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Registrierkasse.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Registrierkassen und insbesondere auf die "Sperrungen der Tasten". Diese Sperrungen sind zweckmässig so ausgebildet, dass sie sowohl die Sperrungen einzelner Tastengruppen als auch die Sperrung sämtlicher Tasten wahlweise gestatten. Gemäss der Erfindung sind an der Registrierkasse zwei verschiedene unter Schloss und Schlüssel stehende Einrichtungen angeordnet, deren eine einzelne Tasten sperrt und entsperrt, während die zweite alle Tasten sperrt bzw. entsperrt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Fig. 1 ist ein Querschnitt durch die Maschine, Fig. 2 ein Teilgrundriss, Fig. 3 ein Querschnitt unter Darstellung anderer Teile, Fig. 4 ein Teilschaubild, Fig. 5 ein Teilgrundriss, Fig. 6 ein Schaubild einer Deckelauslösung und der Einrichtung zum Sperren des Zentralsperrhebals in seiner Einstellung während der untere Deckel ge- öffnet ist, Fig. 7 ist eine Einzelheit.
Die Zeichnung zeigt die Erfindung an einer Maschine nach Art der Patente Nr. 105437,105703, 106599 und 107670. Es sind nur die zum Verständnis der Erfindung nötigen Teile dargestellt.
Die Maschine hat eine Reihe von Tasten 20 (Fig. 1, 3,5), die ein Zählwerk und ein Druckwerk zum Verzeichnen der Beträge auf einem Streifen betätigen. Die Tasten 20 schwingen auf einer Stange 21, und auf ihrem hinteren Ende ruht ein bei 23 angelenkter Tastenkllppler 22. Wenn die äusseren Enden der Tasten niedergedrückt werden, so wird der Kuppler im Uhrzeigersinne gemäss Fig. 1 um seinen Zapfen geschwungen und seine Nase 24 tritt in die Nuten 25 in den Hinterenden der Tasten. Bau und Zweck solcher Tastenkuppler sind bekannt.
Jede Taste 20 (Fig. 3) hat einen aufragenden Arm 26, dessen Zapfen 27 in einen Schlitz 28 einer Platte 29 greift, die starr in einem an der Welle 31 lose gelagerten Rahmen 30 angebracht ist. Die Schlitze 28 in den Platten 29 sind abgestuft, so dass jede Taste den Rahmen 30 verschieden weit bewegt.
Die Platten haben auch Bogenschlitze 36, um das Aufkippen der Kurvenplatten ohne gegenseitige Störung mit den Zapfen an den restlichen unbetätigten Tasten zu gestatten. Am Rahmen 30 ist ein Zahnsegment 311 (Fig. 1) befestigt. Die Tasten 20 sind in Reihen angeordnet und für jede Reihe ist ein um ein verschiedenes Mass bewegbarer Rahmen 30 nebst Zahnsegment vorgesehen. Jedes dieser kämmt stets mit einem Ritzel, das mit seinem entsprechenden Betragstypenrade 32 starr verbunden ist und eine Zahl einstellt, die dem Wert der gedrückten Taste entspricht.
Mit dem Tastenkuppler 22 ist eine Doppelzahnstange 37 (Fig. 3) so verbunden, dass beim Schwingen des Kupplers durch die Ta, ten die Zahnstange gehoben oder gesenkt wird, welche wieder ein auf der Welle 39 befestigtes Zahnrad 38 derart antreibt, dass dem vollständigen Hin-und Hergang des Kupplers eine volle Drehung der Welle entspricht. Diese trägt Nocken und andere Einrichtungen zum Betätigen verschiedener Teile des Mechanismus. Der Drehungsantrieb der Welle ist bekannt.
In den Fig. 1 und 5 sind zwei Tasten 40 und 41 dargestellt, die als "Verkäufer"- oder "Kupplerhub"- Tasten bezeichnet sind und vorzugsweise ganz links am Tastenbrett sitzen. Sie haben gewisse Funktionen, deren eine darin liegt, den Tastenkuppler 22 etwas zu heben, so dass er in die sogenannte Kuppellage kommt, in der andere die Art und den Betrag des Gesehäftes darstellende Tasten mit dem Kuppler verbindbar sind, so dass eine vollständige Betätigung aller der so mit dem Kuppler verbundenen Tasten durch Niederdrücken irgendeiner davon erzielbar ist.
Zu der Einrichtung, die den Kuppler 22 zum Kuppelpunkt hebt, gehört eine Kupplerhubnoeken- fläehe 42 (Fig. 1) am Hinterende jeder der Verkäufertasten 40 und 41, die mit einer Fläche 43 an einer
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Schulter am Kuppler 22 zusammenwirkt, um ihn zu heben, bis der Teil 431 der Schulter am Tastenkuppler den Teil 432 an der Taste trifft und die Bewegung der Taste und des Tastenkupplers aufhält.
Der Kuppler wird in Hochlage durch die übliche gefederte Klinke 441 (Fig. 3) gehalten, die in ein ganz rechts auf der Drehwelle 39 befestigtes Sehaltrad 45'greift. Ist der Tastenkuppler so gehoben und gehalten, so bringt das Niederdrücken der Betragstasten 20 die Nuten 25 in Eingriff mit unter Federdruck stehenden Platten 433 am Kuppler.
Unter den oben erwähnten Betragstypenträgern 32 sind zwei Zählwerke A und B (Fig. 1) angeordnet, die durch die Zahnsegmente 311 zu betätigen sind und dazu dienen, die Beträge für getrennte Abteilungen oder Verkäufer getrennt zu verzeichnen, bzw. die Geschäfte in sonstiger Art in zwei Klassen zu scheiden. Die Zählwerke A und B sind gelenkig zwischen den Seitenrahmen angebracht, so dass ihre Ritzel zwecks Eingriff mit ihren entsprechenden Antreiben jeweils einsehwenkbar sind. Der Eingriff des Zählwerkes : 'mit seinem Antriebe wird von der Verkäufertaste 40 beherrscht ; entsprechendes gilt vom Zählwerk B und der Verkäufertaste 41. Das Einrücken erfolgt mit dem'Drücken-der Verkäufer-, bzw. Kupplerhubtaste in die Kuppellage.
Nunmehr können andere Tasten in Eingriff mit dem Kuppler gebracht werden, und bei fernerem Niederdrücken einer oder mehrerer dieser anderen Tasten werden die Ritzel entsprechend den Tastenwerten gedreht. Am äussersten Ende des Abwärtshubes oder gewünschtenfalls während des ersten Teiles des Aufwärtshubes der Tasten wird das ausgewählte Zählwerk aus seinem Antrieb ausgerückt und bleibt so, während die Tasten in ihre Normallage zurückkehren. Die Ein-und Ausrückung für das Zählwerk ist in obigen Patenten näher beschrieben.
Wie oben erwähnt, : wird das Eintragen von Beträgen in die Zählwerke direkt durch die Verkäufertasten beherrscht, und im praktischen Betriebe wird jedem Verkäufer ein eigenes Zählwerk nebst Ver-
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trollieren und durch Addieren der Einzelsummen der Geschäfte aller Verkäufer den Gesamtumsatz während einer beliebigen Zeit leicht feststellen kann.
Während der Abwesenheit eines Verkäufer sollte seine Taste gegen Benutzung gesperrt sein, um eine unrichtige und betrügerische Handhabung der Maschine zu verhindern. Dies kann praktisch z. B. dadurch erzielt werden, dass man die Maschine mit Verriegelungen ausrüstet, welche direkt die Betriebsfähigkeit oder Nichtbetriebsfähigkeit der Verkäúfertasten steuern. Dabei hat natürlich jeder Verkäufer einen Schlüssel fül sein Schloss. Er hat daher vollständige Kontrolle über sein Zählwerk und kann dieses, wenn er sich entfernt, sperren, ohne die Betätigung der Zählwerke der anderen Verkäufer dadurch zu behindern. Die Erfindung wird vorzugsweise bei Registrierkassen mit mehreren Schiebladen verwendet, derart, dass jeder Verkäufer auch eine eigene Schieblade hat.
Alsdann ist jeder Verkäufer direkt verantwortlich für seine Verkäufe und für jede etwaige Unstimmigkeit zwischen der Einnahme in seiner Schieblade und der Endsumme seines Zählwerkes.
Um zu verhüten, dass ein Verkäufer eine ihm nicht zugewiesene Verkäufertaste betätigt, ist der Mechanismus nach den Fig. 1, 4 und 5 vorgesehen. An der Oberseite sind in der Haube zwei Schlösser 44 vorgesehen, deren Nüsse durch die Haube ragen, um das Einsetzen der Schlüssel zu erleichtern. Neben den Verkäufertasten sind Hebel 45 gelagert, deren obere Enden in Eingriff mit den Riegeln der entsprechenden Schlösser durch Federn 46 gehalten werden. Der untere Arm 47 jedes Hebels hat einen
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wöhnlich, d. h. wenn der Riegel eines Schlosses zurückgezogen ist, ausserhalb des Hakens 48 schwingen kann. Will aber der Verkäufer seine Taste sperren, so steckt er den Schlüssel in sein Schloss und schliesst den Riegel vor.
Dadurch wird die Oberkante des Hakens 48 unter den Zapfen 491 gebracht und die Betätigung der entsprechenden Verkäufertaste verhindert, während der andere im Dienst bleibende Verkäufer seine Taste nebst Zählwerk in der gewöhnlichen Art weiterbenutzen kann.
Soweit bisher beschrieben, würde bei Abwesenheit aller Verkäufer die Maschine gegen jede Benutzung gesperrt sein und der Eigentümer könnte nicht die Tasten niederdrücken und den Mechanismus in der üblichen Art betätigen, ohne Duplikatschlüssel zu benutzen. Um dem Eigentümer eine bequemere Herrschaft über die Verkäufertasten zu geben, ist folgender Mechanismus vorgesehen :
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Zapfen 52 trägt, der die Schultern 53 an den unteren Armen 47 der Sperrhebel 45 erfassen kann. Direkt unter der Tastenwelle 21 ist zwischen den Seitenrahmen eine Welle 54 gelagert. Am linken Ende der Welle ist ein Nocken 55 in der Bahn des unteren Armes des Winkelhebels 50 befestigt.
Wird die Welle 54 gedreht, so berührt der Zapfen 52 die Schultern 53 der Sperrhebel 45'und drückt diese vorwärts, bis die Bogenschlitze 49 in der Bahn der von den Verkäufertasten getragenen Zapfen 491 stehen.
Bei dieser Lage der Teile können die Verkäufertasten ohne Rücksicht darauf niedergedrückt werden ; ob die Riegel der Verkäufersehlösser vorgeschlossen sind. Die Einrichtung zum Drehen des Nockens 55 zwecks Erreichung obiger Ergebnisse steht unter Kontrolle des Eigentümers allein und sei jetzt beschrieben.
Die Maschine nach obigen Patenten hat einen Mechanismus, der die Art ihrer Betätigung sowie andere Funktionen steuert, z. B. das Verriegeln des Zählwerks, Auslösen der Schiebladen, Fertigmaehen der Maschine zum Summendrucken und Nullstellen der Zählwerke. Dazu gehört ein Zeiger 552 (Fig. 5) und ein unter Kontrolle des Eigentümers stehendes Schloss 55j ! am rechten Ende der Maschine.
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Steht der Zeiger 552 neben den Worten Zählwerkssperrung", so ist die Maschine gegen Benutzung gesperrt ; steht er neben"Schublade geschlossen", so ist die Maschine in solcher Verfassung,
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in der Lage "Schublade offen", so kann man die Maschine hintereinander betätigen, ohne die Schieb- lade zwischendurch schliessen zu müssen. Diese Einzelheiten sind in obigen Patenten näher beschrieben.
Wird der Zeiger auf,, Entsperrung . und B"gestellt, so werden die Sperrungen der Verkäufertasten zwecks Betriebes durch folgende Einrichtung aufgelöst. Auf der Welle 31 sitzt lose ein einstellbarer Winkelhebel 56 (Fig. 3 und 4), an dem e. ine Kurvenplatte 57 befestigt ist. Diese trägt den Zeiger 552, der sich über eine Skala 59 (Fig. 5) bewegt, die an der Haube befestigt ist und die obigen bzw. sonstigen Angaben enthält. Direkt unter der Platte 57 ist eine zweite Platte 60 (Fig. 3) am Seitenramen der Maschine befestigt, deren Ansätze 61 mit Schlitzen in nach abwärts ragenden Vorsprüngen der einstellbaren Platte 57 zusammenwirken und dadurch geführt sind.
An der beweglichen Platte 57 ist das Yaleschloss 551 befestigt, dessen Nuss durch einen Langschlitz 610 (Fig. 5) der Maschinenhaube hindurchragt. Der Drehriegel des Schlosses hat einen Flansch 58, der sieh mit einer Reihe von Nuten 63 der Platte 60 decken kann und einen Schlitz solcher Art und Lage hat, dass, wenn der Riegel durch den eingesteckten Schlüssel gedreht wird, der Schlitz und die Platte 60 in Flucht kommen und der Riegel nebst den davon getragenen Teilen zur Einstellung freigegeben wird.
Ist der Zeiger auf die gewünsehte Lage eingestellt, so werden Schlüssel und Riegel erneut gedreht, so dass der Flansch 58 des Riegels mit den richtigen Nuten zusammenwirkt, wodurch der eingestellte Winkel-
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Zum Ausrichten des Winkelhebels 56 dient eine federbelastete Klinke 64, die an dem Winkelhebel 56 angelenkt ist und in vorgesehene Nuten 65 eingreift. Der Winkelhebel 56 trägt einen Sektor-
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hebel 56 auf "Entsperrung A und B"stellt, wird die Welle 54 durch das eben erläuterte Getriebe verschwenkt und der Nocken 55 so bewegt, dass die Sperrhebel 45 ausgeschaltet und die etwa gesperrten Verkäufertasten freigegeben werden.
In den oben erwähnten Patenten ist ein Druckwerk beschrieben, das auf einen Streifen den Betrag, die Art des Geschäftes und ein den Verkäufer angebendes Sonderzeichen druckt. Das Druckwerk ist auf der Welle 31 schwingbar und kann über die entsprechenden Zählwerke A und B vorgeschwungen werden, damit der darauf eingestellte Betrag auf den Streifen gedruckt werden kann. Die Maschine hat ferner die sogenannte Autographeinriehtung", die einen Handschriftenvermerk für einen besonderen Verkauf oder ähnliches ermöglicht (s. Fig. 5).
Vom Druckwerk ist hier nur ein Teil eines seiner Schwingrahmen bei 701 (Fig. 4) angedeutet. Der Druckstreifen ist schematisch in Fig. 3 dargestellt ; er läuft in Pfeilrichtung von der Vorratsrolle 75 zur Sammelrolle 76. Die Rollen 75 und 76 sind an einem besonderen Rahmen angebracht, der an dem Seiten- rahmen 701 des Druckwerkes angele, nkt ist, so dass er zwecks Vorschub in eine obere Lage schwingbar ist.
Direkt über dem Druckwerk und Streifen ist ein flacher Deckel bzw. eine Sehreibplatte 78 (Fig. 3 und 5) angelenkt, dessen Glasplatte 79 die gedruckten Posten ersichtlich macht. Die Glasplatte hat einen Schlitz 80, der das Eintragen von Vermerken neben den gedruekten Posten gestattet. Durch Anheben dieses Deckels kann man zum Druckwerk zwecks Ergänzung des Papiervorrats gelangen.
Im Mittelteil der Maschine ist direkt über den Tasten 20 ein zweiter Deckel 82 (Fig. 1 und 5) angebracht, der am unteren Ende angelenkt ist und ein die Zählwerke deckendes Schild bzw. einen Deckel 83 besitzt. Die Sperrungen sind derart ausgebildet, dass ein Verkäufer zwar den Schreibplattendeckel 78 zwecks Auswechslung des Druckstreifen öffnen, nicht aber den Deckel 82 öffnen und zu den Zählwerken Zugang gewinnen kann. Zwischen den Seitenplatten des Vorderdeekels 82 ist eine Schwingwelle 85 (Fig. 1 und 5) gelagert, an deren Enden zwei Sperrkreuze 86,87 befestigt sind, die durch eine Feder 951 in Sperrstellung gehalten werden. Jedes Kreuz hat einen aufragenden Haken 88, der einen Sperransatz 89 am oberen Deckel 78 erfasst, und einen niederragenden Haken 90, der einen Queransatz 91 der Haube erfasst.
Der Haken 88 (Fig. 1) ist etwas kürzer als der Haken 90, so dass, wenn die Kreuze ein Stückchen geschwungen werden, sie das Öffnen des oberen Deckels gestatten ; der Haken 90 aber ist dabei nicht vom Sperransatz 91 losgelöst worden und erlaubt daher nicht das Öffnen des unteren Deckels 82. Um diese Teilschwingung der Sperrkreuze zu ermöglichen, ist in der Mitte der Welle-85 ein Auslösefinger 92 (Fig. 5) befestigt, der unter einem Riegel eines Schlosses 93 angeordnet ist. Der Hub des Riegels genügt, um den Auslösefinger 92 zwecks Schwingung der Welle 85 und Auslösung des Hakens 88 zu betätigen, reicht aber nicht aus, um den Haken 90 auszulösen.
Mithin kann der Verkäufer oder sonstige Besitzer des Schlüssels für das Schloss 93 zwar Zugang zum oberen Deckel zwecks Ergänzung des Papiervorrates gewinnen, kann aber nicht zu den Zählwerken oder zum Druckwerk gelangen, um die jeweiligen Summen festzustellen. Das Kreuz 87 hat eine Nase 94, die an einen Zapfen 95 anstösst und ein Weiterschwingen des Kreuzes 87, der Welle 85 und ihrer Teile verhindert.
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Nach Ablauf eines Tages bzw. einer bestimmten Zeitspanne öffnet der Eigentümer beide obige Deckel, nimmt von den Summen auf den Zählwerken Kenntnis und stellt letztere dann auf Null zurück.
Die Einrichtung hiezu wird von obigem Yaleschloss überwacht.
Der Zeiger wird auf das Wort "Nullstellung" eingestellt und mittels des Sektors 66 und der Räder 68, 69,70 wird die Welle 54 entgegen dem Uhrzeigersinne (Fig. 1) gedreht. Auf ihr ist eine
Scheibe 97 (Fig. 1 und 4) befestigt, in deren Kurvenschlitz 98 ein von einem Winkelhebel 99 getragener Zapfen greifen kann. Steht der Zeiger auf"Nullstellung", so ist der Winkelhebel 99 durch das eben erläuterte Getriebe zurückbewegt und der Zapfen 95 in eine Nut 100 gebracht worden ; gleichzeitig wurden die Kreuze 86, 87 weit genug zum Entsperren beider Deckel gedreht.
Beim Öffnen des unteren Deckels wird ein besonderer Mechanismus betätigt, der die Sperrung für den Deckel eines besonderen Zählwerkes auslöst, das anzeigt, wie oft der untere Deckel geöffnet wurde. Ferner wird dadurch dieses Zählwerk betätigt, der Druckwerksrahmen zum Abnehmen von
Summen ausgelöst, der Antrieb wird gegen Bewegung gesperrt und die Zentralverriegelung wird an einer Verstellung aus Nullstellungslage"verhindert, so lange der untere Deckel offen ist. Der Mechanismus hiefür sei nun erläutert.
Zwischen den Seitenrahmen ist in Ansätzen 101 (Fig. 1) eine Welle 102 gelagert (Fig. 4). In Längsflucht mit ihr ist eine Welle 103 (Fig. 2) angeordnet, die ähnlich gelagert ist, aber mit der Welle 102 vermöge einer später beschriebenen Einrichtung drehbar ist. Eine Platte 105 der Welle 102 hat einen Kurvenschlitz, in dem ein von einem am unteren Deckel 82 befestigten Arm getragener Zapfen 1051 (Fig. 3) gleiten kann, so dass bei Schwingung des Deckels die Wellen gleichzeitig geschwungen werden.
Das Postenzählwerk zeigt an, wie oft der untere Deckel geöffnet wurde. Diese Zählwerke werden von einem an die Haube angelenkten Deckel überdeckt, dessen Sperrung 107 jedesmal freigegeben wird, wenn der untere Deckel geöffnet wird. Der Zählwerks deckel 106 ist in Fig. 5 dargestellt und das Zählwerk sowie ein Teil seines Antriebshebels in Fig. 1. Eine Klinke 107, die durch eine Feder 108 (Fig. 4) beständig mit ihrem Stift 109 an dem Arm 110 anliegt, sitzt lose auf der Welle 102. Wird die Welle 102 durch Öffnen des unteren Deckels 82 verdreht, so wird der an ihr befestigte Arm 110 geschwenkt und die Klinke 107 zurückgezogen. Zur Betätigung des Postenzählers 1110 (Fig. 1) ist ein Lenker 111 am Antriebsarm 110 angelenkt, der am hinteren Ende verschiebbar gelagert ist.
Dieses ist mit dem Postenzähler 1110 (Fig. 1) von üblicher Art verbunden, so dass jedesmal beim Öffnen des unteren Deckels 82 eine Einheit im Postenzähler addiert wird.
Zwecks Drucken der Summen von den Zählwerken wird der Druckwerksrahmen über das entsprechende Zählwerk vorgeschwungen. Dann wird ein Druckwiderlager durch einen Hammer betätigt, so dass die auf dem Zählwerk stehende Summe auf den R3gistrierstreifen gedruckt wird. Gewöhnlich, d. h. wenn der untere Dackel 82 geschlossen ist, wird der Druckwerksrahmen 701 (Fig. 4) gegen eine solche Bewegung durch einen Zapfen oder Ansatz 112, der in der Bahn eines an der Schwingwelle 103 befestigten Sperrarmes 113 liegt, gesperrt. Zwischen diesen und dnen andern an der Welle 102 befestigten Arm 115 ist eine Feder 114 geschaltet, die den Arm 113 niederzieht und an einen Ansatz 116 des Armes 115 drückt.
Durch Verdrehen der Welle 102 beim Öffnen des Deckels 82 gibt der Sperrarm 113 den Weg für den Druckwerksrahmen frei. Durch diese Anordnung können also die Wellen 102 und 103 gleichzeitig geschwungen werden oder, wenn Welle 103 aus irgendwelchem Grunde festgehalten wird, kann die Welle 102 allein verschwenkt werden.
Während des Summenabdruckes sollten die Tasten gesperrt sein. Dies bewirkt ein Arm 117, der am Ende der Welle 103 (Fig. 4) befestigt ist und sieh beim Öffnen des unteren Deckel 82 in die Bahn eines Vorsprunges 118 des Kupplers 22 niederbewegt. Bei Betätigung der Maschine wird der Kuppler 22 gehoben und der Arm 118 tritt unter den Arm 117. Sollte aus irgendwelchem Grunde der Kuppler durch teilweises Niederdrücken von Tasten hochgehalten werden, so wäre bei fester Verbindung der beiden Wellen 102 und 103 der Zugang zum unteren Deckel behindert. Infolge der biegsamen Verbindung zwischen den Wellen 102 und 103 aber kann die Platte 103 geschwenkt und der untere Deckel geöffnet werden, wenn auch die Antriebstasten aus ihrer Normallage verstellt sind und sie ein Schwenken der Welle 103 verhindern.
Dies erleichtert das Auslösen des Antriebes für den Fall, dass die Teile sich während eines Tastenspiels verklemmen, denn ohne diese Einrichtung müsste man die Haube abnehmen.
Die Bewegung des unteren Deckels in seine offene Lage verriegelt auch das Sperrorgan 56 gegen Verstellung aus der"Nullstellungslage". Die Einrichtung hiefür zeigen Fig. 6, die den Deckel in Offenlage darstellt, und Fig. 7, in der die Arbeitsphasen veranschaulicht sind. An dem Schild 83 sitzt eine Platte 120 mit vorderen und hinteren Ansätzen 121 und 122 rechtwinklig zu ihrer Ebene. Die Oberkanten dieser Ansätze liegen im wesentlichen konzentrisch zu den Scharnieren des Deckels 82.
In der Normalstellung ist der Ansatz 123 in der in durchbrochenen Linien dargestellten Lage (Fig. 7), während die Platte 120 und der Deckel 82 in der in vollen Linien dargestellten Stellung liegen.
In dieser Stellung der Teile wirkt das vordere Ende 121 der Platte 120 mit dem Ansatz 123 des Winkelhebels 99 derart zusammen, dass ein Öffnen des Deckels 82 verhindert ist. Die Bewegung des Sperrorganes 56 in die Nullstellage bewirkt ein Verschwenken des Ansatzes 123 in die in vollen Linien dargestellte Lage, in welcher er das Ausschwingen der Platte 120 und infolgedessen die Öffnung des Deckels 82
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nicht behindert. Anderseits hemmt bei teilweise und auch bei ganz geöffnetem Deckel die Platte mit ihrer konzentrischen Oberkante und ihrem Ansatz 122, die in Fig. 7 strichliert eingezeichnet ist, die Rückbewegung des Ansatzes 123 in die ebenfalls in gebrochenen Linien dargestellte Stellung, so dass das Sperrorgan 56 mit seiner Kurvenplatte 57 ebenfalls verriegelt ist.
Ist das Sperrorgan 56 in einer andern Lage als in der"Nullstellung", so dient der vor dem Ansatze 121 liegende Ansatz 123 auch als wirksame Sperrung gegen betrügerisches Öffnen des unteren Deckels 82.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Registrierkasse mit einer Reihe von Tasten und Sperrungen für diese, gekennzeichnet durch zwei verschiedene unter Schloss und Schlüssel stehende Sperrvorrichtungen (45, 47 und 57, 99, 103, 117),
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Tasten sperrt bzw. entsperrt.