DE643676C - Tastenhebelregistrierkasse mit einer Schublade und einem verriegelbaren Gehaeusedeckel - Google Patents
Tastenhebelregistrierkasse mit einer Schublade und einem verriegelbaren GehaeusedeckelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tastenhebelregistrierkasse und betrifft insbesondere
die Einrichtungen zur Regelung des Arbeitsganges des Registrierkassentriebwerkes und
der Schublade.
Es ist vorteilhaft, wenn die Arbeitsbedingungen der Registrierkasse verändert werden
können, um sie zeitweise verschiedenartigen Gebrauchszwecken anpassen zu können. Wird
die Registrierkasse von dem Geschäftsinhaber selbst benutzt, so braucht die Schublade nicht
nach jedem Registriervorgang geschlossen zu werden; dies ist aber erwünscht, wenn ein
Angestellter die Registrierkasse benutzt. Anderseits mag es zu Zeiten starken Geschäftsbetriebes
zweckmäßig sein, die Registrierkasse zu benutzen, d. h. Beträge an den Tasten einzustellen, ohne daß jedesmal nach
jedem Niederdrücken einer Taste und nach
ao jedem Arbeitsvorgang die Schublade wieder geschlossen wird, gleichgültig, wer die Registrierkasse
bedient. Am Ende eines Tages, oder wenn die Registrierkasse zeitweise außer Dienst gestellt wird, ist es zweckmäßig,
die Kasse gegen jede Benutzung zu verriegeln.
Für gewöhnlich werden ein oder mehrere Steuereinrichtungen verwendet, um die Arbeitsbedingungen
der Kasse den jeweiligen Verhältnissen anzupassen. Em allgemeinen sind diese Steuereinrichtungen verdeckt angeordnet
und unter einem Klappdeckel untergebracht, der einen Teil des äußeren Gehäuses der Registrierkasse bildet.
Es ist auch vorgeschlagen worden, einen einzigen Handhebel zur Steuerung aller Arbeitsbedingungen
der Registrierkasse einschließlich des Öffnens der Schublade zu verwenden.
Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß sie einen besonderen Handgriff des die Kasse Bedienenden erfordert, um die
Schublade zu öffnen. Es ist ferner auch schon vorgeschlagen worden, einen einzigen Steuerhebel
zu verwenden, der in drei Stellungen überführbar ist, in denen er entweder die ganze Maschine verriegelt oder die Bedienung
der Kasse zuläßt, auch ohne daß die Schublade geschlossen zu werden braucht, oder schließlich das jedesmalige Schließen der
Schublade nach jedem Arbeitsgang erzwingt. Auch diese Anordnung erfordert eine besondere
Bedienung seitens des die Kasse Benutzenden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Steuereinrichtung für den Schubladenriegel
beim Öffnen des Verschlußdeckels so beeinflußt, daß die Schublade freigegeben wird; in seiner Schließlage verhindert der
Verschlußdeckel den Zugang zu einem einstellbaren Steuerglied, mit dessen Hilfe die
Maschine zum Arbeiten bei geöffneter oder bei geschlossener Schublade eingestellt oder
gegen Benutzung verriegelt werden kann. Auf diese Weise ist der Vorteil erzielt, daß"
beim Öffnen des Verschlnßdeckels die Schublade freigegeben wird, ohne daß es hierzu
noch einer besonderen Bedienungsmaßnahme bedarf.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung
eines auf der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels hervor:
Fig. ι zeigt einzelne Arbeits- und Steuerglieder
der Maschine in Seitenansicht von rechts gesehen; die Maschine befindet sich in Ruhestellung und der Steuerhebel in der
oberen oder Offenstellung.
Fig. 2 stellt eine ähnliche Ansicht dar wie Fig. i, nur liegt der Steuerhebel in der mittleren
oder Schließstellung; die Maschine hat bereits teilweise gearbeitet oder befindet sich
in der Vorbereitungsstellung, wobei die Schublade noch von ihrem voraufgegangenen
Arbeitsvorgang her offen steht. Fig. 3 ist eine weitere Darstellung, bei der der Steuerhebel in der unteren oder Riegelstellung
liegt. Die Maschine ist teilweise bewegt und befindet sich in der Vorbereitungsstellung.
Diese Lage der einzelnen Teile entspricht der äußersten Stellung, in die eine Taste unter den vorliegenden Umständen bewegt
werden kann. Die Abbildung zeigt auch die Steuerung des Schubladenriegels durch die klappbare Deckelplatte.
Fig. 4 zeigt einen Teil des hinteren Endes der Schublade im Grundriß und die zur Verriegelung
der Schublade dienenden Riegelorgane in ihrer wirksamen Stellung.
Fig. 5 ist eine ähnliche Darstellung wie Fig. 4 und veranschaulicht die entriegelte
Schublade in ihrer Offenstellung.
Fig. 6 zeigt eine Einzelheit des Schubladenriegels im Grundriß.
Fig. 7 zeigt schaubildlich das Innere eines Teils der Registrierkasse und läßt den Steuerhebel
und die mit ihm zusammenwirkenden Einrichtungen in der Xormalstellung erkennen;
der Steuerhebel befindet sich in der oberen oder Offenlage.
Triebwerk der Registrierkasse
Die auf der Zeichnung veranschaulichte Registrierkasse ist eine Tastenhebelregistrierkasse,
deren Triebwerk, anstatt in einem Gußrahmen angeordnet zu sein, zwischen
einer rechten und einer linken Seitenplatte 1 angeordnet ist und von diesen Platten getragen
wird. Die Seitenplatten werden durch rohriörmige Streben 3 und von den verschiedenen
Achsen des Registrierkassentriebwerkes im Abstand voneinander gehalten. Das Triebwerk umfaßt zwei Reihen niederdrückbarer
Tastenhebel 4, die auf einer Querachse 6 gelagert sind, die in den Seitenplatten
ι drehbar ist. Federn 7 wirken im Uhrzeigersinne auf die Tastenhebel ein und
suchen diese im Uhrzeigersinne um die Achse 6 zu bewegen. Die Aufwärtsbewegung der Tastenhebel wird von einer Kammplatte 8
begrenzt. Jede Taste hat einen nach hinten und oben gerichteten Arm 9, der mit einer
hohlen Querachsen zusammenwirkt. Diese Achse 11 wird an ihren beiden Enden von
dem einen Arm je eines Vollhubhebels 12 getragen, die nahe den beiden Enden der
Achse 6 auf dieser befestigt sind. Die Hebel 12 bilden zusammen mit der Querachsen
einen Hauptantriebsbügel. Die Hebel 12 besitzen waagerecht gerichtete Arme 13, an
denen Zugfedern 14 angreifen, die im Uhrzeigersinne (Fig. 1) auf die Hebel 12 einwirken.
Die Achse 11 ragt durch Schlitze 15 der Seitenplatten 1 hindurch; diese Schlitze
begrenzen die Schwenkbewegung der Achse 11 und der Hebel 12. Die Vollhubhebel 12
weisen an ihren oberen Enden Zahnsegmente ii) auf, die mit Klinken 17 zusammenwirken;
diese Einrichtung bietet eine Gewähr dafür, daß jedesmal, wenn die Hebel 12 von den
Tasten geschwenkt werden, ein voller Hub durchgeführt wird. Die oberen Enden der
Tastenhebel 9 haben verschiedengeformte Steuerschlitze 18, die das auf der Zeichnung
nicht veranschaulichte Addierwerk und die Anzeigevorrichtungen einstellen.
Die Achse 11 trägt einen Tastenkuppler 19,
der frei schwenkbar auf der Achse gelagert ist und einen nach oben gerichteten Fingeransatz
21 aufweist, der für gewöhnlich durch eine Feder 23 gegen einen Zapfen 22 gedrückt
wird. Dieser Zapfen hält den Kuppler im allgemeinen in der unwirksamen Stellung. Beim ■
teilweisen Niederdrücken irgendeiner Taste gestattet die Vorwärtsbewegung der Achse
11, die den Kuppler 19 mit sich führt, eine
Drehung des Kupplers im Uhrzeigersinne um seine Achse 11 unter der Einwirkung seiner
Feder 23; dabei wird die nach unten gerichtete lippenförmige Kante 24 in die Bewegungsbahn der Ansätze 26 gebracht, die an
jeder Taste angeordnet sind; auf diese Weise können die Tasten mit dem Tastenkuppler
ge- und entkuppelt werden. Beim weiteren Niederdrücken irgendeiner Taste werden alle
angekuppelten Tasten mit nach unten genommen, da sich der Kuppler zusammen mit der
niedergedrückten Taste bewegt.
Gehäuse
Das gesamte Triebwerk der Registrierkasse lao ist in einem aus einzelnen Abschnitten bestehenden
Gehäuse untergebracht, das an den
Seitenrahmen ι befestigt ist und im einzelnen aus zwei Seitenplatten 27 (Fig. 7) gebildet
wird, die miteinander übereinstimmen, mit der einen Ausnahme, daß die eine Platte für
die rechte Seite und die andere für die linke Seite der Maschine bestimmt ist. Außerdem
weist das Gehäuse eine Frontplatte 28 und eine Deckelplatte 29 (Fig. 3) auf. Die Dekkelplatte29
kann in ihrer Schließstellung mittels eines auf der Zeichnung nicht veranschaulichten
Schlosses verriegelt werden und dient dazu, die einzelnen Zähler abzudecken, die üblicherweise in Registrierkassen dieser
Art Verwendung finden. Die Deckelplatte deckt auch die Zählwerke, das Summierwerk
und den Steuerhebel ab, mit dessen -Hilfe die verschiedenen Arbeitsweisen der Maschine
wahlweise eingestellt werden können.
Registrierkassen schub lade
Das Triebwerk der Registrierkasse liegt über einer Schublade 30, die in einem besonderen
Schubladengehäuse 31 untergebracht ist. Dieses Gehäuse ist an den Seitenplatten 1
befestigt. Die Schublade kann von dem Triebwerk der Registrierkasse und auch, wie noch
zu beschreiben sein wird, durch Öffnen des Klappdeckels 29 geöffnet werden; sie wird
für gewöhnlich mittels einer Feder 32 in die Offenstellung gedruckt; die Feder 32 (Fig. 4)
wirkt auf den einen Arm 33 eines um den Zapfen 34 am Schubladengehäuse schwenkbar
gelagerten Doppelhebels, dessen anderer Arm 35 mit dem hinteren Ende der Schublade zusammenwirkt.
Schublad en verriegelung
Die Schublade wird für gewöhnlich in ihrer Schließstellung innerhalb des Gehäuses
durch einen Riegelbolzen 36 gehalten, dessen unteres Ende 37 halbrund ausgebildet ist
(Fig. 6) und mit einer an der Schublade befestigten Riegelplatte 38 zusammenwirkt, die
einen Riegelschlitz 39 aufweist. Dieser Riegelschlitz besitzt eine verengte Öffnung, die
den Eintritt des halbrunden Zapfenendes 37 gestattet, wenn dieser in der einen Richtung
gedreht worden ist, die aber den Durchtritt des Zapfens verhindert, wenn er in der entgegengesetzten
Richtung gedreht wurde. Die beiden Stellungen sind in den Fig. 4 und 5
und mit vollausgezogenen und gestrichelten Linien in Fig. 6 veranschaulicht.
Der Zapfen 36 mit seinem halbrunden Ende 37 wird mittels einer Hebelplatte 41 gedreht,
die an dem oberen Ende des Zapfens befestigt ist und einen Stift aufweist, der in das gabelförmige
Ende eines Hebels 42 eingreift. Dieser Hebel ist um einen Zapfen 43 des Gehäuses
schwenkbar. Das andere Ende des Hebels 42 wirkt mit dem unteren gabelförmigen Ende 44 eines Hebelarmes 46 (Fig. 1) zusammen.
Dieser Hebelarm ist um einen Zapfen
47 einer Seitenplatte schwenkbar; für gewöhnlich wirkt auf diesen Hebel eine Feder
48 im Uhrzeigersinne (Fig. 1), zu dem Zweck, die Schublade in ihrer Schließstellung
zu verriegeln.
Freigabe der Schublade durch die
Registrierkasse
Der Hebelarm 46 kann entweder durch die aufklappbare Gehäuseplatte 29 oder durch
das Triebwerk der Registrierkasse geschwenkt werden, um den Zapfen 36 zu drehen und das
Öffnen der Schublade zu steuern. Zu diesem Zweck hat der Hebel 46 einen nach vorn gerichteten
Arm 49 (Fig. 1). An diesem Arm 49 ist eine Klinke 51 schwenkbar gelagert,
auf die im Uhrzeigersinne eine Feder 52 einwirkt, so· daß die mach oben gerichtete Nase
53 der Klinke mit einem auf der Achse 11
angeordneten Bund in Berührung gehalten 'wird. Bei der Vorwärtsbewegung der Achse
11, die durch Niederdrücken eines Tastenhebeis eingeleitet wird, trifft der Bund 54 auf
die Nase S3 der Klinke 51 und schwenkt
letztere entgegen dem Uhrzeigersinne so weit, bis der Bund 54 über die Nase 53 hinweggleitet
und diese freigibt. Bei der Zurückbewegung der Achse 11 trifft der Bund
54 auf die Nase 53 der Klinke 51, die durch
einen Zapfen an einer Schwenkbewegung im Uhrzeigersinne verhindert wird und ein Abwärtsschwenken
des Armes 49 des Hebels 46 bewirkt; damit wird der Zapfen 36 in die Freigabestellung gedreht, so daß die Schublade
durch ihre Feder 32 geöffnet werden kann (Fig. 4, 5).
Freigabe der Schublade durch die Deckelplatte
Damit die Schublade beim Öffnen der Deckelplatte 29 freigegeben wird, s'teht das
vordere Ende des Armes 49 des Hebels 46 mit dem gabelförmigen unteren Ende 56 einer
Steuerstange 57 in Verbindung. Die Steuerstange besitzt eine dreieckige Öffnung, durch
die ein Zapfen 59 hindurchragt. Dieser Zapfen sitzt an der Innenwand der rechten Seitenplatte
ι; die Steuerstange wird für gewöhnlich von einer Feder 61 in ihrer oberen Endstellung
gehalten. Das obere Ende der Steuerstange 57 liegt in der Bahn eines
Zapfens 62 (Fig. 3), der an einem der Gelenkarme 63 der aufklappbaren Deckelplatte 29
sitzt. Der Zapfen 62 und der Gelenkarm 63 sind so angeordnet, daß die Steuerstange 57
beim Anheben oder Öffnen der Deckelplatte nach unten bewegt wird. Bei dieser Bewegung
der Steuerstange 57 nach unten wird der Hebel 46 geschwenkt und der Riegelbolzen
36 in die Freigabestellung· gebracht, in der
die Schublade von ihrer Feder $2 geöffnet wird.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß beim Bewegen eines einzigen Hebels 46 ν01
einer von zwei Stellen (Tastenhebel und Achse 11 oder Deckplatte 29) aus die Schub
lade geöffnet wird, d. h. die Schublade wird entweder durch das Triebwerk der Registrierkasse
beim Rückhub der Tastenhebel 4 oder beim öffnen der Deckelplatte 29 geöffnet, die
den Steuerhebel und das Addierwerk abdeckt und verschließt. Die letztgenannte Möglichkeit,
nämlich daß die Schublade von irgend jemandem geöffnet werden kann, der hierzu ermächtigt ist und einen Schlüssel für den
Deckel 29 besitzt, vermeidet die Notwendigkeit weiterer Handgriffe beim öffnen der
Schublade.
Riege!haken
Der Riegelbolzen 36 für die Schublade wird in seiner Offenstellung durch einen Zapfen
70 gehalten, der von dem zweiten Arm der Platte 41 getragen wird und mit einer Aussparung
71 (Fig. 4 und 5) zusammenwirken kann, die in einem Riegelhaken 72 vorgesehen
ist. Dieser Riegelhaken sitzt auf einer Achse
71 und steht entgegen dem Uhrzeigersinne
unter der Wirkung einer Feder 74. Am unteren Ende der Achse 72, Sliz^ em Arm /6
(Fig. 7), der einen Zapfen 77 trägt. Dieser Zapfen 77 liegt so, daß er mit einem auf der
Schublade sitzenden Ansatz 78 zusammenwirken kann, wenn die Schublade geschlossen
wird. In der Schließstellung der Schublade wirkt also der Ansatz 78 auf den Zapfen
77 und schwenkt dabei den Riegelhaken 72 im Uhrzeigersinne. Dabei wird der Zapfen
70 freigegeben, so daß der Riegelbolzen 36 unter der Einwirkung der Feder 48 (Fig. 1)
wieder in die Riegelstellung zurückkehrt. Der Riegelhaken 72 und die dazugehörige Einrichtung
sind nicht erforderlich, soweit es sich um die Verriegelung der Schublade handelt:
sie dienen aber dazu, für gewöhnlich das Niederdrücken der Taste so lange zu verhindern,
wie die Schublade in der Offenstellung liegt.
Zwangsweises Schließen der Schublade
Für gewöhnlich ist es erwünscht, das Schließen der Schublade nach jedem Arbeits-Vorgang
zu erzwingen, so daß jedesmal wenn die Schublade geöffnet worden ist, eine Anzeige
erfolgt. Zur Erreichung dieses Zieles wird der Hebel 46 benutzt, wie insbesondere
aus Fig. 2 zu erkennen ist, in der die Maschine in der verriegelten Stellung veranschaulicht
ist. Diese Lage würde die Maschine auch einnehmen, wenn der Versuch gemacht werden sollte, die Registrierkasse
bei geöffneter Schublade in Benutzung zu nehmen.
Ist die Schublade geöffnet, so wird der Bolzen 37 mittels des Riegelhebels 72 in der
unwirksamen Stellung gehalten (Fig. 5); infolgedessen wird auch der Hebel 46 in der
in Fig. 2 mit voll ausgezogenen Linien dargestellten Endstellung festgehalten.
Ein nach oben gerichteter Arm 82 des Hebels 46 trägt einen Zapfen 81, der mit
einem Hebel 83 zusammenwirkt. Dieser Hebel ist um einen Zapfen 84 schwenkbar. Eine Feder 89 ist mit ihrem einen Ende an
einem Zapfen 87 befestigt, der auf einem Hebel 88 sitzt. Auch dieser Hebel, ist um
den Zapfen 84 schwenkbar. Das andere Ende der Feder 89 greift an dem Hebel 83 an und
bewirkt so, daß der Zapfen 87 nachgiebig gegen einen Ansatz 86 des Hebels 83 gedrückt wird. Auf den Hebel 88 wirkt im
Uhrzeigersinne (Fig. 2) eine Feder 91, die nicht stark genug ist, um die Spannung der
Feder 89 zu überwinden und damit den Zapfen 87 von dem Ansatz 86 des Hebels 83 abzuheben; infolgedessen wird der Hebel 83
gegen den Zapfen 81 gedrückt, der auf dem Arm 82 des Hebels 46 sitzt. Wird der Hebel
46 entgegen dem Uhrzeigersinne in die Stellung nach Fig. 2 gebracht, d. h. in die S-tellung,
die er bei offener Schublade einnimmt, so läßt der Zapfen 81 eine Drehung des Hebels
83 im Uhrzeigersinne und auch des Hebels 88 unter der Einwirkung der Feder
91 zu, so daß das untere hakenförmige Ende
92 des Hebels 88 unter den Zapfen 93 greift. Dieser Zapfen sitzt auf einem Arm des Tastenkupplers
19 und verhindert eine Drehung joo des Tastenkupplers 19 im Uhrzeigersinne, solange
die Schublade offen ist. Wird der Tastenkuppler gegen eine Schwenkung im Uhrzeigersinne um die Achse 11 des Hauptantriebbügels
gehindert, so werden die nach vorn ragenden Ansätze 94 des Tastenkupplers in einer Stellung gehalten, in der sie mit den
im Querschnitt rechteckigen Zapfen 96 zusammenwirken, die an der Innenseite der Seitenplatten 1 angeordnet sind. Auf diese
Weise wird verhindert, daß die Querachse 11 des Hauptantriebbügels 11, 12 und der Tastenkuppler
19 über eine Vorbereitungsstellung hinaus nach vorn bewegt werden; in der
Vorbereitungsstellung werden sie durch die Vollhubklinken 17 gehalten, die mit den Vollhubsegmenten
16 zusammenwirken.
Wenn also die Schublade offen steht, ist He Maschine gegen Benutzung verriegelt.
Die Maschine kann lediglich durch teilweises Niederdrücken einer oder mehrerer Tasten in
die Vorbereitungsstellung übergeführt wer-
den. Die Tasten sind durch die Querachse 11 des Hauptantriebbügels ii, 12 gegen weiteres
Niederdrücken über diese Vorbereitungsstellung hinaus verriegelt.
Es können also die Tastenhebel nicht über die Vorbereitungsstellung hinaus niedergedrückt
werden, bevor nicht die Schublade geschlossen wird, damit der -Bolzen 37 und der
Hebel 46 freigegeben werden und letzterer unter der Wirkung seiner Feder 48 nach der
Freigabe im Uhrzeigersinne geschwenkt wird, so daß er den Hebel 83 und den Hebel 88 zurückzieht.
Auf diese Weise wird auch das hakenförmige Ende 92 des Hebels 88 aus der Bewegungsbahn des Zapfens 93 herausbewegt,
so daß die Kasse nunmehr wieder vollständig freigegeben ist.
Arbeit bei geöffneter Schublade
In manchen Fällen und insbesondere bei starkem Geschäftsandrang ist es erwünscht,
das zwangsweise Schließen der Schublade unnötig zu machen, d. h. also die Bedienung der
Registrierkassentasten zu ermöglichen, gleichgültig welche Stellung die Schublade einnimmt.
Es kann- dann die Registrierkasse mehrfach bedient werden, ohne daß es nötig
ist, die Schublade zu schließen. Infolgedessen ist eine Einrichtung vorgesehen, mit deren
Hilfe es möglich ist, die Verriegelung durch den Haken 92 unwirksam zu machen. Zu
diesem Zweck, ist ein in drei Lagen einstellbarer Steuerhebel 100 vorgesehen (z. B.
Fig. 7), der an seinem oberen Ende einen Handgriff trägt und unterhalb der Deckelplatte 29 verdeckt liegt. Hier wirkt er mit
einer Riegelleiste 101 zusammen, die den Hebel in der jeweils gewählten Stellung festhält.
Der Hebel 100 ist um einen Zapfen 59 schwenkbar und trägt an seinem unteren
Ende einen nach hinten ragenden fingerartigen Ansatz 102 (Fig. 2). Liegt der Hebel 100
in der in Fig. 2 veranschaulichten Mittelstellung, so ist der hintere Finger 102 unwirksam.
Wird der Hebel 100 in seine obere Endstellung, d.h. die Offenstellung (Fig. 1), gedreht,
so wirkt der Finger 102 mit einem Zapfen 103 zusammen, der seitlich an einem
nach vorn gerichteten Arm 104 des Hebels 88 sitzt und diesen entgegen der Wirkung der
Feder 91 im Uhrzeigergegensinne schwenkt, so daß ein unterer hakenförmiger Arm 92
nicht mit dem Zapfen 93 des Tastenkupplers 19 zusammenwirken und infolgedessen auch
diesen Tastenkuppler nicht verriegeln kann, gleichgültig in welcher Stellung sich die Riegelachse
der Schublade befindet. Nimmt der Hebel 100 seine obere Offenstellung (Fig. 1)
ein, so können die Tastenhebel der Registrierkasse niedergedrückt und die Registrierkasse
also in Betrieb genommen werden, gleichgültig welche Stellung die Schublade einnimmt.
Verriegelung der Registrierkasse
Es ist auch erwünscht, die Kasse so einstellen und verriegeln zu können, daß weder
die Tasten niedergedrückt noch die Schublade geöffnet werden kann. Zu diesem Zweck
weist der Steuerhebel 100 einen nach vorn und unten gerichteten Finger 106 auf, der
beim Überführen des Steuerhebels in die untere oder Riegelstellung (Fig. 3) unter den
Zapfen 103 des Armes 104 des Hebels 88 greift. Es wird daher der Hebel 88 um die
Achse 84 im Uhrzeigersinne geschwenkt, so daß der hakenförmige Arm 92 entgegen der
Wirkung der Feder 89 in die Stellung unterhalb des Zapfens 93 des Tastenkupplers gebracht
wird." Auf diese Weise wird das Niederdrücken der Tasten über die Vorbereitungsstellung
hinaus zu jeder Zeit verhindert.
Da die Schublade für gewöhnlich nicht vor der Rückkehr einer niedergedrückten Taste
geöffnet wird, ergibt sich, daß auch die Schublade gleichfalls in der Schließstellung
verriegelt ist, wenn die Tasten gegen ein Niederdrücken über die Vorbereitungsstellung
hinaus verhindert sind. go
Es ist manchmal erwünscht, die Registrierkasse bei geöffneter Schublade nach Beendigung
der Geschäftsstunden zu verriegeln, um auf diese Weise zu verhindern, daß Einbrecher
die Registrierkasse beschädigen, in dem Bestreben, die Schublade zu öffnen, um festzustellen, ob in ihr Geld enthalten ist.
Die vollständige Verriegelung der Kasse bei geöffneter Schublade wird dadurch erreicht,
daß die Schublade durch Öffnen der Deckel- iOo
platte 29 ohne Niederdrücken einer Taste geöffnet, dann der Steuerhebel 100 in die untere
oder Riegelstellung und schließlich die Deckelplatte in die Schließstellung gebracht und in
dieser verriegelt wird.
Zusammenfassung.
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß die Schublade entweder durch
Anheben der Deckelplatte 29 oder durch vollständiges Niederdrücken und Wiederfreigeben
eines Tastenhebels, bei dessen Rückkehr in die Normalstellung, vermittels des Haupthebels
46 freigegeben wird. Dieser Hebel steuert zum Teil auch die Einrichtung, die dazu zwingt, die Schublade vor der Inbetriebsetzung
der Kasse zu schließen. Dieser Zwang wird dadurch ausgeübt, daß die Drehwirkung des Tastenkupplers 19 begrenzt und
dieser daher verriegelt wird. Damit wird auch verhindert, daß der Hauptantriebsbügel
11, 12 und irgend ein Tastenhebel sich über
die Vorbereitungsstellung hinaus bewegt Die Überführung der Registrierkasse aus der
sogenannten geschlossenen Arbeitsweise (mit geschlossener Schublade) in die offene Arbeitsweise
(mit offener oder geschlossener Schublade) wird durch Umstellung des Hebel s ιoo bewirkt, der mit den Hebeln 83, 88 nachgiebig
zusammenwirkt. Der Steuerhebel 100 bewirkt anderseits nicht das Offnen der
Schublade, vielmehr erfolgt dies unabhängig und selbsttätig beim Anheben der Deckelplatte 29. Auf diese Weise wird eine besondere
Bedienung von Hand, die sonst nötig wäre, vermieden.
Der Steuerhebel 100 braucht in der jeweils eingestellten Lage nicht verriegelt zu werden,
vielmehr genügt eine riegelartig wirkende Klinkenleiste 101. Eine unbefugte Bedienung
des Steuerhebels 100 wird durch Verriegeln der Deckelplatte 29 verhindert. Durch die
Anordnung des Steuerhebels 100 und der zugehörigen Einrichtungen erfahren die Tasten
keine zusätzliche Belastung, da der Tastenkuppler nur für die durch Niederdrücken der
Tasten gesteuerte Arbeit freigegeben, nicht aber von den Tasten in die Arbeitsstellung
gebracht wird.
Claims (5)
1. Tastenhebelregistrierkasse mit einer durch die Tastenbewegung freigegebenen
Schublade und einem verriegelbaren Gehäusedeckel, der in seiner Schließlage den Zugang zu einem einstellbaren Steuerglied
verhindert, durch das die Registrierkasse zum Arbeiten bei geöffneter oder bei geschlossener
Schublade eingestellt oder gegen Benutzung verriegelt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung
(46, 49, 82) für die Schubladenverriegelungsvorrichtung (37, 38, 39) beim öffnen des Verschlußdeckels (29) so
beeinflußt wird, daß die Schublade (30) freigegeben wird.
2. Registrierkasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Öffnen
des Gehäusedeckels (29) bewegte Riegelsteuereinrichtung (46, 49, 82)
zwecks Freigabe der Schublade (30) auch von den Tasten (4) aus steuerbar ist.
3. Registrierkasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Öffnen
des Gehäusedeckels (29) bewegte Riegelsteuereinrichtung (46, 4g, 82) mit
einer durch das einstellbare Steuerglied 1 I Ou) regelbaren Tasten verriegelungseinrichtung
(83 bis 96) zusammenwirkt und diese so einstellt, daß die Tasten (4) verriegelt sind, wenn die Schublade geöffnet
ist und das einstellbare Steuerglied (100) in der Schubladenschließstellung liegt
(mittlere Hebellage).
4. Registrierkasse nach Anspruch 3 mit einem für gewöhnlich in der unwirksamen
Stellung liegenden Tastenverbinder, der mittels einer von den Tasten auslösbaren
Einrichtung in die wirksame Stellung schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastenverbinder (19, 24) durch
die Tasten quer zu seiner Schwenkachse (11) bis zu einem Begrenzungsanschlag
(96) bewegbar ist und die Tasten (4) so lange verriegelt, bis er in die wirksame
Stellung verschwenkt worden ist, und daß die Tastenverriegelungseinrichtung (83 bis 92) in der der Schubladenschließstellung
entsprechenden Lage des einstellbaren Steuergliedes (100) durch die Schubladenverriegelungseinrichtung (46,
49, 82) so eingestellt ist, daß der Tastenverbinder (19, 24) an einer Schwenkbewegung
in seine wirksame Stellung verhindert wird.
5. Registrierkasse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ansatz (94)
des Tastenverbinders (19, 24) mit dem festen Anschlag (96) zusammenwirkt, um
den Tastenverbinder und die Tasten (4) festzuhalten, wenn der Tastenverbinder quer zu seiner Schwenkachse (11) bewegt
wird, ohne dabei in die wirksame Stellung verschwenkt zu werden, daß jedoch beim Verschwenken des Tastenverbinders
in die wirksame Stellung der Ansatz (94) so bewegt wird, daß er nicht mit dem Anschlag
(96) in Berührung kommt.
Ct. Registrierkasse nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das einstellbare Steuerglied (100) in seiner der geöffneten Schublade entsprechenden
(oberen) Stellung die Tastenverriegelungseinrichtung (83 bis 92) derart einstellt,
daß der Tastenverbinder (19, 24) in die wirksame Stellung schwenken kann,
und zwar unabhängig von der Stellung der Schublade (30); und daß das Steuerglied
(100) in seiner der völlig verriegelten Maschine entsprechenden (unteren)
Stellung die Tastenverriegelungseinrichtung (83 bis 92) so einstellt, daß ein Verschwenken
des Tastenverbinders (19 bis 24) in die wirksame Stellung unabhängig
von der Lage der Schublade verhindert ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US643676XA | 1933-09-15 | 1933-09-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643676C true DE643676C (de) | 1937-04-15 |
Family
ID=583829
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB166848D Expired DE643676C (de) | 1933-09-15 | 1934-09-15 | Tastenhebelregistrierkasse mit einer Schublade und einem verriegelbaren Gehaeusedeckel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643676C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989003102A1 (en) * | 1987-09-23 | 1989-04-06 | Ncr Corporation | Checkout system |
-
1934
- 1934-09-15 DE DEB166848D patent/DE643676C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989003102A1 (en) * | 1987-09-23 | 1989-04-06 | Ncr Corporation | Checkout system |
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