DE656790C - Fluessigkeitsschalter mit eingebauter Loeschkammer - Google Patents
Fluessigkeitsschalter mit eingebauter LoeschkammerInfo
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- DE656790C DE656790C DEST53717D DEST053717D DE656790C DE 656790 C DE656790 C DE 656790C DE ST53717 D DEST53717 D DE ST53717D DE ST053717 D DEST053717 D DE ST053717D DE 656790 C DE656790 C DE 656790C
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- switch
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- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 7
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 13
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/53—Cases; Reservoirs, tanks, piping or valves, for arc-extinguishing fluid; Accessories therefor, e.g. safety arrangements, pressure relief devices
- H01H33/55—Oil reservoirs or tanks; Lowering means therefor
Landscapes
- Fluid-Pressure Circuits (AREA)
Description
Es wurde bereits bei Flüssigkeitsschalter!! mit eingebauter Löschkammer aus Sicherheitsgründen
vorgeschlagen, im Schaltergehäuse eine schwache, austauschbare Wandungsstelle
vorzusehen, die zertrümmert wird, sobald der Druck im Schalter ein gewisses Höchstmaß
überschreitet. Durch die einsetzende plötzliche Expansion des Schalterinhalts wird alsdann
eine zuverlässige Löschung des Lichtbogens erzielt.
Solche unzulässigen Drucksteigerungen können z. B. auftreten, wenn die Löschkammer
selbst oder eine in die Löschkammer eingebaute besondere Löscheinrichtung beschädigt
und dadurch 'unwirksam geworden ist. Es besteht hierbei die Gefahr bei Benutzung von
Öl als Löschflüssigkeit, daß die bei der plötzlichen Entspannung des Schalterinhalts ausschießenden
heißen Öldämpfe sich entzünden.
Versuche mit künstlich unwirksam gemachter Löschkammer haben gezeigt, daß
diese Gefahr beseitigt werden kann, wenn es gelingt, für eine gewisse Zeitspanne ein Vermischen
des austretenden heißen Gasinhalts des Schalters mit Luft zu verhindern. Dies wird bei einem Flüssigkeitsschalter mit eingebauter
Löschkammer und einer am unteren Ende des Schaltergehäuses vorgesehenen Bruchplatte als Sicherheitsvorrichtung gegen
zu hohen Innendruck des Schalters, bei dem sich unterhalb der Bruchplatte am Schaltergehäuse
ein Führungsrohr für das austretende Gas-Flüssigkeits-Gemisch anschließt, erfindungsgemäß
dadurch erzielt, daß der Strömwngsquerschnitt des Führungsrohres ungefähr
gleich der durch die Bruchplatte freizulegenden Wandungs Öffnung ist. Durch diese Maßnahme
wird erreicht, daß die zunächst austretende Flüssigkeit wie lein Kolben am inneren Umfang des Rohres entlang gleitet
und den Luftinhalt des Rohres verdrängt, so daß das nachfolgende Gas-Flüssigkeits-Gemisch
während des Durchströmens durch das Rohr mit keiner Luft in Berührung kommt. Die
durch die Rohrlänge hervorgerufene Verzögerung im freien Austritt der Gase genügt,
um sie so weit abzukühlen, daß ein Zünden der Ölgase an Luft nicht mehr zu befürchten
ist.
Es ist bereits bekannt, bei !einem Flüssigkeitsschalter
mit Bruchplatte in dem unteren Gehäuseboden unterhalb der Platte ein Rohr
anzuschließen, um ein Verspritzen von Flüssigkeit zu verhindern. Hierbei wurde aber die
Notwendigkeit nicht beachtet, die Gase auf dem Wege durch das Rohr hindurch so zu
schützen, daß sie auf diesem Wege nicht mit Luft in Berührung kommen. Das Umhüllungsrohr ist in seinem Querschnitt tun ein. Vielfaches
größer als der Ausströmquerschnitt bei
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Alfred Nagel in Wehrden, Saar.
Zertrümmerung der Bruchplatte. Der an dieser Stelle austretende Strahl schießt frei
durch, das Rohr hindurch und verdrängt wo die Luft aus diesem Rohr, soweit der Str;
durchmesser dies bedingt. In dem Ringrj um den Strahl herum bleibt aber die La
erhalten, und es können sich die der Flüssigkeit nachfolgenden Gase sofort hinter der
Bruchplatte mit diesem Luftvorrat mischen, to ungefähr in der gleichen Weise, als ob die
Rohre nicht vorhanden wären,. Auch ist diese Rohrleitung zwischen dem Schaltergehäuse
und einem Auffangbehälter in zwei Rohrenden mit einem Ringspalt zwischen den beiden
Enden unterteilt, so daß der Rohrinnenraum; bereits in der Mitte der Rohrlänge mit der
Außenluft in freier Verbindung steht. Hier wird durch die Strömung der austretenden
Flüssigkeit und Gase im Gegensatz zum Erfindungsgegenstand durch Injektorwirkung
noch Luft angesaugt.
Es ist empfehlenswert, das unterhalb der Bruchplatte anschließende Führungsrohr so
• auszubilden, daß der Anschlußquerschnitt des Rohres am Schaltergehäuse ungefähr gleich
der durch die Bruchplatte freizulegenden Wan-■
dungsöffnung ist, während die nachfolgenden Rohrquerschnitte bis zur Austrittsfläche stetig
zunehmen. Hierdurch wird eine allmähliche Entspannung der in der Flüssigkeit eingeschlossenen
Gase auf einen niedrigeren Druck ermöglicht. Auch ist es von Nutzen, das Austrittsende
des an der Bruchplatte sich anschließenden Führungsrohres mit einem
Wasserverschluß zu versehen, da durch das Ausmünden des Rohres unterhalb eines Flüssigkeitsspiegels
auch an dieser Stelle noch der Luftzutritt ferngehalten wird.
In der Zeichnung ist ein Schalter gemäß. der Erfindung als Ausführungsbeispiel dargestellt.
In dem Schaltergehäuse α befindet sich eine Löschkammer & in einer beliebigen Ausführungsform.
Die Trennung der in der Löschkammer sitzenden Schaltkontakte erfolgt
durch die Schaltspindel c. Im unteren Teil ist das Schaltergehäuse β durch eine Wand d
verschlossen, die als Sicherungsbruchplatte ausgebildet ist. An dieser Bruchplatte schließt
ein Rohr e an, das das austretende Gas;-Flüssigkeits-Gemisch
über eine bestimmte Wegstrecke timgibt ttnd von der Mischung mit Luft fernhält.
Versagt bei einem Abschaltvorgang die
Ä^scheinrichtung und bleibt ein Lichtbogen
n, so wird durch die Druckerhöhung
j.tm Schalter die Sicherheitsbruchplatte ausgeschert.
Die Lichtbogengase im oberen Schalterraum können den geringen Flüssigkeitsinhalt augenblicklich verdrängen. Es entsteht
eine plötzliche Druckentlastung im Lichtbogenraum und damit eine starke Expansion
der Lichtbogengase, die eine Löschung des Lichtbogens bewirkt. Das aus dem
Schalter austretende Gas-Flüssigkeits-Gemisch ist über reine gewisse Wegstrecke von Kanalwandungen
eng umgeben, die eine Mischung der ausströmenden Gase mit Luft verhindern. Die durch den Kanal erzielte Verzögerung für
den Luftzutritt und die inzwischen eingetretene Abkühlung der Gase genügt, um ein Entzünden
der austretenden Dämpfe und Gase mit Sicherheit zu vermeiden.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Flüssigkeitsschalter mit eingebauter Löschkammer und einer am unteren Ende des Schaltergehäuses vorgesehenen Bruchplatte als Sicherheitsvorrichtung gegen zu hohen Innendruck des Schalters, bei dem sich unterhalb der Bruchplatte am Schaltergehäuse ein Führungsrohr für das austretende Gas-Flüssigkeits-Gemisch anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsquerschnitt des Führungsrohres \e) ungefähr gleich der durch die Bruchplatte (d) freizulegenden Wandungsöffnungist.
- 2. Flüssigkeitsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußquerschnitt des Führungsrohres (e) am Schaltergehäuse ungefähr gleich der durch die Bruchplatte (d) freizulegenden Wandungsöffnung ist, während die nachfolgenden Rohrquerschnitte bis zur Austrittsfläche stetig zunehmen.
- 3. Flüssigkeitsschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das an der Bruchplatte sich anschließende Führungsrohr mit seinem Ende in eine Flüssigkeit eintaucht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST53717D DE656790C (de) | 1935-07-16 | 1935-07-16 | Fluessigkeitsschalter mit eingebauter Loeschkammer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST53717D DE656790C (de) | 1935-07-16 | 1935-07-16 | Fluessigkeitsschalter mit eingebauter Loeschkammer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE656790C true DE656790C (de) | 1938-02-14 |
Family
ID=7466811
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST53717D Expired DE656790C (de) | 1935-07-16 | 1935-07-16 | Fluessigkeitsschalter mit eingebauter Loeschkammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE656790C (de) |
-
1935
- 1935-07-16 DE DEST53717D patent/DE656790C/de not_active Expired
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