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Rechenmaschine mit Multiplikationsvorrichtung. Gegenstand der Erfindung
ist eine Verbesserung an Schreib- und Rechenmaschinen mit mehreren Addierwerken,
beispielsweise für die bekannte 1.\ioon-Hopl:ins-Maschine, die in der deutschen
Patentschrift 222166 beschrieben ist.
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Die Erfindung bezieht sich im besonderen auf den Multiplikationsmechanismus
einer solchen Maschine und bezweckt in erster Linie, beim Motorantrieb der Maschine
dafür Sorge zu tragen, daß beim Anschlag einer Multiplikatortaste für die Zahlen
2 bis 9 bestimmte Arbeitsvorgänge wiederholt werden, so dä.ß der Motor einer Antriebsweile
der Maschine eine doppelte Umdrehung übermittelt, während beim Anschlag einer Multiplikatortaste
für die Zahlen o und i nur eine einmalige Umdrehung notwendig wird. Bei der Moon-Hopkins-Maschine
muß die Antriebswelle der Rechenmaschine bekanntlich eine zweimalige Umdrehung ausführen,
wenn eine der Multiplikatortasten für die Zahlen 2 bis g angeschlagen wird. Damit
nun diese zweimalige Umdrehung ganz ausgeführt und nicht vorzeitig unterbrochen
wird, ist gemäß vorliegender Erfindung eine von den Einmaleinsplatten für die Zahlen
2 bis g gesteuerte Sicherungsvorrichtung vorgesehen.
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Die Multiplikatortasten verschieben bei ihrem Anschlag in bekannter
Weise eine Schiene, die die Kupplungsstange zwischen dem Mechanismus der Rechenmaschine
und dem Motor beeinflußt. Mit dem Anschlag der Multiplikatortasten werden auch in
bekannter Weise Zehner- und Einerplatten des Multiplikationswerkes in Bewegung gesetzt.
Die Platten für die Zahlen 2 bis 9 bewegen nun gemäß vorliegender Erfindung ein
Gestänge, das die Kupplungsstange in der Schaltlage des Motors erhält.
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Die von den Multiplikatortasten verschobene Kupplungsschiene setzt
gleichzeitig eine Riegelvorrichtung in Bewegung, durch welche die seitliche Rückschaltung
der Summenräder des Produktenzählw erkes für jene Zeitdauer verhindert wird, in
welcher sich die Multiplikationsvorgänge abspielen. Die Seitwärts-Schaltung der
Räder des Produktenzählwerkes wird in bekannter Weise durch ein Hemmwerk gesteuert,
und es ist durch die von der erwähnten Kupplungsschiene gesteuerte Verriegelung
dafür Sorge getroffen, daß die Auslöseklinke für das Hemmwerk nicht in Arbeit tritt.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel dar Abb. i zeigt schäubildlich
die Umrisse des Gehäuses einer solchen Maschine mit den für die vorliegende Enfindung
in Frage kommenden Einzelheiten, zum Teil voll eingezeichnet.
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Abb.2 ist eine Draufsicht auf Teile des Produktenzählwerkes und Hemmwerkes
(ähnlich der Abb. 56 der Patentschrift 222166).
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Abb. 3 zeigt schematisch und schaubildlich die Verbindung des Multiplikatortastengestä
nges mit der Schaltungsstange für den Motor.
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Abb.4 zeigt die Dezimierungstaste und Auslösungstaste für das Hemmwerk.
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Abb. 5 zeigt die Verbindung des Gestänges dieser beiden Tasten mit
der Auslöseklinke für das Hemmwerk.
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Abb. 6 zeigt die Verbindung zwischen den Multiplikationsplatten und,
der Sicherung jener Schiene, durch welche die Schaltstange in Bewegung gesetzt wird,
in Seitenansicht.
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Abb. 7 zeigt dieselben Teile in einem wagerechten Schnitt.
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Abb. 8 bis 12 sind Einzelheitsansichten der Sperrvorrichtung für die
Auslösetasten des Hemmwerkes, und zwar sind Abb. 8 und 9 Seitenansichten dieser
Teile in verschiedenen Lagen. Abb. ro bis 12 sind Draufsichten bzw. Schnittansichten
von den durch einen Hebel gesteuerten Verriegelungsvorrichtungen der Abb. 8 und
g.
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Das Gestell i der Maschine mit den Multiplikandentasten 2 erhebt sich
von der Grundplatte 3, welche die Multiplikatortasten q. trägt. Nach Abb. 3 wird
beim Anschlag auf eine Multiplikatortaste q. durch den Winkelhebel 5 und das Glied
6 die Schiene 7 nach vorn hin gezogen. Die Schiene hat am anderen Ende einen Kopf
ro mit einer Kerbe loa, in welche der Stift ii eines Hebels 12 eindringt, der auf
der Welle 13 schwingbar
unterstützt ist und durch die Feder 16 (Abb.
3 und 6) beeinflußt wird. Auf der gleichen Welle 13 ist nach Abb. 3 und 6 fernerhin
neben jedem Hebel 12 ein Hebel 17 gelagert, der bei 18 eine Nase besitzt und bei
21 einen seitwärts ragenden Stift hat, anderseits jedoch durch die Feder 22 in ähnlicher
Weise beeinflußt wird wie der Hebel 12 durch die Feder 16. Diese Teile sind in der
Patentschrift 222r66 auf S. 16 ff. beschrieben, ihre Wirkungsweise ist dieselbe
wie dort.
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Die Maschine umfaßt in bekannter Weise die stufenförmig ausgebildeten
Einmaleins-oder Multiplikationsplatten 8 und j für Zehner und Einer, die in der
durch den Tastenanschlag bedingten Auswahl hochgehoben «-erden können, um infolge
ihrer stufenförmigen Kante das Zählwerk zu beeinflussen. Die Verschiebung der ausgewählten
Platten 8 und 9 nach obenhin findet durch die Querstange 24. statt, und zwar wirkt
diese Stange 24. nur auf die Winkelhebel 15 bzw. 2o jener Platten 9 und 8 ein, die
durch den Tastenanschlag ausgewählt wurden. Nach Abb.6 stehen diese Winkelhebel
unter dem Einfluß von Drahtfedern r4.a auf den zugehörigen Platten, und wenn die
Winkelhebel freigegeben «-erden, werden sie durch diese Federn mit dem nach unten
ragenden Arm über die Schiene 24. hinweg v erschwenkt, so daß bei Hochgang der Schiene
24 die betreffenden Platten hochgehoben werden. In Abb.6 befindet sich die schraffiert
gezeichnete Einmaleinsplatte 8 in der unteren Stellung, dagegen ist die nicht schraffierte
Einmaleinsplatte 9 durch die Stange 2¢ angehoben gezeichnet. Die Freigabe der Winkelhebel
15 und 2o erfolgt nun von den Multiplikatortasten aus wahlweise dadurch, daß diese
Winkelhebel mit ihren wagerechten Armen über den oberen Enden der Hebel 12 bzw.
der Nase z8. der Hebel 17 liegen. Werden die Hebel 12 und 17 ausgeschwungen, so
können die wagerechten Arme der Winkelhebel nach abwärts, die Fußenden der senkrechten
Arme der Winkelhebel nach vorwärts gedrückt werden, und dadurch wird beim Hochgang
der Querschiene 2.I der betreffende Plattensatz mitgenommen, wie in Patentschrift
222166 auf S. 16 ff. eingehend beschrieben ist.
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Der Hochgang der Schiene 24. zum Mitnehmen der Platte 8 und 9 erfolgt
durch die aus Abb. 5 ersichtlichen Teile. Auf der Welle 30 ist ein gezahnter
Sektor 29 gelagert, und bei Ausschwingung dieses Sektors wird ein Ritzel 28 auf
der Welle 27 gedreht. Der mit der Welle verbundene Kurbelarm 26 steht durch das
Verbindungsglied 25 mit der Schiene 24. in Verbindung, so daß letztere bei einer
bestimmten Drehung des Ritzels 28 angehoben würde. Die soweit beschriebenen Teile
sind in Schreib- und Rechenmaschinen dieser Art wohl bekannt, und ihre Arbeitsweise
ist im einzelnen in der erwähnten Patentschrift 222166 von Seite 14 an vollständig
beschrieben. Auf die Anordnung dieser Teile und ihre Wirkungsweise wird kein Anspruch
gerichtet.
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Jede Zehnerplatte 9 hat eine Verlängerung 9a (Abb. 6) mit Ausnahme
der Platten für die Zahl »Eins« und »Null«. Diese Verlängerung stößt bekanntlich
beim Hochgang der Platte 9 gegen den Ansatz 2,1 des zugehörigen Hebels 17. Dadurch
wird der Winkelhebel 2o der zu dieser Zehnerplatte g gehörigen Einerplatte 8 dem
Einfiuß der Feder rqa überlassen; und wenn also nach der Senkung der Schiene 2.4
diese Schiene 2.4 beim zweiten Arbeitsgang noch einmal hoch geht, so werden die
zugehörigen Einerplatten 8 angehoben.
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Durch den Anschlag jeder Multiplikatortaste soll nun auch eine Kupplungsschiene
in Bewegung gesetzt werden, durch welche eine Einschaltstange für den Motor gesteuert
wird, so daß der Motor eingeschaltet und wieder abgeschaltet .wird.
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ach Abb. 3 hat die von der Multiplikatortaste 4 beeinflußte Längsschiene
7 vor dem Kopf ro am hinteren Ende einen Ansatz 7a, der sich mit seiner Vorderkante
gegen die rückwärtige Kante einer Platte 32 legt. Die andere Kante dieser Platte
32 ist nach Abb. 3 scharnierartig mit der Platte 31 verbunden, und die Platte 31
wiederum ruht mit ihrem vorderen Ende nach Abb.6 gelenkig in Stützen der Grundplatte.
Die Platte 32 wird bei Anschlag der Multiplikatortaste aus der Lage Abb. 3 nach
vorn in die Lage Abb.6 v erschwenkt. Ein Stift 36, der nach Abb. 3 aus dem Ende
der Platte 32 herausragt, ragt in eine Kerbe 35a am Kopf 35 einer längsweise gleitbaren
Schiene 34.. Letztere hat bei 34.a in ihrer Oberkante eine Kerbe, in dieser Kerbe
reitet ein Querstift 37 am oberen Ende einer Stange 38 (Abb. 3), und diese Stange
schaltet, je nach ihrer Bewegung aufwärts oder abwärts, einen Motor ein oder ab.
Für gewöhnlich ruht der Querstift 37 in der Kerbe 3.4a, wie in Abb.3 gezeigt; ist
jedoch der Motor eingeschaltet, so ist der Stift infolge der Verschiebung der Schiene
34. nach vorn hin auf die erhöhte Kante aufgeschoben worden, wie aus Abb. 8 ersichtlich.
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Zur Sicherung der Schiene 34. in der nach vorn gerückten Stellung,
auch nach Auslösung der Taste 4., ist der aus Abb. 6 und 7 ersichtliche Mechanismus
eingefügt, der einen Teil des Erfindungsgedankens bildet. Das 'Multiplikationswerk
hat nach Abb.7 die Seitenplatten 15, 15; in diesen Seitenplatten ist
nach Abb.7 ein Bügel 39 schwingbar unterstützt,
und dieser
Bügel hat zwischen den Seitenplatten 15, 15 einen gegen die Multiplikationsplatten
8, 9 hin gerichteten, gleichfalls bügelförmigen Ansatz 39a, dessen Querausdehnung
so weit ist, daß er die Ansätze 9a jener Zehnerplatten 9 überdeckt, die mit solchen
Ansätzen versehen sind. Nach Abb. 5 und 6 steht der schwingbare Bügel 39 durch den
nach unten gerichteten Lenker 4o mit dem Winkelhebel4r in Verbindung, und der andere
Arm dieses Winkelhebels ist an eine Stange 42 angeschlossen, die an ihrem Vorderende
einen Stift -.4 trägt. Wenn also infolge des Hochganges eines Ansatzes 9a der Bügel
39a an dem Schwingbügel 39 von der in Abb. 5 gestrichelt gezeigten Lage in die in
Abb. 6 gezeigte Lage gestoßen wird, so wird auch das Gestänge 40, .1 .I, 42 sowie
Stift 44 der Schubbewegung der Schiene 34. folgen und mit der rückwärtigen Kante
am Kopf 35 der Schiene 34 in kraftschlüssiger Verbindung bleiben. Die Schiene kann
also nicht zurücktreten, ehe nicht der Bügel 39 wieder in die in Abb. 5 gezeigte
Lage geschwungen worden ist, und dies kann nicht stattfinden, solange sich noch
ein Ansatz 9a einer Platte 9 in der Hochstellung befindet. Solange aber die Schiene
34 nicht nach rückwärts gehen kann, muß auch der Querstift 37 der Schaltstange 38
in der in Abb. 8 gezeigten Lage verbleiben. Der Motor wird also unbedingt so lange
eingeschaltet bleiben, bis die Platten 9 wieder unten sind, bis also der Multiplikationsvorgang
vollkommen. beendet ist.
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Wird somit die Multiplikatortaste nach ihrem Anschlag gesperrt, bis
der Motormechanismus die zweimalige Umdrehung und zweimalige Anhebung der Querschiene
24 besorgt hat, so muß auch eine Sperrung im Multiplikationsmechanismus vorhanden
sein, um zu verhindern, daß noch während der Arbeit des Motors die Dezimierungstaste
46 angeschlagen wird oder eine vollständige Auslösung des Hemmwerkes durch die Auslösetaste
45 zustande kommt.
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Die Dezimierungstaste 46 entspricht der Taste 361 der obenerwähnten
Patentschrift 2223166 und deren Verbindung mit dem Hemmwerk, die in der erwähnten
Patent-, schrift besonders in Abb. 56 und 58 bis 62 dargestellt und auf S. 22 beschrieben
ist.
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Die Dezimierungs- oder Rückschalttaste 46 (Abb.5) trifft bei ihrem
Anschlag auf den Wiül#,elhebel 52, wodurch die Stange 54 vorgezogen wird. Die Stange
ist bei 55a an einen Arm 55 angelenkt, der mit dem Arm 57 verbunden ist und lose
auf der Welle 5 1 sitzt. Bei einem Anschlag auf die Rückschalttaste 46 wird
also die im Gestell geführte senkrechte Schiene 56 verschoben und dadurch wird die
Klinke 58 so bewegt, daß das aus Abb. 2 ersichtliche Zählwerk um einen Schritt seitlich
verschoben werden kann, so daB die sogenannte Dezimierung vorgenommen wird. Die
Einzelheiten des Hemmwerkes 58 gehören nicht zur Erfindung, sie sind in der Patentschrift
222r66 beschrieben. Die Dezimierung besteht darin, daß das Produktenzählwerk nach
beendigter Ausführung der Multiplikation dezimalstellenweise seitlich zurückverschoben
wird, wobei die rechts liegenden Dezimalstellen des Produktes gelöscht werden.
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Die Auslösetaste 45 wirkt in ähnlicher Weise (Abb. 5) durch den Winkelhebel
48 und die Stange 49 auf den losen Arm So, schwingbar auf der Welle 5z. Ein mit
diesem Arm verbundener anderer Arm 59 steht durch die Stange 61 mit dem Hebel 6o
(Abb. 5) in Verbindung, so daß bei einem Druck auf diese Auslösetaste 45 unter Vermittlung
der Stange 41 und des Hebels 6o die Schiene 56 ausgeschwungen wird. Die Klinke 58
wird dann vollständig abgehoben, und unter dem Einfluß einer Feder kann das Zählwerk
ganz nach der einen Seite hin in die Anfangslage zurückverschoben werden. Die Auslösetaste
wirkt also ähnlich wie die Dezimierungstaste. Während aber die letztere das Produktenzählwerk
jeweils nur immer um eine Stelle nach rechts zurückverlegt, bewirkt die Auslösetaste
die Zurückschiebung bis in die Anfangsstellung.
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Es soll nun diese Klinkenauslösung unmöglich gemacht werden, solange
nicht der Motormechanismus seine Arbeit vollständig beendet hat. Die Einzelheiten
zur Verriegelung sind in Abb. 8 bis 12- dargestellt. Eine schwingbare Platte 62
(Abb. 8 und 9) ist vorn gegabelt, und die gegabelten Enden sind bei 62a und 62b
abgebogen und legen sich vorn gegen Stifte 5oa bzw. 55a der Hebelarme So bzw. 55,
wodurch die Ausschwingung dieser Hebel und damit der Anschlag der Tasten 45, 46
unmöglich gemacht wird. Um die Gabelplatte 62 zu beinflussen, ist auf der Grundplatte
3 der Maschine ein hakenförmig abgebogener Hebel 66 bei 67 schwingbar unterstützt
(Abb. ro bis r2). Das eine Ende dieses Hebels 66 ist nach oben hin gebogen (Abb.
8) und trägt an dem oberen Teil eine Klinke 70, die nahe ihrem Fußende an diesem
Teil schwingbar unterstützt ist, durch eine Feder 72 mit dem Kopf des senkrechten
Teiles des Hebels 66 verbunden ist und mit ihrem eigenen abgeschrägten Kopf auf
die Unterfläche der Gabelplatte 62 eingreift, wie aus Abb. 8 ersichtlich.
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Ferner ist an der Unterseite der Gabelplatte 62- eine Klinke 64 schwingbar
unterstützt, und diese Klinke hat bei 75 eine Schulter, um einen Stift 74, der seitwärts
aus der anderen Klinke 7o herausragt, zu erfassen. Für gewöhnlich steht jedoch die
Schulter 75 außer Eingriff
auf den Stift 74.. Die Klinke 64 wird
von der Feder 65 beeinflußt, so daß sie nicht von dem Stift abgezogen werden kann.
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In der Ruhelage befindet sich der Hebel 66, der an der Grundplatte
ausschwingt, in der in Abb. 12 gezeigten Lage. Wird nun durch einen Druck auf eine
Multiplikatortaste die oben beschriebene Schiene 34 nach vorn gestoßen, wie in Abb.
i i gezeigt ist, so wird dadurch auch der Hebel 66 mittels der Feder 68 um den Zapfen
67 ausgeschwungen, und die Klinke 70 macht diese Schwingung mit. Die Klinke
lag mit ihrem Kopfende in der Ruhelage der Maschine unter einem Keilansatz 71 an
der Unterfläche der Gabelplatte 62. Bei der Ausschwingung des Hebels 66 tritt die
Klinke 7o nunmehr in die in Abb.8 gezeigte Lage und gibt den Keilansatz frei. Der
Stift 74 der Klinke wird dadurch hinter die Schulter 75 der anderen Klinke 64 treten
und wird dort gesperrt. Solange die Klinke 7o aber sich gegen den Keilansatz 71
auf der Unterfläche der Platte 61 legte, «rar diese Platte hochgehoben worden, wie
aus Abb. 5 ersichtlich ist, so daß demnach von dieser Ruhelage aus eine Ausschwingung
der Arme So und 55 möglich war. Sobald jedoch die Klinke 70 in die in Abb.
8 gezeigte Lage tritt, fällt die Platte 62 ebenfalls in die in Abb. 8 gezeigte Lage
und macht nun eine Aussch-,vingung der Arme So und 55 unmöglich. Zu berücksichtigen
ist, daß in Abb. 5 der Arm So in der Ruhelage ist, während der Arm 55 in Arbeitslage
gezeigt ist. Für gewöhnlich liegen diese beiden Arme 55, 5o in Deckung miteinander,
so daß auch ihre Stifte 55a und 5oa in Deckung miteinander liegen.
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Aus dem Obigen geht demnach hervor, daß bei Anschlag irgendeiner Multiplikatortaste
4 durch Verschiebung der Schiene 34 nach vorn die Verriegelung der Dezimiertaste
46 und die Verriegelung der Auslösetaste 45 stattfinden muß.
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Wenn eine Multiplikatortaste ausgelöst worden und wieder in ihre Ruhelage
zurückgekehrt ist, kehrt die Schiene 34 auch wieder in die Ruhelage zurück; dies
bringt den Hebel 66 wieder in die in Abb. 12 bzw. io gezeigte Lage. Nun liegt aber,
wie aus Abb. 9 ersichtlich, der Stift 74 noch hinter der Klinke 64 und an deren
Schulter 75 an. Wenn nun nach Ausführung des ganzen Multiplikationsvorganges der
Sektor 29 von der in Abb. 9 gezeigten: Lage in die in Abb. 8 gezeigte Lage zurückgedreht
worden ist, stößt er gegen die Nase der Klinke 64 und hebt dadurch die Klinke so
an, daß nunmehr die andere Klinke ; o in dem nach aufwärts gerichteten Arm des Hebels
66 freigegeben wird und unter dem Einfluß der Feder 72 in die in Ahb.5 gezeigte
Lage gerät. Ihr Kopfende, das abgeschrägt ist, schlägt dabei gegen den Teilansatz
71 der Gabelplatte 62 und schwingt das Vorderende dieser Gabelplatte nach oben,
und es wird nunmehr die Verriegelung der Stifte Sod bzw. 55a aufgehoben, so daß
jetzt, nach Beendigung des ganzen Vorganges der Multiplikation, entweder die eine
Taste 46 zur Dezimierung oder die andere Taste 45 zur Auslösung des ganzen Hemmwerkes
angeschlagen werden kann.