscher mittelst des Griffes ν den Schlüssel D so, dafs der Schlofsriegel mit der Zugstange B zurückgezogen wird, wodurch die Hebelenden s s1 sich gegen einander bewegen und die Riegel L L1 nach innen ziehen, so dafs die Zapfen η und nl die Deichselstangen freigeben. Durch die Einwärtsbewegung der Riegel LL1 treten auch die Rippen m aus den Ausschnitten d der Zugstücke b bx heraus und ermöglichen so ein
unbehindertes Herausziehen der Bolzen b bezw. b1 aus der Querstange C. Auf diese Weise ist die Verbindung zwischen Pferd und Wagen sofort gelöst.
In den Fig. 6 bis 8 ist die Einrichtung der Auslösevorrichtung für zwei - oder mehrspännige Fuhrwerke dargestellt. Bei dem Untergestell des zweispännigen Wagens (Fig. 6) bezeichnet A das am Deichselnagel befestigte Schlofs und B die Zugstange. Die Stränge werden an den Zugbolzen b" befestigt, deren Construction ähnlich den durch Fig. 5 erläuterten ist. Die Befestigung der in die hohle Quer- * stange C ebenfalls einzusteckenden Zugbolzen b" geschieht mit Hülfe von Federriegeln M, Fig. 7, welche mittelst der über Leitrollen ρ geführten Zugschnüre von der Zugstange B aus bewegt werden. Beim Anziehen des Schlüssels D werden sämmtliche Riegel M aus den Zugbolzen b" herausgezogen, so dafs diese und die daran befestigten vier Stränge von dem Wagen gelöst sind.
Wenn das Gespann aus vier Pferden besteht, so werden zwei derselben an den Zughaken C1 angespannt, der vermittelst einer ähnlichen Vorrichtung wie die Bolzen b" an der Querstange C gehalten wird.
Fig. 8 zeigt einen auslösbaren Deichselkopf, dessen Zughaken E auf ähnliche Weise wie in Fig. 6 ausgelöst wird. Die Hebelhaken e, welche durch Schlitze des hohlen Deichselendes in die Hülse des aufgestreiften Zughakens E eingreifen, sind mit der Zugstange B verbunden, so dafs ein Zurückziehen der letzteren auch die Hebelhaken e gegen die Einwirkung der Feder e1 aufser Eingriff mit der Hülse bringt und so ein Abziehen des Zughakens von der Deichsel gestattet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum sofortigen Ausspannen der Zugthiere eines Gefährtes, bestehend aus einem am Leitnagel des Wagens angebrachten Schlofs (A), dessen mittelst Schlüssels zu verschiebende Stange (B) mit den zangenartig angeordneten Hebeln s s1 in gelenkiger Verbindung steht, so dafs letztere bei entsprechender Bewegung die Federriegel zurückziehen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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