DE64852C - Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens, sowie des Durchgehens von Zugthieren an Fuhrwerken - Google Patents

Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens, sowie des Durchgehens von Zugthieren an Fuhrwerken

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Publication number
DE64852C
DE64852C DENDAT64852D DE64852DA DE64852C DE 64852 C DE64852 C DE 64852C DE NDAT64852 D DENDAT64852 D DE NDAT64852D DE 64852D A DE64852D A DE 64852DA DE 64852 C DE64852 C DE 64852C
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Germany
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animals
animal
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straps
chains
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT64852D
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English (en)
Original Assignee
A. J. SCHAEFER in London E., 37 Ettrick Street," Poplar
Publication of DE64852C publication Critical patent/DE64852C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
an Fuhrwerken.
Die Erfindung hat den Zweck, das Stürzen von Pferden und anderen Zugthieren, zugleich auch das Durchgehen derselben zu verhüten und dadurch den so aufserordentlich zahlreichen Unfällen und Verlusten, .sowie den vielen, durch gestürzte Pferde in den Strafsen entstehenden unliebsamen Verkehrsstörungen wirksam vorzubeugen.
Die Erfindung geht davon aus, dafs das Stürzen der Pferde insbesondere dadurch verursacht wird, dafs das Thier durch Deichsel oder Scheere in seiner freien Gangart behindert wird. Bei Strafsenbahnwagen z. B., welche ohne. Deichsel gezogen werden, kommt ein Stürzen der Pferde fast gar nicht vor. Die neue Vorrichtung bietet einen Ersatz für Deichsel oder Scheere, welcher die Gangart des Zugthieres nach keiner Seite hin unfrei macht. Wenn durch diese Bewegungsfreiheit, wie gesagt, an und für sich schon das Stürzen fast völlig verhütet wird, so bietet die Vorrichtung gleichzeitig auch die Mittel zum Aufrichten des Thieres, wenn es durch Stolpern oder Ausgleiten der Vorderfüfse in Gefahr kommt zu fallen. Ein wirkliches Stürzen wird dadurch unmöglich gemacht, dafs der Körper des Thieres beim Stolpern oder. Ausgleiten von oben her gewissermafsen in schwebender Stellung gehalten wird.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Stange oder Scheere, welche, anstatt seitlich vom Pferde oder Zugthiere, über demselben angeordnet ist und durch Ketten, Riemen, Seile oder dergleichen mit den Gurten oder anderen geeigneten Geschirrtheilen so verbunden ist, dafs diese Ketten, Riemen u. s. w. bei den normalen Gangarten schlaff hängen und keinerlei Hindernifs für die Bewegung bieten, aber doch nur so viel Spielraum geben, dafs bei etwaigem Stolpern oder Fallen die Ketten oder Riemen sich straff ziehen und den Körper des Thieres am völligen Stürzen verhindern, indem sie ihn an der darüber befindlichen Stange fest oder schwebend halten.
Die Ausführung kann in mannigfacher Art verändert werden.
In Fig. ι ist die Vorrichtung als an einem zweispännigen Kohlenwagen angebracht gezeigt.
A A sind zwei knieförmige Stangen, welche in geeigneten Stützen oder Haltevorrichtungen b, zweckmäfsig in der Höhenrichtung stellbar (mittelst Pflöcke oder dergleichen), mit dem Vordergestell B des Wagens fest verbunden sind. Der vordere Theil A1 der Stangen A ist im Gelenk α nach oben hin drehbar (Fig. 2 punktirt) und kann vom Kutschersitz aus mittelst Riemen, Seil oder Kette c aufgezogen werden. An dem vorderen Ende A1 ist eine Kette C (Riemen oder Seil) befestigt, deren freie Enden am Gurt D oder an anderen geeigneten, dem Zugthiere fest angelegten Geschirrtheilen befestigt sind. Eine zweite Kette C1 (Riemen oder Seil) ist zweckmäfsig von der Stange A aus herabgeführt und an dem Gurt D1 oder anderen Geschirrtheilen befestigt.
Für gewöhnlich sind diese Ketten oder Riemen C C schlaff, ziehen sich aber beim Stürzen oder Stolpern des Thieres sofort straff und lassen letzteres nicht völlig fallen. Durch Anziehen des Riemens c wird aufserdem der Theil Al der Stange aufgerichtet und der Vordertheil des Thieres gehalten bezw. wieder emporgezogen.
Das Ansträngen der Pferde ist hier einfach durch Riemen E (Seil oder Kette) bewirkt; die Anwendung einer Deichsel oder Scheere erscheint überflüssig, würde im übrigen aber durch die Anordnung der Stangen AA keineswegs ausgeschlossen sein.
Der beim Stolpern oder Fallen des Zugthieres auf die Stange A ausgeübte, nach unten gerichtete Zug würde nun hebelartig auf das Fahrgestell der Vorderräder wirken und ein Kippen des Wagens oder Brechen der Stangen AA herbeiführen, wenn nicht .ein Stützpunkt zur Aufnahme eines Gegendruckes vorgesehen wäre. Dieser Stützpunkt ist etwa in der Höhe des Knies der Stangen A angebracht und besteht aus einer an einer Querstange F der Stangen A befestigten Rolle f, die sich auf einer am Wagen stark befestigten bogenförmigen Stange G führt. Auf diese Weise folgen die Stangen A leicht allen Lenkbewegungen der Vorderräder.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der neuen Vorrichtung an einer einspännigen Droschke. Die Stangen A A ersetzen die Scheere. Der den Gegendruck leistende Bogen G würde hier am Wagenkasten selbst nicht genügenden Halt finden, ist deshalb durch einen aus Eisenstangen gebildeten, am Wagenkasten befestigten Rahmen G1, Fig. 2 a, mit der Hinterachse B1 in Verbindung gebracht. Auf diese Weise wirkt das ganze Gewicht des Wagens, des Kutschers und event, der Fahrgäste zur Ausübung des Gegendruckes.
Fig. 3 zeigt eine einspännige Karre mit der aus einer Stange A bestehenden Vorrichtung; der Vordertheil A1 der Stange hat zwei Arme a1 zur Befestigung der Ketten (Riemen u. s. w.) C. Hier ist das Pferd in eine Scheere E1 eingeschirrt. Der Bogen G ist zwischen zwei Rollen ff, welche an einem Arm F1 der Stange A getragen werden, geführt.
Fig. 4 zeigt die Vorrichtung an einem Schlitten. Die Stangen^. A sind an den Hörnern' der Schlittenkufen befestigt oder bilden mit denselben ein Stück.
Fig. 5 zeigt eine zweirädrige, mit der Vorrichtung versehene Karre. Die Stange A ist hier direct am Wagenkasten befestigt, und um das Umkippen der Karre nach vorn beim Stolpern oder Fallen des Pferdes zu vermeiden, sind Stützen H an geeigneter Stelle angebracht, welche zweckmäfsig eine Rolle h tragen, die sich beim Kippen gegen den Bogen stemmt und den Gegendruck leistet.
Das Durchgehen der Pferde wird dadurch verhindert, dafs die Riemen (Ketten oder Seile) c fest angezogen werden, sobald die Thiere scheu werden oder in zu schnelle Gangart gerathen.
Dadurch, dafs der Vorderkörper mittelst der Ketten (Riemen etc.) zurückgerissen wird und die Zügel aufserdem angezogen werden, wird dem Vorwärtsstürmen der Thiere wirksam Einhalt gethan und man behält selbst die wildesten Pferde in der Gewalt.
Die Stangen A können aus Holz oder geeignetem Metall, zweckmäfsig Stahl oder aus verschiedenem Material zusammengesetzt, angefertigt sein.
Die Form der Stangen kann mannigfache Aenderungen erfahren, z. B. können dieselben am hinteren Ende oder bis zum aufrichtbaren Theil A1 gegabelt sein.
In Fig. 3 sind von dem Vordertheil A1 der Stange A noch besondere Zügel c1 nach dem Gebifs des Pferdes geführt, um dasselbe, sobald es Neigung zum Durchgehen zeigt, durch Anziehen der Riemen c und Aufrichten des Theiles ^1 der Stange noch kräftiger zurückzureifsen, als wenn dieser Theil A1 nur mittelst der Ketten oder Riemen C seinen Zwang ausübt.
Der Kutscher zieht die von seinem Sitz ausgehenden, nach dem Gelenktheil A1 der Stange oder Stangen A führenden Riemen c scharf an und hebt dadurch den beweglichen Theil ^1 in die in Fig. 2 punktirte Lage; es werden dadurch die nach dem Gebifs führenden -Riemen c1 kräftig emporgezogen und der Kopf des Pferdes wird zurückgerissen; die Zügel cl wirken zusammen mit den direct vom Kutscher nach dem Gebifs führenden Lenkzügeln und auch mit den Riemen oder Ketten C, um! einestheils den Kopf und anderentheils den ganzen Vorderkörper des Thieres zurück- und in der Gewalt zu halten.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens, sowie des Durchgehens von Zugthieren an Fuhrwerken, gekennzeichnet durch eine oder mehrere über dem Thiere oder den Thieren angeordnete Stangen (A), welche von dem lenkbaren Vorderwagengestell getragen werden und entweder in einer bogenförmigen Stange (G) Gegendruck und Führung finden, oder (bei zweirädrigen Fahrzeugen) mit gegen den Boden hin gerichteten Stützen (H) versehen sind, welche Stangen die Thiere mittelst kurzer Riemen (Ketten oder Seile) C C l emporhalten und am Fallen verhindern.
  2. 2. Die im Anspruch i. bezeichnete Vorrichtung mit der Einrichtung eines im Gelenk (a) aufrichtbaren Vordertheiles (A1) der Stangen (A), welcher Vordertheil mittest Riemen (c) (Ketten oder Schnur) vom Wagen aus emporgezögen werden kann, um den Vorderkörper des Thieres mittelst der Riemen (C) aufzurichten, oder gleichzeitig auch durch besondere, nach dem Gebifs führende Zügel (c1) den Kopf empor- und zurückzureifsen und das Durchgehen zu verhindern.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64852D Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens, sowie des Durchgehens von Zugthieren an Fuhrwerken Expired - Lifetime DE64852C (de)

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