DE643236C - Wechselstromschalter - Google Patents
WechselstromschalterInfo
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- DE643236C DE643236C DES110842D DES0110842D DE643236C DE 643236 C DE643236 C DE 643236C DE S110842 D DES110842 D DE S110842D DE S0110842 D DES0110842 D DE S0110842D DE 643236 C DE643236 C DE 643236C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
Landscapes
- Circuit Breakers (AREA)
Description
Das Hauptpatent bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Löschen von Wechselstromunterbrechungslichtbögen
in einer engen Isolierhülle, welche so ausgebildet ist und weleher
eine Flüssigkeit derart zugeführt wird, daß sie den Lichtbogen nicht von der Stelle
bewegt, und die einen durch vorgelagerte Flüssigkeit ungehemmten Austritt des Löschmittels
aus der Hülle nach einem im wesentliehen flüssigkeitsfreien Expansionsraum gestattet.
Nach dem Hauptpatent soll eine beschränkte Menge von neuer Flüssigkeit durch
Druckgas, insbesondere Druckluft, in den Löschraum derart, hineingedrückt werden, daß
gleichzeitig und in demselben Maße, als der aus der Flüssigkeit gebildete Dampf aus der
Hülle expandiert, ne.ue Flüssigkeit in den Löschraum an einer von den Expansions-Öffnungen
entfernten Stelle mit solcher Beschleunigung eintritt, daß ein von "der Zuflußmündung
gegen die Expansionsöffnungen abnehmendes Druckgefälle im Lichtbogenraum erzeugt wird. Die Eigenart dieser
Löschvorrichtung besteht darin, daß der Lichtbogen unverlängert durch eine sehr rasche Wiederherstellung der dielektrischen
Festigkeit des Lichtbogenpfades unterbrochen wird, welche dadurch erzielt wird, daß man
in einer bestimmten feststehenden Löschzone — in der Isolierhülle — den heißen hochionisierten
Lichtbogengasen eine bisher nicht verwendete hohe Geschwindigkeit erteilt, mit welcher sie abströmen, wobei das Gas durch
frisches kühles Löschmittel ersetzt wird.
Nach der Erfindung wird bei einem Wechselstromschalter nach dem Hauptpatent, dessen
Löschmittel aus einem Gemisch eines Löschgases und einer Flüssigkeit besteht, der
Druck des gasförmigen Löchmittels dazu benutzt, um die Flüssigkeit in die Löschvorrichtung
zu drücken. Hierdurch kann man eine solche Steigerung der sekundlich zuführbaren
Menge von Flüssigkeit erreichen, daß durch die zugelieferte, sofort verdampfende
Flüssigkeit das erforderliche hohe Druckgefälle in der Lichtbogenhülle erhalten bleibt,
welches für die gesteigerte Expansionsgeschwindigkeit dort erforderlich ist.
Insbesondere kann man das dynamische Druckgefälle, welches durch das Strömen des
gasförmigen Löschmittels in der Gasleitung
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Floris Koppelmann in Berlin-Siemensstadt.
entsteht, zur Erzeugung eines Überdruckes benutzen, der Flüssigkeit in die Löscheinrichtung
hineindrückt. Man kann den Druck des gasförmigen Löschmittels auch durch',
Zwischenschaltung einer Druckübersetzungs·; vorrichtung, z. B. eines Differentialkolben^L
auf die Flüssigkeit übertragen. Die Zufüh^*:
rungsleitungen für das gasförmige und das flüssige Löschmittel können voneinander getrennt
geführt werden und auch getrennt in die das Löschmittel gemeinsam mit dem Lichtbogen führende Hülle münden, was insbesondere
zweckmäßig ist, wenn man eine nicht isolierende Löschflüssigkeit benutzt, da sich durch diese Ausführung eine besonders
weitgehende Isolierung erzielen läßt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
In Fig. ι ist 10 das feststehende Schaltstück
eines Schalters, 11 der bewegliche Schaltstift. Dem feststehenden Schaltstück
wird der Strom durch die Leitung 12 zugeführt und vom Gleitkontakt 13 durch die Leitung
14 abgenommen. 15 ist ein Isolierkörper mit dem Löschkanal 16, durch den der Schaltstift
11 hindurchgeht. Das Schaltstück 10 und der Isolierkörper 15 sind in einen isolierenden
Kasten 17 eingebaut, der mit Rohrkrümmern oder mit Auspuffrohren 18, 19 versehen
ist. 20 ist die Zuführungsleitung für das Löschmittel, 21 der Druckgasbehälter.
Die Leitung 20 wird gegen den Druckgasbehälter durch das Ventil 22 abgesperrt, welches
vom Auslöser bzw-, vom Steuerschalter aus gesteuert wird. Hinter dem Ventil 22
zweigt einerseits eine Leitung 23 ab, die zum Antrieb des Schaltstiftes 11 führt, anderseits
die Leitung 24, welche zu dem Flüssigkeitsbehälter 25 führt. In den Flüssigkeitsbehälter
ragt das Steigrohr 26, durch welches die Löschflüssigkeit in die Löschmittelleitung 20
eingeführt wird. Der Spiegel der Löschflüssigkeit im Behälter 25 ist mit 27 bezeichnet.
Die Rohre 20 und 26 sind aus Isolierstoff. Wenn zum Abschalten eines Stromes das
Ventil 22 geöffnet wird, strömt Druckgas in die drei Leitungen 20, 23 und 24. Der Schaltstift
11 geht in die Höhe, unterbricht den Kontakt mit dem Schaltstück 10 und zieht
den Lichtbogen durch den Löschkanal 16 hindurch. Das Druckgas nimmt in der Leitung
20 eine sehr hohe Geschwindigkeit V an. In der Leitung 24 strömt es dagegen mit der
kleinen Geschwindigkeit v, da dem Behälter 25 Gas nur nach Maßgabe der Bewegung der
Flüssigkeit in dem Steigrohr 26 zuströmen kann. Infolge dieses Geschwindigkeitsunterschiedes
ist der dynamische Druckabfall Ap zwischen den Querschnitten A und B in der
Leitung 20 wesentlich größer als der Druckabfall in der Leitung 24. Mithin herrscht ein
auf dem Flüssigkeitsspiegel 27 lastender Überdruck, der Flüssigkeit aus dem Behälter 25
in die Löschmittelleitung 20 hineintreibt. Diese Flüssigkeit mischt sich mit dem Druck-
und wird so dem Löschkanal 16 zugeführt.
:;»'«-rIn der Fig. 2 ist 30 das feststehende Schaltstück,
31 der Schaltstift, 32 ist die isolierende, den Löschmittelstrom und den Lichtbogen gemeinsam
führende Hülle. In diese Hülle münden getrennt eine Zuführungsleitung 33 für das gasförmige Löschmittel und ein Zuführungsrohr
34 für das flüssige Löschmittel. Die Leitung 33 ist an den Druckmittelbehälter 35 angeschlossen, 36 ist ein Ventil. An die
Leitung 34 schließt sich ein Differentialzylinder 37 an, in dem sich ein Differentialkolben
38 befindet. Der Differentialzylinder ist in einem Flüssigkeitsbehälter 39 angeordnet, der
mit Schaltflüssigkeit gefüllt ist. 40 ist der Spiegel der Schaltflüssigkeit. Dem Differentialzylinder
von größerem Durchmesser wird Druckgas durch die Leitung 41 zugeführt,
welche hinter dem Ventil 36 an den Kessel 35 angeschlossen ist. 42 ist eine Feder, die den
Differentialkolben normalerweise in gehobener Stellung hält. 43 ist ein Ventil, welches
sich nur beim Aufwärtsgang des Differentialkolbens öffnet und Flüssigkeit in die Leitung
34 einläßt.
Wenn das Ventil 36 geöffnet wird, strömt Druckgas durch die Leitung 44 dem Stiftantrieb
zu, und der Schaltstift 31 geht nach oben. Gleichzeitig strömt das Druckgas durch
die Leitungen 33 und 41. Der auf den Differentialkolben 38 wirkende Druck wird dabei,
stark übersetzt, auf die Flüssigkeit in der Leitung 34 übertragen. Diese Flüssigkeit wird
somit unter starkem Druck quer in die Hülle 32 eingespritzt, während in entgegengesetzter
Richtung durch die Leitung 33 das Druckgas in die Hülle eintritt. Der Lichtbogen wird
durch die gemeinsame Wirkung dieser beiden Löschmittel gelöscht. Die Druckübersetzungseinrichtung
kann mit Vorteil auch in dem Fall verwendet werden, wo das dynamische Druckgefälle benutzt wird, um die Flüssigkeit
in den Löschraum zu bringen. Der Überdruck kann auf diese Weise verstärkt werden.
Es ist wesentlich, daß eine schleifenförmige Verlängerung des Lichtbogens durch die Führung
der Hülle ausgeschlossen ist und die in der Hülle entwickelten Gase und Dämpfe frei
expandieren können, so daß der Lichtbogen unter Entwicklung kleinsten Gegendruckes in
der Hülle brennt.
Als gasförmiges Löschmittel kann gewöhnliche Luft, als flüssiges Löschmittel Wasser iao
oder eine andere nicht brennbare Flüssigkeit verwendet werden.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Wechselstromschalter, dessen Unterbrechungslichtbogen durch ein strömendes, unter Druck zugeführtes Löschmittelgemisch, bestehend aus einem Löschgas und einer Löschflüssigkeit, gelöscht wird, wobei das flüssige Löschmittel durch dasίο gasförmige Löschmittel zugeführt wird, mit einer Löscheinrichtung nach Patent 626 720, in welcher der Lichtbogen mit Mindestlänge dadurch gelöscht wird, daß dem Lichtbogenraum während der stromlosen Pause mit großer Geschwindigkeit seine Durchschlagsfestigkeit wiedergegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des gasförmigen Löschmittels benutzt wird, um die Flüssigkeit in die Druckgaszuleitung zur Löschvorrichtung oder in die Löschvorrichtung zu drücken.
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß allein das dynamische Druckgefälle, welches durch das Strömen des gasförmigen Löschmittels in der Gasleitung entsteht, zur Erzeugung eines Überdruckes benutzt wird, der Flüssigkeit in die Gasleitung zur Löscheinrichtung hineindrückt.
- 3. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasdruck mit Zwischenschaltung einer Druckübersetzungsvorrichtung, insbesondere eines Differentialkolbens, auf die Flüssigkeit übertragen wird.
- 4. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasdruck auf zwei getrennt geführte Zuführungsleitungen für das gasförmige und das flüssige Löschmittel wirkt, die getrennt in die das Löschmittel und den Lichtbogen gemeinsam führende Hülle münden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES110842D DE643236C (de) | 1933-09-02 | 1933-09-02 | Wechselstromschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES110842D DE643236C (de) | 1933-09-02 | 1933-09-02 | Wechselstromschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643236C true DE643236C (de) | 1937-04-03 |
Family
ID=7530528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES110842D Expired DE643236C (de) | 1933-09-02 | 1933-09-02 | Wechselstromschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643236C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011004421A1 (de) * | 2011-02-18 | 2012-08-23 | Schneider Electric Sachsenwerk Gmbh | Kühlvorrichtung für eine elektrische Schaltanlage insbesondere der Mittel- oder Hochspannungstechnik |
-
1933
- 1933-09-02 DE DES110842D patent/DE643236C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011004421A1 (de) * | 2011-02-18 | 2012-08-23 | Schneider Electric Sachsenwerk Gmbh | Kühlvorrichtung für eine elektrische Schaltanlage insbesondere der Mittel- oder Hochspannungstechnik |
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