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Schaltungsanordnung zur Zählung verschiedenwertigerVerbindungen in
Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen Die vorliegende Erfindung bezieht sich
auf eine Schaltungsanordnung zur Zählung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechanlagen.
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In solchen Anlagen ist es bekannt, ' die Zählung nach Beendigung einer
Verbindung durchzuführen, was verschiedene Vorteilie mit sich bringt. Beispielsweise
kann es ermöglicht werden, in bestimmten Fällen, so bei Trennung einer minderwertigen
Verbindung zugunsten ein°r höherwertigen, die Zählung zu unterdrücken. Weiterhin,
erübrigt sich, wenn zur Übertragung der Zählstromstößie nur die Sprechadern zur
Verfügung stehen, die Vorsehung besonderer Symmetrieausgleichseinrichtungen, bedingt
durch die die Zählstromstöße aufnehmende Einrichtung, die ja bei Übertragung von
Zählstromstößen während der Verbindung dauernd an einer Sprechader liegen muß.
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Wenn nun ,aber- Verbindungen, höheren Wertes hergestellt werden, für
de nach Beendigung einer Verbindung - eine aus einer großen Zahl von Stromstößen
bestehende Stromstoßreihe übertragen werden muß, so kann @es unzweckmäßig sein,
die Zählstromstöße erst am Schluß der Verbindung zu übermitteln, da besonders zu
Zeiten starken Verkehrs die Entziehung der Verbindungseinrichtungen und -leitungen
bis zur Beendigung der Zählung sich für den Betrieb. sehr störend auswirken kann.
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Die Erfindung bezweckt nun, die Zählung hochwertiger Verbindungen
während des Biestehens derselben zu ermöglichen, dabei aber die Vorsehung besonderer
Symmetrieausgleich.seinrichtunbo-en zu vermeiden, was dadurch erreicht wird, daß
für das Wirksamwerden von Zählstromstößen zwei Schaltwege vorgesehen sind, in deren
einem Schaltmittel liegen, die eine Zählstromstöße aufnehmende Einrichtung erst
bei Eintritt des Zeitpunktes für die Zählungsdurchführung einschalten, während der
andere eine die Symmetrie der Sprechleitungen nicht störende Einrichtung (Glimmlampe)
enthält, über welche eine Zählstromstöße aufnehmende Einrichtung dauernd an die
Zählader (Sprechader) angeschaltet ist.
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Große Vorteile bieten sich bei Anwendung des Erfindungsgegenstandes
in großen Netzen insofern, als es möglich ist, Lokalverbindungen ohne Benutzung
der zum Zünden der Glimmlampe erforderlichen Stromquelle höherer Spannung zu zählen,
und es somit nicht erforderlich ist, diese Stromquelle in allen,
sondern
nur in einem (Hauptamt) oder wenigen Ämtern, des Netzes vorzusehen, üb:r die hochwertige
Verbindungen verlaufen.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Ein Teilnehmer Tit kann über einen Vorwähler VIV, einen ersten Gruppenwähler
1. GW und andere Verbindungseinrichtungen, von denen die dem ersten Gruppenwähler
folgende nur teilweise dargestellt ist, einen gewünschten Teilnehmer erreichen.
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In der Fig.2 ist als zweites Ausführungsbeispiel ein anderer erster
Gruppenwähler dargestellt. Der V orwälil,er und die dem Gruppenwähler nachfolgenden
Verbindungseinrichtungen sind identisch mit denen gemäß Fig. i und daher fortgelassen.
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Hebt der TeilnehmerTit zwecks Herstellung einer niederwertigen Verbindung
seinen Hörer ab, so entsteht folgender Stromkreis für das Relais R: Erde, Wicklung
des Relais R, Kontakt 2 t, Teilnehmerschleife, Kontakt 3 t, Widerstand GVil,
Batterie, Erde. Das Relais R schließt am Kontakt 7r den Anlaßstromkreis für den
Drehmagneten D des Vorwählers VW
Erde, Batterie, Kontakt 7r,
6t, Drehma.gnetD, Relaisunterbrecher RU, Erde. Unter dein Einfluß des Relaisunterbrechers
werden die Schaltarme a, b, c, d des Vorwählers VW schrittweise fortgeschaltet,
bis dieselben einen frieien ersten Gruppenwähler gefunden haben. Alsdann kommt über
Schaltarm c folgender Prüfstromkreis zustande: Erde, Batterie, Kontakt Sr, Wicklungen
11 und I des Relais T, Schaltarm c des Vorwählers VW,
Widerstand
Wi., Kontakt tob, Kopfkontakt 21k (geöffnet nach dem ersten Hubschritt des
Gruppenwählers), Wicklungen II der Relais A und B, Erde. In diesem
Stromkreis sprechen das Relais T des Vorwählers (der parallel zur Wicklung I des
Relais T liegende Zähler Z spricht nicht an) tmd die Relais A und B im ersten
Gruppenwähler an. Durch öffnen des Kontaktes 6t wird der Fortschaltekreis für den
Drehmagneten D des Vorwählers unterbrochen und dieser daher stillgesetzt. Durch
Schließen des Kontaktes 5 t wird die hochohmige Wicklung II des Relais T kurzgeschlossen
und so eine Doppelbelegung des aufgefundenen freien Gruppenwählers verhindert. Durch
öffnen der Kontakte 21 und 31 wird der Stromkreis des Anrufrelais R geöffnet,
und durch Schließen der Kontakte i t und 41 werden die Sprechadern zum nachfolgenden
.Gruppenwähler durchgeschaltet. Die Speisung des rufenden Teilnehmers :erfolgt dann
über die Wicklungen I der Relais A und B auf folgendem Wege: Erde, Kontakt 9a, Wicklung
I des Relais B, Schaltarm b des Vorwählers VW, Kontakt .1f, Teilnehmerschleife,
Kontakt i t, Schaltarm a des Vorwähl@ers, Wicklung I des Relais A, Batterie, Erde.
Nach Abfall des Relais R und Öffnen der Kontakte 7r und 8r verläuft der Sperrstromkreis
unter Abschaltung der hochohmigen Wicklung II des Relais T auf folgendem Wege: Erde,
Batterie, Schaltarmd des VorwählersVW in Arbeitsstellung, Kontakte 5t, Wicklung
I des Relais T (parallel dazu Wicklung des Zählers Z, der aber auch in diesem Stromkreise
nicht ansprechen kann), Schaltarm c zum Gruppenwähler GW.
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In dem Gruppen ivähler sind die Relais A und B err,-gt worden. Durch
Öffnen des Kontaktes tob wird das Relais C von seinem Kurzschluß befreit, so daß
@es in den vorher aufgeführten Stromkreis einbezogen; wird und anspricht. Durch
Schließen des Kontaktes 22c wird für dieses Relais über Widerstand Wi3 ein Haltekreis
geschlossen.
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Die Einstellung des Gruppenwählers erfolgt in bekannter Weis-.. Aus
diesem Grunde sind die zur Einstellung des Gruppenwählers erforderlichen Schaltelemente,
Hub- und Drehmagnet und die dazugehörigen Steuermittel usw. in der Fig. i nicht
dargestellt.
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Es sei zunächst angenommen, daß der Teilnehmer Tit eine Verbindung
in die eigene Vermittlungsstelle herstellt, d. h. eine Verbindung, für die der Zähler
der rufenden Teilnehmerstelle einfinal fortgeschaltet wird.
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Ist der Gruppenwähler durch die erste Nummernstromstoßreihe in eine
bestimmte Dekade gehoben worden und findet er darauf in freier Wahl eine nachfolgende
freie Verbindungseinrichtung, beispielsweise einen Leitungswähler LW, so
kommt folgender Prüfstromkreis zustande: Erde, Kontakt 26e, Wicklung 11 des Relais
P, durch Kontakt 2 5 c vom Kurzschluß befreite Wicklung l des Relais P, Schaltarm
c des ersten Grupp@enwäblers, Wicklung des Relais Cl im Leitungswähler, Batterie,
Erde. In diesem Stromkreise sprechen die Relais P des ersten Gruppenwählers und
Cl des Leitungswählers an. Durch Schließen des Kontaktes 211P wird die hochohmige
Wicklung 1I des Relais P ausgeschaltet und so in bekannter Weise ,die aufgefundene
nachfolgende Verbindungseinrichtung gegen anderweitige Belegung gesperrt. An den
Kontakten 16P und i7P werden die Sprechadern zu der nachfolgenden Verbindungseinrichtung
durchgeschaltet. Der Teilnehmer wählt nun die zweite und dritte Ziffer der gewünschten
Nummer und stellt dadurch in bekannter Weise den Leitungswähler ein. Dieser ist
in der Zeichnung nur so weit dargestellt, wie zum Verständnis der Erfindung erforderlich
ist.
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Meldet sich der gewünschte Teilnehmer, so gelangt der Leitungswähler
in seine Sprechstellung,
d. h. der Steuerschalter wird in Stellung
8 gebracht, in der der Kontakt SS geschlossen wird. Dadurch wird die mit Erdpotential
verbundene Wicklung des Relais mit der lobenen Sprechader verbunden.
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Hängt nach Beendigung des Gespräches der rufende Teilnehmer Tn seinen
Hörer ein, so fallen die Relais A und B im ersten Gruppenwähller ab. Durch
Schließen des Kontaktes tob wird für die Wicklung des Relais C .ein Kurzschluß hergestellt,
so daß dieses Rielais kurze Zeit darauf abfällt. Durch Öffnen des Kontaktes 15 C
wird die untere Sprechader im ersten Gruppenwähler aufgetrennt, während durch Schließen
des Kontaktes 14c das Zählrelais Z1 an die untere Sprechader gelegt wird. Durch
Schließen des Kontaktes 29;c kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie,
Wicklung III des Relais P, Kontakte 29c, i6p, Schaltarm a des Gruppenwählers, Steuerschalberkontakt
Ss, Wicklung des Relais Q, Erde. In diesem Stromkreis spricht das Relais Q im Leitungswähler
an, während das Relais P im Gruppenwähler in diesem Stromkreis weitergehalten wird,
trotzdem seine Wicklung I durch Kontakt 25c kurzgeschlossen wurde. Eine Auslösung
des Gruppenwählers ist somit vorerst verhindert. Durch Schließen des Kontaktes 27g
im Leitungswähler lentsteht folgender Stromkreis Erde, Batterie, Widerstand Wi5,
Kontakt 27g,
Schaltarm b des ersten Gruppenwählers, Kontakte 17P, 14c, Wicklung
des Relais Z1, Erde. In diesem Stromkreis spricht das Relais Z1 an und betätigt
seinen Kontakt 18z1. Dadurch werden die Widerstände Wie und Wi3 (der Kontakt
22c öffnet sich nicht eher, als sich der Kontakt 18z1 geschlossen hat) kurzgeschlossen
und somit ,auf der Prüfader des Vorwählers VW eine Stromverstärkung herbeigeführt,
die die Fortschaltung des Zählers Z des rufenden Teilnehmers Tn veranlaßt. Das Zählrelais
Z1 schließt seinen Kontakt 28z1 und damit einen Kurzschluß für die Wickltmg III
des Relais P, das somit abfällt und in bekannter Weise die Auslösung einleitet.
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Hängt der angerufene Teilnehmer vor dem anrufenden seinen Hörer ein,
so wird der Steuerschalter des Leitungswählers nach Stellung g gebracht. In diesem
Fall kommt eine Erregung .des Relais Q im Leitungswähler nicht in Frage. Dagegen
wird der Steuexschalterkontakt S9 geschlossen, der über Widerstand W15 sofort Zählbatterie
au die untere Sprechader anschaltet. Nach Einhängen des Hörers an der anrufenden
Stelle und Abfall des Relais C wird dann das Zählrelais Z1 zum Ansprechen gebracht,
das, wie loben. beschrieben, die Zählung und Auslösung vornimmt. Es sei nun der
Fall betrachtet, daß der rufende Teilnehmer eine höherwertige Verbindung -erstellt.
Die Einstellung des Vorwählerserfolgt in der bereits beschriebenen Weise. Der Gruppenwähler
wird nun in eine Dekade gehoben, über die eine zu einem anderen Amt, beispielsweise
dem Hauptamt, führende Verbindungsleitung VL angeschlossen ist. Der Prüfstromkreis
verläuft dann über Widerstand Wii. Von der über die Verbindungsleitung :erreichten
Verbindungseinrichtung sind nur einzelne zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes
erforderlichen Teile dargestellt. Diese sind ein Kontakt 48 x, der während der Übertragung
einer Zählstromstoßreihe geschlossen ist, und ein Kontakt 47z/, der über einen Widerstand
WiE die untere Sprechader mit einer starken, zum Zünüen der Glimmlampe ausreichenden
Batterie verbindet. Dieser Kontakt 47z/ steht unter dem Einfluß einer Zählerfortschalteeinrichtung,
welche beim Beginn des Gespräches und dann. nach Ablauf einer Zeiteinheit bestimmter
Dauer den Kontakt 47z f je nach der gewählten Verkehrsrichtung verschieden oft schließt
und öffnet. Auf diese Weise werden durch die nicht dargestellte Zählerfortschalteinrichtung
in bestimmten Zeitabständen Zählstromstoßreihen, deren Länge durch die Wertigkeit
der Verbindung bestimmt ist, auf die :untere Sprechadler ge-
sandt. Bei Aussendung
einer Zählstromstoßreihe durch die Zähllerfortschalteinrichtung wird das Relais
Z2 in folgendem Stromkreis impulsmäßig beeinflußt: Erde, Zündbatterie, Widerstand
4171s, Kontakt 47zf, untere Sprechader, Schaltarm b des ersten Gruppenwählers5,
Kontakte 17p, 15c, Glimmlampe GL, Zählrelais Z2, Erde. Das Zählrelais Z2 schließt
ebensoviele Male seinen Korntakt i g z2, wodurch auf dex Prüfader des Vorwählers
Stromverstärkungen hervorgerufen werden und dadurch der Zähler des rufenden. Teilnehmers
entsprechend der Beeinflussung des Zählrelais Z2 fortgeschaltet wird.
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Das Zählrelais Z2 schließt_weiterhin impulsmäßig seinen Kontakt 23z2,
dadurch für das Verzögerungsrelais E, das während der kurzen Stromunterbrechung
seäne Kontakte angezogen hält, folgenden Stromkreis herstellend: Erde, Kontakt 23z2,
Wicklung des Relais E, Batterie, - Erde. Das Relais E öffnet seine Kontakte ioe
und 13,e, dadurch die Sprechadern unterbrechend, und schließt seine Kontakte iie
und igle, wodurch ein, Summerzeichen angelegt wird, das dem rufenden Teilnehmer
anzeigt, daß im Augenblick gerade die Zählung vor sich geht. Während dieser Zeit,
die allerdings sehr kurz bemessen ist, vielleicht 1/2 bis i Sekunde, ist eine Sprechverständigung
natürlich nicht möglich.
Ist die h#-stirnmte Anzahl der Zi:lilstromstiil3e
übermittelt, so wird der Kontakt 23z., Eingere Zeit geöffnet und das hel#tisL: zum
Abfall gebracht. Dis Sprechadern werden wiedei durcligesclitrlt; t, und das Gespräch
kann b=-ginneIl bzw. fortgesetzt werden. Wahrend der L`bertragun g des Sumrnerzeichens
kann der Teilnehmer durch schnelles Aufhänger. seines Hörers die- Verbindung unterbnchen
und dadurch einer weiteren Belastung und Fortschahung seines Zählers ent@eheu. Zwecks
Signalisierung - des Zählvor#f,ang#2s können in der Zählerfortschalteinrichtung
Schaltmittel vorhanden sein, die einige Zeit vor Aussendung der Z;ililstromstöße,
h;ispielsweise io Selctrndeli vorher, ein. Aufmerksanikeitssi@n-.rl über die Sprechleiturig2n
senden. Der rufende Teilnehmer kann dann innerhalb der noch <-ewä hrten F-ist
von io Sekunden sein Gespräch schnell licendcn.
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Hängt der Peilnehmer Tit zufälli` oder weil das tli-, Ausführung des
Zählvorganges anzeigende Signal an sein Ohr gelangt den Hörer w-ä hr--nd der Übertragungseiner
Zählstromstol:treil,e ein, so erfolgt auch in diesem Falle sichere Übertragung sämtlicher
Zähistromstöl:,e. Fällt nämlich das Relais C während der Cbertragung der Zählstromstöße
ab und ist erst ein Teil dl-r Zä hlstromstol;ireilre über die Glimrnlarnpe zum Zählrelais
Z, gelangt, so werdzn die restlichen. Zä hlstromstö@e von dem Zählrelais Z, aufge11,omrnen,
und zwar in folgendem Stromkreis: Erde, Wicklung des Zählrelais Zl, Kontakte i4c,
17p, Schaltarm b des ersten Gruppenwählers, Verbindungsleitun` VL. Kontakt 4; z%,
Widerstarke Batterie, Eide. Die Stromstöre, die also nicht durch Schliel3:°n des
Kontaktes i 9z., auf den Zähler des rufenden Teilnehmers gelangen können, werden
durch Schließen des Kontaktes iSzi auf diesen. gebracht. Dabei ist eine vorzeitige
Auslösung der Verbindung vor Cbertragung sämtlicher Zählstromstöße dadurch verhindert,
daß der während der L"bertragung der Zählimpulsserie geschlossene Kontakt 4S x folgenden
Stromkreis für das Relais P herstellt: Erde, Kontakt4S.t'. obere Sprechader, Schaltarme
des ersten t,.rtrlipenw@<ililjrs, Kontakte 16p, 29c, Wicklung III des Relais
P, Batterie, Erde. Erst wenn nach d.-m letzten Zälilstromstol;r der Kontakt 48x
geöffnet wird, wird durch Abfall des Relais[' die Auslösung eingeleitet.
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Gemäß dem eben beschii@benen Ausführungsbeispiel koninien zur Durchführung
der Zählvorgänge zu dem normalen Gruppenwähler zwei Relais hinzu, nämlich das zweite
Zählrelais Z.# und das Relais L-'. In der Fig. 2 ist der erste Gruppenwähler in
einer Abart dargestellt, gemäß welcher die Aufwendung besonderer Relais überflüssig
ist. Die vor als auch hinter dem Gruppenwähler liegenden Einrichtungen sind nicht
dargestellt, da sie den in Fig. i dargestellten entsprechen. Auch die Prüfader des
ersten Gruppenwählers entspricht der der Fig. i und ist nicht dargestellt.
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Gelangt der Teilnehmer, wie oben beschrieben, auf den Gruppenwähler,
so sprechen wies erutn die Relais A und B über ihre Wicklungen II an. Durch
öffnen des Kontaktes 2oti wird das Relais C erregt, das sich durch Schließen des
Kontaktes 220 in einen Ilaltekreis legt. Bei Wahl der ersten Ziffer der gewünschten
Nummer wird das RelaisA impulsmäßig zum Abfall gebracht. Dadui-cli wird den .empfangenen
Impulsen entsprechend der Kontakt 39n geschlossen und folgender Stromkreis für den
HubmagivetenHl des ersten Gruppenwählers hergestellt: Erde, Kontakte 38c, 39a, Wicklung
I I des Relais V, Kontakte 431", Wellenkontakt 4211', geöffnet nach dein ersten
Drehschritt des Gruppenwählers, Hubmagnet Hr, Batterie, Erde. Der Hubmagnet hebt
somit den Gruppenwähler in, eine bestimmte Dekade. Beim Verlassen seiner Ruhelage
wird der Kopfkontakt 35k ge-
schlossen. In dem Stromkreis des H@ubnia.gnet.en
wird auch das Relais V über seine Wicklung 1I erregt. Seine Wicklung I ist über
lls@otitakte 43d1 und 4211, kurzgeschlossen, so daß es eine gewisse Abfallverzögerung
besitzt und während der Unterbrechungen am Kontakt 39.a seine Kontakte nicht abfallen
l:il,')t. Nach Beendigung der Stromstoßreihe und längerem ülfnen des Kontaktes 39a
fällt das Relais V ab und schließt seinen Kontakt 36v. Dadurch wird der Drehmagnet
Dl eineingeschaltet, der seinen Kontakt 44d1 schließt. An diesem Kontakt wird fpr
die Wicklung I des Relais V folgender Stromkreis geschlossen, in dein der Hubmagnet
aber nicht ansprechen kann: Erde, Kontakt 44d" Wicklung I des Relais V, Hubinagnet
H" Batterie, Erde. Das Relais V ölinet seinen Kontakt 36v und damit den Stromkreis
des Drehmagneten. Dieser bewirkt durch Schließen des K.ontakte5 43d, wiederum den
Abfall von V. Das Wechselspiel zwischen dem Drellrnagneten und dem Relais V setzt
sich so lange fort, bis der Gruppenwähler eine nachfolgende freie Verbindungseinrichtung
gefunden hat. Darauf spricht das hier nicht dargestellte Prüfrelais an, das durch
Offnen seines Kontaktes 37p den Gruppenwähler stillsetzt. Durch Schheßen der Kontakte
16p und 17p erfolgt die Durchschaltung der Sprechadern zu der nächsten, Verbindungseinrichtung.
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Der Teilnehmer stellt nun durch Aussendung weiterer Nummernstromstoßreihen
die Verbindung zum gewünschten Teilnehmer
her. Handelt es sich -um
eine Ortsverbindung, so wird nach Beendigung der Verbindung in. derselben Weise
wie bei der Anordnung nach Fig. i Batteriepotential -über Widerstand Wi5 an die
untere Sprechader angelegt, wodurch das über Kontakt 33c an die untere Sprechader
angeschaltete Zählrelais Z3 in folgendem Stromkreis erregt wird: Erde, Wicklung
des Relais Z3, Kontakte 33c, 17p, Schaltarm b des ersten Gruppenwählers, Kontakt
27g bzw. Steuerschalterkiontakt Sq, Widerstand M5, Batterie, Erde. Durch Schließen
des Kontaktes 344 und dadurch erfolgte Ausschaltung des Widerstandes Wie
wird auf der Prüfader des Vorwählers die zur einmaligen Fo:rtschaltung des Zählers
erforderliche Stromverstärkung herbeigeführt.
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Die Auslösung des Gruppenwählers wird wieder durch einen Kontakt des
Zählerrelais, nämlich 3oz3, der die Wicklung III des Relais P kurzschließt, eingeleitet.
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Hatte der Teilnehmer eine höhemertige Verbindung hergestellt, so werden
in bestimmten Zeitabständen während des Bestehens der Verbindung Zählstromstoßreihen
mit Zündspannumg über .die untere Sprechader gesandt. Das Zählrelais Z3 im ersten
Gruppenwähler, das nun mit der Glimmlampe C'rl in Reihe geschaltet liegt, wird auf
folgendem Wege @erregt, und zwar so oft, wie Zählstromstöße übermittelt werden:
Erde, Wicklung des Relais Zs, Glimmlampe Cil, Kontakt 17p, Schaltarm b des ersten
Gruppenwählers, Verbindungsleitung VZ, Kontakt 47zf, Widerstand Wie, Zündbatterie,
Erde: Durch entsprechende Schließung und Öffnung des Kontaktes 34z3 werden die Stromstöß:z
auf den Zähler des rufenden Teilnehmers übertragen. Das Zählrelais Z3 betätigt auch
im Rhythmus seiner Beeinflussung den. Kontakt 4 i z3, wodurch folgender Stromkreis
für das Relais V zustande kommt: Erde, Kontakt 41Z3, Wicklungen II und I des Relais
V, Hubmagnet Hi (der aber in diesem Stromkreise nicht anzusprechen vermag), Batterie,
Erde. Das Relais V schließt seinen Kontakt 46v und vollendet dadurch den durch den
Kontakt 45p vorbereiteten Kurzschluß um die Wicklung II des Relais V. Dadurch erhält
das Relais V eine Abfallverzögerung, die so bemessen ist, daß es seine Kontakte
während der kurzen Unterbrechungen am Kontakt 41 z3 angezogen hält. Das Relais V
öffnet s:onlit während der jedesmaligen Übertragung seiner Zählimpulsserie die Kontakte
31v und 32v und unterbricht somit die zum rufenden Teilnehmer führenden Sprechadern,
um auf diese Weise den Teilnehmer vor schädlichen Knackgeräuschen durch die Zählstromstöße
zu bewahren. Eine Signalisierung des Teilnehmers, die ihm den Vorgang der Zählung
anzeigt, ist in der Fig.2 nicht dargestellt, könnte aber natürlich in derselben
Weise wie bei der Anordnung nach Fig. i vorgesehen sein.
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Hängt der Teilnehmer gerade während der Übertragung einer Zählimpulsreihe
seinen Hörer sein, so wird durch Abfall des Relais. C und Schließen des Kontaktes
33c die Glimmlampe kurzgeschlossen. Die in diesem Augenblick noch nicht übertragenen
ZählstDomstöß.e gelangen über den Kontakt 33c zum Relais Z3, so daß die Übertragung
der Zählimpulsreihe durch die Schlußzeichengabe des rufenden Teilnehmers nicht gestört
wird.