DE643141C - Verfahren zur Veredelung von mineralischen OElen und anderen Bitumina - Google Patents

Verfahren zur Veredelung von mineralischen OElen und anderen Bitumina

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DE643141C
DE643141C DEB118790D DEB0118790D DE643141C DE 643141 C DE643141 C DE 643141C DE B118790 D DEB118790 D DE B118790D DE B0118790 D DEB0118790 D DE B0118790D DE 643141 C DE643141 C DE 643141C
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DE
Germany
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hydrogen
bitumens
mineral oils
boiling
products
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Expired
Application number
DEB118790D
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English (en)
Inventor
Dr Carl Krauch
Dr Mathias Pier
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G45/00Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds
    • C10G45/02Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing
    • C10G45/04Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing characterised by the catalyst used

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Veredelung von mineralischen Ölen und anderen Bitumina Es ist bekannt, daß man aus Destillations-und Extraktionsprodukten von Kohle u. dgl. oder von ähnlichen Materialien tierischer und pflanzlicher Herkunft sowie auch aus Mineralölen oder anderen Bitumina und deren Umwandlungsprodukten nach dem sog. Berginverfahren wertvolle, niedriger siedende organische Verbindungen gewinnen kann, wenn man auf die genannten Stoffe Wasserstoff oder reduzierend wirkende Gase, die gcbundenen Wasserstoff enthalten, für sich oder zusammen mit anderen Gasen bei Temperaturen .,oberhalb 300° und höheren Drucken einwirken läßt. Ferner sind auch Vorschläge bekanntgeworden, dieses Verfahren in Gegenwart von Katalysatoren durchzuführen.
  • Im Hauptpatent 6o9 538 ist nun angegeben, daß man bei der Veredelung der Destillati:ons-und Extraktionsprodukte von Kohle u: dgl. oder von ähnlichen Materialien tierischer und pflanzlicher Herkunft zu besonders guten Ergebnissen gelangt, wenn man diese Stoffe mit Wasserstoff bei Temperaturen @oberhalb 300° und höheren Drucken in Gegenwart von Molybdän oder Molybdänverbindungen als Katalysator behandelt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ebenfalls sehr gute Ergebnisse erzielt, wenn man Mineralöle oder andere Bitumina und deren L-mwandlungsprodukte mit Wasserstoff oder Wasserstoffenthaltenden Gasen gemäß deii Arheitsbedingungen des Hauptpatents behandelt. Auch hierbei erhält man, ohne daß eine Fernhaltung von Schwefel u. dgl. erforderlich ist, neben wenig Methan u. dgl. niedriger siedende, wertvolle flüssige X-ohlenwasserstoffe, die praktisch frei von ungesättigten Verbindungen sind.
  • Es ist zwar vorgeschlagen worden, Molybdän und seine Verbindungen bei der katalytischen Reduktion von Oxyden des Kohlenstoffs sowie bei der Hydrierung ungesättigter organischer Verbindungen bei den hierfür üblichen, mäßig erhöhten Temperaturen (r 5o bis aoo°) und unter wenig erhöhtem Druck und beim Kracken von Mineralölen in Gegenwart von Wasserdampf zu verwenden. Im vorliegenden Falle handelt @es sich jedoch um eine andere Reaktion, nämlich um die spaltende Druckhydrierung. Bei der grundsätzlichen Verschiedenheit dieses Vorgangs von dem vorgenannten konnte das Bekannte keinerlei Anhaltspunkte geben über das Verhalten des Molybdäns und seiner Verbindungen im vorliegenden Falle, zumal bekanntlich Regeln über die Wirksamkeit von Katalysatoren nicht bestehen, vielmehr ein für einen bestimmten "Zweck vorzüglich wirksamer Katalysator in anderen Fällen häufig vollkommen versagt.
  • Gemäß der Erfindung lassen sich beispielsweise mit I@i-folg veredeln: Roherdöle jeder Herkunft oder Schieferöle oder deren Fraktionen oder Rückstände, Erdwachse, Erdpeche (Asphalte) u. dgl. Krackprodukte, Säureharze und andere Umwandlungsprodukte ti, dgl., ferner auch die aus allen diesen Produkten gewonnenen Hydrierungsprodukte. Die Stoffe können für sich oder in Mischung untereinander oder mit anderen hydrierbareitoder nichthydrierbaren Körpern der Behandlung unterworfett werden. Die höher siedenden enteile des entstandenen Produktes können erneut in der beschriebenen Weis^ veredelt werden.
  • Im .allgemeinen arbeitet man zweckmäßig kontinuierlich und mit strömenden Gasen, die einen Überschuß an Wasserstoff enthalten, wobei unter dauernder Aufrechterhaltung des Druckes und unter Ersatz des verbrauchten Wasserstoffes durch Frischgas das Gas entweder im Kreislauf oder fortlaufend durch mehrere Reaktionsräume geführt wird. Der zu veredelnde Stoff wird dabei zweckmäßig kurz vor dem Katalysator zugegeben.
  • Die im Hauptpatent 6o9 538 angegebenen Ausführungsformen des Verfahrens, die die Zusammensetzung der Reduktionsgase, der Katalysatoren sowie die Arbeitsbedingungen, wie Druck. Temperatur usw., betreffen, gelten auch für den vorliegenden Fall. Druck und Temperatur können auch hier innerhalb verhältnismäßig weiter Grenzen variiert werden, wobei die Natur des Ausgangsmaterials ebenfalls eine Rolle spielt. Beispiel i Dunkelgefärbte Rückstände von amerikanischem Roherdöl von fast fester Beschaffenheit und stark ungesättigtem Charakter werden kontinuierlich mit einem Gemisch von t Teil Stickstoff und ; Teilen Wasserstoff unter einem Druck von Zoo at bei :15o bis 500° über einen Katalysator geleitet, der aus einer innigen Mischung von 7o Teilen Ammonmolybdat und 3o Teilen Aluminiumhydroxyd hergestellt wurde. Neben wenig Methan entsteht ein kaum gefärbtes, dünnflüssiges, vollkommen gesättigtes Produkt, das zu 9o 0 n aus bis 15& siedenden, farblosen Benzinen neben io 0/0 eines flüssigen, höher siedenden, gelblichen Anteils besteht.
  • Beispiel e Juraschieferöl. mit q. 0,o Schwefelgehalt vom spez. Gewicht o,95o, das bei der Destillation bis i5o° 60o Benzin und über 350 2 i @f0 pechige Rückstände liefert, wird, wie in Beispiel i angegeben, behandelt. Es entsteht ein dünnflüssiges, schwach gelb gefärbtes Produkt vom spez. Gewicht o,8 io, von dem bis i 5o' So 0,0 gesättigte, farblose Benzinanteile überdcstilliCrett und über 200° ein flüssiger, schwach gefärbter Rest verbleibt. Beispiel 3 Mexikatischcr Asphalt, welcher bei der Destillation für sich q. 0,o bis 25o°, 25 % bis 35o° und ; o 00 harten Pechrückstand liefert, kann in der gleichen Menge Cyclohexan gelöst, ebenso veredelt werden. Es wird dann, während das Cyclohexan unverändert bleibt, aus dem Asphalt ein sauerstofffreies, dünnflüssiges ()1 gebildet, das bei der Destillation neben einem ganz geringen salbenartigen Rückstand zum weitaus grölten Teil Benzin ergibt.
  • Wie in den Beispielen i bis 3 können Roherdöl,c Jeglicher Herkunft raffiniert und veredelt werdet. Beispiel ,1 Mexikanische Erdölrückstände, in denen sich praktisch keine bis Zoo ' siedende Anteile befinden, werden von oben kontinuierlich in einen senkrecht stehenden Ofen eingespritzt, der bei d50° unter Zoo at Druck mit einem Wasserstoff enthaltenden Gefäß in Verbindung steht, aus dem verbrauchter Wasserstoff nachgeliefert wird. Das eingespritzte Produkt trifft auf einen aus V 2 A-Stahl bestehenden Rührer, auf dem ein m,olybdänhaltiger Katalysator angeordnet ist. Der Ofen trägt unten einen Einsatz, der auf Zimmertemperatur gehalten wird; das entstandene Produkt wird liier kondensiert und abgeführt. Es kann nach Abtrennung der niedrigsiedenden Bestandteile zti erneuter Behandlung in den Ofen gebracht werden.
  • Das erhaltene Produkt enthält .4o bis 50 0;'o Bertzitt und etwa 4o 00 Mittelöl,- neben geringen Mengen höher siedender Produkte.
  • Der Sättigungsgrad der erhaltenen Produkte an Wasserstoff ist gering und ändert sich mit der Rührgeschwindigkeit. Man kann ihn erhöhen, wenn man die relative Bewegungsgeschwindigkeit des Katalysators gegenüber dem zu behandelnden Produkt erhöht. Beispiel s Elwerather Rohöl wird in einer Hochdruckapparatur bei .15o und unter iooo at Druck kontinuierlich im Wasserstoffstrom übereinen Katalysator geleitet, der aus einem Gemisch von Molybdänsäure und Zinkoxyd besteht.
  • Man erhält bei guter Leistung ein helles dünnflüssiges Produkt, das etwa 8o % Benzin enthält.

Claims (1)

  1. P.\'I'rNTANSPRÜCHR: i. Abänderung des Verfahrens nach Patent 6o9 538, dadurch gekennzeichnet, daß hier Mineralöde ,oder andere Bitumina -und deren Um`vandlungsprodukte mit Wasserstoff oder Wasserstoff enthaltenden Gasen gemäß den Arbeitsbedingungen des Hguptpatents behandelt werden. z. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man mit strömenden Gasen arbeitet.
DEB118790D 1925-02-14 1925-03-19 Verfahren zur Veredelung von mineralischen OElen und anderen Bitumina Expired DE643141C (de)

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