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Buchungsmaschine zur Registrierung verschiedener Buchungsreihen.
Das Stammpatent Nr. 146587 bezieht sich auf eine Registrierkasse oder Buchungsmaschine zur Durchführung von mehreren jeweils mehrere Maschinengänge umfassenden Buchungsreihen, die sich nach Beendigung einer Buchungsreihe selbsttätig auf eine bestimmte Buchungsreihe umstellt.
Maschinengänge ausserhalb einer Buchungsreihe können bei der Maschine nach dem Stammpatent nur bei nicht gedrückter Betragstaste mittels einer zweiten Motortaste vorgenommen werden, die gleichzeitig die Steuerglieder für die Buchungsreihen von ihrem Antrieb abschaltet. Die mittels der zweiten Motortaste eingeleiteten Maschinengänge können daher nur Summenzieh-oder Leermasehinen- gänge sein.
Die Einrichtung nach dem Stammpatent wird durch die Erfindung in der Weise weiter aus- gebildet, dass mittels eines Sondereinstellmittels auch einzelne Betragseinführungsvorgänge ausserhalb einer Buchungsreihe durchgeführt werden können. Dieser Erfindungsgedanke lässt sich z. B. in der
Weise verwirklichen, dass die durch Drücken einer Betragstaste bewirkte Sperrung für die die Steuerglieder für die Buchungsreihen von ihrem Antrieb abschaltende Motortaste durch Drücken einer
Sondertaste aufgehoben werden kann.
Die Anwendung der Erfindung bei der in dem Stammpatent als Ausführungsbeispiel beschriebenen Maschine, bei der die Gestehungskosten aus den Grössen Zeit, Lohn und Betriebsunkosten errechnet werden, bietet den Vorteil, dass auch die Kosten der bei der Ausführung eines Auftrages verbrauchten Werkstoffe einzeln in die Maschine eingeführt und in einzelnen Addierwerken gesammelt werden können.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Motortastenbank, Fig. 2 eine Seitenansicht der Sondertastenbank, Fig. 3 eine Vorderansicht der Motor-und Sondertastenbank und Fig. 4-7 je eine Seitenansicht der Motortastenbank mit den verschiedenen Bewegungs-und Sperrschiebern.
Die vorgeschlagene Steuerungseinrichtung steuert, die Maschine selbsttätig zur Vornahme entweder von zwei oder von drei zwangläufig aufeinanderfolgenden Maschinengängen um, je nachdem, ob ausser der Hauptmotortaste 12 eine der Addierwerkstasten (nicht dargestellt) gedrückt wurde oder nicht. Beim Summenziehen und bei Leermaschinengängen wird die Maschine durch Drücken der hiefür vorgesehenen zweiten Motortaste 16 ausgelöst, durch deren Drücken die selbsttätige Steuerungvorrichtung ausgeschaltet wird, wobei aber die Betragstasten gesperrt sind.
Um diese Maschine auch zur Vornahme von einfachen Additionsmaschinengängen verwenden zu können, ist eine besondere Taste 250 mit zugehöriger Löschtaste 251 vorgesehen. Die Taste 250 wird durch eine Sperrschwinge MO, die auf ihren Stift 272 einwirkt, in der gedrückten Lage gehalten.
Durch Drücken der Löschtaste 251 wirkt ihr Stift 272'auf einen Sperrschieber 280 ein und bewegt ihn entgegen seiner Feder 280'nach abwärts, so dass der Stift 272 aus dem Sperrschieber 280 austritt.
Vermittels zweier Arme 253 ist an der Motortastenbank eine Schwinge 252 schwingbar gelagert, an welcher ein Schieber 254 angelenkt ist, welcher mit seinem gegabelten Ende auf der Achse 62 geführt ist (Fig. 5). Neben der Schwinge 252 ist eine Schwinge 255 vermittels zweier Arme 256 gelagert (Fig. 7), welche mit einem Schrägschlitz den Stift 34 der Motortaste 16 umfasst. Auf einem Zapfen 259 der Schwinge 252 ist eine Mitnehmerklinke 260 gelagert (Fig. 5), welche sich für gewöhnlich mit ihrer Vorderfläche gegen den Stift 257 der Schwinge 255 legt, und eine zwischen den Stiften 257 und 259 gespannte Feder 261 hält die beiden Schwingen 252 und 255 nachgiebig miteinander gekuppelt.
Infolge dieser
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Verbindung wird beim Drücken der'Hilfsmotortaste 16 die Schwinge 255 aufwärts bewegt, wobei der Stift 257 vermittels der Klinke 260 die Schwinge 252 mitnimmt. Dies kann nur bei Summenziehoder Leerkassengängen erfolgen, da durch Drücken einer Betragstaste die Achse 62 in bekannter, nicht dargestellter Weise derart verschwenkt wird, dass sich ein auf der Achse 62 befestigter Sperrarm 262 (Fig. 5) vor einen Ansatz 254 a des Schiebers 254 legt, wodurch die Aufwärtsbewegung der Schwinge 252 verhindert ist. Da hiebei die Klinke 260 vor dem Stift 257 liegt, ist auch die Schwinge 255 gegen Auf-
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Schiebers 267 eingreift (Fig. 5 und 6).
Der Schieber 267 wird von dem Stift 268 eines Hebels 269 erfasst, welcher auf einer Hülse 270 befestigt ist (Fig. 2 und 3), Auf der Hülse 210 ist ausserdem ein Hebel 271 befestigt, welcher sieh gegen den Stift 272 der Sondertaste 259 anlegt. Durch Drücken der Sondertaste 250 wird über die Teile 272, 271, 270,269, 268 der Schieber 267 aufwärts bewegt, wobei dessen Stift 266 infolge der Form des Kurvenschlitzes 265 die Klinke 260 anhebt und somit die Kupplung zwischen den beiden Schwingen 252 und 255 aufhebt. Infolgedessen kann nun die Schwinge 256 aufwärts bewegt, d. h. diè Hilfsmotortaste 16 gedrückt werden, obgleich die Schwinge 252 durch Drücken der Betragstasten vermittels des Armes 262 gesperrt ist.
Bei der durch Drücken der'Sondertaste 250 bewirkten Aufwärtsbewegung des Schiebers 267 verschwenkt dessen Stift 266 einen Sperrhebel 275, welcher auf einem Zapfen 276 der Motortastenbank gelagert ist, in die Bahn des Stiftes 73 der Hauptmotortaste 12, wodurch die letztere gesperrt ist.-
Die Wirkungsweise dieser zusätzlichen Einrichtung ist nun folgende : Bei der Vornahme normaler Registrierungen zur Lohnabrechnung mit zwei oder drei zwangläufig aufeinanderfolgenden Maschinengängen wird durch Drücken der Betragstasten der Sperrhebel 262 vor den Ansatz 254 a gelegt und dadurch die Schwinge 252 gegen Aufwärtsbewegung gesperrt.
Die Sondertaste 250 wird hiebei nicht benutzt ; infolgedessen wird der Schieber 267 mit seinem Stift 266 nicht aus seiner Ruhelage (Fig. 1) bewegt und somit die Klinke 260 nicht aus ihrer Kuppelstellung ausgehoben, so dass die beiden Schwingen 252 und 255 miteinander gekuppelt bleiben. Da die Aufwärtsbewegung der Schwinge 252 gesperrt ist, kann auch die Schwinge 255 nicht aufwärts bewegt werden, wodurch die Hilfsmotortaste 16 gesperrt ist. Der Sperrhebel 275, welcher sich gegen den Stift 266 des Schiebers 267 legt, ist hiebei ausserhalb der Bahn des Stiftes 73 der Hauptmotortaste 12, ebenso der Ansatz 263 des Sperrschiebers 264, da der Gangarthebel auf "Addieren" steht.
Die Hauptmotortaste 12 ist also frei und die normalen Mehrfachmaschinengänge zur Lohnabrechnung können vorgenommen werden, wobei die selbsttätige Steuerungsvorrichtung wirksam ist.
Zum Ziehen der Lohnabrechnungssummen wird der Gangarthebel auf"Nullstellen"eingestellt, wobei die Hauptmotortaste 12 durch den Ansatz 263 des Sperrschiebers 264 gesperrt wird.
Bei Summenziehvorgängen wird über ein nicht dargestelltes Getriebe die Achse 101 (Fig. 4) durch den Gangarthebel bei seiner Einstellung auf"Summe"verdreht. Auf der Achse 101 sitzt eine Kurvenscheibe 290, die bei ihrer Verstellung auf einen Stift 291 einer drehbar gelagerten Schwinge 292 einwirkt und diese ausschwingt. Ein Schlitz 293 dieser Schwinge 292 drückt einen von ihr umfassten Stift 294 des Sperrschiebers 264 und damit diese selbst nach abwärts, so dass der Ansatz 263 des Sperrschiebers 264 unter den Stift 73 der Hauptmotortaste tritt und diese sperrt.
Die Kupplung zwischen den beiden Schwingen 252 und 255 bleibt bestehen, weil die Sondertaste 250 nicht gedrückt ist. Da hiebei keine Betragstasten gedrückt sind, wird der Schieber 254 mit der Schwinge 252 durch den Sperrarm 262 nicht gesperrt. Die gemeinsame Aufwärtsbewegung der Schwingen 252 und 255 ist somit nicht behindert, so dass die Hilfsmotortaste 16 zur Vornahme von Summenzug-oder Leerkassengängen gedrückt werden kann. Ein an der Schwinge 255 befestigter Stift 255 a bringt hiebei den Sperrhebel 275 unter den Stift 73 der Motortaste 12, welche dadurch gesperrt ist. Beim Drücken der Motortaste 16 bewirkt der Stift 34 eine Verschwenkung der Hebel 33 und 30 (Fig. 7), wodurch die selbsttätige Steuerungsvorrichtung zur zwangläufigen Aufeinanderfolge von zwei oder drei zusammengehörigen Maschinengängen ausgeschaltet wird.
Wird zur Verbuchung von Einzelbeträgen, z. B. der Materialkosten, die Sondertaste 250 gedrückt, so wird dadurch der Schieber 267 nach oben bewegt, wobei dessen Stift 266 den Sperrhebel 275 unter den Stift 73 der Hauptmotortaste 12 legt und die letztere dadurch sperrt. Gleichzeitig bewirkt der Stift 266 das Ausheben der Kuppelklinke 260, so dass die Kupplung der beiden Schwingen 252 und 255 unterbrochen wird. Wird nun durch Drücken der Betragstasten die Schwinge 252 vermittels des Sperrarmes 262 gegen Aufwärtsbewegung gesperrt, so ist infolge der ausgehobenen Kuppelklinke 260 die Schwinge 255 an der Aufwärtsbewegung nicht gehindert und somit die Hilfsmotortaste 16 frei-
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Maschinengang umgesteuert.
Die Sondertaste 250 wird, wie erwähnt, von dem Sperrschieber 280 in gedrückter Lage gehalten. bis sie nach Erledigung aller Einzelverbuchungen durch eine besondere Löschtaste 261 gelöscht wird.
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Beim Drücken der Löschtaste 251 zieht nach Auslösung der Sondertaste 250 die Feder 281 den Hebel 271 in seine Ruhelage zurück, wodurch der Hebel 271 vor den Stift 272 der Sondertaste 250 tritt und diese sperrt. Bei der Rückbewegung des Hebels 271 wird über die Hülse 270, Arm 269 der
Schieber 267 in seine Normallage zurückbewegt, der dabei mittels seines Stiftes 266 die Klinke 260 auslöst und durch diese die beiden Schwingen 252 und 255 wieder miteinander kuppelt, die damit ihre Ruhelage wieder einnehmen.
Dabei ist auch wieder die Motortaste 12 freigegeben, so dass wieder Buchungen beliebiger Art vorgenommen werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Registrierkasse oder Buchungsmaschine zur Durchführung von mehreren jeweils mehrere Maschinengänge umfassenden Buchungsreihen nach dem Patente Nr. 146587, die sich nach Beendigung einer Buchungsreihe selbsttätig auf eine bestimmte Buchungsreihe umstellt, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Sondereinstellmittels (250) auch einzelne Betragseinführungsvorgänge ausserhalb einer Buchungsreihe durchgeführt werden können.