DE642829C - Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen kondensierten Sulfonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen kondensierten Sulfonsaeuren

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DE642829C
DE642829C DEF74796D DEF0074796D DE642829C DE 642829 C DE642829 C DE 642829C DE F74796 D DEF74796 D DE F74796D DE F0074796 D DEF0074796 D DE F0074796D DE 642829 C DE642829 C DE 642829C
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Germany
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molecular weight
sulfonic acids
higher molecular
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condensed sulfonic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es wurde gefunden, daß Aldehydmonosulfonsäünen mit höhermolekularen Alkoholen reagieren, wenn die Umsetzung in Gegenwart anorganischer, wasserentziehender Mittel und gleichzeitig !organischer Lösungsmittel bei einer im wesentlichen 400 nicht übersteigenden Temperatur durchgeführt wird. Es entstehen dabei Kondensationspnodukte von aöetalartigem Charakter, die wertvolle Textilhilfsmittel darstellen und als Netz-, Schäum-, Dispergier-, Keinigungs- und Weichmachungsmittel vorteilhaft Verwendung finden können.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, höher-
molekulare 'Alkohole in Gegenwart von Aldehyden zu sulfonieren, wobei gleichzeitig auch leine Kondensation eintreten soll (vgl. französische Patentschrift 712 122). Es ist jedoch unwahrscheinlich, daß dabei primär eine Bildung von Aldehydmoniosulfonsäuren erfolgt,
ao die dann, weiterhin mit den Alkoholen eine aoetalartige Kondensation eingehen; da sich niedrigmolekulane Aldehyde in Gegenwart von konzentrierter Schwefelsäure zunächst polymerisieren, nimmt die Reaktion einen völlig anderen Verlauf. Bei dem bekannten Verfahren bedarf es auch der Anwendung höherer Schwefelsäureüberschüsse !und Temperaturen von 50°, so daß die erhaltenen Produkte dunkel gefärbt sind.
Demgegenüber handelt es sich bei dem vorliegenden Verfahren um eine reine Kondensationsrieaktion, wobei gegebenenfalls Schwefelsäure nur zur Unterstützung zugesetzt wird und die daher unter besonders milden Bedingungen gelingt. Es ist z. B. nicht, notwendig, bei der Kondensation eine Temperatur von 400 Z1U überschreiten.
Es ist ferner schon vorgeschlagen worden, ungesättigte Fettsäuren oder ihre Glyoeride mit Phenolsulfonsäuren in Gegenwart großer Mengen verdünnter Mineralsäuren zu kon- , densieien. Hierbei werden sulfonierte Phenylester von nur beschränkter Säurebeständigkeit gewonnen. Auch hat man schon Naphthalinsulfonsäuren in Gegenwart von Schwefelsäure mit Benzoin und niederen aliphatischen Alkoholen kondensiert, wobei aber Erzeugnisse anderer Konstitution erhalten werden.
Endlich wird in Patentschriften die Sulfonierung höhermolekularer aliphatischer Aidehyde und Ketone beschrieben. Diese Körper sind als Ausgangsstoffe verhältnismäßig schwer zugänglich und konnten sich daher nicht in die Technik einführen.
Keinem dieser bekannten Verfahren läßt sich der Gedanke, die Reaktionsfähigkeit der Carbonylgruppe in Aldehydsulfonsäuren bei der Umsetzung mit Alkoholen auszunutzen, entnehmen.
Das Verfahren soll an Hand folgender Beispiele erläutert werden:
Beispiel ι
100 kg Cetylalkohol werden in 100 kg Benzol gelöst. Unter Rühren gibt man dann 60 kg Phosphorpentoxyd bei 300 hinzu. Dar-
auf behandelt man bei derselben Temperatur mit 40" kg Benzaldehydmonosulfionsäure so lange, bis das Produkt wasserlöslich geworden ist. Nach der Neutralisation, die in bekanrrtpK Weise vorgenommen wird, wird eine helle· Paste erhalten, die sich in hervorragendem Maße in der Wäscherei und Avivage verweh-"' den läßt.
Beispiel 2
ιοί oo.kg Laurinalkohol werden in 100 kg Tetrachlorkohlenstoff gelöst und mit 45 kg Phosphorpentoxyd bei 300 unter Rühren vermischt. Nun behandelt man bei derselben Temperatur mit 70 kg Benzaldehydsulf onsäure so lange, bis das Reaktionsprodukt klar wasserlöslich geworden ist. Man verdünnt mit wenig Eiswasser, trennt von der abgesetzten Säure und neutralisiert das Produkt in bekannter Weise. Man erhält eine schwach gelbliche Paste, die sich durch große Netz-, Reinigungs- und Dispergierkraft auszeichnet.
Beispiel 3
228 kg Methylcyclohexanol werden in 150 kg Trichloräthylen gelöst und 40 kg Phosphortrichlorid zugefügt. Man läßt dann unter Rühren 152 kg Butyraldehydsulfonsäure eintropfen, wobei die Temperatur 400 nicht überschreiten soll. Man setzt das Rühren so lange fort, bis eine Probe des Reaktionsgemisches nach dem Abdampfen des Lösungsmittels in Wasser leicht löslich ist. Die Neutralisation und weitere Verarbeitung erfolgt wie im Beispiel 2. Man erhält ein Produkt, das sich durch hohe Schaumkraft auszeichnet.
Beispiel 4
182 kg Sorbit werden in 150 kg Trichloräthylen suspendiert und 40 kg Phosphorpent- ?.feX3a|||srngetragen. Man läßt dann unter Rüh- ^ kg Propionaldehydsulfonsäure bei ^^atur von 30 bis 400 hinzutreten, bis eini«-'!wasserlösliches Produkt erzielt ist. Dann'j'jvird auf Eis ,gegeben und, wie üblich, aufgearbeitet. Das erhaltene Produkt ist leicht in Wasser löslich und besitzt ausgeprägtes Schaum- und Netzvermögen.
m-Benzaldehydsulf onsäure entsteht beispielsweise bei der Einwirkung rauchender Schwcfeisäure auf Nitrobenzol; Propionaldehydsulfonsäure bildet sich bei der Behandlung von Acrolein mit Natriumbisulfit. Butyraldehydsulf onsäure wird nach den .Angaben in der Literatur durch Einleiten von Wasserdampf in eine wäßrige Lösung von Butanoldisulfonsäure dargestellt. Wasserentziehende anorganische Stoffe sind z. B. die Oxyde und Chloride des Phosphors, Zinkchlorid oder calciniertes Natriumsulfat. Unter den Lösungsmitteln sind die Mineralölkohlenwasserstoffe oder chlorierten Kohlenwasserstoffe am geeignetsten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von höhermolekularen kondensierten Sulfonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß höhermolekulare Alkohole mit Aldehydmonosulfonsäurenin Gegenwart anorganischer, wasserentziehender Mittel und gleichzeitig organischer Lösungsmittel bei einer im wesentlichen 400 nicht überschreitenden Temperatur lumgesetzt werden.
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