DE19251C - Kippkarre mit Stellapparat - Google Patents

Kippkarre mit Stellapparat

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Publication number
DE19251C
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DE
Germany
Prior art keywords
lever
box
cart
shaft
actuator
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Active
Application number
DENDAT19251D
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English (en)
Original Assignee
F. W. WESTEBBE in Altena i. Westf
Publication of DE19251C publication Critical patent/DE19251C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C5/00Draught assemblies
    • B62C5/04Swingletrees; Mountings thereof; Draught equalisers for a span of draught animals; Mountings for traces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
F. W. WESTEBBE in ALTENA (Westfalen). Kippkarre mit Stellapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1882 ab.
Diese Construction ist für Pferdekarren jeder Art anwendbar und hat den Zweck:
. i. beim Bergabfahren zu vermeiden, dafs die Last der Karre auf dem Rücken des Pferdes ruht;
2. ein leichtes und rasches Aufkippen der Karre zu ermöglichen, und
3. durch denselben Mechanismus gleichzeitig auf abschüssigem Wege zu hemmen.
Es ist bekannt, dafs Karrenpferde am allermeisten durch das Fahren auf abschüssigem Wege angegriffen werden, da die ganze Last der Ladung auf den Rücken des Zugthieres drückt; es leiden dabei besonders Schultern und Vorderfüfse bezw. Hufe, welche beim Halten des Hintergeschirres aufstauchen.
Bei dieser Kippkarre mit Stellvorrichtung fährt das Pferd die Karre bergab ebenso, d. h. ohne Mehrbelastung, wie auf ebener Bahn.
Die Karre ist auf Blatt I der Zeichnung auf ebener Bahn, auf Blatt II auf abschüssiger Bahn, auf Blatt III in aufgekippter Stellung dargestellt.
Der Mechanismus zum Kippen und zur Waagrechtstellung des Kastens auf abschüssigem Wege ist einfach und leicht zu handhaben, so - dafs jeder Fuhrmann ohne weiteres damit umzugehen versteht.
An einer Seite der Wagenscheere H ist der Hebel B auf dem Ende der durch die Wagenscheere durchgehenden Welle / befestigt; zwischen dem Hebel und der Wagenscheere ist auf derselben Welle ein Sperrrad F aufgekeilt, und in der Mitte der Achse / sitzt der Hebel C, welcher zwischen den an der Unterseite des Karrenkastens M befestigten Rollen D E geführt wird und vorn hakenförmig umgebogen ist. Der Hebelarm B hat nahe am Stützpunkt einen seitlich vorspringenden Bolzen b mit Knopf, welcher in die Zahnstange A eingreift; letztere ruht auf dem Träger. G und fafst mit ihrem vorderen Ende den Bremshebel K. In das Sperrrad F greift eine an der Wagenscheere befestigte Sperrklinke /. Der Hebelarm B kann durch einen Haken b1 oder eine beliebige Klammer in der senkrechten Stellung, Blatt I, festgestellt werden.
Der Kasten M ruht auf den Enden der Wagenscheere H, welche auf der Achse L befestigt sind, während bei den gebräuchlichen Karren der Kasten zwischen den Bäumen auf der Achse festliegt, so dafs letztere sich beim Aufkippen drehen mufs. Dies ist bei der vorliegenden Karre nicht erforderlich, und es ist das Aufkippen dadurch sehr erleichtert.
Blatt I zeigt die Lage des Karrenkastens bei der Fahrt auf ebener Bahn. Der Hebel B ist in der senkrechten Stellung festgelegt; der Hebel C, auf der Achse / des Hebels B befestigt, hält den Kasten M nieder, indem er ihn durch die Rollen D E herabdrückt.
Bei der Fahrt auf abschüssiger Bahn soll nun der Kasten M in horizontaler Lage gehalten werden, während die Wagenscheere H der Neigung des Weges folgt. Man löst den Haken b1 des Hebels B, hakt die Zugstange A in den Bolzen b des Hebels B ein und zieht diese Zahnstange, welche mit Griff versehen ist, je nach der Neigung des Weges mehr oder weniger nach vorn; der Hebel B wird hierdurch herabgedrückt, Blatt II, der Hebelarm C
hebt das Vorderende des Kastens durch seine Krümmung empor in die waagerechte Stellung. Der Sperrhaken f verhindert, dafs der Hebel B sich wieder emporhebt, ebenso ist aber auch der Kasten M am weiteren völligen Aufkippen durch die Zahnstange A, in Eingriff mit dem Hebel B1 der wiederum den Hebel C beherrscht, verhindert. Der Kasten M bleibt also, vorn gestützt auf den Hebel C, hinten auf den Wagenscheeren im Gelenk N befestigt, in waagerechter Stellung stehen und lastet nicht auf dem Zugthier.
Durch das Vorwärtsziehen der Zahnstange A beim Abwärtsfahren wird gleichzeitig der Bremshebel K angezogen, welcher die Bremsklötze O gegen die Räder andrückt.
Das vollständige Kippen des Karrenkastens geschieht, wie auf Blatt III dargestellt, durch gänzliches Herabdrücken des Hebelarmes B nach vorn, wodurch der Hebelarm C in seine höchste Stellung gebracht wird und mit dem Haken die Rolle E erfafst. Hierdurch wird ein gänzliches Ueberkippen des Kastens verhindert.
Um die gekippte Karre wieder in eine der auf Blatt I oder II gezeichneten Stellung zurückzubringen, braucht man den Hebel B nur wieder emporzudrücken und mit der Zahnstange A oder dem Haken δ1 festzulegen.
Soll die Karre nur auf ebener Bahn gefahren werden, so ist die Hemmvorrichtung wie auch die Zahnstange A entbehrlich, und es wird dann zweckmäfsig nur ein zweites Sperrrad auf der Welle / angebracht, in das eine entsprechende Klinke fafst, um bei kleinen Abhängen oder sonst nach Bedarf den Mechanismus in jeder Lage fest einstellen zu können.
Es können ferner auf der Welle / anstatt des einen in der Mitte befestigten Hebels C zwei oder mehrere solcher Hebel angeordnet sein, welche zwischen entsprechenden, an der Unterseite des Kastens M befestigten Rollen D E geführt werden.
Der Kasten M kann für verschiedene Zwecke, z. B. für Dünger, Heu, Kohlen etc., ausgewechselt werden; auf dasselbe Fahrgestell mit dem Mechanismus wird je nach Bedarf ein anderer Kasten aufgesetzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Kippkarren, deren Kasten M sich in Gelenken um die auf der Achse L befestigen Wagenscheeren H drehen läfst, ein Stell- und Kippmechanismus, bestehend aus Welle / mit Sperrrad F und Hebel B, welche Welle einen oder mehrere zwischen den Rollen D und E sich verschiebende, gekrümmte Hebel C trägt, mit oder ohne Hinzufügurig der das Bremszeug beherrschenden Zahnstange A, in welche der Stift b des Hebels B sich einlegen läfst.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT19251D Kippkarre mit Stellapparat Active DE19251C (de)

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